Einträge mit dem Tag ‘Frida Kahlo’


Fleißige Ladies im Web: Die Blogschau

2. Oktober 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 51 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anne Roth twitterte Anfang der Woche, dass die Heinrich Böll-Stiftung zur “gänzlich frauenfreien Netzpolitikveranstaltung” lädt. Ein paar Tage später konnte man doch ein paar Frauen unter den Referent_innen finden. Anne Roth resümiert in einem späteren Blogartikel:

Natürlich gibt es ausreichend Frauen, die zu den Themen etwas sagen können. Sicher weniger als Männer, aber auf jeden Fall genug, um so ein Tagesseminar zu füllen. Falls doch mal eine Lücke entsteht, gibt es diese praktische Website: geekspeakr.com.

Der Mädchenblog hat einen grandiosen Buchtipp - Girls to The Front - über die Riot Grrrl Bewegung, empfohlen von den Musikerinnen von Le Tigre Kathleen Hanna und Johanna Fateman.

Onyx schreibt auf Gedankensalat über unhinterfragte Sexismen.

Auf Don’t you Believe the Hype gibt es eine Zusammenfassung der Broschüre “Starke Frauen, schwerer Weg” über die Benachteiligung muslimischer Frauen in der Gesellschaft, herausgegeben vom Interkulturellen Rat in Deutschland.

Gwen Dragon macht sich auf Biblio Draconis über den so genannten gender gap – dem Unterstrich_i - Gedanken und befindet, dass das Binnen-I besser sei.

Auf DieStandard.at gibt es einen kritischen Gastbeitrag von Marina Rauchenbacher zur Frida Kahlo-Ausstellung im Wiener Bank Austria Kunstforum.

Die Stadtpiratin schreibt in ihrem Artikel “Hand aufs Herz, Lady” über Alice Schwarzer, Post-Feminismus und eine neue Weiblichkeit. Mehr zu Schwarzer und ihrem neuen Buch gibt es auf dem Theorieblog.

Zur Zeit findet die Young Media Summit in Kairo statt

Was bedeutet Bloggen in Deutschland, was in der arabischen Welt? Was können Blogger zum interkulturellen Dialog beitragen? Gibt es Gleichberechtigung beim Zugang zum Netz zwischen Männern und Frauen? 18 Blogger aus Deutschland und arabischen Ländern werden vom 2. bis 4. Oktober beim Young Media Summit 2010 in Kairo Antworten auf diese Fragen suchen.

Mit dabei sind Fräulein Tessa (flannel apparel), Annina Luzie Schmid (Girls Can Blog) und Julia Seeliger (Zeitrafferin).

Termine nach dem Sprung (weiterlesen …)

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Wer war… Frida Kahlo?

13. Juli 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

„Ich male mich, weil ich so oft allein bin und weil ich mich auch am besten kenne.“ In: Andrea Kettenmann: Frida Kahlo, 1907-1954.

Frida_Kahlo_(self_portrait) wikimedia commons

Frida_Kahlo_(self_portrait) wikimedia commons

Frida Kahlo war eine mexikanische Malerin und zählt zu den bekanntesten Künstler_innen Lateinamerikas. Sie hätte letzte Woche ihren 103. Geburtstag gefeiert und verstarb heute vor 56 Jahren, am 13. Juli 1954, in ihrer Geburtstadt Mexiko City. Als ihr Geburtsjahr gab Kahlo allerdings stets das Jahr 1910 an – das Jahr der Mexikanischen Revolution – um zu verdeutlichen, dass sie sich dem neuen Mexiko zugehörig fühlte. In ihren Werken bezog sich Frida Kahlo oft auf die frühe Kunst Mexikos, die der Azteken und Maya, und reflektierte ihre persönliche Leidensgeschichte – ihre Krankheiten und die dadurch verursachten Fehlgeburten, ihre Einsamkeit und Eheprobleme. Von Kahlos 143 Bildern sind über ein Drittel Selbstbildnisse.

Bereits im Alter von sechs Jahren erkrankte Kahlo an Kinderlähmung, von der ihr eine Behinderung am rechten Bein zurückblieb. 1925 hatte sie einen Busunfall, über dessen Auswirkung fembio.org schreibt:

Ein Busunglück hatte, als sie achtzehn Jahre alt war, schlagartig ihr Leben verändert. Die Folge der zahllosen Brüche und schwersten Unterleibsverletzungen sind 32 Operationen in 29 Jahren, einengende Gipskorsetts, immer wieder künstliche Streckungen der Wirbelsäule, zahlreiche Folgekrankheiten und dauernde Schmerzen, die Kahlo zum Teil nur mit Alkohol oder anderen Drogen erträgt. Um zu überleben, malt sich Kahlo in ihren detailgenauen, überwiegend kleinformatigen Selbstporträts die körperlichen und seelischen Verletzungen von der Seele. Tief verwurzelt in der indianischen Mythologie ihrer Heimat, benutzt sie eine symbolhafte, oft surreale Bildsprache.

Zurzeit in Berlin noch bis zum 9. August 2010 könnt ihr eine Frida Kahlo Ausstellung im Martin-Gropius-Bau mit über 170 Arbeiten (Malereien und Zeichnungen) bestaunen.

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Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vorschläge oder auch Gastblogger_innen, die ihre Lieblingsfeminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an post[at]maedchenmannschaft.net senden.


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Frau trägt Bart

19. Mai 2009 von Verena

Der Damenbart: Für die Malerin Frida Kahlo war er ein Markenzeichen, für die meisten Frauen ist er lästig, weil unweiblich. Vor allem dann, wenn der Haarwuchs über der Oberlippe mehr als ein leichter Flaum ist. Eine richtige Bartträgerin ist die 45jährige Mariam. 23 Jahre lang hat sie mit allen möglichen Mitteln versucht, gegen die Haare in ihrem Gesicht anzukämpfen. In ihrem Blog schreibt sie:

Warum? Weil Frau so nicht auszusehen hat. Weil eine Frau laut der Werbung und den Erwartungen der Gesellschaft eine glatte Haut ohne Haare haben sollte. Rasierte Beine. Und auf gar keinen Fall einen Bart.
Schluss mit dem Verbiegen und Verstellen. Schluß damit, es Anderen Recht machen zu wollen! Wem bringt das was? Der Kosmetikindustrie vielleicht. Ich will so sein wie ich bin. Das was ist ist gut. {…} Was passiert wenn der Bart sein darf?

Seit August 2008 lebt Mariam nun als Frau mit Bart. Auf brigtte.de erzählt sie in einem sehr sehenswerten Video von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, durch die sich nicht nur ihr Äußeres verändert hat…

Vielen Dank an Constanze für den Hinweis


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