Demo in Berlin: „1000 Kreuze in die Spree!“

Wie auch im letzten Jahr mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht für kommenden Samstag, den 18. September 2010, zu einem Schweigemarsch mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Damit wollen die selbst ernannten „Lebensschützer“ für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren. Aktivist_innen verschiedenster Gruppierungen planen mit der Gegenaktion „1000 Kreuze in die Spree“ nun erneut, dem Marsch der Fundamentalist_innen laut und mit vielfältigen Aktionen entgegen zu treten.

Sie fordern außerdem:

  • Streichung des Paragraphen §218 aus dem Strafgesetzbuch
  • Entscheidungsfreiheit für oder gegen eine Abtreibung ohne Bevormundung
  • Die Verwirklichung des Recht auf freie Familienplanung und Sexualität für alle, ohne dabei die Freiheiten anderer einzuschränken

Los geht’s um 12.00 Uhr an der Karl-Liebknecht-Strasse/Ecke Spandauer Strasse. Zum Warmmachen ein Video vom letzten Jahr:

Fussballerinnen gesucht, #RegrettingMotherhood und das erste Trans* Film Festival Berlin – kurz verlinkt

Dieser Text ist Teil 308 von 369 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Essays, Portraits, analytische Texte, Storytellings und Foto-Reportagen. 30 Jahre nach der Gründung der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland erscheint das Sammelband „Spiegelblicke – Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland.“ Über 50 Autor*innen und Zeitzeug*innen schreiben über zwischenmenschliche Beziehungen, rassistische Strukturen in privaten und öffentlichen Räumen, dokumentieren Stationen der Identitätsfindung und des Empowerments.

Noch bis zum 1. März nimmt der Journalistinnenbund Bewerbungen um den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis entgegen.

Fußballerinnen aufgepasst: Am 11. Juni steigt in Leipzig ein Fußballturnier für Frauenfreizeitmannschaften. Um euch anzumelden und/oder um Weiteres zu erfahren, meldet euch bei connevista01(at)gmail.com.

Der Berufsverband für Heilpraktikerinnen Lachesis e.V. hat eine kritische Stellungnahme zur Marktzulassung des Wirkstoffs Flibanserin, oft auch „Pink Viagra“ genannt, verfasst.

Der Lesben- und Schwulenverband LSVD hat einen arabischsprachigen Rechtsratgeber für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete herausgegeben.

Die Plattform speakerinnen.org verfügt inzwischen über 1.000 Expertinnen aller Fachrichtungen. Ziel der Plattform ist, den Frauenanteil bei Konferenzen, Talkshows, Podiumsdiskussionen etc. zu erhöhen. Die eintausendste Speakerin ist die indische Entwicklerin und Wirtschaftsanalytikerin Isha Tripathi.

In der Sexuologie – Zeitschrift für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft ist ein Artikel zu Sexualisierte Gewalt, Traumatisierung und Flucht von Farid Hashemi, Torsten Linke und Heinz-Jürgen Voß erschienen, der online abrufbar ist.

Hendrik Kraft hat die Ringvorlesung Rassismusforschung an der TU Berlin mit Blogbeiträgen begleitet.

Die israelische Soziologin Orna Donath spricht in der Jüdischen Allgemeinen über Frauen, die es zutiefst bedauern, Mutter geworden zu sein: »Reue ist nichts Schlimmes«.

Englischsprachige Beiträge

The first Trans* Film Festival Berlin (Facebook-Seite) wird im Oktober 2016 in Berlin stattfinden.

Precious Lee ist das erste Schwarze Plus Size Model in der Sports Illustrated’s Swim Issue: „I Want to Continue the Revolution.

„Ich habe jahrelang versucht, dünner zu werden. Oprah Winfreys Weight-Watchers-Werbung hat mich überzeugt, damit aufzuhören,“ schreibt Cassie St.Onge bei Vox.

Knaller: „White People Lose Their Damn Minds“ in Saturday Night Lives Skit ‘The Day Beyoncé Turned Black’:

Termine in Berlin, Bremen, Dresden, Münster:

Am 25. Februar in Berlin: Das Bündnis Vernetzt euch! lädt ein zum Doku-Launch. Ab 19 Uhr im Familiengarten Kreuzberg, Oranienstraße 34, Hinterhof. (Der Familiengarten ist per Aufzug barrierefrei erreichbar, es gibt eine barrierefreie Toilette). Hier geht’s zum Facebook-Event.

Ab dem 29. Februar in Berlin: Das FFBIZ lädt ein zum Lesekreis zu aktuellen feministischen Strömungen an jedem letzten Montag im Monat von 18:00 bis 20:00 in Friedrichshain.

3. März, Bremen: Podiumsdiskussion: „STOPP! Kein Sexismus im Internet“ u.a. mit Magda Albrecht, organisiert von der Landesgleichstellungstelle ZGF und dem Verein belladonna um 19:30 Uhr im Haus der Wissenschaften, Olbers Saal.

11. März, Dresden: Vortrag von Magda Albrecht „Vom Bloggen und Blocken: Online-Aktivismus gegen sexistische Gewalt“ im Rahmen der Frauentagsveranstaltung der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden, Raum A 400 und Lobby der 4. Etage.

Am 19. März in Münster: Christliche Fundamentalist_innen marschieren auf und das Gegen 1000 Kreuze Bündnis bittet zum Gegenprotest.

Zum „Kampf gegen Genderismus“: Die neue LOTTA

Dieser Text ist Teil 8 von 10 der Serie Gender und Rechts(extremismus)

LOTTA ist eine antifaschistische Zeitung eines ehrenamtlich arbeitenden Redaktionskollektivs aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die alle drei Monate erscheint. Die LOTTA berichtet von Aktivitäten und Hintergründen zur extremen Rechten sowie gesamtgesellschaftlichen Anschlüssen an (extrem) rechte Weltbilder. In der neuesten Ausgabe, die am ersten November erschien, wird der Schwerpunkt auf das Thema „‚Kampf dem Genderismus‘ – Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservativismus und bürgerlichem Mainstream“ gelegt. Mehr dazu aus dem Editorial der Ausgabe #57:

Im Kampf gegen einen angeblichen „Genderismus“ sind Allianzen entstanden, die vom konservativen Feuilleton über christlich-fundamentalistische Gruppierungen, die „Alternative für Deutschland“ und mit ihr verbundene Netzwerke und die „Neue Rechte“ bis zur Neonazi-Szene reichen. Die Agitationsfelder sind vielfältig, „Frühsexualisierung“, „Väterrechte“, Gender Mainstreaming, Homosexuellen-Ehe sind nur einige prominente Beispiele. Im Internet ist ein breites Netz an Organisationen, Initiativen und Foren entstanden.

Mittlerweile hat sich diese Bewegung auch auf der Straße formiert und zeigt sich bei den jährlichen „1000 Kreuze Märsche“ fundamentalistischer AbtreibungsgegnerInnen in Münster, Berlin, Fulda und München oder den Demonstrationen der „Initiative Besorgte Eltern“. Antifeminismus und eine binäre Geschlechterordnung stellen zum einen die Grundlage konservativer bis extrem rechter, völkischer Weltbilder dar, sind aber darüber hinaus fest im gesellschaftlichen Mainstream verankert. Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zeigen einmal mehr, wie wichtig feministische Positionierung und Praxis sowie deren Verknüpfung zur antifaschistischen Arbeit ist. Also … still loving feminism!

Im sech­zehnseitigen Dossier beleuchtet LOT­TA un­ter an­der­em die ge­schlech­ter­po­li­ti­schen Stand­punk­te der „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land“ (AfD), An­ti­fe­mi­nis­mus der „selbst­er­nan­nten ‚Mas­ku­li­st­en'“, (christ­li­che) Pro­te­ste ge­gen ei­ne „Früh­sexuali­sier­ung von Kin­dern“ und die he­te­ro­se­xist­ische Mas­sen­mo­bi­li­sier­ung in Deutsch­land und Frank­reich. Das kom­plet­te In­halts­ver­zeich­nis der No­vem­ber-LOT­TA fin­det ihr hier.

Die LOTTA ist im Buch­han­del er­hält­lich (ISSN: 1865-9632), in Info­lä­den oder per Post, in­dem ihr ei­ne Be­stel­lung per E-Mail an lotta-vertrieb@nadir.org sendet. Es lohnt sich auch, ei­nen Blick in das Ar­chiv der LOTTA zu wer­fen – ei­ni­ge Ar­ti­kel sind on­line ver­füg­bar.

Lesestoff zum revolutionären 1. Mai

Dieser Text ist Teil 194 von 369 der Serie Kurz notiert

Kübra Gümüşay spricht in einem Interview mit dieStandard über Femen und muslimische Feminist_innen.

dieStandard berichtet auch darüber, dass es nun in Wien mehr Beratungsstellen für arbeitslose Frauen geben soll.

Bei Black Girl Dangerous schreibt Mia McKenzie anlässlich des Anschlags in Boston zur Konstruktion von „unschuldigen Kindern“ und welche Kinder dort mitgedacht werden und welche gerade nicht. [Englisch]

Die nigeranische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat ein neues Buch („Americanah“) herausgebracht. Beim Independent spricht sie über race, Afrikabilder in den USA und Europa, Darstellungen von WoC und die Verfilmung ihres zweiten Buches. [Englisch]

In Berlin gibt es die Kita „Kwetu“, die vor allem von Schwarzen Kindern besucht wird und wo ein Augenmerk darauf gelegt wird, dass sich alle Kinder auch bei Spielzeug und in Büchern wiederfinden. Migazin war zu Besuch und hat sich mit Eltern u.a. über alltäglichen Rassismus unterhalten.

Ebenfalls beim Migazin schreibt Gabriele Boos-Niazy unter dem wunderbaren Titel „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die betroffenen Frauen und Mädchen.“ zum Thema Kopftuchverbot.

Letzte Woche wiesen wir bereits auf das deutsche Äquivalent hin, hier aber auch noch die englische Variante: 100 Percent Men. [Englisch]

Das Blog des Zentrums für transdisziplinäre Genderstudien veröffentlicht einen Offenen Brief, der sich aus fem-me-inistischer Perspektive mit der Trans*Tagung Berlin 2012 auseinandersetzt.

Bei konkret geht es um Klassendiskriminierung unter Linken.

White Male Bingo: fasst die letzten Debatten zu Rassismus und Sexismus nochmal schön zusammen. [Englisch]

Claire Horst  hat bei der Jungle World schon vor zwei Wochen zur BarbieDreamHouse-Debatte geschrieben und stellt die größere Frage: „Wie politisch ist Spielzeug?„.

“I’m a 34-year-old NBA center. I’m black. And I’m gay.”, schrieb Jason Collins. Der New Yorker schreibt darüber und kontextualisiert.[Englisch]

Pussy Riot Aktivistin Tolokonnikova stand wieder vor Gericht. Es ging um ihre beantragte Haftauslassung. Dieser wurde – nicht überraschend – nicht zugestimmt. Sie durfte nicht einmal ihr Schlussstatement vortragen. Bei The Russian Reader wurde aber eine Übersetzung veröffentlicht. [Englisch]

In Kiel fand das Transgender Film Festival statt. Auf der Webseite könnt ihr nun auch sehen, an wen Preise vergeben wurden.

Eine neue an.schläge-Ausgabe ist erschienen. Titelthema ist dieses mal „Psychatrie &Geschlecht„. Wie immer gibt es auch eine ganze Reihe von Texten online zu lesen.

Ihr wollt Bücher bestellen? Seit März gibt es nun eine „Internetbuchhandlung für feministische & emanzipatorische Bücher und Medien„, nämlich fembooks.

Die Lesbenberatung in Berlin hat nun eine Facebook-Seite.

Nach dem Klick Termine in Bonn, Marburg, München und Wien:

Weiterlesen „Lesestoff zum revolutionären 1. Mai“

Hater, Trolle, Widerstand und Gottes Segen -kurz verlinkt

Irmi Wutschers an.sage: „Wie man sexuelle Übergriffe vermeidet“ ist ganz praktisch, auch weil sie Tipps mitgibt zum Beispiel: „Vergessen Sie niemals: Die sexuelle Erregung ist Ihr Gefühl und hat nichts mit dem Gegenüber zu tun.“

Science-Fiction Autor John Scalzi war genervt. Er will sich nicht einfach trollen lassen, jetzt spendet er für jeden Troll-Kommentar, der Sexismus, Rassismus und Homophobie zum Inhalt hat, Geld. Seine Aktion hat für eine Menge Wirbel gesorgt (engl.).

Ein sehr lesenswerter Text zur Sexismusdebatte kommt von Hani Yousuf, darin schreibt die renommierte Journalistin ihre Erfahrungen mit Sexismus und Rassismus in Berlin auf und kommt zum Schluss: „Mein Patriarchat ist besser als Deins“. Antisexistischer Widerstand hat in Indien Tradition und die skandalisierende „westliche“ Berichterstattung dient dazu, eigene Probleme unter den Teppich zu kehren.

[TW: sexualisierte Gewalt] In „intimate Enemies“ schreibt Sandra Charlotte Reichert über sexualisierte Gewalt an Frauen, intimen Räumen, die gewaltvoll werden und Erfahrungen von Betroffenen. Warum hören wir über Vergewaltigungen, aber selten vom Vergewaltiger? (engl.)

In Frankreich stimmte die Nationalversammlung mit klarer Mehrheit für die Homosexuellen-Ehe.

Alternative Lebensmodelle werden medial sichtbarer: Drei Väter, eine Mutter. Dass die Familienpolitik unter Schröder eher mau ist, darüber hat die MM schon öfter geschrieben. Jetzt kam ein Bericht raus, da steht es auch noch einmal: Zeit für Visionen, findet Barbara Streidel.

Wie selbstbestimmt kann ein Kaiserschnitt sein? Besser pressen?

„Es kann nicht länger hingenommen werden, dass auf dem Gebiet der Sexuallehre – und nicht nur dort – leitende Männer der Kirche über den Körper und die Seele der Frau Macht ausüben.“

Der Papst geht? Gott sei Dank! Aber wie verhalten sich denn die Anwärter zur Homosexualität und Homo-Rechten? Weiterlesen „Hater, Trolle, Widerstand und Gottes Segen -kurz verlinkt“

Münster: Raise your voice – your body, your choice!

Alle Jahre wieder mobilisieren rechts­­kon­ser­vative, christ­liche Fundamentalist­*innen zu einem Schweigemarsch unter dem Namen „1000 Kreuze für das Leben“. Und alle Jahre wieder finden sich tolle, feministische Gegendemonstrant*innen zusammen, um den reaktionären, menschenverachtenden Abtreibungsgegner*innen (die sich ironischerweise selbst als „Lebensschützer*innen“ bezeichnen) etwas entgegenzusetzen. Das bekannteste Beispiel dürfte Berlin sein, aber auch in Münster wird in diesem Jahr schon zum wiederholten Mal dagegen protestiert. Im Vorfeld findet bereits eine Mobilisierungstour statt.

Die Demo beginnt am 09.03.2013 um 11 Uhr am Bremer Platz in Münster

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Endlich Feminismus 101 auf deutsch, aber keine Kekse mehr – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 169 von 295 der Serie Die Blogschau

Diese Woche nicht nur hier Thema war „50 Shades of Grey“. Mina hat versucht es zu lesen und befindet: Dass Mädchen ihre Wünsche ignorieren müssen, nur um mit einem Jungen zusammen zu sein, ist eine furchtbar schlechte Botschaft. Les petits Plaisirs nimmt die „Satire“ von Spiegel Online auseinander.

In Frankreich haben Sexarbeiter_innen gegen die neuen Vorschläge in der Prostitutionspolitik protestiert. menschenhandel heute berichtet.

Erst 14 Jahre aber ein großes Vorbild: Julia Bluhm hat erfolgreich ans Teenie-Magazin Seventeen appelliert, in Zukunft auf durch Photoshop verschlankte Models zu verzichten. Mehr bei den Geeksisters.

Auch die Debatte ums Betreuungsgeld und Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht weiter. Deus ex Machina über den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung in der Arbeitswelt und Feministmum über den Alltag mit (geschlossenen) Kinderkrippen.

Bollocks and Bitches erzählt, wie sie zur Dickenaktivistin wurde und die Vor­speisen­platte sinniert über die Sätze, mit denen schon kleine Mädchen lernen, dass Frauen sich scheiße finden müssen.

Mit Mitte 20 noch nicht verheiratet und kinderlos, aber aufs Festival jetzt nur noch mit rückenschonenden Isomatten. Sind wir schon alt oder noch zu jung, fragt Ninia LaGrande.

Die Nerd-Songwriterin Marian Call will in Eurapa touren. Die Femgeeks wissen mehr. Ein kleiner Vorgeschmack:

Rassismus im deutschen Kinderfernsehen hat Joe Dramiga in den Sankoré Schriften dokumentiert und fragt sich, ob jemand das mit einer Master-Arbeit mal genauer untersuchen möchte.

Auf die Porträtserie afrikanischer, ferministischer Bloggerinnen im Ms. Magazine verweist derblogderkleinenethnologin.

Warum „es gut zu meinen“ nicht vor Kritik schützt, wenn mensch sich sexistisch und rassistisch verhält, erklärt stop! talking. Keine Kekse für Selbstverständliches.

Nachdem der „1000 Kreuze Marsch für das Leben“ sich einen neuen Namen gegeben hat, sucht auch das Gegenbündnis „1000 Kreuze in die Spree“ ein neues Motto!

In Syrien hat der Aktivist Hussein Ghrer nun einen Hungerstreik begonnen, um gegen seine Haft zu protestieren – seit vier Monaten ist er bereits ohne Verhandlung im Gefängnis. anders deutsch erklärt sich solidarisch mit dem Aufruf von Razan Ghazzawi, die selbst vor einiger Zeit verhaftet wurde (wir berichteten).

Finally Feminism 101 ist ein guter Startpunkt, über Feminismus zu lernen – auf Englisch. Inzwischen arbeitet aber das antiblog an der Übersetzung ins Deutsche. Acht Teile sind schon entstanden, jetzt ist die Frage, welcher Text der nächste wird?!

Und nach dem Klick noch die Termine, in Wuppertal und für Informatik-Interessierte: Weiterlesen „Endlich Feminismus 101 auf deutsch, aber keine Kekse mehr – die Blogschau“

Die Bahn und die Abtreibungsgegner_innen, Folge 3

Wie die Taz heute berichtet, hält die Bahn weiterhin an ihrem Angebot fest, Abtreibungsgegner_innen günstiger zum 1000 Kreuze Marsch nach Berlin reisen zu lassen. Die Behauptung, die Bahn vergebe auch an andere Organisationen wie Amnesty International und den Berliner CSD Verein günstigere Tickets, erwies sich als falsch:

Doch kann das deutsche Sekretariat von Amnesty International nichts von einer Kooperation mit der Bahn berichten. Christian Schneider-Lindbergh vom Berliner CSD e. V. erklärte, es habe seitens der Bahn AG auf Anfrage „keinerlei Bereitschaft“ zu einer Ticketaktion für Teilnehmer [sic!] der diesjähren Schwulen- und Lesbenparade in Berlin gegeben.

Die Bahn findet es also weiterhin „völlig normal„, Abtreibungsgegner_innen einen Preisnachlass zu gewähren, während andere Veranstaltungen leer ausgehen und unterstützt damit die Ideologie der selbsternannten „Lebensschützer“.

Jörn Wunderlich, Familienpolitiker der Linken, erklärte auf Nachfrage der Taz:

[Ich halte es für] beschämend, dass die Bahn AG ausgerechnet Veranstalter unterstützt, die die heutige Pränataldiagnostik als Euthanasie bezeichnen, und damit fälschlicherweise bewusst auf die nationalsozialistische Rassenhygiene anspielen.

Die Photoshopisierung von Frauen und Asiatinnen-Klischees im Feuilleton – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 166 von 295 der Serie Die Blogschau

Bilder von Familie, und zwar mit allem drum und dran und nicht nur auf das klassische Mutter-Vater-Kindchen-Schema fokussiert, aufgetan von den Fuckermothers.

„Anweisungen, um sich nicht wie ein Dummkopf Aufzuführen, nachdem Du des Rassismus bezichtigt wurdest“ – hat das evilmelblog sehr gut zur Verfügung gestellt (Anm.: Im Text wird das Wort „farbig“ verwendet; ich geh jetzt mal von einer nicht komplett gelungenen Übersetzung aus).

Eine gute Nachricht bei 1000 Kreuze in die Spree: Die Krankenkasse BKK IHV hat den Vertrag mit Abtreibungsgegnern gekündigt. (Wir berichteten.)

Wie auf jetzt.de alle möglichen rassistischen, neo-kolonialistischen und sexistischen Klischees über „Asiatinnen“ in einem Satz auftauchen, einmal zerlegt auf dangerbananas.

besserlesen mit einer Rezension zum kirchen-kritischen Klassiker von Uta Ranke-Heinemann: Eunuchen für das Himmelreich.

Über verschiedene Ausformungen der Polyamorie gibt es auf baumderglückseligkeit kluge Gedanken. Danach gab’s eine Antwort, und gleich zwei verschiedene Gegenantworten.

Einen ziemlich eindrücklichen Text über die Krise in Spanien gab es letzte Woche auf fotografiona.

(Street) Harassment oder: Warum „Hallo“ nicht einfach „Hallo“ ist: I do give a Damn hat sich mal die Mühe gemacht, das genau zu erklären.

Das Mädchenblog macht auf die Kampagne “Keep it real Challenge” aufmerksam, die es sich zum Ziel gemacht hat die Photoshop-isierung in US-amerikanischen (Frauen- und Mädchen-)Magazinen anzuprangern.

Eine kontroverse Diskussion um das Plakatmotiv zur IT-Girl-Kampagne gibt es bei Frikasch.

Und noch eine Rezension: Le Petite Plaisirs hat „Make Love. Ein Aufklärungsbuch“ genau geprüft.

Die Pressemitteilung des Deutschen Bundestags zu Operationen zur Geschlechtsfestlegung bei intersexuellen Kindern geht in eine richtige Richtung. Alles en Detail nochmal nachzulesen kann mensch bei Das Ende des Sex.

Termine nach dem Klick: Weiterlesen „Die Photoshopisierung von Frauen und Asiatinnen-Klischees im Feuilleton – die Blogschau“

Eine explizite Blogschau: Sex, Begehren und Schönheitsbilder

Dieser Text ist Teil 153 von 295 der Serie Die Blogschau

Schön, schlank, fit – alles relative Kategorien stellt Nur ein Blog! fest mit Blick auf Sportlerinnen in der Sports Illustrated.

1000 Kreuze in die Spree berichtet aus Münster: dort waren christliche Fundamentalist_innen und Rechtsextreme gegen das Recht auf Abtreibung auf die Straße gegangen, wurden aber von der Gegendemo kreativ begleitet.

Jeden Tag zerplatzt die Bubble“ – LisaCalisa beschreibt im mädchenblog die Grantwanderung zwischen queerer Filterbubble auf der einen Seite und dem sexistisch-homophoben Alltag überall anders.

In den USA werden Frauen im „War on Women“ nun aktiv, berichtete das Mama Blog. Politiker, die Planned Parenthood das Geld für Untersuchungen bedürftiger Frauen streichen wollen, werden auf ihren Facebookseiten mit Fragen zu Menstruationsbeschwerden und Pilzinfektionen überhäuft.

Das Spiel Dortmunder BVB gegen Werder Bremen letztes Wochenenede wurde von homophoben Plakaten überschattet. Metalust & Subdiskurse reloaded nimmt sich der Diskussion um „Political Correctness“ an und den weißen, heterosexuellen Männern, die genau wissen, wann Rassismus, Sexismus und Homophobie vorliegen und wann nicht.

Noch mal die Schmerzensschmerz-Debatte: anarchie & lihbe erinnert daran, dass das Zeigen von Gefühlen Frauen bis heute zum Nachteil gereicht. Und dass neu-entdeckte Schmerzensmänner ihre Gefühle nun oft genug genau denen gegenüber ausleben, die es selbst nicht können.

Freude bei der Denkwerkstatt! Endlich ein Film über weibliches Begehren. “Turn Me On, Dammit“! kommt (natürlich) aus Norwegen.

Eine schöne Geschichte übers Begehren hat auch Wir lieben Konsens diese Woche. Und auch ryuus Hort setzt sich damit auseinander.

Apropos: Besser Lesen hat „Lady Chatterley“ gelesen. Als Charakterstudie zu empfehlen, als erotische Literatur eher nicht.

Die Tilde ärgert sich über das gedankenlose „Diagnostizieren“ von Identitätsstörungen in Musikrezensionen und empfiehlt Literatur zum Weiterbilden.

Andere Zeiten, andere Sitten. Die Fuckermothers über Ratschläge für stillende Mütter in den zwanziger Jahren.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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