Einträge mit dem Tag ‘Frauenkampftag’


Tolerante Heten, weißer Terror und das Atomwaffenpotenzial von Trans* – die Blogschau

21. Februar 2015 von Nadine
Dieser Text ist Teil 272 von 295 der Serie Die Blogschau

Conservatory Girl hat einen Tipp für heiße Tage und aufgeriebene Oberschenkelinnenseiten.

„Als dicker/fetter Mensch braucht es viel Kraft und Mut Dickendiskriminierung, Dickenhass, Spott, Hohn und Ausgrenzung zu begegnen. Es braucht mehr Courage damit wir Dicken, das Leben mit Freude genießen können. Aber all dies braucht es nicht weil wir dick oder fett sind“, schreibt Melanie auf dem Blog der Arge Dicke Weiber.

Kulturelle Aneignung und rassistische Stereotype haben auch im Fasching oder Karneval Hochkonjunktur. Ringelmiez gibt eine Argumentationshilfe, warum nicht nur Eltern bei der Kostümwahl für ihre Kinder diskriminierungssensibel agieren sollten.

Der Zaunfink wendet sich an tolerante Heten, die sich zwar stets bemühen, letztlich doch an vielen entscheidenen Stellen scheitern mit ihrer Solidarität.

„Ich möchte Politiker*innen und Medienmacher*innen fragen: Was macht ihr gegen euren Terror, den ihr mit euren unreflektierten Reden und Beiträgen in diese Gesellschaften gesät habt? Wann fangt ihr an uns Rede und Antwort zu stehen?“ – Diaspora Reflektionen mit einem eindringlichen Beitrag über die rassistischen Morde der vergangenen Monate und den Rassismus der weißen Mehrheitsgesellschaft.

Trans* Personen seien wie nukleare Waffen, hatte Papst Franziskus neulich behauptet. Für Pussy Bear Anlass genug für einen Comic.

Hannah C. Rosenblatt schreibt über die Ungleichwertigkeit von Gefühlen, wenn es um die Wahrnehmung und Beschreibung von Gewalterfahrungen geht.

Musikerinnen des Teeny Music Treff
in Berlin haben einen Song geschrieben und ein Video dazu produziert.


Eine Gruppe von Queer_Trans*_Black_People_of_Color
(QTBPOC) plant für Juli 2015 ein dreitägiges Fest von und für QTBPOC und sucht noch Mitstreiter_innen.

Die trans*geniale f_antifa ruft zu einem Inter- und Trans*-Block auf der Demo zum Frauenkampftag in Berlin auf.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft zusammen mit der Frauenkampftag – AG sexuelle Selbstbestimmung, Berlin Irish Pro Choice Solidarity und Feminismos 15M Berlin für den 7. März zu einem bundesweiten Vorbereitungs- und Vernetzungstreffen auf. Es geht um die Vorbereitung der Gegenaktionen der christlichen Fundamentalisten und Abtreibungsgegner, die jährlich im September in Berlin aufmarschieren.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Trans* im Film, aktivistische Musicals und Gerichtsverfahren – Die Blogschau

15. März 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 241 von 295 der Serie Die Blogschau

Bei fuchskind gab es anlässlich des Weltfrauentags letzte Woche einen Text zu Autismus bei Frauen und Mädchen, inklusive weiterführender Links zu Informationsseiten und Blogs.

Die trans*geniale f_antifa hat ihren Redebeitrag zum 8.März noch einmal als Text zum Nachlesen veröffentlicht.

Die Autorin des Blogs cosas que no se rompen wurde „schuldig“ gesprochen, weil sie 2012 „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ geleistet habe. Sie berichtet von den Vorfällen und der „pädagogischen“ Standpauke der Richterin.

Ich gehe nicht zu FLTI*-Veranstaltungen.“, schreibt -Riot Trrrans* und führt aus: „Das traurige ist, dass viele Selbsterklärungen/Einladungen, etc. von und zu FLTI*-Veranstaltungen bezüglich der Integration von Trans-Menschen darauf aufbauen. Auf das nicht vorhandene Passing(*) von Transmenschen.“

Bei den Trendbloggern berichtet Hengame Yaghoobifarah über „Aktivistische Musicals und proletarische Balladen“ aus Schweden.

Jayrôme C. Robinet schreibt über „Trans* im Film„. Ausgehend vom Oscar-Gewinner Jared Leto geht unter anderem um die Abwesenheit von Trans*Darsteller_innen und um die Archetypen von Trans*Rollen.

Nadia schreibt auf Shehadistan, was sie an Pinkstinks stört.

Beim Transgender Euregio Treff gibt es einen kurzen Bericht vom letzten Treffen und einen Hinweis auf das nächste am 12. April.

Und wo der Frühling ja vollstens um sich schlägt zur Inspiration ein wundervolles Outfit bei reizende Rundungen.

Und dann noch für alle, die heute in Berlin sind ein Hinweis:

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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„Weißgewaschene“ Reproduktionsrechte und Pionierinnen elektronischer Musik – Kurz Verlinkt

12. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 233 von 346 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Queerblick.TV hat die 18-jährige Franziska zu ihrer Coming-Out-Geschichte interviewt.

Migazin wirft noch mal einen Blick auf #terrorthilo, die auf rechtspopulistischer Seite oft so abgefeierten demokratischen Grundrechte und wem sie in Sachen Widerstand eigentlich versagt werden.

Das Projekt „GrenzWerte“ will Kinder gegen sexuelle Grenzüberschreitungen sensibilisieren. Die Taz stellt das Projekt vor.

Die Münstersche Zeitung berichtet von den Aktionen zum Frauenkampftag in Münster, es geht u.a. um die Unsichtbarmachung von Lesben.

Der Tagesspiegel schreibt über die Versäumnisse, auch Behinderte, die als Kinder in Heimen untergebracht waren, angemessen zu entschädigen.

Die Zeit stellt Tanja vor, die als @rollifraeulein auf Twitter unterwegs ist. Tanja berichtet von ihrem Alltag in einer ableistischen Gesellschaft.

Der diesjährige Clara-Zetkin-Frauenpreis geht an Women in Exile, ein selbstorganisiertes Flüchtlingsfrauenprojekt in Potsdam. Herzlichen Glückwunsch. Auf der Parteiseite der Linken gibt es mehr über die Veranstaltung.

Wir haben Fotostrecken zur Frauenkampftags-Demo in Berlin gesammelt: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

englischsprachige Links

Salon.com schreibt über das „Whitewashing“, wenn es um reproduktive Rechte geht. Aktivist_innen sowie die Anliegen Schwarzer Menschen und People of Color werden bei diesem Thema regelmäßig an den Rand gedrängt oder gar nicht erst mitgedacht. Die Mädchenmannschaft hat zu reproduktiven Rechten Anfang des Jahres einen Podcast veröffentlicht.

Championupnorth stellt sieben visionäre Frauen vor, die den Weg für elektronische Musik geebnet haben, mit beeindrucken Video- und Tonaufnahmen.

Auf Neutrois.me werden fünf Mythen über genderqueere Transitionserfahrungen auseinander genommen, unter anderem geht es auch darum, wer unter welchen Umständen „richtig“ und „weniger“ Trans* ist.

Auf Index on Censorship werden acht Frauen vorgestellt, die 2013 für Meinungsfreiheit gekämpft haben. Denn – oh Wunder – sie wird oft denjenigen aberkannt, die sich gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen.

The Great Swedish Unknown berichtet über die gewaltvollen Übergriffe auf Aktivist_innen einer Demonstration zum 8. März in Malmö.

Colorlines stellt einen Film vor, der die Geschichte einer Muslima nacherzählt, die für Großbritannien im Zweiten Weltkrieg in Frankreich stationiert war.

Jay The Nerdkid schreibt über sich: Muslim_a, queer und Feminist_in – es ist so kompliziert, wie es klingt.

spanischsprachige Links

Der Gallardón-Effekt: Alerta Feminista!“ Ein Bericht zu feministischen Protesten gegen die geplante Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Spanien. Falls ihr Übersetzungsschwierigkeiten habt, hilft evtl. Google Translator weiter! / If you struggle with the translation, maybe Google Translator can help you.

Termine

Am 30. März beginnt die internationale Anti-Street-Harassment-Woche.

Die ISD ruft für diesen Samstag zum antirassistischen Protest gegen die M-Straße auf und fordert die Umbenennung in Nelson-Mandela-Straße. Danach gibt es Programm zu Ehren Mandelas im Betahaus.


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Frauenkampftag, verkannte Solidarität und Speakerinnen – die Blogschau

8. März 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 240 von 295 der Serie Die Blogschau

Über die Darstellung in den Medien von Eltern von Kindern mit Behinderung schrieb Behindertenparkplatz.

Helga schreibt über die Hebammenproteste und der von diversen Seiten verkannten, jedoch durchgehenden Solidarität aus dem Netzfeminismus: “Too posh to push?” Wer wirklich nicht aus den Puschen kommt.

annalist schrieb über die frisch erstellte Speakerinnen-Liste – und warum es nun keine Ausreden mehr für einen Männerüberhang gibt.

Monika Schröttle und Regina Frey wunderten sich über die ZEIT und den ominösen Mariam Lau-Text „Was will das Weib?“.

Viruletta teilt zum Frauenkampftag die Geschichten über Frauen aus ihrer Familie mit uns und schrieb einen absolut lesenswerten und berührenden Text.

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Nelken in Aspik, Mariam Lau und Feminismus

7. März 2014 von Charlott

Morgen ist Frauenkampftag, kaum ein besserer Anlass für Mainstream-Medien um mehr oder (und das viel eher) weniger qualifizierte Menschen sich zu diesem Feminismus ™ äußern zu lassen. Kompetenten Personen, die sich sich täglich mit feministischen Themen auseinandersetzen, eine Bühne zu bieten, wäre wirklich viel verlangt, stattdessen hat zum Beispiel die ZEIT Feminismus-Expertin Mariam Lau um einen Kommentar gebeten.

Es ist ja nicht das erste Mal. Im August 2012 attestierte Lau „Der Feminismus ist nicht tot, aber traurig.“ und Nadia fasste hier an dieser Stelle das große breite „Hä?“, was alle etwas themennaheren Menschen wohl im Kopf hatten, perfekt in ihrem Text „Jo, Frau Lau, ich check Ihren Feminismus nicht“ zusammen.

Jetzt ist 2014 und jo, ich checke Frau Laus Feminismus immer noch nicht. Aber, und ich denke, da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, das könnte auch daran liegen, dass Frau Lau immer noch nicht diesen Feminismus gecheckt hat. Angefangen von ganz grundlegenden Dingen, wie denen, dass es den Feminismus ™ nicht gibt. Das hat Nadia auch schon versucht vor zwei Jahren zu erläutern, aber der Gedanke ist vielleicht zu komplex.

Und mit Komplexität hat es Mariam Lau nicht ganz so. Als Aufmacher für ihren Artikel zieht sie die Prostitutionsdebatte heran, die bei ihr aber mit einfachen Fronten verläuft: Feminist_innen gegen Sexarbeiter_innen. Wir wissen ja: Prostitution, ein Thema, wo sich alle Feminist_innen super einig sind. (Mal ganz abgesehen von der künstlich aufgemachten Dichotomie, die ja auch quasi verneint, dass es Sexarbeiter_innen geben könnte, die sich als Feminist_innen identifizieren.)

Wenigstens hübsche Sprachbilder zieht sie heran und so heißt es im Text: „Die europäische Frauenbewegung ist dabei, zu einer Art Staatsfeminismus zu werden, einer Nelke in Aspik.“. Das große Zittern kann beginnen, wenn da mal wieder ein feministischer Einfluss auf quasi alles herbei imaginiert wird von dem viele Feminist_innen nicht einmal zu träumen wagen. Wir Nelken in Aspik.

Dann versucht Lau noch eine ganze Reihe von Untergangsszenarien in ein paar kurze Absätze zu hauen: Frauen, die keine Männer finden (oh nein!) und keine Kinder wollen (the horror!) und überhaupt. Quoten wäre ja noch ganz hübsch, die hätten „in viele verschmockte Herrenrunden frische Luft gebracht“, aber ansonsten sprechen diese Feminist_innen auch von Gewalt und das würde quasi (Paar)Beziehungen (die natürlich immer nur heterosexuell sind) verunmöglichen. Eigentlich also eben das, was sie schon 2012 beweinte und wo Nadia schrieb:

Sie meinen das [auch Männer leiden], glaube ich, in Bezug auf Feminismus und so. Hab ich mir aber nur deswegen mal so zusammen gereimt, weil es ja einige kognitiv benachteiligte Exemplare Mensch gibt, die immer Schiss haben dass keine_r mehr die Toilette zuhause putzt, wenn der Feminismus noch mehr Erfolg hat, oder sich keine_r mehr die Haare kämmt, oder Männer alle in eine Schlucht gejagt werden. Oder, noch schlimmer, Frausein und Mannsein irgendwie aufhört und deswegen dann niemand mehr Sex oder Beziehungen hat. Oder dass der Planet dann explodiert.

Feminismus gehört für Mariam Lau nach „Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Iran“. Klar die muslimische Frau ™ muss befreit werden, die West-Europäerin steht längst auf der „historischen Bühne“. In der Welt von Mariam Lau ist alles ganz einfach. Gut, dass bei solchen Weltbildern auch immer gleich Feindbilder so passgenau mitgeliefert werden: z.B. „die nervige Feministin“. Lau möchte, dass endlich mal die richtigen Fragen gestellt werden. Würde sie auch nur mal ein paar Texte feministischer Aktivist_innen und Autor_innen lesen (und verstehen wollen), dann könnte sie feststellen, dass seit langem viele Fragen gestellt werden – und auch Antworten entworfen werden. Nur kommen die bei ihren ZEIT-Leser_innen vielleicht weniger an, da diese ja eher eine Mariam Lau vorgesetzt bekommen, nicht wahr.

Was will di_er Feminist_in? Es zeigt sich immer wieder – eine Mariam Lau kennt die Feminist_innen eigentlich nicht besonders gut.


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Hinaus zum Frauenkampftag! Veranstaltungen in Deutschland und Österreich

6. März 2014 von der Mädchenmannschaft

Dies ist eine Zusammenstellung von Veranstaltungen zum Frauenkampftag 2014. Habt ihr Termine für 2015? Lasst es uns wissen: post(at)maedchenmannschaft.net.

Ihr wisst noch nicht, wo ihr am 8. März unterwegs sein wollt? Wir haben gesammelt! Events zum sogenannten Frauenkampftag im deutschsprachigen Raum. Habt ihr noch Veranstaltungen in petto oder in eurer Nähe, die wir vergessen haben? Dann ergänzt sie gerne in den Kommentaren.

Berlin

In den vergangenen Wochen sind wohl die wenigsten am Bündnis zum Frauen*kampftag 2014 vorbei gekommen. In Dresden, Leipzig, Jena/Erfurt und Marburg gibt es zusätzlich lokale Bündnisse mit z.T. eigenen Veranstaltungen.

Die Berliner Gruppe FAT UP und die trans*geniale f_antifa rufen unter Kritik am Bündnis dazu auf, sich in die fetten Trans*- und Inter*-Blocks auf der großen Demonstration einzureihen und ein Zeichen gegen die allzuhäufig erfolgten Ausschlüsse auf sogenannten „Frauen*“-Events zu setzen. Treffpunkt ist jeweils 12.45 Uhr Ecke Badstraße/Behmstraße (nördlicher Ausgang der U8 Gesundbrunnen).

Vom 08. bis 13. März wird die Berlin Feminist Film Week (Interview mit der Organisatorin) stattfinden.

Christine Scherzinger wird allen Interessierten bei einem Spaziergang proletarische Frauen in Neukölln vorstellen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt am 8. und 9. März zu den Rosa Luxemburg Bildungstagen mit Diskussionen, Workshops, Ausstellung.

Das LGBTI-Referat der HU Berlin zeigt den Film Wonder Women.

Das Frauenzentrum Paula Panke e.V. plakatiert ab 11 Uhr die Porträts 36 ostdeutscher Frauen im öffentlichen Raum.

LesMigraS veranstalten in Zusammenarbeit mit dem Café Mio’L ab 19 Uhr einen Spoken Word Abend. Danach gibt’s Musik auf die Ohren. Das Event richtet sich explizit an Black und PoC, Trans*, Inter*, Lesben und bisexuelle Frauen und ihre Freund_innen. Link zum Facebook Event.

Den Abschluss des 8. März in Berlin macht die radikalqueerfeministische Partyreihe „Take Back The Night“. Los geht’s um 22 Uhr im New Yorck in der Mariannenstraße 2, MC Josh und Ivy Impulsiv sorgen für den Live-Kick, danach jede Menge DJ_anes, außerdem: feministische Cocktails und vegane Burger. Die Einnahmen der Party gehen an antirassistische Projekte. Offen für Frauen, Lesben, Trans* und Inter. Link zum Facebook-Event.

Bielefeld

Im AJZ Bielefeld findet ab 20 Uhr eine FrauenLesbenTransInter*kneipe statt.

Gießen

In Gießen findet am 8. März ein Trans*Schwimmen statt.

Graz (Österreich)

Demo, feministischer Brunch, Stadtspaziergang und Abendprogramm: Alles in Graz.

Hamburg

Das Archiv Frau und Musik begeht den 8. März zusammen mit dem Tag der Archive, der unter dem Titel „Frauen – Männer – Macht. Wie viel Macht hat z.B. das Internet, wie stark sind seine Nutzer/innen? Wie mächtig sind auch hier patriarchal geprägte Strukturen?“ steht.

Giseles Index oder ein schöner Abend ist eine Installation und performative Lesung, inspiriert von der Auseinandersetzung mit Werbeplakaten, dem Schönheitsdiktat und der Darstellung von Frauenkörpern im öffentlichen Raum. Was ist Schönheit überhaupt und wie schön ist sie?

Halle

In Halle findet ein Rugby Frauenturnier statt. Los geht’s zum 12 in der Dessauer Str. 151b beim Universitätssportverein.

Kassel

In Kassel wird demonstriert, informiert und gefeiert. Gleich drei Veranstaltungen finden am 8. März statt. Mehr Informationen findet ihr in diesem PDF des Frauenverband Courage.

Marburg

Nachmittags im Autonomen FrauenLesben Referat in Büchern schmökern und Sektchen trinken, abends geht es dann auf die FLT*-Party im Trauma.

Nürnberg

Ein linkes Bündnis will in Nürnberg das „Patriarchat zum Einsturz bringen„.

Oldenburg

„Körper Gender Subjektivierung“ – Weltfrauentag_ung. Sechs Studentinnen der Uni Oldenburg präsentieren ihre Forschungsprojekte (offen und kostenfrei für alle Interessierten)

Paderborn

In Paderborn ist ordentlich was los: Es gibt Vorträge zu verschiedenen Themen, Musik, Film, Stände, Workshops.

Saarbrücken

Volles Programm in der saarländischen Hauptstadt: Ab 11 Uhr gibt es Straßenaktionen gegen die aktuelle Situation von Frauen in Minijobs und Pflege.

Stuttgart

Am Karlsplatz startet um 14 Uhr eine Demonstration. Abends könnt ihr im Linken Zentrum Lilo Herrmann Programm mit Musik und Essen genießen.

Wien (Österreich)

Eine autonome FrauenLesben-Demo mit Beteiligung der ARGE Dicke Weiber, Beatboxing und Siebdruck Workshop und eine Info-Führung durch das Technische Museum gibt es in Wien.


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Problemponies, Pansexualität, Polizei – die Blogschau

1. März 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 239 von 295 der Serie Die Blogschau

„Es gibt für uns viele gute Gründe, knuffige Ponys als Titelbild zu haben. Noch mehr Gründe gibt es für uns aber, Ponys aus einer rassistischen Serie vom Titelbild zu entfernen“ – die trans*geniale f_antifa erklärt, was an ‚My Little Pony‘ problematisch ist.

„Häufig wird queer verwendet, um ein Begehren zu beschreiben, das nicht in ein binäres System passt und ich finde es gut, dass versucht wird andere Begriffe zu nutzen, um queer nicht zunehmed zu verkürzen. Allerdings halte ich “Pansexualität” dabei nicht für die Lösung. Warum?“ – Don’t Degrade Debs, Darling! erläutert.

Wahrscheinlich geht kaum jemand gern zur Zahnbehandlung – für traumatisierte Menschen, für Gewaltüberlebende kann dieses Setting jedoch noch mal eine besondere Welt von Herausforderungen darstellen. Wie damit umgehen, wie mit der behandelnden Person darüber kommunizieren, was erwarten (dürfen/können), welchen Raum nehmen? C. Rosenblatt teilt bei Ein Blog von Vielen ihre Erfahrungen und Gedanken dazu.

Ebenfalls gefunden bei Ein Blog von Vielen: Das Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg untersucht die Anzeigebereitschaft nach sexuellen Grenzverletzungen und sexueller Gewalt und sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Online-Befragung, 

Und: Pro Choice Marburg hat Termine rund um den Frauenkampftag zusammen getragen!

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Aufruf zum Inter*- und Trans*-Block auf der Demo zum Frauen*kampftag am 8. März 2014

27. Februar 2014 von Gastautor_in

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir den Aufruf der trans*genialen f_antifa.

Sind wir eigentlich mitgemeint?

Diese Frage müssen wir uns als Inter*- und Trans*-Personen leider sehr oft stellen, wenn es um Feminismus geht – auch am 8. März. Im Aufruf zur Demo am Frauen*kampftag 2014 in Berlin heißt es:

»Frauen* = Wir haben den Begriff »Frauen« und »Mädchen« mit Sternchen* markiert. Damit schließen wir Trans*-Frauen. und Inter*-Menschen explizit ein. […] Außerdem wollen wir diejenigen einschließen, die sich nicht als Frauen* verstehen, aber gleichermaßen von sexistischer Diskriminierung betroffen sind, weil sie im Alltag als Frauen* gelesen werden.«

Das ist dann aber auch schon alles, was zu inter* und trans* gesagt wird. Uns drängt sich der Eindruck auf, als würde davon ausgegangen, dass Cis-Frauen (cis bedeutet: nicht trans*), Trans*-Frauen und Inter*-Menschen in gleicher Weise von Diskriminierung betroffen seien. Das ist aber nicht der Fall. Der Aufruf sagt nichts zu trans*- und inter*spezifischer Diskriminierung und Gewalt. Kein Wort zu den gewaltvollen und häufig traumatisierenden Genitaloperationen, die – auch in Deutschland – täglich an intergeschlechtlichen Kindern durchgeführt werden, um sie einem der beiden offiziell anerkannten Geschlechter zuordnen zu können. Kein Wort zu den unzähligen Morden an Trans*-Frauen, die weltweit aus Trans*misogynie verübt werden. Kein Wort zum gesellschaftlichen Zwang, sich einem der beiden offiziell anerkannten Geschlechter zuordnen zu müssen. Kein Wort zur alltäglichen Gewalt, die – vor allem feminin auftretende – Trans*-Menschen auf der Straße und im sozialen Umfeld erleben. Kein Wort zur Unmöglichkeit, sich jenseits der Kategorien »Frau« und »Mann« zu verorten.

So sehr wir uns auch freuen, dass ein feministisches Bündnis versucht, Inter*- und Trans*-Personen einzubeziehen, haben wir dennoch das Gefühl, dass nicht genug darüber nachgedacht wurde, welche Konsequenzen sich daraus ergeben (müssen). Wir wollen uns nicht bloß mitgemeint fühlen, wenn von »Frauen*« gesprochen wird. Inter*- und Trans*-Positionen mitzudenken muss mehr sein, als ein Sternchen bei »Frauen*«. Denn unsere Lebensrealitäten sind so vielschichtig, dass ein Sternchen nicht ausreicht, um sie zu beschreiben. Der Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen* funktioniert nicht ohne die Infragestellung der Kategorie »Geschlecht«. Deshalb werden wir – zusammen mit solidarischen Personen (Allies) – bei der Demo am 8. März einen Inter*- und Trans*-Block machen, um zu zeigen: Es gibt mehr als zwei Geschlechter!

Für einen Feminismus, der Inter*- und Trans*-Positionen konsequent mitdenkt!

Demo zum Frauen*kampftag am 8. März
Samstag, 8. März 2014 | 13 Uhr
Gesundbrunnen | U8 & S-Bahn

Treffpunkt für den Inter*- und Trans*-Block:
12:45 Uhr | Ecke Badstraße/Behmstraße (nördlicher Ausgang der U8)

Den Mobi-Flyer zum selber Ausdrucken und Verteilen gibt es hier zum Download.


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Keine Männerbewegung, dafür einen Frauenkampftag – die Blogschau

18. Januar 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 235 von 295 der Serie Die Blogschau

fuck the arts ärgerte sich über den ZEIT-Artikel „Das geschwächte Geschlecht“ – und zwar mit einem klaren „Nein“ zur Frage, ob es eine Männerbewegung braucht.

Merle Stöver hat zusammengefasst, was sie sich zum Frauenkampftag wünscht.

FAT UP erinnert nochmal an den Vortrag zu fat shaming und fat empowerment in Berlin, der am 19.01. stattfindet.

Und außerdem: Diese Woche startete ein neues Online-Magazin, in dem eine ganze Reihe von Bloggerinnen gemeinsam auftreten, Umstandslos: Magazin für feministische Mutterschaft.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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#aufschrei ohne Konsequenzen und andere Fragezeichen – die Blogschau

16. März 2013 von Nadia

You’re only Massive hat zum Frauenkampftag eine neue Single rausgehauen: Breeder. Kann mensch downloaden, ich habe es schon gemacht!

Ein Aufschrei ohne Konsequenzen? Das Göttinger Institut hat eine Zwischenanalyse. Und anders deutsch hat nochmal die FES-Veranstaltung zum #Aufschrei dokumentiert.

Bei glücklich scheitern gibt es jetzt auch – woop woop – eine Blogschau.

Sandra fragt sich – auch in Bezug auf Aufschrei: In welchem Land wollen wir leben?

Einer von vielen Nachträgen zur Klassismusdebatte: Zack.

Allseits beliebte Hetenfrage: Wer ist denn die Frau in ihrer schwulen Beziehung. Der kompfkompass erzählt.

Happy Blog BIRTHday: Eine neue Kollegin haben wir im Netz mit me, myself and child.

aufzehenspitzen hat sich mit gleichberechtigtem Paarleben mit Kind beschäftigt.

Der Weltfrauentag live in Frankfurt: Impressionen im Netz gibt es auch, natürlich.

[Und, ganz außer der Reihe: Wie ich dann auch noch heute alle gesammelten Links der Woche einmal versemmelte und eine ganz liebe Person sie für mich wiederfand. Ein Hai-Gif für`s Offtopic.]


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