Nach langem hin- und herüberlegen habe ich mich dazu entschlossen den Muttiblog ad acta zu legen. Ich könnte jetzt an dieser Stelle sagen „aus persönlichen Gründen“, was letztlich auch stimmt, aber ich will euch meine Gedanken zu dem Thema auch nicht vorenthalten.
Fakt 1:
Über was soll ich nur schreiben?
Alle 14 Tage auf eine „wahre Begebenheit“ aus meinem Leben als Mutter zurückzublicken und diese für euch aufzuschreiben, hat für mich dazu geführt, dass ich an manchen Stellen krampfhaft nach einem Thema suchen musste, das sich für den Blog auch umsetzen ließ. Nicht immer, vieles lag nah, aber über das Stillen oder geschlechterfixierte Kinderkleidung kann man eben auch nur einmal schreiben, sonst wird’s für euch und mich langweilig. Und das ist mir zu krampfig, zu konstruiert. Und etwas ausdenken wollte ich mir nicht, schließlich sollte es ja um mein Leben gehen und nicht um ein fiktives.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de
Fakt 2:
Das Private ist politisch.
Die besten Geschichten hätte ich erzählen können und wollen über Dinge, über die ich hier nicht schreiben kann, weil sie zu privat sind. Streitthemen in der Beziehung, Erfahrungen von Freundinnen und Freunden mit dem Eltern-Sein und Probleme, über die ich mich mit meiner besten Freundin unterhalten kann, die ich aber nicht hier ausbreiten will, weil sie eben privat sind. Andererseits wäre es wichtig genau an der Stelle den Feminismus einzubringen, denn als Kommentator/in in diesem Blog können alle so feministisch tun, wie sie wollen, ob sie es wirklich sind, so in der Realität, bleibt die Frage!
Fakt 3:
Ich bin müde und muss Prioritäten setzen.
Ich mache viel, ich schaffe viel. Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber ich finde mit zwei Kindern den Alltag zu rocken anstrengender, als ich es mir „damals“ mit einem Kind vorgestellt habe. Und ich mache trotzdem noch Dinge, die mit all dem nichts zu tun haben, und das muss und will ich auch tun. Aber ich kann nicht mehr alles machen, deshalb sage ich dem Muttiblog an dieser Stelle tschüß!
Ich würde mich freuen, wenn sich an dieser Stelle eine würdige Nachfolgerin findet. Der Mädchenmannschaft bleibe ich als Schreiberin erhalten, nur eben nicht als „die Mutti“.
Danke fürs Lesen
Mrs. Pepstein

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