Wer war… John Stuart Mill?
20. Mai 2010 von MagdaJohn Stuart Mill wurde am 20. Mai 1806 in London geboren und verstarb am 8. Mai 1873 in Avignon. Mill war ein englischer Philosoph und Ökonom und gilt als einer der einflussreichsten liberalen Denker_innen des 19. Jahrhunderts.
Mills Kindheit war von der Strenge seines Vaters James Mill bestimmt, welcher ihn in Griechisch, Latein, Algebra, Philosophie, Geschichte und Wirtschaft ausbildete. Beeinflusst durch den englischen Juristen und Philosophen Jeremy Bentham lehrte James Mill seinem hochbegabten Sohn den Gedanken des Utilitarismus (“Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht”). Mit seinem Modell des maximalen Nutzens, welches einen starken Fokus auf individuelle Freiheit setzte, rechtfertigte John Stuart Mill in seinem 1861 geschriebenen Essay The Subjection of Women* die Forderung nach der Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft. Sein Werk gilt als eines der ersten systematischen Analysen zur Situation der Frauen** im 19. Jahrhundert.
In The Subjection of Women diskutiert Mill die möglichen Ursachen der Ungleichstellung von Mann und Frau, wie sich dieses Ungleichgewicht in Kultur, Politik und in der Gesetzgebung manifestierte und welche Chancen für die Gesellschaft dadurch verloren gehen. Seiner Analyse nach hindere die geschlechtsspezifische Sozialisation Frauen daran, ihr persönliches Potential – und für Mill noch zentraler: auch das der Gesellschaft – auszuschöpfen. (weiterlesen …)
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