Einträge mit dem Tag ‘Nina Simone’


Hartz IV Sanktionen abschaffen, #TeamStillFat und Straßenumbenennungen – kurz verlinkt

24. März 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 312 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

HartzIV ist ein furchtbares System und die Abschaffung sollte das große Ziel sein. Bis dahin wäre es ja schon einmal super gegen die Sanktionen vorzugehen, die tagtäglich Menschen schikanieren. Das Projekt „Sanktionsfrei“ will dies tun und sammelt noch sieben Tage lang Geld. Falls es euch irgendwie möglich ist, unterstützt diese Kampagne!

Herzlichen Glückwunsch an unsere Autorin Julia Roßhart! Gerade ist im w_orten & meer Verlag ihr Buch erschienen: „Klassenunterschiede im feministischen Bewegungsalltag. Anti-klassistische Interventionen in der Frauen- und Lesbenbewegung der 80er und 90er Jahre in der BRD.“

Nach jahrelangem Einsatz von Aktivist_innen sollen nun endlich im Berliner Bezirk Wedding drei Straßen umbenannt werden, die immer noch die Namen von Personen tragen, die Teil des kolonialistischen Systems waren. Für die Umbenennung können Vorschläge eingereicht werden. Es sollen mit den neuen Namen „Persönlichkeiten, insbesondere Frauen, der (post)kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas“ geehrt werden.

Feministische Sachbeschädigung in Dresden. Bekenner_innenschreiben und Pressespiegel“ – e*vibes berichtet und sammelt.

Nach den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen schrieb der Migrationsrat Berlin-Brandenburg: „Wir fordern eine diskriminierungsfreie Gesellschaft! Schluss mit der Banalisierung der AfD!„.

Englischsprachige Links

„The Power of Putas“: Zur Sexworker_innen-Bewegung in Brasilien schreiben Thaddeus Blanchette und Laura Murray bei Open Democracy.

Musik, Spaß und Kreativität kann es auch im Klassenraum geben! Ein Hoch auf die Mathelehrerin aus New Orleans, die ihren Schüler_innen mit Beyoncé das Lernen versüßt.

„The upcoming biopic about [Nina Simone] proves that the world still isn’t ready to tell her story.“, schreibt Ta-Nehisi Coates beim Atlantic darüber, dass Zoe Saldana die Sängerin spielt.

Discwoman ist ein New Yorker Elektronik-Kollektiv. Die Selbstbeschreibung: „platform, collective, and booking agency — representing and showcasing cis women, trans women, and gender queer talent in electronic music.“ i-D hat eine der Gründer_innen interviewt.

Okay Africa interviewt den Künstler Tahir Carl Karmali zu seiner Reihe Jua Kali, in welcher Arbeiter_innen des informellen Sektors in futuristischen Collagen porträtiert werden.

Everything Water Touches“ ist ein interaktives Video von Zackary Canepari und Jessica Dimmock, veröffentlicht bei The New Yorker, welches die Auswirkungen des vergifteten Wassers auf die Bevölkerung in Flint aufzeigt.

Auf ihrer Facebookseite schreibt Ashleigh Shackelford unter dem Hashtag #TeamStillFat über Vorher- und Nachher-Bilder.

Termine

Es gibt einen Call for Papers für die Feministische FrühlingsUni 2016: Eure Beiträge könnt Ihr noch bis Ende März einreichen. Es geht in der Ausschreibung um drei Achsen: „[:Bewegung*en:] von Körper|normen, [:Bewegung*en:] in Arbeit und [:Bewegung*en:] in Geschichte*n“.

In Wien: Premiere! Und zwar: „Meine Nase läuft. Deine Stars hautnah“, am 25. April in der Bar&Co des Theater Drachengasse. Die Performer_innen Banafshe Hourmazdi, Frederik Müller und Golschan Ahmad Haschemi unternehmen in ihrem Stück einen  Streifzug zwischen Politik und Aktivismus und kritisieren den massentauglichen Nationalismus sowie die Verharmlosung von rassistischen Strukturen in Österreich aus einer feministischen und queeren Perspektive.


Facebook | |


Samstagabendbeat mit Nina Simone

18. Juli 2015 von accalmie

Nina Simone, der wir vor zwei Jahren schon einmal einen Samstagabendbeat widmeten, war eine US-amerikanische Pianistin, Sängerin, Komponistin und Schwarze Bürger_innenrechtsaktivistin (zwei ihrer bekanntesten Lieder diesbezüglich sind Mississippi Goddam und ihre Rendition von Langston Hughes‘ Backlash Blues). Simone wurde auch bekannt dafür, virtuos Genres zu durchqueren und zu verbinden, unter anderem Klassik, Jazz, Blues, Soul, R&B und Gospel. In diesem Jahr wurde eine neue Dokumentation über Nina Simones Leben veröffentlicht, „What Happened, Miss Simone?“, die man bei Netflix sehen kann. Auch erscheint in diesem Monat mit dem Album „Nina Revisisted… A Tribute to Nina Simone“ eine musikalische Hommage an sie, an der unter anderem Lauryn Hill, Lisa Simone, Common, Usher und Mary J. Blige mitwirken. Das National Public Radio (NPR) stellt einen ersten Eindruck im Stream zur Verfügung. Zuerst aber ein Klassiker des simonschen Repertoires: „Ain’t Got No/I Got Life“. It’s happening, Miss Simone!

Und nicht vergessen: Auf unserem Youtube-Kanal findet ihr einen Großteil der vorangegangenen Samstagabendbeats in einer Super-Playlist.


Facebook | |


Samstagabendbeat mit „Four Women“

24. Mai 2014 von Anna-Sarah

Schon ein paar Jahre alt, aber jetzt erst entdeckt: diese Version des Nina-Simone-Klassikers „Four Women“ von Kelly Price, Marsha Ambrosius, Jill Scott und Ledisi, präsentiert bei den Black Girls Rock Awards 2011.


Facebook | |


Backlash Blues: Der Supreme Court verwirft Teile des Voting Rights Act

27. Juni 2013 von accalmie

Der er­ste der „Selma to Mont­gom­ery Mar­ches“ (Sel­ma nach Mont­gomery-Mär­sche) am sieb­ten März 1965 ging als „Bloody Sun­day“ („Blutiger Sonn­tag„) in die Ge­schich­te der Schwarzen US-Bür­ger_innen­rechts­be­we­gung ein. 600 Aktivist_innen, an­ge­führt von Hosea Williams und John Lewis, hatten sich von der Stadt Selma (Alabama) auf den Weg zur Bundesstaatshauptstadt Montgomery gemacht, um der Er­mor­dung des Schwar­zen Akti­visten Jimmie Lee Jackson zu ge­denken und dem Gouver­neur George Wallace eine Peti­tion zu über­re­ichen, die die Um­setzung ei­nes un­ein­ge­schränk­ten Wahl­rechts auch für Schwarze US-Bürger_innen for­der­te. Auf der Edmund-Pettus-Brücke, die Rich­tung Mont­gomery führt, wurde der Protest­zug von der Polizei durch Schlag­stock- und Trä­nen­gas­ein­sätze ge­walt­sam auf­ge­halten und auf­ge­löst.

Sieb­zehn Akti­vist_innen wur­den teil­weise schwer ver­letzt in Kranken­häuser ge­bracht. Der Bloody Sun­day folgte Jahren an zum Groß­teil erfolg­losen Ver­suchen Schwarzer Bürger_innen­recht­sorga­nisa­tionen wie des Student Non-Violent Coordinating Committee (SNCC) und der Dallas County Voters League (DCVL), auch Schwarze US-Bürger_innen in Alabama und an­deren Süd­staaten als Wähler_innen zu registrieren. Im Gegen­satz zu z.B. deutschland muss man sich in den USA zur Aus­übung des Wahl­rechts eintragen lassen und be­kommt nicht auto­matisch eine Wahl­benach­richti­gung, wenn man das Wahlalter erreicht hat (u.a. auch daher, dass es kein „Einwohnermeldeamt“ gibt).

Die Ereignisse sorgten für (inter)nationales Aufsehen, und dieser sowie zwei weitere Marschversuche von Selma nach Montgomery, organisiert von Martin Luther King, Jr. und Diane Nash,  trugen dazu bei, dass der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson nur wenige Tage später dem Kongress eine „Voting Rights Bill“ (Wahlrechtsgesetzesvorlage) vorschlug, die im August 1965 zum Gesetz, dem Voting Rights Act, verabschiedet wurde.

Am Dienstag verwarf der Supreme Court der USA in einem knappen Urteil (5:4) den Paragraphen Vier des Voting Rights Act und stellte damit die gesamte Schlagkraft des Gesetzes in Frage. In der Urteilsbegründung hieß es unter anderem, dass „die Zeiten sich geändert“ hätten und solche Provisionen nicht mehr gerechtfertigt seien. Scharfe Kritik kam von sowohl der US-Bundesregierung als auch zahlreichen Bürger_innenrechtsaktivist_innen der 1950er und 1960er und heute. Bereits im Februar, bei der ersten Anhörung des nun entschiedenen Falls Shelby County v. Holder, wies Melissa Harris-Perry auf die rassistische Argumentationsweise des konservativen Supreme Court-Richters Antonin Scalia hin: (mehr …)


Facebook | |


Samstagabendbeat mit Nina Simone

23. Februar 2013 von Sabine

Nina Simone wäre am 21. Februar 2013 80 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass eine bislang unveröffentlichte Aufnahme: The Time Is Now. Sie entstand im Jahr 1966 in ihrem Haus in Mount Vernon (USA). Simones Stimme ist Balsam für die Seele. Sie ist die great High Priestess Of Soul (Hohepriesterin des Soul).

Happy Birthday, Sister!

I’ve got life , I’ve got my freedom
I’ve got the life

And I’m gonna keep it
I’ve got the life
And nobody’s gonna take it away
I’ve got the life

Nina Simone (*21. Februar 1933 – † 21. April 2003)


Facebook | |


Aktivismus hat viele Gesichter – die Blogschau

23. Februar 2013 von Viruletta

ten1000spoons ist genervt von Leuten, die ihr raten, ihren Aktivismus sein zu lassen, um sich zu entlasten. Und stellt klar: „Nicht der Aktivismus schadet mir, sondern, die Dinge, die mich dazu veranlassen, aktivistisch unterwegs zu sein“. Außerdem hat sie ein Bullshit-Bingo mit Sätzen erstellt, mit denen Großfamilien-Kinder viel zu oft konfrontiert werden.

Vor 80 Jahren sind Nina Simone und Yoko Ono geboren worden. popkontext hat das zum Anlass genommen, die Geschichten zweier besonderer Leben zu erzählen.

In der letzten Woche ist die British Plus Size Week über die Bühne gegangen und hat scheinbar viele dazu bewegt, ihre Meinungen über die dort vorgestellten Kollektionen kundzutun. Was als Kritik dargestellt wird, ist aber oftmals nichts anderes als grenzenlose Respektlosigkeit, stellt reizende Rundungen klar: „Es gibt eben den kleinen feinen Unterschied zwischen: „Ich finde das Kleid nicht schön“ und „Ich finde mit einem solchen dicken Bauch sollte man niemals so ein enges Kleid anziehen““.

Vor genau einem Jahr (am 21.02.2012) haben Pussy Riot ihr feministisches Punk-Gebet in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau performt. Zwei der Aktivistinnen sitzen für die Aktion nach wie vor hinter Gittern. Anlass genug, sich das Ganze nochmal in Erinnerung zu rufen:

Lena Schimmel hat mit einer statistischen Analyse des #aufschrei begonnen. FemGeeks betrachtet das als perfektes Beispiel für feministisch-geekigen Aktivismus und hat Lena ein paar Fragen dazu gestellt.

Auch Frau Dingens hat den #aufschrei und die Debatten danach verfolgt. Was sie bei letzteren bisher nahezu vergeblich gesucht hat, ist der Respekt. copper, boom! vermisst auch etwas, und zwar „eine fundierte Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Problem, der zutiefst verinnerlichten vergeschlechtlichten Zuschreibung (von Frauen und Männern) und Abwertung (von Frauen)“. Genau daran versucht sie sich, am Beispiel der „guten Manieren“.

Raumnehmende, grenzüberschreitende Macker sind auf den allermeisten (Hetero-)Partys leider die traurige Regel. Don’t degrade Debs, darling! hat genau das wieder erleben müssen und ihren Erfahrungen in einem Blogpost Luft gemacht. „Diese Typen gehen nach Hause, fühlen sich gut und befeiern sich nächstes Wochenende wieder auf Kosten einer Hand voll Frauen*, die es zum größten Teil nicht besser wissen. Und ich. Ich merke wieder einmal, dass ich lieber den begrenzen Bewegungsspielraum meiner Bubble hinnehme, als mich von Scheiße erschlagen zu lassen zu müssen“.

glücklich scheitern hat die fünf nervigsten Pro-Still Argumente zusammengefasst.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


Facebook | |



Anzeige