Feminismus als umfassende Lebensweise
14. Dezember 2009 von VerenaEs ist immer wieder gut, festzustellen, dass wir nicht alleine sind. Überall auf der Welt basteln Frauen an ihrem feministischen Output. Grrrl Zines sind dabei nur ein Bestandteil der Do-It-Yourself-Kultur und mit Verbreitung des Internet auch eine großartige Gelegenheit, Schere und Klebstoff online zu verwenden.
Die Frauen vom Wiener Projekt fiber. werkstoff für feminismus und popkultur, geben seit 2002 nicht nur ihr Magazin fiber heraus. Sie organisieren Kulturveranstaltungen, unter anderem das rampenfiber-Festival und zeigen online Präsenz.
Als ihr erklärtes Ziel nennen die Macherinnen die kritische Auseinandersetzung mit Dominanzkulturen und Machverhältnissen durch Sichtbarmachung des Verborgenen oder des an den Rand-Gedrängten. Die Populärkultur ist ihr Terrain; die darin transportierten Werte hinterfragt fiber. und bemüht sich um Entwürfe neuer Bedeutungsmuster:
Selbstbehauptende und selbstbewusste Weiblichkeitskonzepte, die herkömmliche Geschlechterkonzeptionen unterwandern, sollen fokussiert und bewusst gestärkt werden. Wir verstehen Feminismus als umfassende Lebensweise und Praxis.
Als Printmagazin erscheint fiber. zweimal jährlich mit einem bestimmten Themenschwerpunkt, neben diversen anderen Features, Interviews und Rezensionen. Über den Themenschwerpunkt entscheidet das Kollektiv – wie überhaupt fiber. großen Wert legt auf die Einbeziehung und Berücksichtigung zahlreicher Personen für die Produktion. Im Interview mit der Mädchenmannschaft erzählen die MacherInnen, wie ihre Hefte entstehen:
Aufgebaut sind wir als basisdemokratisches Redaktionskollektiv mit aktuell neun Personen plus drei Gestalter_innen. Nach der Themenfindung im Redaktionskollektiv wird ein Call über verschiedene Mailinglisten geschickt und aus dem, was dann eingesandt wird, entsteht dann die neue fiber. Wichtig und besonders an der fiber ist also, dass es nicht nur Beiträge der Personen aus dem Redaktionskollektiv gibt, sondern dass viele, immer wieder verschiedene Personen in Form von Artikeln und Bildbeiträgen an den Inhalten und dem Aussehen des Magazins beteiligt sind.
Den Rest des Interviews, die neue fiber mit dem Schwerpunkt „dazwischen“ und mögliche Weihnachtsgeschenke, lest ihr nach dem Klick
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