Einträge mit dem Tag ‘Indigene Frauen’


Kurz verlinkt: Gleich zweimal Feminismus im Radio

14. Dezember 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 63 von 153 der Serie Kurz notiert

Die Jungle World berichtet, dass das Land Schleswig-Holstein in der kommenden Woche über seinen Sparhaushalt abstimmt. Auch zwei Frauenhäuser sollen geschlossen werden.

Der Reithof Maruschka in Meuselko, eine soziale Einrichtung, in der traumatisierte Mädchen ein sicheres Zuhause finden, wird nun durch das Hochwasser und den Dammbruch bedroht. Mehr Informationen zum Reithof und wie ihr helfen könnt, findet ihr auf betterplace.org.

Auf dem Fotoblog von msnbc.com könnt ihr ein paar interessante Einblicke in ein afghanisches Frauengefängnis bekommen.

Patrick von Derangierte Einsichten kommentiert das queer- und familienpolitische Programm der Piratenpartei.

Auf AG Queer Studies könnt ihr dem Vortrag “Ich bin schw…, ehm, homosexuell – Wissenschaft und Homosexualität in der DDR” von Sebastian Mohr lauschen.

An alle Interessierten, die gut Englisch sprechen: Gender Across Borders vergibt einen Praktikumsplatz an eine_n Redakteur_in und sucht eine Person, die/der sich mit Marketing und Fundraising auskennt.

Feminismus im Radio – gibt’s das überhaupt? Diese Frage geht „EuWoRa“- European Women’s Radio nach. Begleitet hat das Projekt Petra Pfisterer, die im folgenden Interview Viktoria Balon Rede und Antwort stand. (via recherche)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Noch mehr Feminismus im Radio gibt es auf freie-radios.net: Aus einer wertkritischen Perspektive unterzieht Roswitha Scholz die Queer Theorie einer feministisch-materialistischen Kritik.

Im Guardian findet ihr einen lesenswerten Artikel zum Thema Gewalt gegen indigene Frauen: Die Autorin resümiert, dass die Gewalt an indigenen Frauen Kanadas Verweigerung widerspiegele, sich mit seiner Kolonialgeschichte auseinander zu setzen.


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Gute Nachricht im Kampf gegen Vergewaltigungen in amerikanischen Reservaten

30. Juli 2010 von Helga

Die Lage der amerikanischen Ureinwohner ist auch im Jahre 2010 vielerorts noch prekär. Besonders die Anzahl von Gewalttaten ist in vielen Reservaten überdurchschnittlich hoch. Jede dritte indigene Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben vergewaltigt, fast jede Betroffene erfährt dabei noch weitere Prügeleien und auch Waffen werden häufig eingesetzt. Diese Zahlen liegen deutlich höher als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Da bis heute viele Ureinwohner_innen der Regierung misstrauen, fürchten Aktivist_innen, dass die Dunkelziffer noch schlimmer aussehen könnte.

Aufgrund der komplizierten Zuständigkeiten von Bundes- und Stammespolizei werden jedoch nur die wenigsten Fälle verfolgt. Während die Befugnisse der Stammespolizeien auf die indigenen Bewohner_innen der Reservate beschränkt sind, kommen 86 Prozent der Vergewaltiger von außerhalb und können nur von der Bundespolizei überprüft werden. Diese untersucht aber gerade einmal jeden zweiten Vorfall der in Stammesgebieten geschieht, bei Sexualstraftaten liegt die Quote noch einmal deutlich niedriger. Trotz rechtlicher Regelungen ergab sich so ein praktisches Schlupfloch, dass selbst im 21. Jahrhundert die amerikanischen Ureinwohner_innen verletzlich gegenüber Übergriffe machte.

Gestern nun unterzeichnete Präsident Barack Obama den Tribal Law and Order Act, der die Befugnisse der Stammespolizeien ausweitet. Sie können z.B. künftig alle, auch Nicht-Ureinwohner_innen, verhaften, die auf Ureinwohnergebieten eine Straftat begehen. Außerdem soll die Zusammenarbeit der Polizeien verbessert werden, sowie Polizist_innen und Mitarbeiter_innen von Reservatskliniken im Umgang mit Opfern und Indizien von Sexualstraftaten geschult werden. Auch die immer stärkere Ausbreitung von Drogenkartellen, die die prekäre rechtliche Lage in den Reservaten ausnutzen, soll eingedämmt werden.

Nach einem Bericht von Amnesty International, das die unhaltbaren Zustände öffentlich kritisierte, wurde an dem Gesetz seit drei Jahren gearbeitet und im Juni zunächst einstimmig vom Senat beschlossen. Mitte Juli passierte es auch das Repräsentantenhaus, wurde dort aber von 92 Republikaner_innen abgelehnt, die gerne einen zweiten Senatsbeschluss sehen wollten.


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