Frauen, Fußball, Skispringen: News im WM-Jahr 2011

von Nicole


Zur Einstimmung auf den Frauenfußball-Sommer in diesem Jahr gibt’s aus der Sportabteilung der Mädchenmannschaft in loser Folge einige Hinweise auf aktuelle Artikel rund um die Themen Frauen & Fußball.

Fangen wir an mit guten Nachrichten für Fußballerinnen und Fans: Laut einer Studie des LINK-Instituts für Markt- und Sozialforschung wünscht sich immerhin die Hälfte der Befragten mehr Frauenfußball in den Medien. Auch interessant: Etwa ein Viertel interessiert sich der Umfrage zufolge weder für Männer- noch für Frauenfußball, wie womensoccer berichtet.

Die Frauenzeitschrift emotion beschäftigt sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Thema Homosexualität im Fußball. Zu Wort kommen die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling und Doris Fitschen, ehemalige Nationalspielerin und heute Managerin der deutschen Nationalelf. Sie sagt: „Es gibt beim DFB keinen Verhaltenskodex für Spielerinnen, was ihre sexuelle Orientierung betrifft. … Ich bin davon überzeugt, dass für eine Spielerin dadurch keine Nachteile entstehen.“

Frauenfußball ist Amateursport, und zwar in Deutschland ebenso wie im Nachbarland Österreich. Das bedeutet, dass Fußballerinnen neben Training und Spielbetrieb auch noch „echten“ Berufen nachgehen, um ihr Geld zu verdienen. Manchen jedoch wie Daniela Iraschko, Torfrau bei Wacker Innsbruck, reicht auch das nicht. Sie suchen sich noch eine weitere Sportart, in der Frauen es ganz besonders schwer haben: Skispringen nämlich. Bei der Nordischen WM in Oslo gewann sie vor einigen Tagen die Goldmedaille.

Das Gunda-Werner-Institut, Teil der Heinrich-Böll-Stiftung, präsentiert zur WM eine Reihe von Veranstaltungen. Auf der Website des Instituts finden sich aktuell „Fünf Gender Kicks zur WM 2011“ – kritische Betrachtungen des Turniers aus einer queer-feministischen Perspektive rund um Geschlechternormen, Begriffe und nationalistische Tendenzen. (Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht)

Eine weitere (der leider viel zu seltenen) Verbindung zwischen Feminismus und Fußball gibt’s ab kommender Woche in Berlin zu sehen. Die Ausstellung Tatort Stadion 2. Fußball und Diskriminierung, entwickelt vom Bündnis aktiver Fußballfans, BAFF, gastiert vom 7. März bis 2. April in Kreuzberg im Fußballladen GOAL. Als Medienpartnerin an der Seite von Ladenchefin Tülin Duman: das missy magazine.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 3. März 2011 um 14:46 Uhr unter Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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