Vor ein paar Tagen hat Cyndi Lauper der Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem sie ein kleines bisschen über ihre neue Platte „Bring Ya To The Brink“ spricht und sehr viel über Sexismus und Emanzipation. Zum Beispiel:
Sie haben neulich bei einem Konzert Hillary Clinton Ihren neuen Song „Same Old Story“ gewidmet. Sind sie verärgert über die demokratischen Vorwahlen?
Was über Hillary verbreitet wurde, war sexistisch. Als Frau finde ich das zum Kotzen. Aber ich weiß, dass diese Mauer schließlich fallen werden wird, denn hinter jeder Frau, die daran stößt, warten schon zwanzig mehr. Darum hatte ich zu Beginn meiner Laufbahn soviel Selbstvertrauen. Ich wusste, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt, aber ich habe die Möglichkeit, mein großes Maul aufzumachen und was zu sagen. Und das werde ich tun.(…)
Wenn ich Sie vor 15 Jahren interviewt hätte, hätte ich Ihnen zu Ihrer Vorarbeit zur Girl Power gratuliert. Aber inzwischen …
… hat es einen Backlash gegeben, nicht wahr? Heute sieht man keine Girl Power mehr. Man sieht frauenfeindlichen Scheiß und Mädchen, die sich verhalten, als wären sie lobotomisiert. Babes, ihr habt keine Power! Ihr könntet genauso gut Halsband und Leine tragen. Das ist nicht Selbstermächtigung, das ist rückwärtsgerichtet. Aber auch dagegen kommt wieder ein Backlash. Und für all diese Typen, die Leute wie mich zurückdrängen wollen, wird es noch ein schlimmes Erwachen geben.

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