Frauen, Klamotten und Job – das sind die Zutaten für eine alte Frage: Wie „weiblich“ oder „männlich“ kleidet sich eine Frau am besten, um im Beruf ernst genommen zu werden und Erfolg zu haben?
Die Journalistin Renate Wiedemann hat das Buch „Zurück zur Weiblichkeit“ geschrieben und ist überzeugt:
„Frauen versuchen häufig, die besseren Männer zu sein“, sagt die in Buchholz in der Nordheide lebende Autorin. Geschäftsfrauen hätten oft einen Kurzhaarschnitt, trügen Hosenanzüge und versuchten, alles zu vermeiden, was weiblich ist. „Aber warum soll ich keinen Rock tragen und mich schön schminken?“, sagt sie. „Das sind doch alles Dinge, die auch Männer an Frauen lieben.“
Die Psychologin Marianne Vollmer sieht das allerdings anders:
Weiblich werde oft gleichgesetzt mit sozial orientiert, subjektiv, fürsorglich, nachgiebig, nicht wettbewerbsorientiert. Männlich stehe für aktiv, objektiv, sachlich, analytisch und emotional unabhängig. „Das sind alles Eigenschaften, die mit Erfolg gleichgesetzt werden“, so Vollmer. Deshalb sei es falsch, sich am Arbeitsplatz sehr weiblich zu geben.
Es scheint also ein schmaler modischer Grat zu sein, den beschreiten muss, wer eine erfolgreiche, respektierte Businessfrau werden will.
Oder?

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.