Frauen im Sport, der Superfeminist des Jahres und Körperwahrnehmungen – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 1 von 295 der Serie Die Blogschau
CC: Dino Gravato.
CC: Dino Gravato.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Ada Lovelace gibt es momentan eine Sonderausstellung im Paderborner Heinz Nixdorf Museums-Forum. Die femgeeks berichten: „Die Ausstellung ist nicht nur sehr interessant und gut gemacht, sondern sie ist auch bitter nötig, wenn man sich den Rest des dortigen Computermuseums anschaut: Zwei riesige Etagen mit Exponaten und Biografien, die männliche Geschichte(n) erzählen.“

„es hat sich was verändert, fast ohne dass ich es merkte. mein körper ist nicht mehr so sehr mein feind. auch wenn er nicht funktioniert. auch wenn etwas weh tut,“ konstatiert bluespunk in „my body is not my enemy.“

Diaspora Reflektionen schreibt an/über ihren Bruder, (unterschiedliche) Diskriminierungserfahrungen und Solidarität.

Erstmalig wurde der Preis für den „Superfeministen des Jahres“ vergeben – A++ Ranting hält die Laudatio.

Beim Blog der Feministischen Studien geht es um Frauen im Civil Rights Movement der USA und um die Intersektionalität von #BlackLivesMatter.

„Hätte die Entstehung fester Strukturen in der Naziszene ohne den Verfassungsschutz vielleicht sogar verhindert werden können? Vieles deutet darauf hin,“ kommentiert der Freitag.

„Wie wir unser Eltern-Baby-Zentrum gründeten“ – einen „utopischen Rückblick“ gibt Antonia bei umstandslos.

Bald mit eigener Webseite, jetzt jedoch schon auf Facebook gestartet: SportFrauen widmet sich allen Themen und Nachrichten, die sich um Frauen im/und Sport drehen.

„Sechsunddreißig“ – Melanie denkt bei glücklich scheitern über den Geburtstag, Lebenswege und Lernprozesse nach. (Happy Birthday :)!)

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Equal Pay Day, Superfeministen und Unterstützung bei Panikattacken – Die Blogschau

Dieser Text ist Teil 294 von 295 der Serie Die Blogschau

Heute ist Equal Pay Day. Da Frauen durchschnittlich rund 21 Prozent weniger verdienen als Männer, könnte eine auch annehmen, dass sie die 79 Tage im Jahr „umsonst“ arbeiten. Der 19. März symbolisiert somit dieses Jahr den Verdienstausfall. Auf der Webseite zum Equal Pay Day findet ihr Informationen und eine Aktionslandkarte. Texte rund um das Gender Pay Gap und andere Fragen feministischer Ökonomiekritik habe ich hier bereits 2014 zusammengestellt: Holt die roten Taschen raus, es ist Equal Pay Day.

Anlässlich des 200. Geburtstag von Ada Lovelace gibt es in Paderborn die Ausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“. Silke von den femgeeks hat sich diese genauer angeschaut und sie besprochen.

„Wir sind auf so vielen Ebenen in einem gewaltvollen System, dass wir den Blick füreinander verlieren.“ schreibt Diaspora Reflektionen über eigene Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen und die ihres Bruders.

bluespunk schreibt über Körperwahrnehmungen, Transitionen und darüber, dass der Körper nicht der Feind ist.

Eine Satire, die leider gar nicht so weit weg von der Realität ist: A++ Ranting verkündet die Verleihung des Preis für den Superfeministen des Jahres.

Don’t Degrade Debs schreibt über Dinge, die nicht sagbar scheinen aufgrund von Stigmatisierungen und Zuschreibungen:

Ich kann verrückt und Jüdin sein, aber zu behaupten, dass mir der Ekel-Kaugummi in den Haaren geklebt, weil ich, meine Wahrnehmung, mein Erleben und mein Schmerz als (dicke, lesbische) Jüdin in Deutschland, als Tochter einer Jüdin in Deutschland, als Teil einer jüdischen Familie in Deutschland pathologisiert werden, geht zu weit. Ich könnte auch als Nichtjüdin genauso verrückt sein und würde von dieser Gesellschaft genauso stigmatisiert werden, aber ich bin es als (dicke lesbische) Jüdin in Deutschland, als Tochter einer Jüdin in Deutschland, als Teil einer jüdischen Familie in Deutschland und glaube nicht, dass das das getrennt gedacht werden kann und will das auch nicht mehr. Aber das schreibe ich lieber nicht. Das aus dem Munde einer Verrückten, kann nur verrückt sein.

Wie kann man als außenstehende Person einen Menschen bestmöglichst durch eine Panikattacke begleiten? Ein Blog von Vielen hat ein „Alternativ-How-To“ veröffentlicht.

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Biologistische Spiri-Szenen, besorgte Eltern, brechende Herzen – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 280 von 295 der Serie Die Blogschau

Über den Ausschluss von trans Personen und nervige Biologismen in spirituellen Frauen-Szenen schreibt Wurzelfrau.

Was für reaktionärer Quark dabei rauskommen kann, wenn jegliche Kritik unter „Hetze“ und Hate Speech verbucht wird, beschreibt A++ Ranting am Beispiel der Autorin Ronja von Rönne.

alsmenschverkleidet legt dar, um wen und was sich „besorgte Eltern“ wirklich sorgen und wen sogenannten Lebensschützer gar nicht schützen.

Afrogermanrebel erklärt, wie deutsch sein und Schwarz sein (nicht) mit einander in Verbindung gebracht werden und wie Rassetheorien dafür die Basis bilden.

Bei und mit Schwarzrund gibt es ein Video-Interview zu diversen bipolaren Perspektiven auf Kinderbücher.

Diaspora Reflektionen schreibt über Konflikte innerhalb (aktivistischer) Communities und die schmerzhafte Art, wie diese manchmal ausgetragen werden.

Salma schrieb auf Multidoze ein Gedicht über Risse, Scherben und Heilung.

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Dickenfeindlichkeit, Pegidas Gender-Thesen und übergriffige Werbung – Die Blogschau

Dieser Text ist Teil 271 von 295 der Serie Die Blogschau

In den letzten Monaten ist Magda mit ihrem Vortrag und Workshop „(Mein) Fett ist politisch“ durch Deutschland gereist. Blogmitherz. war in Heidelberg dabei und schreibt „Wir sind vielleicht keine Bewegung, aber wir sind in Bewegung„. kein naturtalent hat in Frankfurt den Vortrag gehört und berichtet.

Auf der k_eine Unterschied schreibt Mandelbrötchen über Privilegien und Diskriminierung.

In Leipzig wurde Familien erstmals Schadensersatz zugesprochen, weil die Kommune ihren Kindern keinen Kita-Platz anbieten konnte. Der Schadensersatz-Betrag aber ist nicht etwa für alle gleich, sondern staffelt sich nach dem Verdienstausfall. Antje Schrupp schreibt über diese „Umverteilung von Einkommen von unten nach oben unter dem Deckmantel Familienpolitik„.

Viruletta zitiert aus Audre Lordes Text „Du kannst nicht das Haus des Herren mit dem Handwerkszeug des Herren abreißen“.

„In ihren 19 Thesen positioniert sich Pegida aber auch gegen “dieses wahnwitzige ‘Gender-Mainstreaming’, auch oft ‘Genderisierung’ genannt”. Damit schließen sie wiederum eine ideologische Brücke zu den Protesten gegen die Bildungsplanreform in Baden-Württemberg und die, von den französischen Manif-pour-tous-Demonstrationen inspirierte Mobilisierung unter dem Label “Demo für alle” und “Besorgte Eltern” […].“ Beim Blog der feministischen studien schreibt Kathrin Ganz über die ideologischen Gemengelagen bei Pegida und Co, die Rolle von Gender und soziale Reproduktion.

Dickenfeindlichkeit verursacht Stress. Und dieser Stress wirkt sich auf Körper und Seele aus, schreibt Wohl in meiner Haut.

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben gerade eine neue Werbekampagne: #weilwirdichlieben. A++ Ranting analysiert, wie diese nicht nur ein Paradebeispiel für Kuschelkapitalismus-Werbung ist, sondern auch übergriffig und hetero_cis__sexistische Annahmen reproduziert.

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Einzelfall Elliot Rodger. Oder: Wieder sexistisch motivierte Morde.

[Inhaltshinweis: sexistisch motivierte Gewalt, Mord, Misogynie, Rassismus, Ableismus – auch in den verlinkten Texten]

Men are afraid that women will laugh at them. Women are afraid that men will kill them. – Männer haben Angst, dass Frauen sie auslachen. Frauen haben Angst, dass Männer sie ermorden. (Margaret Atwood)

Nachdem Elliot Rodger am Freitag drei Menschen in seiner Wohnung erstochen hatte, fuhr er mit dem Auto durch die Stadt Isla Wista, Kalifornien, auf dem Weg zu dem Haus einer Studentinnenvereinigung und schoss um sich. Er tötete drei weitere und verletzte 13 Personen. Rodger selbst starb an einem Kopfschuss. (Es ist noch nicht geklärt, ob selbst- oder fremderwirkt.)

Bevor Rodger diese Gewalttaten verübt hat, hat er seine Gedanken im Internet geteilt. Er hat Videos kurz vor den Morden auf Youtube hochgeladen, in denen er seine Motivation schildert. Außerdem hat er eine 140-seitige Autobiographie (inklusive detailliertem Plan seiner Tat) geschrieben und sich schon seit längerem in unterschiedlichen Foren ausgetauscht. Die Begründung für seinen Hass und die Gewalt? Er fühlte sich von Frauen ‚falsch‘ behandelt. Rodger war 22 Jahre alt und – wie er immer wieder und wieder betonte – hatte bisher keinen Sex mit einer anderen Person erlebt. Und so heißt es bei ihm: „Ich habe Mädchen begehrt, aber sie haben nie mich begehrt. Das ist einfach falsch. Das ist eine Ungerechtigkeit, die nicht unbestraft bleiben darf.“

Weiterlesen „Einzelfall Elliot Rodger. Oder: Wieder sexistisch motivierte Morde.“

Pinkstinks, deutsche Geschichtsverdrängung und tödliche Folgen rassistischer Gesetze – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 246 von 295 der Serie Die Blogschau

Danger! Bananas veröffentlichen auf ihrem Blog ein Update zum Heimathafen Neukölln in Berlin. Der Ort war durch ein rassistisches Ausstellungsmotiv, auf dem die Geschäftsführerin des Heimathafens abgebildet ist, in die Kritik geraten. Ein breites Aktionsbündnis hat erreicht, dass es nun wenigstens eine offizielle Stellungnahme der Verantwortlichen gibt. Eine Aufarbeitung des Vorfalls steht allerdings weiterhin aus.

Distelfliege hat sich den vergangene Woche auf Buzzfeed.com veröffentlichten Privilegientest vorgeknöpft und kommt zu dem Ergebnis: „Billiges Punktezählen statt Nachdenken über Privilegien„.

Women in Exile berichten über die lebensgefährlichen Folgen des Asylbewerberleistungsgesetzes, nachdem erneut einer asylsuchenden Mutter medizinische Versorgung für ihr ein Monate altes Baby versagt wurde, weil sie keinen Behandlungsschein des Sozialamtes vorzeigen konnte. Das Baby verstarb daraufhin.

Merle Stöver hat was gegen die sexistische Aufladung der Farbe Pink. Und gegen die Aktionen der Organisation, die der sogenannten „Pinkifizierung“ den Kampf angesagt haben: Pinkstinks. Merle arbeitet in ihrem Text die sexistischen Grundhaltungen von Pinkstinks heraus. (Der Beitrag ist zur Zeit offline.)

Migazin analysiert und kritisiert das ominöse Zeugensterben im Rahmen der NSU-Ermittlungen und des Prozesses selbst. NSU-Tatort Hamburg hat ein Interview mit einer Nebenklägerin des Prozesses geführt.

A++ Ranting nimmt die geschichtsvergessene Petition von BILD und BZ, die ein sowjetisches Ehrenmal am Brandenburger Tor entfernen lassen wollen, auseinander: „Der Wunsch nach Beseitigung von Erinnerungen an die Niederschlagung des Nationalsozialismus ist Symptom des deutschen Zeitgeistes des Vergessens und Verdrängens.“

Hannah C. Rosenblatt schreibt über eines der üblichen Dinge, die Feminist_innen, Anti-Gewalt-Aktivist_innen und Betroffene von sexualisierter Gewalt auch dank der Berichterstattung der Mainstreammedien täglich hinnehmen müssen: Fortschreibung einer Vergewaltigungskultur, Verharmlosung von Gewalt und die Fokussierung auf Täter_innen und ausübende Personen von sexualisierter Gewalt.

Quotenwitze. Wenn es denn lustig wäre.

Immer noch laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und CDU/CSU. So wirklich klar ist vieles trotz der langen Verhandlungen noch nicht – denn über die Finanzierung soll sich erst ganz zum Schluss unterhalten werden. Andere Themen wie Mindestlohn und Gleichstellung der Ehe sind weiterhin umstritten. Gegen das Betreuungsgeld stellt sich zwar die SPD noch, aber was heißt das schon. Wirklich viel emanzipatorisches und *istische Strukturen aufrüttelndes erwarte ich von dieser Koalition nicht.

Anfang der Woche wurde dann überall verkündet, dass es in einem Themenfeld eine Einigung gegeben hätte: Der Frauenquote. Und was sagt der Kompromiss? Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen sollen ab 2016 einen Frauen-Anteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. (Nur zwei Tage später stimmte übrigens das EU-Parlament dafür, dass es bis 2020 einen verbindlichen 40-Prozent-Anteil geben sollte.)

Da hat sich die so genannte Große Koalition also ein hübsches emanzipatorisches Feigenblättchen geschaffen. Denn davon abgesehen, dass der Anteil sehr gering ist und nur ein bestimmter Teil von Unternehmen überhaupt betroffen – welche Personen können eigentlich davon profitieren? Was nützt diese Quote, wenn andere hetero_cis_sexistische, rassistische, klassistische, ableistische Strukturen nicht mitgedacht werden, bzw. an diesen gearbeitet wird. Welche Personen haben die Möglichkeit potentielle Kandidat_innen für einen Aufsichtsratsposten zu werden? (Und dann gibt es natürlich noch weiterführende Fragen.)

Derweil hat sich die Technische Universität Berlin mal einen ganz „ungewöhnlichen Ansatz“ ausgedacht. Bei einer Podiumsdiskussion zur Frauenquote wollen sie nur Männer diskutieren lassen, um zu verhindern, dass „typische Geschlechterklischees den Inhalt der Diskussion überschatten“. Mehr dazu könnt ihr bei Ninia LaGrande und A++ Ranting lesen.

 

Trübe Toiletten, traurige Väter, tolle Leggings – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 229 von 295 der Serie Die Blogschau

„Es gibt hier keine trennung von kunst und leben oder lebensrealität“ – einen Bericht über das No Border Musical gibt es bei Candy Techno.

Mansplaining, Derailing und übergriffiges Verhalten sind besonders bitter, wenn sie aus dem eigenen vertrauten und sich als verbündet verstehenden Umfeld kommen, weiß Literalschaden, und wünscht sich: Überdenkt eure Solidaritäten!

Wenn Neue Väter Diskriminierungsneid und Privilegienschaulaufen mit struktureller Benachteiligung verwechseln, fließen manchmal TränenAntiprodukt wischt sie auf.  A++ Ranting reicht ebenfalls ein Taschentuch. Und einen Nachtrag, um Missverständnissen vorzubeugen.

Außerdem erklärt A++ Ranting, was gemeint ist mit der Aussage: Sachlichkeit ist ein Privileg.

Im Sitzen pinkeln ist nicht nur putzbedarfverringernd, sondern gerade deshalb herrschaftskritische Politik, weiß Laufmoos.

Leggings sind entgegen anderslautenden Gemunkels sehr wohl Hosen – und zwar ganz tolle, findet Heng.

w_ortfindungen fragt sich: Wohin geht eigentlich all meine Wut, wenn ich gelernt habe, sie maximal gegen mich selbst zu richten?

Am 11. November 2013 hat die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. sowie mehrere Einzelpersonen Strafanzeige wegen Totschlag oder Mord gegen unbekannte Polizeibeamte gestellt.

Die AG FAK (Feministisch.Aktionsbereit.Kritisch.) ruft auf: Keine Plattform für menschenverachtende Ideologien! Die für den 23.11. geplante Konferenz COMPACT  verunmöglichen!

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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