Diesen Eindruck bekommt, wer dieser Tage durch die Presselandschaft schlendert. Die Zeit macht groß auf mit „Was Frauen wirklich verdienen“ und bietet online nicht nur einen zusätzlichen Artikel („Frauen wollen weibliche Karrieren„), sondern auch Raum, die eigene Meinung zum Thema zu hinterlassen. Momentan tummeln sich mal vor allem Menschen dort, die partout nicht sehen wollen, dass es da Fehler im System gibt.
Dabei schreibt es auch die Welt heute: Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer, ergab eine aktuelle Studie. Wahnsinnskommentar auf der Welt-Webseite: „Da bei einer Bewerbung die Frage nach Familienplanung nicht erlaubt ist und auch mit einer Lüge beantwortet werden kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als bei gleicher Qualifikation den Mann zu bevorzugen. Der wird nicht schwanger, hat keine Regelschmerzen und bleibt auch nicht unbedingt zu Hause, wenn mal was mit den Kindern sein sollte.“
Die erwähnte Studie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegeben und von der Webseite www.frauenlohnspiegel.de durchgeführt. Kommentiert haben die Ergebnisse auch die Netzeitung, Focus Online und die Südwest Presse.
Weil aber von Lesen allein die Welt nicht besser wird und Ungerechtigkeiten nicht verschwinden, schlage ich vor – auch anlässlich des kommenden Weltfrauentags – in die nächste Lohnverhandlungen erhobenen Hauptes zu marschieren und das eigene Wunschgehalt mal mit Verve durchzusetzen. Da hapert es bei vielen Frauen nämlich leider immer noch. Also Girls, hundert Euro für die Emanzipation!
(Foto über zeit.de)

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