Einträge mit dem Tag ‘racial profiling’


Rassistische Gesetze, „gleichgeschlechtliche“ Ehe, Nobelpreisgewinnerinnen – kurz verlinkt

8. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 257 von 365 der Serie Kurz notiert

Heute feiern wir die 250. Ausgabe unserer wöchentlichen Reihe „Kurz Verlinkt“ – Glitzerkonfetti :)!!!

deutschsprachige Links

Was machen Frauen auf der Bühne? Ganz klar: lieben! Um dann meistens ruckzuck zu sterben (Drama) oder zu heiraten (Komödie), während es anderen überlassen bleibt, sich an der Welt aufzureiben. Warum eigentlich? Die Debüt-­
Arbeiten von drei Nachwuchsregisseurinnen geben scheppernde Antworten auf die dröhnende Frage, wer warum welche Rolle spielt – nicht nur im Theater. Am 18., 20., 21. und 22. Oktober 2014 in Berlin im Ballhaus Naunynstraße.

Das Rollstuhlfräulein sucht im Bereich Social Media einen Job in einem Unternehmen in Bochum und Umgebung, das barrierefrei ist.

Angsichts der jüngst bekannt gewordenen Gewalttaten gegen Geflüchtete stellt die taz fest: „Das Bürgertum führt die Situationen herbei, in denen Gewalt ausgeübt wird, und zeigt dann auf die, die es zu diesem Zweck rekrutiert“.

Hendrik Cremer legt anhand von Rechtsnormen und Gesetzen in der BRD dar, warum verdachtsunabhängige Personenkontrollen nicht nur rassistische Polizeipraxis nach sich ziehen (racial profiling) und Rassismus gesamtgesellschaftlich stabilisieren, sondern auch bereits ihre festgeschriebene gesetzliche Legitimation im Kern rassistisch ist.

Am 3. Oktober wurden zwei Kneipen und deren Besucher_innen in Bonn von extrem rechten „Fußballfans“ angegriffen.

#FergusonIsEverywhere: Jamie Schearer, Julius Franklin und Tahir Della von der ISD haben mit dem Freitag über Racial Profiling und alltägliche Diskriminierung in Deutschland gesprochen.

Die Süddeutsche berichtet aus den USA: Über­ra­schend hat es der Su­preme Court ab­ge­lehnt, über die Recht­mäßig­keit sog. gleich­ge­schlecht­licher Ehen in fünf US-Bundes­staaten zu ent­scheiden – da­durch blei­ben die Gesetze und somit die bestehenden Ehe(möglichkeite)n dort in Kraft.

Über die ak­tuel­le Aus­stel­lung der süd­afri­kani­schen Foto­grafin_Akti­vi­stin_Profes­sor­in Za­ne­le Mu­ho­li be­rich­tet (in ei­nem mittel­guten Ar­ti­kel) die Augs­bur­ger All­gemei­ne – siehe auch weiter unten unsere Termine.

In der Jungle World stellen Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen, Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz), ihr neues Buch „Deutschland treibt sich ab“ vor und geben Antworten zur Bewegung der antifeministischen „Lebensschützer_innen“.

„Eine gerechte Gesellschaft sollte anders aussehen“: der Bayrische Rundfunk interviewt Anne Wizorek zu ihrem Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht.“

Frauen helfen Frauen e.V. sammeln in Mecklenburg-Vorpommern gerade Unterschriften für einen „Zugang für alle!“ zum Beratungs- und Hilfenetz in Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt.  3.000 Unterschriften werden noch gebraucht. Am 25.11.2014 ist eine Demo dazu in Schwerin geplant – siehe weiter unten bei den Terminen.

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Wie US-Bundes­staats­ge­setze konsti­tu­tio­nel­le Ab­trei­bungs­rech­te aus­he­beln, berichtet Andrew Rosenthal in der New York Times.

Die Sängerin Mary Lambert schreibt auf ihrer Website über grenzüberschreitende Fans und Interviewer_innen, eigene (sexualisierte) Gewalterfahrungen und Retraumatisierung.

„A Her­story of the #BlackLivesMatter Move­ment“ und über die Ver­ein­nah­mung von Theorie­bil­dung und Akti­vis­mus schreibt Ali­cia Gar­za bei The Femi­nist Wire.

Buzzfeed porträtiert die chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin Anna May Wong. So fähig sie in ihrem Beruf war, so häufig wurde sie nur als „exotische Lotusblume“ besetzt, und selbst dann konkurrierte sie mit weißen Schauspielerinnen in Yellowface.

Kein Nobelpreis ist für besonders hohe Frauenanteile bekannt, aber um den Nobelpreis für Physik ist es besonders schlecht gestellt. In den letzten 50 Jahren gewann keine einzige Frau. Slate stellt einige vor, die es verdient hätten.

Termine in Berlin, München, Ulm und Schwerin (mehr …)


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Diskriminierung/Rassismus im Münchner Hofbräuhaus?

8. September 2014 von Naekubi

Naekubi schreibt über das Leben von Asiat_innen in Deutschland, Kultur und Alltag, Rassismus und Feminismus, Selbstbewusstsein und Selbstverständnis. Ab September schreibt sie auch eine monatliche Kolumne bei der Mädchenmannschaft zum Thema Feminismus im Alltag. Dieser Artikel erschien bereits heute auf ihrem Blog Danger! Bananas.

Jetzt, wo das Münchner Oktoberfest vor der Tür steht, kann man ja mal überprüfen, wie es mit der Willkommenskultur in der bayerischen Landeshauptstadt bestellt ist. Nicht besonders gut, wenn man dieses heimlich gedrehte Youtube-Video betrachtet, das im Münchner Hofbräuhaus aufgenommen wurde:

Darin erklärt der Kameramensch, wie er/sie beobachtet hat, dass von seinem/ihrem Tisch direkt am Eingang anscheinend systematisch Menschen asiatischer Erscheinung vertrieben werden, mit dem Hinweis, der Tisch sei reserviert. Seltsamerweise ist der Tisch nicht reserviert, als sich weiße BesucherInnen an den Tisch setzen. Man lässt diese gewähren, obwohl sie nichts bestellen.

Ich gehe davon aus, dass der Kameramensch weiß ist, weil er/sie am Tisch sitzen bleiben darf (anders als die asiatisch aussehende Frau). Aber wenn selbst ihm/ihr das offen rassistische Verhalten des Personals auffällt, dann scheint doch was nicht in Ordnung zu sein.

Wenn ich das sehe, kommt mir die Galle hoch. Erst vor einigen Wochen wurde ausführlich über Rassismus an Clubtüren berichtet, und dann sowas. Der „Nur mit Reservierung“-Trick wurde auch dort ausführlich verwendet. Anscheinend haben alle Weißen qua Geburt eine Reservierung erhalten.

Das Hofbräuhaus wird von mir diesbezüglich eine Anfrage erhalten. Ich werde berichten, sollte es Ergebnisse geben.

Nachfragen könnt ihr dem Münchner Hofbräuhaus unter anderem über Twitter (@hofbraeuhausMUC) oder per E-Mail stellen.


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Akif Pirinçcis Hass, Abtreibungen auf dem Meer und ein Gedicht von June Jordan – kurz verlinkt

16. April 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 238 von 365 der Serie Kurz notiert

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Nadia schreibt beim Gunda Werner Institut zu Akif Pirinçcis neuem Buch „Deutschland von Sinnen“ und meint, der „Buch-Erfolg [sei] zwar ärgerlich und höchst bedenklich, als psycho-soziales Dokument deutscher (oder: eingedeutschter) Hegemonie jedoch auch wieder ein aufschlussreiches Barometer“.

Hinz&Kunzt berichtet über Shila Begum, eine der überlebenden Näher_innen des Rana-Plaza-Unglücks in Bangladesch, und ihren Einsatz für Entschädigungen.

In Berlin wurde bei der Überparteilichen Fraueninitiative ein Beirat für die Vorbereitung einer Fachtagung zur Situation obdachloser Frauen gegründet.

Racial Profiling trifft auf Sexual Profiling im Kontext des „Kampfs gegen Prostitution“ – menschenhandel heute berichtet.

englischsprachige Links

[Inhaltshinweis: Gewaltbeschreibungen] Auf Salon.com schreibt Brittney Cooper über die vielen Formen von Gewalt, der Schwarze Mädchen und Frauen besonders augsesetzt sind – und wie diese kaum besprochen und bekämpft werden.

Bitch Magazine bespricht den neuen Dokumentarfilm „Vessel“ über die Organisation „Women on Waves“, die Abtreibungen auf Schiffen durchführt, um so Verbote zu umgehen. (Ein Interview mit der Gründerin der Organisation gibt es auf deutsch bei der an.schläge.)

„Sometimes, when this happens, when a thin person realizes that they’ve just disgorged a bunch of rank fat hatred right into my fat face, they apologize. Often in a way that exacerbates the offense. But mostly, they try to convince me that they’re not talking about me. That those other fat people were gross in a way that I’m not.“ – Shakesville schreibt zu fat hatred, Vorurteilen und Raumeinnahme.

In den USA wird gerade National Poetry Month begangen. Feministing postet aus diesem Anlass täglich feministische Gedichte, gestern zum Beispiel June Jordans „Poem About my Rights“. [Inhaltshinweis: Beschreibung (sexualisierter) Gewalt]

Ein #TwitterEthics Manifesto wurde bei Model View Culture veröffentlicht.


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Leben in der Opposition, Leseperspektiven und Fettpositives – Die Blogschau

22. März 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 242 von 295 der Serie Die Blogschau

Auf ihrem Blog ein fremdwörterbuch veröffentlicht Kübra jeden Freitag einen Gedanken. In der letzten Woche ging es um „die Lethargie, die mit dem Leben in der Opposition, als kritische Beobachterin der Gesellschaft, als Aktivistin einhergeht“.

Die Jugendorganisation der AfD hat eine „Ich bin kein Feminist, weil…“-„Kampagne“ gestartet. Darüber berichtet de:bug (mit etwas drastischer_gewaltvoller Sprache).

Bei queer.de gibt es einen ausführlichen Beitrag zu Fat Up, dem queerfeministisches fettpositives Krawallkollektiv, deren Aktivismus, Ideen, Ansätze und dem entstehenden Zine (zu dem ihr bis zum 31.03. auch noch beitragen könnt!).

y-kritiks berichtet von einem Racial Profiling Vorfall.

Nach der Demo ist vor der Demo„, schreibt Katrin Wagner, eine der Organisator_innen der Frauenkampftags-Demo in Berlin, auf beziehungsweise weiterdenken.

Diese Woche könnte auch eine Appreciation-Woche für Blogposts von Heng sein: Auf dem futblog testete sie das Wiener Kaffee „Fett&Zucker“ aus und auf ihrem eigenen Blog tea-riffic schrieb sie zum einen über das Empowerment-Potential der Losung „Riots not Diets!“ und zum anderen über aktuelle alltägliche fatshaming Erlebnisse.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Racial Profiling, Pride-Parade und zimbabwische Frauenbewegung – kurz verlinkt

17. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 205 von 365 der Serie Kurz notiert

Die Schlagzeilen um die Freisprechung des Mörders von Trayvon Martin beherrschten letzte Woche die Medien.  schrieb den sehr lesenswerten Text „If Trayvon Martin had been a Woman„. Das Crunk Feminist Collective plädiert für einen Black Feminist Way. [beides Englisch]

Am Samstag wurde in Berlin die erste Pride-Parade gefeiert.

Intissam erzählt, wie es war, mal selber entscheiden zu können, was sie essen möchte: In Bayern bekommen Asylsuchende nämlich Essenspakete.

PETA und Sexismus, eine neverending story: Neues Material gibt es auf feminspire. [Englisch]

„Racial Profiling kostet…“ und zwar nicht nur die Betroffenen. Wie auch die Bundespolzei auf ihre Kosten kommt, erfahrt ihr im Video. Die Kampagne „Stop Racial Profiling“ des ISD Bund e.V. und KOP (Kooperation für Opfer rassistischer Polizeigewalt e.V.) geht in die zweite Runde.

Morde innerhalb von Beziehungen passieren meistens nicht ohne vorherige Warnsignale. In Massachusettes gibt es seit 2005 das Domestic Violence High Risk Team, welches versucht präventiv einzugreifen und dabei aber die (potentiellen) Täter in die Pflicht nimmt und nicht wie so oft die von Gewalt Betroffenen. [Englisch]

Bei Jewesses with Attitude machen sich Jordyn Rozensky and Jacqui Shine im Nachklang zum Zimmerman-Freispruch Gedanken darüber, wie eine mit den eigenen Privilegien (auch produktiv) umgehen kann. [Englisch]

[CW: Beschreibung sexistischer Übergriffe] Robbie Williams ist in Gelsenkirchen aufgetreten. Auf der Bühne wurde er übergriffig, berichtet die FAZ.

Collectors Weekly bietet einen spannenden, längeren Artikel über lesbische Blues-Sängerinnen im Harlem der 1920iger Jahre. [Englisch]

„Titten gegen Rassismus (TgR) – das ist nicht etwa der neueste Slogan von Femen, sondern eine Aktion aus dem Jahr 2000, bei der sich zehn (weiße) Frauen mit nacktem Oberkörper ablichten ließen, um gegen die, wie sie damals meinten, „Absurdität von Rassismus“ zu protestieren.“, schreibt Vina Yun. Und erklärt noch einmal, was an dieser aber auch den aktuellen Femen-Aktionen problematisch ist.

Wenn Leute sich positiv zu Themen wie „Öffnung der Ehe“, Migrationsrechte oder Brustkrebsvorsorge äußern – aber gespickt mit sexistischen, sexualisierenden, rassistischen etc. Argumenten, dann ist das ein großes Problem, beschreibt Sam Holmes. [Englisch]

In der Heinrich-Böll-Stiftung wurde noch einmal zu Sprache in Medien und Literaturen diskutiert, u.a. mit Mekonnen Mesghena, Leiter des Referats „Migration und Diversity“ der Heinrich-Böll-Stiftung. Die ganze Diskussion gibt es zum Nachhören. [TW: ausgeschriebene rassistische Wörter im Text]

Im März erschien das Buch „Shemurenga: The women’s movement, 1995-2000“, welches Frauenbewegungen in Zimbabwe unter die Lupe nimmt. Auf HerZimbabwe wurde es besprochen.

Keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse, aber doch noch eine gute Zusammenfassung des Themas „Anspruch auf Krippenplatz“: „Betreuungszeiten müssen zu den Arbeitszeiten passen„.

Wir wissen natürlich nicht, wo ihr die Sommerferien verbringt. Sollte es euch aber ins All verschlagen, gibt es hier eine Anleitung zum Haarewaschen der Astronautin Karen Nybergauf der International Space Station:

Termine in Berlin .. nach dem Klick (mehr …)


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Zum Freispruch für George Zimmerman

15. Juli 2013 von accalmie

Am 26. Februar 2012 be­such­te Tray­von Martin, ein afro­ameri­kani­scher Sieb­zehn­jähri­ger, seinen Vater und dessen Ver­lobte in San­ford, Florida. Sein Vater lebt in einer so­genann­ten „ga­ted commu­nity,“ also einem Wohn­viertel (meist) wohl­haben­der An­wohner_innen, das unter anderem durch strik­te Ein- und Aus­gangs­kontrollen, „neighborhood watches“ (Nach­bar­schafts­pa­trouil­len) und andere Ab­schot­tungs­maß­nahmen be­sonders ge­schützt sein soll vor Ver­brechen (…wo­runter manche gated commu­nities auch die blo­ße An­wesen­heit Mar­gi­na­li­sier­ter zäh­len). Tray­von Mar­tin war auf dem Weg nach Hause von einem Super­markt, in dem er Süßig­keiten und Ge­trän­ke für sich und einen Freund gekauft hatte, als er bemerkte, dass er von George Zim­mer­man verfolgt wurde. Es entstand eine Auseinandersetzung, die mit Zim­mer­mans töd­lichem Schuss auf Martin endete.

Zim­mer­man, ein (selbst­erklär­ter) Nach­bar­schafts­pa­trouil­len-Koor­di­na­tor, war Martin zuvor in seinem Auto gefolgt, da er dessen Ver­halten „ver­dächtig“ fand und er den Teenager nicht kannte. Berühmt-berüchtigt wurde hier­bei Zimmermans Aus­sage, dass Tray­von verdächtig wirke, da er einen  „Hoodie“, also einen Ka­pu­zen­pul­lo­ver, trug, und um­strit­ten bleibt, ob Zim­mer­man sich auch explizit rassisti­scher Schimpf­wörter be­diente, als er die Polizei anrief, um Tray­von Martin zu melden. Deutlich wurde in jedem Fall, dass Zimmerman sich des Racial Profiling bediente. Der Po­li­zei­beamte wies Zimmerman an, in seinem Au­to zu blei­ben bzw. sich zu diesem zurück zu begeben und Trayvon Martin nicht anzusprechen, da eine Strei­fe auf dem Weg sei. Zim­mer­man ent­schied sich für das Ge­gen­teil.

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Quelle: Wikipedia.

Laut Rachel Jeantel, einer Freun­din Tray­von Mar­tins, mit der er an die­sem Abend während der Ge­scheh­nisse te­le­fo­nier­te, be­merk­te Mar­tin, dass Zim­mer­man ihn ver­folgte, und es kam schließ­lich zur Kon­fron­ta­tion. Hier gibt es unter­schied­liche Dar­stel­lungen der Staats­an­walt­schaft und der Ver­tei­di­gung, von wem die Kon­fron­ta­tion und der er­ste kör­per­liche An­griff aus­ging – Fakt ist, Tray­von Mar­tin war der­jen­ige, der un­be­waf­fnet war und er war der­jenige, der er­schos­sen wurde. Als die Poli­zei ein­traf, wurde Zim­mer­man ver­haftet und spä­ter ver­nom­men, aber auf­grund des „Stand Your Ground“-Gesetzes in Florida, das in einer als lebensgefährlich wahr­ge­nom­men­en Be­drohungs­situa­tion auch töd­liche Ge­walt zur „Selbst­ver­teidigung“ zu­lässt (auch bei Rückzugsmöglichkeit), wie­der frei­gelas­sen. Erst eine massive In­for­ma­tions- und Pro­test­kam­pagne der Eltern Tray­von Martins und zahl­reicher Un­ter­stützer_innen führ­te zu einer erneuten Verhaftung und der Anklage Zimmermans. Der Prozess wurde vor drei Wo­chen vor einer sechs­köpf­igen Jury, bestehend aus fünf weißen Frauen und einer Frau of Color, er­öffnet. Diese Jury sprach Geor­ge Zim­mer­man am ver­gan­genen Samstag­abend frei, so­wohl vom Vor­wurf  des „Mord zweiten Grades“ (second-degree murder) als auch des Tot­schlags.

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Heroische Frauen, mieser Journalismus – kurz verlinkt

10. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 204 von 365 der Serie Kurz notiert

Minna Salami schreibt auf Ms. Afropolitan über afrikanische Feminismen und ihre Geschichte (englischsprachig)

Der neue Wegbereiterinnen Kalender ist da! Der Wandkalender im Format DIN A 3 präsentiert auch in diesem Jahr zwölf aktive Frauen aus der Geschichte (PDF).

Zwei Musikerinnen des Pussy Riot-Kollektivs sind inkognito auf Tour. Die taz hat sie interviewt.

Laut dem Handelsblatt haben auch konservative Regierungsabgeordnete in Costa Rica für ein neues Ehe-Gesetz gestimmt – allerdings offenbar ohne sich den Text vorher genau durchzulesen, denn das Gesetz erlaubt auch lesbische und schwule Ehen.

Auch im deutschen Bundesrat standen dieser Tage spannende Themen auf der Agenda: erleichterter Zugang zur „Pille danach“, die Gleichbehandlung schwuler und lesbischer Ehen im Einkommenssteuerrecht und die Möglichkeit der vertraulichen Geburt.

Die Filmindustrie schließt Frauen systematisch aus, stellt nun auch die Süddeutsche Zeitung fest.

Der Sportjournalismus ist nicht viel besser: Angesichts des Wimbledon-Erfolgs von Tennisspieler Andy Murray war vielfach zu hören und zu lesen, dass dieser „seit 77 Jahren der erste britische Sieg“ sei – was allerdings nur dann stimmt, wenn man die vier Tennisspielerinnen nicht mitzählt, die in dieser Zeit in Wimbledon gewonnen haben (englischsprachig).

Das superbe US-amerikanische Bitch Magazine macht auch diesmal wieder einige Artikel aus der Print-Ausgabe online zugänglich – darunter eine Kulturgeschichte des Phänomens Junggesellinnenabschied, eine Analyse der Diskussionen um den Feminismus von Popstar Beyoncé und der Erklärung, warum Fett ein queeres und feministisches Thema ist. Welche_r es sich leisten kann: große Abo-Empfehlung!

In ihrem Spoken-Word-Vortrag „Embarrassed“ wendet sich Hollie McNish gegen die doppelmoralischen Einschränkungen, denen sie sich als stillende Mutter im öffntlichen Raum ausgesetzt sah (englischsprachig).

Die New York Times erinnert daran, dass „Rasse“ keine biologische, sondern eine soziale Kategorie ist (englischsprachig).

In Deutschland geht die Kampagne gegen racial profiling in die zweite Runde: „Es handelt sich dabei um eine von der Kampagne Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) initiierte Beschwerdebrief-Aktion an die Bundespolizei, die Menschen auf einem niedrigschwelligen Niveau handlungsfähig machen und das strukturelle Problem des Racial Profiling sichtbar machen soll“.

Vor 20 Jahren wurde die feministische Musikikone Mia Zapata ermordet; ByteFM erinnert.

s.e. smith schreibt bei XOJane: „Ob es euch passt oder nicht – der westliche Yoga-Hype ist ein Paradebeispiel für kulturelle Aneignung“ (englischsprachig).

Über heroische Leistungen von Piloten wird bisweilen viel gesprochen – was aber ist mit dem Kabinenpersonal, deren Fähigkeiten und Einsatz bei Notfällen, fragt Lisa Wade bei Sociological Images (englischsprachig)?

In vielen Regionen hat heute der Ramadan begonnen. Zu diesem Anlass gibt Muslimah Media Watch sechs Tipps für das Schreiben und Sprechen über  muslimische Frauen (englischsprachig). Ramadan Mubarak!

Termine in Berlin, Mainz, Halle/Saale und Hamburg nach dem Klick: (mehr …)


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Samstagabendbeat mit Hayat & Matondo

15. Juni 2013 von Sabine

Hayat (13) und Matondo (19) haben am Samstag vor einer Woche ein Musikvideo auf YouTube in die Welt gesetzt. Mit „Ausländer Raus“ thematisieren sie ihre Lebensrealität, Rassismus, Respekt und was sich ändern soll, wie sie leben wollen. Der Text regt zum Denken an. Großartige Rapper. Jungs, wir feiern Euch!


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Unterstützen statt vereinnahmen – die Blogschau

8. Dezember 2012 von Viruletta
Dieser Text ist Teil 187 von 295 der Serie Die Blogschau

Letzte Woche hatte Alice Schwarzer Geburtstag. Nadine hat das auf ihrem Blog Medienelite zum Anlass genommen, den Personenkult um Schwarzer einer kritischen Analyse zu unterziehen und zu erklären, worum sie dabei nicht mitmachen kann und will: „Wieso muss ich denn einen Personenkult befördern, der nicht viel mehr bringt, als Feminismen und ihre Vertreter_innen unsichtbar zu machen?“.

Nadia hat sich auf Shehadistan daraufhin die Frage gestellt, wie die EMMA sich die idealen Leser*innen wohl vorstellt und kam zu dem Schluss: „Die EMMA braucht mich nicht, weil sie weiterhin ihr latent-rassistisches, orientalistisches, stark begrenztes Weltbild braucht. Und deswegen brauche ich die EMMA und auch Alice Schwarzer nicht.“ Kotzendes Einhorn stimmt ihr da zu.

(Triggerwarnung: symbolische Gewalt gegen Frauen*.) Auf Total Quality Women findet ihr einen Buchtipp, der gleichzeitig mit gängigen orientalistischen Vorstellungen von >dem patriarchalen Orientalen< und der wahlweise unterdrückten und/oder erotisierten >Orientalin< aufräumt. (teilweise englisch)

glücklich scheitern zeigt auf, dass die angeblichen Reformvorschläge Kristina Schröders für den „Wiedereinstieg“ von Müttern ins Berufsleben höchstens in den 1970er Jahren modern gewesen wären, und gibt Anregungen, was stattdessen wirklich helfen könnte.

Wie schwer es ist, den eigenen, nicht normgerechten Körper als das wertzuschätzen, was er ist, nämlich wunderbar, erzählt Steinmädchen anhand ihrer eigenen Geschichte. Und fügt hinzu: „Ich möchte unendlich viele Herzen verteilen an alle die Menschen, die über body-acceptanz und Besonders über fatpositiv schreiben. Danke. Ich lese und sauge es in mich hinein und manchmal – da lache ich den body-shaming-troll in mir einfach aus“. (mehr …)


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Damit der Bundestag debattiert: Petition gegen Racial Profiling

26. November 2012 von Nadine

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz Ende Oktober ein Urteil, wonach die Polizei Personenkontrollen allein aufgrund der Hautfarbe durchführen darf, für wirkungslos erklärt hat, geht der Kampf gegen die rassistische Polizeipraxis weiter. Ein Bündnis der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. hat eine E-Petition gestartet, die mit eurer Unterstützung das Thema endlich in den Bundestag bringen kann.

Racial Profiling ermöglicht der Polizei, Menschen nur aufgrund von Äußerlichkeiten wie der Hautfarbe zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu durchsuchen und abzuführen.

Seit dem 20. November ist es für vier Wochen möglich, unsere Petition gegen die diskriminierende Behandlung durch die Bundespolizei zu unterschreiben. Wenn wir die Grenze von 50.000 Unterschriften erreichen, können wir unser Anliegen dem Bundestag persönlich vortragen.

Hier könnt ihr mitzeichnen! Bitte verteilt den Link in eure Netzwerke und Freund_innenkreise und helft mit, den Kampf gegen Racial Profiling fortzusetzen.

Lesetipps:


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