Einträge mit dem Tag ‘Skaten’


Skaten, twitter, Israel, Kopfrechnerin, Sexarbeit, Keuschheit, Sex and the City und Ost-Feminismus

9. Juni 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 82 von 138 der Serie Kurz notiert

Beim Thema Skaten fallen einem meist nur männliche Skater ein. Der Fotograf Max Hamilton hat daher britische Skaterinnen fotografiert und zeigt die Fotos auf seiner Webseite.

Seit kurzem folgt und retweetet die feministisch-queere Twitterszene FeministHulk – das Ms. Magazine hat sogar ein Interview bekommen. Dabei gibt es noch mehr Superhelden. Die Comics Alliance hat überlegt, wie deren Tweets wohl aussehen könnten.

Die 89-jährige Journalistin Helen Thomas hat Generationen von US-Präsidenten mit ihrer scharfen Zunge zugesetzt. Nun musste sie wegen wegen ihrer unflätigen Kritik an Israel antisemitischen Äußerungen (youtube) das Pressekorps im Weißen Haus verlassen.

Die elfjährige Priyanshi Somani aus Indien ist neue Weltmeisterin im Kopfrechnen.

Carolin Küppers berichtet in der Jungle World über die Arbeitsbedingungen in der südafrikanischen “Sexarbeit” und die erwartete stärkere Repression während der WM.

Eine illustrierte Geschichte über männliche Keuschheitsgeräte findet ihr hier.

Ebenfalls in der Jungle World: Petra Müller thematisiert die vor etwa einem Jahr vom Bundestag beschlossene Verschärfung des Schwangerschaftkonfliktgesetzes und konstatiert: “Wessen Situation sich dadurch verbessert hat, ist weitgehend unklar.”

Urban Outfitters hat mal wieder ein bescheuertes T-Shirt mit der Aufschrift “Eat Less” auf dem Markt – nicht zum ersten Mal.

Die Junge Welt schreibt über Feminismus in der DDR.

Feministing und Muslimah Media Watch rezensierten den neuen Sex and the City II. Muslimah Media Watch befindet:

Any feminism that was in the original series has been trussed to death with accessories—SATC2 is just porn for rich western women.

Feministing hat außerdem noch eine Video-Rezension vorbereitet:


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Skaten in Afghanistan

31. März 2010 von Magda

Schon vor einigen Wochen in der JungleWorld erschienen und gerade wieder über den Artikel gestolpert: “Skaten ist hier auch ein Mädchensport”. Der größte Sportkomplex in Afghanistan liegt in Kabul, heißt “Skateistan“ und bietet zur Zeit bis zu 200 Kindern Platz zum Skaten. Im Artikel wird betont, dass die Skateschule nicht nur zum Skateboardfahren animieren möchte, sondern Kinder und Jugendliche mit verschiedensten sozialen, ethnischen und religiösen Hintergründen zusammenbringen will, um sie zum friedlichen und respektvollen Zusammenleben zu ermutigen.

Interessant ist, dass Skaten in Afghanistan keinesfalls ein “Jungsding” ist, denn als relativ neue Sportart wurde es bisher noch nicht in die typische Jungs- oder Mädchenecke gedrängt. Im Interview mit Sophie Friedel, Skateboarderin und Volontärin im Skateistan, heißt es dazu:

Skaten war früher ein neunzigprozentiges Jungsding. Ist das bei euch anders?

Skaten ist hier neu, deswegen gibt’s da noch keine Stereotype. Oli und Sharna kamen hier mit ihren Boards nach Kabul und haben gesehen, dass hier auch Frauen das machen können, und wir probieren jetzt, zur Hälfte Jungs, zur Hälfte Mädchen zu unterrichten, es gibt immer abwechselnd Jungstage und Mädchentage, das ist super für die Mädchen. Vom Sport her ist Skaten auch ein Mädchensport, Fahrradfahren dürfen sie hier nicht, weil viele Afghanen es kulturell nicht in Ordnung finden, wenn Frauen auf Fahrrädern sitzen.

(…)

Und wie finden es afghanische Väter, wenn man ihren Töchtern das Skaten beibringen will?

Es kommt vor, dass die Männer meinen, sie müssten die Mädchen schützen, vor allem wenn sie ins Heiratsalter kommen. So ab 13 oder 14 ist es schwierig, die Mädchen in die Schule zu bekommen, weil dann oft die älteren Brüder, die mit den Taliban aufgewachsen und sehr konservativ sind, nicht möchten, dass ihre Schwestern das Haus verlassen. Bei den kleinen Mädchen ist es dagegen überhaupt kein Problem. Wir fangen mit den Fünfjährigen an, von fünf bis zwölf Jahre ist das kein Thema, aber von zwölf bis 17 ist es schwieriger. Wir haben ja girls-only-Tage, und wir haben am Zaun einen Sichtschutz angebracht, damit man nicht ins Gebäude sehen kann. Wir haben auch zwei Wächter vor dem Haus, die aufpassen, damit keine Fremden hineingehen. So können wir Vertrauen aufbauen, und im Moment haben wir wieder ein paar Mädchen hinzubekommen.


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