Diese kleine Meldung im Spiegel der letzten Woche könnte den Horizont all jener erweitern, die darauf beharren, es gäbe keine geschlechterbezogene Diskriminierung im Arbeitsleben:
(…) Um zu untersuchen, welche Rolle das Geschlecht bei Einkommensfragen tatächlich spielt, interviewten amerikanische Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler der Universitäten von Chicago und New York Transsexuelle über ihre Arbeitserfahrungen vor und nach ihrer Geschlechtsumwandlung. Das Ergebnis: Männer, die zu Frauen wurden, fühlten sich in ihrer neuen Rolle häufiger diskriminiert als Frauen, die sich zu Männern umwandeln ließen. „Transsexuelle Frauen wurden als weniger kompetent eingeschätzt und mussten härter arbeiten, um ernst genommen zu werden, obwohl ihre Arbeitgeber sie schon jahrelang als Männer kannten“, erklärt die Soziologin Kristin Schilt, die diese Studie mitverfasst hat. Zudem wurden sie häufiger entlassen und büßten durchschnittlich ein Drittel ihres Verdienstes ein. (…)
Bei den Frauen, die sich zu Männern umwandeln ließen, war es genau umgekehrt: besseres Ansehen, mehr Einfluss, mehr Geld.

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