Einträge mit dem Tag ‘Vereinigte Arabische Emirate’


Über niedliche Karrieristinnen und Vagina-Lovers

20. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 57 von 138 der Serie Kurz notiert

Susanne Frömel kommentiert im Süddeutsche Zeitung Magazin Niedlichkeit als Karrieremittel: “Ganz und gar unerträglich”.

DieStandard.at berichtet über ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Arabischen Emirate gegen einen Mann, der seine Frau und Tochter schlug. Unglaublich: Das Gericht erklärte den Angeklagten zwar für schuldig, wies aber zugleich darauf hin, dass das “islamische Recht die Züchtigung der Ehefrau erlaube, wenn sie keine Spuren hinterlasse”.

Netzpiloten macht auf ein Projekt von der Saudi-Araberin Amira Al Sharif aufmerksam, die gerade in New York Fotografie studiert. In dem am 23. November startenden Projekt möchte Al Sharif das Leben junger amerikanischer Frauen dokumentieren und die so entstandenen Fotografien mit Bildern ihrer “Schwestern” aus Jemen, wo sie aufgewachsen ist, kontrastieren.

ElanTheMag berichtet über die erste LKW-Fahrerin in Gaza-Stadt.

Quelle: twitter.com/danilo

Quelle: twitter.com/danilo

Bitte melden: Die Künstler_innen der Streetartaktion “Ich liebe meine Vagina” werden gesucht.

Weil ein paar High School Schülerinnen im amerikanischen Bundestaat Alabama sich nicht an die Kleiderordnung ihres Abschlussballs gehalten haben, wurden sie teils mit körperlicher Züchtigung bestraft, wie Patrick auf seinem Blog Derangierte Einsichten beschreibt.

Zu Männlichkeit und Performanz bloggt Lisa auf Sociological Images.

Wir schrieben bereits über die Greueltaten im Kongo. Wie SpiegelOnline berichtet, demonstrierten viele Opfer nun offen gegen die sexuelle Gewalt im eigenen Land. Der Protestzug wurde von der First Lady des Landes angeführt.

Zur Integration von Hausfrauen in den Arbeitsmarkt schreibt unsere Barbara für den WDR 5 Politikum (PDF).

Zum Schluß noch ein Termin: Morgen, am Donnerstag den 21. Oktober, wird im Berliner Silverfuture (Weserstr. 206) ein Film im Rahmen der Kampagne „Stop Trans*-Pathologization 2012“ gezeigt. Diagnosing Difference fragt “How does it feel to have your gender identity included in the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders?”

Mehr aktuelle Termine zu feministischen Ausstellungen, Konferenzen und Workshops haben wir bereits hier aufgelistet. Wenn wir eine Veranstaltung vergessen haben, postet sie einfach in die Kommentare.


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Applaus für… Hissa Hilal

9. April 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 14 von 21 der Serie Applaus für

Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es eine Version von „Deutschland sucht den Superstar” – in „Dichter für Millionen” tragen die Kandidat_innen selbstgeschriebene und klassische Gedichte vor. Bis ins Finale schaffte es mit Hissa Hilal dieses Mal eine Frau. In ihren Gedichten kritisierte sie Fatwas, die Frauen bestimmte Berufe verbieten oder zu Terrorismus aufrufen. Im Finale verteidigte sie schließlich die Freiheit der Gedanken, wurde aber nur Dritte. (Dafür gibt es immerhin noch 817.000 US-Dollar, rund 610.000 Euro, Preisgeld.)

Während ihr die Jury Bestnoten gegeben und ihre Courage gelobt hatte, unterlag sie in der Zuschauerabstimmung, die neben der Jury-Wertung zu 40% das Ergebnis bestimmt. Neben viel Zustimmung und Unterstützung waren im Internet zuvor auch Todesdrohungen gegen Hilal veröffentlicht worden. Davon lässt sie sich allerdings nicht beeindrucken, wie auch von der Frage nach ihrem Niqab. Mehr dazu im Interview, das leider auf niederländisch ist, mit (nicht ganz gelungenen) englischen Untertiteln:


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Programmieren ist Frauensache

9. März 2010 von Helga

Welche Hürden genau die neue Frauenministerin Kristina Köhler den Studentinnen technischer Fächer aus dem Weg räumen will, hat sie nicht gesagt. Dass die 50%-Frauenanteil immer so utopisch klingen hängt sicher noch am alten Vorurteil „Frauen und Technik”. Dass es sich dabei um ein Vorurteil handelt, beweist ein ums andere Mal der Blick in andere Länder.

In Malaysia etwa hält man Programmieren für Frauensache – „ richtige Männer” dort arbeiten im Freien und nicht vor einem Bildschirm. Frauen dagegen sollten möglichst in Gebäuden arbeiten. Bereits der Umgang mit Elektronik war in Frauenhänden, so dass die heutigen Informatik-Studentinnen weibliche Vorbilder haben. Inzwischen stellen sie über die Hälfte der Beschäftigten und auch in den höheren Managementstufen sind sie immer häufiger zu finden. Mehr dazu in den Gender News der Standford University.

Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten sieht man die Möglichkeit „in sauberen Bürogebäuden als Frau zu arbeiten” als einen Grund, warum Informatik besonders für Frauen geeignet sei. Besonders in der Verwaltung und in Banken sind IT-Projektleiterinnen auf dem Vormarsch und bereits an den Universitäten schreiben sich mehr Frauen für entsprechende Studiengänge ein, so ITP.net.


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