Die Blogschau
von BarbaraGanz viel ging es in dieser Woche um die re:publica. Dazu wurde natürlich auch viel gebloggt. Einen ersten Zwischenstand über die Veranstaltungen, an denen wir beteiligt waren, haben wir selbst notiert; über den Sexismus im Chatstream während der Veranstaltung mit Anna Berg, Anne Roth und Klaus Schönberger über eben das berichtet Piratenweib. Darüber schreibt auch Anke Gröner und findet eine gute Zusammenfassung dazu: “Es ist wichtig, das Thema immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Es ist wichtig klarzumachen, dass dieses Thema eben nicht irgendeine Randgruppenbefindlichkeit ist, sondern uns alle betrifft, nicht nur Frauen, sondern auch Männer.” Mehr über die re:publica hier bei uns.
Um political correctness geht es lantzschi, die lieber von “politische Korrektheit” spricht. Warum das so ist, erklärt sie in ihrem Text. Wunderbar ihr Resumee: “Ich habe in den vergangenen Tagen über Rentner geschimpft und dafür Kritik geerntet. Ich habe über eine alte Wessi-Katholikin geschimpft und dafür Kritik geerntet. In beiden Fällen habe ich also nicht auf meine eigene politische Korrektheit geachtet. In beiden Fällen hatten die Kritiker vielleicht nicht ganz unrecht. In beiden Fällen aber wurde ich kritisiert, weil ich doch dieses Dings da studiere und es besser wissen müsste. Ich bin nicht dieses Dings. Ich bin anders.”
Nicht anders, sondern woanders ist Antje Schrupp. Auch sie nimmt die re:publica zum Ausgang ihrer Überlegungen, und fasst zusammen “Ich interessiere mich generell weniger dafür, was Frauen nicht tun, sondern mehr dafür, was sie tun.”
Einen Eintrag über den Film “Training Rules: No Drinking, No Drugs, No Lesbians.”, der sich mit dem erfolgreichen Frauen-Basketballteam der Pennsylvania State University beschäftigt, gibt es auf queernews.at, deren Trainerin klarmachte: “… dass sie jede Spielerin, die sie für lesbisch hielt oder die mit Lesben befreundet war, sofort aus dem Team eliminieren würde.”
Um Zwangsoperationen in Zusammenhang mit dem gerne provokanten Radio-Moderator Howard Stern und seinem Kleiner-Penis-Contest geht es auf zwischengeschlecht.info.
Dem leidigen Thema Hausarbeit und Partnerschaft hat sich die denkwerkstatt angenommen. Und erinnert sich an das: “‘Du lässt deinen Mann mit ungebügeltem Hemd am Sonntag in die Kirche gehen?’, fällt mir da ein. Das hat eine ehemalige Nachbarin einst meine Mutter gefragt. Im Zustand vollkommen geistiger Klarheit.”
Zwei schöne Fundstücke zum Reizthema “Frauen und Humor, yeah!” gibt es hier: Einmal über die Kabarettistin Anny Hartmann, die auch bei Abtreibung Lacher kriegt. Auch gut ist ihre Nummer “Dicke Frauen im TV“.
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.
Facebook | | Tags: Blogs, Frauen, Politik, Propaganda
Eintrag geschrieben: Samstag, 17. April 2010 um 13:14 Uhr unter Der Feminismus ist schuld, Frauenfakten, Gendertrouble. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.







Danke, Anny Hartmann ist lustig!
Noch was Lustiges von mir, von heute – ach nein, von gestern, ist ja schon 2:00 Uhr … http://www.piratenweib.de/?p=1378
Viel Spaß!
ich wunder mich wirklich ueber das weiterverlinken von der hartmann. habt ihr euch mal die anderen videos angeschaut? ich finde, sie haengt ziemlich in stereotypen fest und ist auszerdem irgendwie auch homophob, oder nich?
Das Thema Männer und Hausarbeit ist wirklich ein alter Zopf aber wenn man sich in einer geselligen Runde mal darüber unterhält, dann gibt’s gleich Stimmung.
Was ich besonders erstaunlich finde ist, dass sich Frauen sehr gerne über Ihre Freunde und Männer aufregen, allerdings meistens nicht gegenüber selbigen sondern bei anderen Leuten.
Also wenn ich in der selben Situation wäre, dann würde ich erst nett auf eine ungerechte Arbeitsteilung hinweisen und dann elegant zur Arbeitsverweigerung übergehen. Ich meine, jeder ist doch alt genug seine Hemden selber zu bügeln. So what!
Ich meine, man braucht schon eine Aufgabenverteilung, denn wenn man keine Zuständigkeiten hat, dann denkt der eine oft, dass der andere das schon irgendwann macht.
Wenn man selbst sehr pingelig ist sollte man außerdem ab und zu meditieren, damit man nicht gleich rummotzt, wenn der Mülleimer mal überquillt oder sich eine Wollmaus hinterm Schrank versteckt hat.
Menschen (egal ob Männer oder Frauen) haben eben unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und die dreckigsten Wohnungen, die ich bisher gesehen habe waren tatsächlich Studentinnen WGs.
Hätt ich selbst nicht geglaubt, wenn ichs nicht gesehen hätte.
Naja, jedenfalls lässt sich das Problem lösen, wenn man gegenüber dem Faulpelz einfach nur konsequent ist aber höflich bleibt. Denn pauschale Anschuldigungen bringen nur Verweigerungsreaktionen.