Einträge mit dem Tag ‘Sarah Palin’


Kurz verlinkt: Wal Mart, Lesben in den Medien und queerer Hip Hop

22. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 109 von 138 der Serie Kurz notiert

Die größte Sammelklage der USA ist gestoppt: Wal-Mart sollte wegen systematischer Diskriminierung von Frauen Schadenersatz zahlen. Der Oberste Gerichtshof wies die Klage wegen “Überdimensionierung” zurück, berichtet dieStandard.at. Bei der taz gibt es noch mehr Informationen.

Die sudanische Schriftstellerin Leila Aboulela stellt auf altmuslimah ihr neues Buch Lyrics Alley vor.

Feministing ärgert sich über die Quasi-Nachfolgerin von Sarah Palin, Michelle Bachman, die ebenfalls mit repressiven wie konservativen Forderungen glänzt. Passend dazu nimmt das Crunk Feminist Collective den falsch verstandenen Feminismus der beiden unter die Lupe.

Der Freitag stellt in einem Artikel aus dem Guardian Jill Abramson vor, die erste Chefredakteurin der New York Times. Ein Portrait, das leider stark in der Klischeekiste wühlt, wie ChefredakteurInnen auszusehen und was sie zu sagen haben.

Lina Ben Mhenni, Dozentin der Universität Tunis, gilt als eine der Schlüsselfiguren der tunesischen “Jasminrevolution”. In ihrem Erfahrungsbericht schildert die couragierte Bloggerin und Polit-Aktivistin die gegenwärtige Situation der Frauen in dem Maghrebstaat.

Dorothea ist 28 Jahre alt und lebt asexuell. Für fudder.de hat sie aufgeschrieben, welche Akzeptanzprobleme und Ausgrenzungen es mit sich bringt, sexuelle Interaktionen teilweise oder gänzlich aus Desinteresse abzulehnen.

The Mary Sue portraitiert acht Frauen, die ihren eigenen Actionfilm verdient hätten.

DieStandard.at berichtet über die Homosexuellen-Paraden in Kroatien und Österreich.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg spricht mit der taz über die kaum vorhandene Präsenz von Lesben in den Medien, die Vorteile der Schwulen und die Reduktion auf Mutterrollen und gutes Aussehen.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat ein Positionspapier zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (PDF) veröffentlicht. Unter anderem soll das Ehegattensplitting abgeschafft sowie eine paritätische Aufteilung der Elternzeit verpflichtend eingeführt werden.

Colorlines stellen queere Rapper_innen vor.

Termine nach dem Klick! (weiterlesen …)


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Hebammen, Sport, Burka, Sarah Palin, Models

15. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 69 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Zukunft der Hebammen als Geburtshelferinnen ist noch ungeklärt – ein Artikel in der ZEIT macht derweilen klar, dass es Geburtshelfer_innen heißen muss. Sie berichtet über Deutschlands derzeit einzigen Entbindungspfleger.

Frauensportarten werden immer beliebter – bei Frauen. Beim Fernsehen eher nicht, sagt eine Studie des Center for Feminist Research der University of Southern California. Im Fokus steht die Berichterstattung des US-amerikanischen Senders ESPN.

Die ZEIT schreibt in einem Kommentar über das aktuelle Burka Verbot in Frankreich: “Ein Burka-Verbot beendet die Unterdrückung von Frauen nicht.”

Im Interview mit Zeit online erklärt der Vorstandvorsitzende von Nestlé, Gerhard Berssenbrügge, warum er nichts von einer Frauenquote hält. Schließlich müsste es doch darum gehen, “die besten Köpfe ins Top-Management zu holen – unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt”. Soso…

Laut Spiegel Online spricht einiges dafür, dass Sarah Palin sich 2012 als US-Präsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei bewerben will.

Und noch mal Spiegel Online: Hier scheint die Tatsache, dass NRW nun von einer Ministerpräsidentin regiert wird, die auch noch weitere Frauen in Kabinett holt, von besonderer Bedeutung zu sein. Oder wie lassen sich Artikel-Überschriften wie diese erklären: Frauen-Doppelpack vor Machtübernahme in NRW, Angriff der Power-Frauen, Kraft holt fünf Frauen ins Kabinett

TransGriot beklagt den immer noch anherrschenden Mangel an schwarzen Models und verlinkt einen thematisch passenden Film “The Colour Of Beauty” .


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Warum Sarah Palin keine Feministin ist

30. Juni 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 27 von 42 der Serie Meine Meinung

So großzügig wie Sarah Palin seit ihrer Nominierung zur US-Vize-Präsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei im Jahre 2008 mit dem Wort Feminismus um sich wirft, könnte man fast denken, sie meine es ernst. Zwischen Palins Forderungen u.a. nach einer Verschlankung des ohnehin schmalen Sozialstaates, Rücknahme der Gesundheitsreform und der Einschränkung von Abtreibungsrechten klingt der Ausspruch “Klar bin ich Feministin!” irgendwie deplatziert.

Dass konservative Politiken oftmals konträr zu progressiven feministischen Diskursen stehen, ist nicht nur Ausdruck ideologischer Grabenkämpfe. Politik, die Frauen (und letztendlich auch Männern) nützt, ist in den meisten Fällen kaum mit konservativen Idealen vereinbar.

Konservativ heißt nicht, dass die aktuelle politische Lage konserviert werden soll, sondern beschreibt die Sehnsucht nach den so genannten “guten” alten Zeiten. Wir reden hier von einer Zeit, in der die Geschlechterverhältnisse kaum hinterfragt wurden, die Zahl der Eheschließungen hoch und die der Scheidungsraten niedrig waren, als Homosexualität noch als ‘krank’ galt und Diskriminierung weder in den Institutionen noch in zwischenmenschlichen Interaktionen Gegenstand der Analyse war. Konservativ heißt auch, den Staat so klein wie möglich zu halten und eine Vielzahl an sozialen und kulturellen Projekten zu privatisieren. Wenn private Einrichtungen zu teuer oder staatliche Institutionen zurückgedrängt werden, bleiben unrentable Arbeiten wie Kindererziehung, Alten- oder Krankenpflege allerdings häufig an Frauen hängen.

Doch gerade diese Konservativen adaptieren den Begriff Feminismus, der eigentlich für sozialen Wandel, Geschlechtergerechtigkeit und kontinuierlicher Hinterfragung von gesellschaftlichen Normen steht. Dass Feminismus nun nicht mehr zu den Pfui-Wörtern gehört, spricht für dessen Erfolg, von dem sich selbst Konservative nicht mehr verschließen können – insbesondere wenn es darum geht, (jüngere) Wählerinnenschaften anzusprechen. (weiterlesen …)


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Links zum Weiterlesen

19. Januar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 18 von 138 der Serie Kurz notiert

Auf genderblog.de weist Rochus auf eine Umfrage zur Nutzung feministischer Medien von grassrootsfeminism.net hin.

Nach der Mordattacke auf die Theaterregisseurin Rayhana ist Frankreich geschockt: Die 45jährige Algerierin, die sich gegen die Unterdrückung der Frauen einsetzt, wurde auf offener Straße von zwei Männern beschimpft, mit Brennspiritus überschüttet und beinahe angezündet. Sie konnte entkommen, wie die sueddeutsche.de berichtet.

Auf salon.com lernen wir: Sarah Palin ist eine Feministin! Wirklich?!

Ebenfalls auf salon.com fragt Kate Harding: Are men too incompetent to use the male pill? Klare Antwort: Nein!

Call for Papers: GenderAcrossBoarders sucht für eine Reihe zum Thema “hip hop, feminism and resistance” noch AutorInnen (Deadline: 29. Januar).

Susan Pinker hat mal wieder zugeschlagen: In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagt sie: Wegen ihrer Hormone hätten Frauen kein Interesse an Chefpositionen. Aha. Was haben dann all die ehrgeizigen Frauen da draußen? Hormonprobleme?

Am 27. Januar 2010 um 19:30 Uhr findet in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Lesung mit anschließendem Gespräch zum Thema “Michelle Obama: Zur neuen Frauenrolle in der US-Politik” statt. Mehr Informationen gibt es unter www.boell.de.

Eine Studie, die sich mit Diskriminierung bzw. Verstößen gegen das AGG befasst, findet ihr auf Diskriminierung-in-Deutschland.de.

JaySmooth kommentiert für das Center for Reproductive Rights das Hyde Amendment, welches die Benutzung von US-Bundesmitteln für Abtreibungen untersagt und stellt die Frage, was der oder die durchschnittliche BürgerIn in Hinsicht auf die Veruntreuung seiner/ihrer Steuern gerne verbieten würde.


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Mieser Vergleich

12. Januar 2009 von Verena

Auf einen etwas merkwürdigen Vergleich weist Intro.de zu Beginn der Woche hin. In der Popgossip-Rubrik heißt es:

Einen deutlichen Schritt nach vorn tat dieser Tage unterdessen die zweitvernünftigste Religion der Welt, der Feminismus. Glaubenssprecherin Kim Gordon, Bassbenutzerin bei Sonic Youth, hat der Sharia eine neue, verbesserte Sure hinzugefügt: “Madonna hat den Feminismus um 20 Jahre zurückgeworfen”, schrieb sie den Glaubensschwestern ins Gebetsbuch. Der landläufige Irrglaube, Madonna sei eine Feministin wie du und ich, sei ein Frevel: “Madonna eine FeministIn zu heißen – das ist, als würde frau sagen, Sarah Palin ist eine Feministin, nur weil alle durchknallten Rechtsaußen-Frauen sie toll finden.”

Abgesehen von den religiösen Verweisen, die der Autor hier auf den vorangehenden Absatz bezieht, wie lassen sich eine für Homosexualität und weibliches Sexbewusstsein eintretende Popsängerin mit einer Enthaltsamkeit predigenden Politikerin vergleichen?!


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