Einträge mit dem Tag ‘Ostfrauen’


Die ostdeutsche Frau an sich

31. März 2011 von Anna

Reiner Haseloff

Reiner Haseloff
(Bild über Wikimedia Commons)

Reiner Haseloff ist CDU-Fraktionsvorsitzender in Sachsen-Anhalt und hat am letzten Wochenende mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) gesprochen. In dem Interview geht es hauptsächlich um Ostdeutschland. Wir lesen dort unter anderem:

»Herr Haseloff, […] was ist gut im Osten?

Die ostdeutsche Frau. Sie ist unkompliziert. Durch die Diktaturerfahrung setzt sie andere Prioritäten. Zum Beispiel diskutiert sie nicht stundenlang über Biofleischsorten, sondern es geht um Fleisch oder Nichtfleisch. Sie ist nüchterner.«

Warum die FAS Interviewerin hier nicht weiter nachfragt, darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht war sie selber sprachlos?

Jetzt müssen wir also selber versuchen uns zusammenzureimen, was Haseloff uns da mitteilen möchte. Also noch mal langsam: Die Frage ist, was „gut im Osten“ sei. So viele differenzierte und intelligente Antworten sind hier möglich und für was entscheidet sich Haseloff? Für Sexismus galore. Denn „gut im Osten“ ist: „die ostdeutsche Frau“. Die hat eine Diktatur erlebt und redet deswegen nicht über Biofleisch. Zusammenhang, anyone?

Was Haseloff uns eigentlich sagen will, ist folgendes: Frauen sind dann „gut“, wenn sie einfach sind. Nicht so viel diskutieren. Nicht anstrengend sind. Das Denken den anderen überlassen. Entweder den Diktatoren oder, wenn die gerade nicht greifbar sind, den Männern. Und dieses katastrophale Frauenbild alleine reicht nicht aus, nein, nonchalant werden alle Frauen aus den neuen Bundesländern beleidigt indem er behauptet, dass die Ostdeutsche an sich genau diesen Kriterien entsprechen würde. Sauber!

Wir danken den vielen Hinweisgeber_innen!


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Skaten, twitter, Israel, Kopfrechnerin, Sexarbeit, Keuschheit, Sex and the City und Ost-Feminismus

9. Juni 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 82 von 153 der Serie Kurz notiert

Beim Thema Skaten fallen einem meist nur männliche Skater ein. Der Fotograf Max Hamilton hat daher britische Skaterinnen fotografiert und zeigt die Fotos auf seiner Webseite.

Seit kurzem folgt und retweetet die feministisch-queere Twitterszene FeministHulk – das Ms. Magazine hat sogar ein Interview bekommen. Dabei gibt es noch mehr Superhelden. Die Comics Alliance hat überlegt, wie deren Tweets wohl aussehen könnten.

Die 89-jährige Journalistin Helen Thomas hat Generationen von US-Präsidenten mit ihrer scharfen Zunge zugesetzt. Nun musste sie wegen wegen ihrer unflätigen Kritik an Israel antisemitischen Äußerungen (youtube) das Pressekorps im Weißen Haus verlassen.

Die elfjährige Priyanshi Somani aus Indien ist neue Weltmeisterin im Kopfrechnen.

Carolin Küppers berichtet in der Jungle World über die Arbeitsbedingungen in der südafrikanischen “Sexarbeit” und die erwartete stärkere Repression während der WM.

Eine illustrierte Geschichte über männliche Keuschheitsgeräte findet ihr hier.

Ebenfalls in der Jungle World: Petra Müller thematisiert die vor etwa einem Jahr vom Bundestag beschlossene Verschärfung des Schwangerschaftkonfliktgesetzes und konstatiert: “Wessen Situation sich dadurch verbessert hat, ist weitgehend unklar.”

Urban Outfitters hat mal wieder ein bescheuertes T-Shirt mit der Aufschrift “Eat Less” auf dem Markt – nicht zum ersten Mal.

Die Junge Welt schreibt über Feminismus in der DDR.

Feministing und Muslimah Media Watch rezensierten den neuen Sex and the City II. Muslimah Media Watch befindet:

Any feminism that was in the original series has been trussed to death with accessories—SATC2 is just porn for rich western women.

Feministing hat außerdem noch eine Video-Rezension vorbereitet:


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Verarmte Ostfrauen

21. Dezember 2009 von Magda

Rund 400.000 einstige Hausfrauen aus der ehemaligen DDR, die heute Rentnerinnen sind, sind von Altersarmut betroffen. Hat sich in der DDR noch der Staat um jene Frauen gekümmert, hat das westdeutsche Rentensystem, welches beim Einigungsvertrag 1990 auf die gesamte Bundesrepublik übertragen wurde, die ostdeutschen Frauen übergangen, denn ein in der DDR geschiedener Mann kann aus juristischen Gründen nicht mehr belangt werden. Eine ostdeutsche Rentnerin bekommt rund 670€  - verglichen mit 1100€ für eine Rentnerin aus dem Westen. Hier ein Bericht von Panorama:

Gesehen beim mädchenblog.


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