Laut Financial Times Deutschland sind Frauen die Gewinner der Krise. Weil sie die besseren Finanzexperten seien, kämen sie nun als Trümmerfrauen in die Schaltstellen der Wirtschaft:
(…) Nicht nur, weil Frauen ihrem Gegenüber zuhörten, statt ihm Zahlenkolonnen und Besserwissereien um die Ohren zu hauen. Der Umgang mit Geld sei ein ganz anderer: „Frauen wollen mit Geld die Welt positiv gestalten und sehen seinen Wert weniger als Statussymbol“, sagt Kazemieh. An den Börsen agierten sie gelassener: „Sie haben ein viel besseres Gespür für Risiko.“
Dieses Gespür ist gefragt. Konzepte wie „Financial Wellness“, ein wohldosiertes Risiko, mit dem es sich noch gut schlafen lässt, nicht mehr nur höchstmögliche Rendite. Das passt in die Zeit.
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Jetzt, wo die Finanzwelt in Trümmern liegt, geht es um Krisenmanagement. „Und da“, sagt Schulz-Strelow, „sollten Frauen eine wichtige Rolle spielen“. Wo harte Reformen bevorstehen, sei weibliches Führungspersonal eine gute Wahl. „Sie müssen die Verunsicherung rausnehmen und wieder Akzeptanz herstellen.“ Dafür bräuchte es neben Fachwissen auch Sensibilität und Motivationskünste – über beides verfügten Frauen überdurchschnittlich.

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