Einträge mit dem Tag ‘Feministinnen’

Heike und Hatice - haltet zusammen!

Wednesday, October 8th, 2008 von Barbara

Vor einiger Zeit veröffentlichte Hilal Sezgin, freie Publizistin, in der Taz einen Artikel, in dem sie Mely Kiyaks Schimpfen über die realitätsferne, weil weiße aktuelle Feminismusdebatte weiterdachte. Unter der Überschrift “Feminismus ist unteilbar” schrieb sie:

Grundsätzlich ist dieser Einwand weder ganz falsch noch ganz neu. … Ausgerechnet aus dem Munde türkischstämmiger Frauen in Deutschland jedoch klingt es etwas sonderbar, wenn sie mehr Aufmerksamkeit verlangten: Denn um das Patriarchat, in der die arme “Orientalin” vermeintlich gefangen ist, ist in Deutschland längst eine kleine Feminismusindustrie entstanden. Es gibt sogar ein eigenes Buchgenre, das sich den Leidensgeschichten von Anatolierinnen widmet. Zu diesem Thema tauchen Frauen in zig Talkshows in einer Häufigkeit auf, in der wir weibliche Expertinnen sonst nie auf dem Bildschirm zu sehen bekommen.

Denn dass türkischstämmige Frauen in Deutschland ähnliche Probleme haben wie diejenigen, deren Großeltern aus dem Bayerischen Wald stammen, ist offensichtlich:

Ein aufrichtig gemeinter Feminismus sollte nicht nur darüber sprechen, wenn Hatice von Hasan geschlagen wird, sondern auch von Heike und Heinz reden. Wer die Übel des Patriarchats vornehmlich im “Orient” oder in seinen Ablegern, den hiesigen “Parallelgesellschaften” diagnostiziert, bastelt mit an einem Entlastungsdiskurs, demzufolge es in Deutschland emanzipationsmäßig bereits zum Allerbesten steht.

So erschließt sich auch das Themenspektrum des Feminismus:

Die zentralen Punkte sind Geschlechterrollen, (Un)Gleichheit auf dem Arbeitsmarkt und Sexualität. Und natürlich kommen alle drei meistens zusammen. Geschlechterrollen sind es, die auch in vermeintlich emanzipierten Zeiten unsere Gesellschaft in zwei säuberlich getrennte Hälften spalten. … Doch ist Feminismus kein Wettbewerb darum, wer in der Opferskala am weitesten unten steht. Die zentralen Themen der feministischen Agenda sind weder spezifisch “islamkritisch” noch “deutsch”.

Und zuletzt formt Sezgin noch eine Utopie, die mir, als bekennende Optimistin, besonders gut gefällt:

Das Beste an der tatsächlich immer noch schweren Situation von Hatice und Heike ist: Sie befinden sich immerhin in derselben Situation. Und wenn sie es klug anstellen, ziehen sie gemeinsam am selben Strang.

Rettet Bitch!

Wednesday, September 17th, 2008 von Susanne

Wer von euch schon mal das US-amerikanische Magazin Bitch gelesen hat, weiß, was für eine Perle dieses Heft im Zeitschriftenmarkt ist. Nun könnte die aktuelle Ausgabe die letzte sein, deswegen bitten die Macherinnen um Hilfe:

„Wir brauchen dringend Solidarität unter Feministinnen“

Wednesday, June 11th, 2008 von Barbara

Im Interview mit maedchenmannschaft.net sprechen Sabine Scherbaum und Waltraud Pomper von DIE FRAUEN über Ziele und Zukunft ihrer Partei.

Wofür steht die Feministische Partei DIE FRAUEN?

Die Feministische Partei DIE FRAUEN steht für eine feministische Politik. Diese basiert auf drei Faktoren:

a) Wir wollen mehr Macht für Frauen. Dies ist ein Gebot der Demokratie und Gerechtigkeit. Frauen müssen die Macht haben, selbst an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen mitzuwirken – und zwar in einem Umfang, der ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht.

b) Wir wollen eine Überwindung der Ungerechtigkeiten, die vor allem darauf beruhen, dass Frauen die überwiegende Mehrheit der unbezahlten Versorgungsarbeiten verrichten und dadurch von der angemessenen Verteilung der gesellschaftlichen Macht und des wirtschaftlichen Reichtums ausgeschlossen sind.

c) Unsere Vision ist ein Wertewandel hin zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft, in der das gleichwertige Miteinander aller Lebensweisen im Mittelpunkt des politischen Handelns steht. Wir gehen davon aus, dass die Verwirklichung dieser feministischen Vision Voraussetzung dafür ist, dass eine Welt jenseits der Politik von Kriegen, Umweltzerstörung und Gewalt ermöglicht werden kann.

Wie hat sich das politische Klima seit Angela Merkels Einzug ins Kanzleramt und die damit verbundene Große Koalition hinsichtlich Ihrer Themen verändert? Begreift eine Frau an der Macht, unterstützt von Ministerinnen und besonders einer starken Familienministerin, feministische Themen besser?

Natürlich hat es eine Bedeutung für Frauen, dass wir in Angela Merkel erstmals eine Frau als Bundeskanzlerin haben. Sie versteht es mit unterschiedlichen Positionen, konstruktiv umzugehen. Doch Frau-Sein ist kein politischen Konzept. Feministische Themen bleiben bei ihr unberücksichtigt, frauenparteiliche Äußerungen werden von ihr nicht vernommen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn gerade in ihrer Partei herrschen in den Köpfen traditionelle Geschlechterbilder.

Und was unsere starke Familienministerin anbelangt: Sie lässt auf eine Einstellung schließen, dass mit mehr Kinderbetreuung schon alles getan wäre. Sie thematisiert nicht, dass Frauen schon viel früher benachteiligt werden und nicht erst dann, wenn sie Kinder haben. Wir müssen Frau von der Leyen Anerkennung dafür zollen, dass sie die Thematik “Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch für Männer” ernsthaft und gegen den massiven Unwillen ihrer Parteikollegen öffentlich angestoßen hat. Dennoch wird sich mit den von der Regierungskoalition beschlossenen Maßnahmen nichts an der geschlechtsspezifischen Aufteilung unserer Gesellschaft ändern.

Was muss sich ändern in der bundesdeutschen Politik? Welche innenpolitischen Baustellen sehen Sie? Welche Themen gehören wieder in den Fokus?

Ein erster wichtiger Schritt sind sofortige Maßnahmen zur Erhöhung der Repräsentanz von Frauen. Dass dies mit Hilfe von Quoten schnell umgesetzt werden kann, ohne dass Politik und Ökonomie zusammenbrechen, hat die norwegische Regierung bereits bewiesen. Die Sichtbarmachung von Frauen bedarf lediglich des politischen Willens. Den Gegnerinnen von Quoten ist entgegen zu halten: Auch momentan werden Posten nicht auf Grund von Qualifikation vergeben, sondern in erster Linie auf der Basis des “Old-Boys”-Netzwerk, angetrieben von wirtschaftlichen und politischen Machtinteressen. Männer haben noch nie Skrupel gehabt, einen Posten anzunehmen, den sie nur auf Grund von “Beziehungen” angeboten bekamen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gleichstellung von Reproduktions- und Erwerbsarbeit. Diese Diskussion bezieht alle aktuell drängenden Probleme mit ein: Professionalisierung und angemessene Bezahlung für Arbeiten im Zusammenhang mit Kinderbetreuung und Pflege, Abschaffung der so genannten geringfügig Beschäftigung, Einführung einer existenzsichernden Grundsicherung, die Verkürzung der durchschnittlichen Arbeitszeit.

Wir wollen auf allen Ebenen der Gesellschaft eine Veränderung zu gewaltfreier Konfliktbewältigung, gerechtem Interessensausgleich, eben eine Kultur, in der jeder Person unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder Nationalität gleichwertige Chancen und Lebensbedingungen zustehen.

Derzeit ist eine Debatte von altem und modernem Feminismus in den deutschen Medien im Gange. Wie stehen Sie zum so genannten “Wellness-Feminismus” der jüngeren Generation?

Es gibt für uns keine Trennung in “alten” oder “modernen” Feminismus. Feminismus will in erster Linie gleiche Rechte für Frauen und Männer. Davon kann keine Rede sein, solange so profane Forderungen wie “Gleicher Lohn für gleiche Arbeit” noch nicht verwirklicht sind. Die diskriminierende Bezeichnung “Wellness-Feminismus” ist u. E. nur eine Neuauflage des alten Tricks aus der Mottenkiste des Patriarchats, der da heißt: Männer müssen Frauen gar nicht fertigmachen, das besorgen die schon selbst. Dabei sind Frauen immer dann erfolgreich gewesen, wenn sie sich nicht auseinander dividieren ließen, in alt und jung, arm und reich, schön oder nicht, Karriere- oder Hausfrau…, siehe die Erkämpfung des Wahlrechts und die Erfolge der Frauenbewegung in den 70er Jahren.

Gibt es – vergleichbar mit den JuSos – auch JuFrauen in Ihrer Partei? Wie halten Sie den Kontakt zur jungen Generation?

Ja, die gibt es, aber es sind viel zu wenige, viel zu wenig junge und viel zu wenig alte, überhaupt viel zu wenige, und das liegt daran, dass wir uns Öffentlichkeit nicht erkaufen können wie es in unserem System so üblich ist. Wir haben eben nicht den Anteil an Macht und Geld, der uns auf Grund unserer Arbeitsleistung zusteht, und freiwillig werden uns Männer bzw. patriarchal denkende Frauen – wie Frau Merkel – diesen Anteil nicht geben. Wir brauchen daher dringend Solidarität unter Feministinnen – Feminismus eben.

“Die Leute denken, sie wüssten alles über mich. Dabei wissen sie gar nichts”

Wednesday, May 21st, 2008 von Susanne

Braucht die Welt wirklich noch eine Geschichte über Charlotte Roche? Ja - wenn sie so gut ist wie die im heute erschienenen Zeit Leben. Denn die Autorin Annabel Wahba macht sich im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen mal die Mühe, Charlotte Roche auch zu begleiten, ihr zuzuhören, ihr nicht mit einer vorgefestigten Meinung entgegenzutreten und überhaupt mal den ganzen Interpretationsquatsch wegzulassen - der den meisten Feuilletonisten ja doch nur dazu dient, sich selbst darzustellen. Und so gerät diese Geschichte zum Portrait einer ganz wunderbaren, durchgeknallten jungen Frau.

Die etwas zu sagen hat. Diesmal hält sich die Verfasserin des Artikels auch angenehm zurück mit einem Urteil, ob Charlotte Roche denn nun Feministin sei oder nicht. Stattdessen darf diese mal selbst ein paar Gedanken mehr zum Feminismus verlieren:

Charlotte Roche erzählt von den Selbsterfahrungskursen der siebziger Jahre, in denen Frauen gemeinsam ihre Körper erkundeten. Heute herrsche unter Frauen Sprachlosigkeit, was Sexualität anbelange. Charlotte Roche will mit ihrem Buch unterhalten, aber vor allem junge Leserinnen scheinen darin etwas Befreiendes zu finden, und sei es nur das Lachen darüber. Ihnen gefällt, dass da jemand ein übertriebenes und dadurch komisches Gegenbild zu den Frauen in der Werbung und im Fernsehen entwirft.

Einen Gedanken zum Thema Feminismus stellt die Zeit-Autorin dann doch noch in den Raum und zeigt, wie wichtig die Feministin Roche für die deutsche Frauenbewegung sein kann:

Dass viele in Charlotte Roche dennoch die Vorkämpferin eines neuen Feminismus sehen, liegt auch daran, dass es in Deutschland nur eine Ikone der Frauenbewegung gibt, Alice Schwarzer. Die hat ihre eigene Sexualität zur Privatsache erklärt. Und deshalb freuen sich jetzt so viele Frauen, dass es eine Charlotte Roche gibt, die sich als Feministin bezeichnet und trotzdem Spaß am Sex mit Männern propagiert.

P.S.: Ich habe mich jetzt übrigens auch endlich getraut und angefangen, “Feuchtgebiete” zu lesen. Was für ein Spaß! Nach dieser riesigen Aufregung ist das Buch gleich doppelt so lustig. Ich muss mich die ganze Zeit kaputt lachen. Über die Spießer da draußen.

Er: Hengst. Sie: Flittchen.

Saturday, May 17th, 2008 von Susanne

Jessica Valenti, Autorin von “Full Frontal Feminism” hat ein neues Buch geschrieben. Es hört auf den eingängigen Namen “He’s A Stud, She’s A Slut and 49 Other Double Standards Every Woman Should Know” - dreht sich also um die amerikanische Doppelmoral in Sachen weiblicher Sexualität.

Das nur auf die Schnelle für alle Valenti-Fans, die schon sehnsüchtig auf Buch Nr. 2 gewartet haben. Bei Feministing.com kann man schon mal reinlesen. Eine ausführliche Besprechung folgt demnächst in unserer Feministischen Bibliothek.

Rock-Emanze

Wednesday, May 14th, 2008 von Susanne

Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie dieses Spiegel-Interview mit Lucy van Org Anfang April an uns vorbeigehen konnte. Zufällig bin ich jetzt noch mal drauf gestoßen und empfehle es hiermit unbedingt zur Lektüre. (Doch, doch, auch alte Sachen können Spaß machen!)

(Foto über Übermutter)

Für eine lebendige feministische Debatte

Wednesday, May 7th, 2008 von Susanne

(Dieser Text erschien am Mittwoch, 7. Mai, in der Süddeutschen Zeitung, als Antwort auf Alice Schwarzers Rede zur Verleihung des Ludwig-Börne-Preises am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche.)

Am Sonntag erhielt Alice Schwarzer den Ludwig-Börne-Preis für kritischen Journalismus. In ihrer deutschlandweit beachteten Dankesrede bezeichnete sie die gerade entstehende junge feministische Szene als „Propagandistinnen eines Wellness-Feminismus“. Diese blickten nur auf ihre eigenen Belange, Karriere und Männer – eine erbärmliche „Geschichtslosigkeit“ und „Kaltherzigkeit, für die sie sich nicht einmal schämen.“ Diese „Post-Girlies“ wolle Schwarzer nicht vertreten, und auch nicht „Führerin der Frauenbewegung“ sein. Sie spreche für sich selbst und nicht als Stellvertreterin des Feminismus – deshalb sei an ihr kein Vorbeikommen: „Ich bin, mit Verlaub, liebe späte Mädchen, auch nicht abzusetzen.“

Vorneweg: Niemand will Alice Schwarzer absetzen. Mit ihr fühlt sich wohl jede Feministin in Deutschland in gewisser Weise verbunden. Doch es muss möglich sein, dass junge Frauen wie wir feministische Ideen für unser Leben und unsere Bedürfnisse weiter entwickeln und in Teilen auch anders praktizieren, als das unsere Vorgängerinnen getan haben. Dabei setzen wir uns natürlich auch mit Alice Schwarzer auseinander – manchmal kritisch, manchmal bewundernd. Wer hier von Absetzungsversuchen spricht, hat etwas falsch verstanden. Es geht darum, ein großes, wichtiges, schönes Projekt durch das nächste Jahrhundert zu bringen.

(more…)

Alice Schwarzers Börne-Preis-Rede

Tuesday, May 6th, 2008 von Susanne

Hier hat sich ja schon eine Diskussion um Alice Schwarzers Rede zur Verleihung des Ludwig-Börne-Preises für kritischen Journalismus entsponnen und es wurde nach der kompletten Rede gefragt. Gedruckt erschien diese gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, online gibt es die Rede zum Nachlesen auf Alice Schwarzers Homepage. Hier ein Auszug, in dem sie sich auf die jungen Feministinnen bezieht:

“So erleben wir gerade die weite, medial lancierte Girlie-Welle – Sie erinnern sich an die längst wieder vergessenen Girlies von vor zehn Jahren? – sozusagen eine Post-Girlie-Welle. Deren Protagonistinnen sind allerdings keine Girlies, sondern erwachsene Frauen über dreißig. Sie nennen sich mal „Alpha-Mädchen“ – übrigens wenig originär nach einem vor zwei Jahren erschienenen amerikanischen Buchtitel und einer Spiegel-Story aus dem letzten Jahr – mal nennen sie sich „neue deutsche Mädchen“. Auch nicht ganz neu. Nein, nun doch nicht deutsche Mädel, aber dennoch: So kurz kann das Gedächtnis sein. (…) Diese späten Mädchen und Propagandistinnen eines Wellness-Feminismus sind für „Fair-trade-Puffs“ und finden, die sogenannte „Sexarbeit“ sei ein Job wie jeder andere; ja, sogar ein besonders vergnüglicher und gut bezahlter. Und sie lieben „geile Pornos“. (…) Wie ganz und gar ungeil es den zwangsverschleierten Musliminnen und den meist aus dem Elend oder gar aus dem Frauenhandel rekrutierten Prostituierten und Porno-Darstellerinnen dabei geht – an diesen Gedanken scheinen die Post-Girlies noch keine Sekunde verschwendet zu haben. Sie interessieren sich ausschließlich für ihre ganz persönlichen Belange, sprich: für Karriere und Männer. Es ist neu, dass man sich einer solchen Kaltherzigkeit nicht einmal schämen muss, sondern sie auch noch im Namen des Feminismus zum Programm erheben kann.”

Nachtrag:
Die jungen Feministinnen antworten. Jana Hensel und Elisabeth Raether heute auf sueddeutsche.de, wir am Mittwoch im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung (und auch hier online).

Feminismus: Sieht so aus

Friday, April 4th, 2008 von Susanne

Ach, dieses Video macht mir so gute Laune. Vor allem hab ich mich gefreut, gleich drei Hauptdarsteller meiner Lieblingsserie “Ugly Betty” zu entdecken: America Ferrera, Ana Ortiz und Eric Mabius. Aber auch noch ein paar andere Prominente “outen” sich hier als Feministin oder Feminist:

Der Film gehört zur Kampagne “This is What A Feminist Looks Like” der Feminist Majority Foundation. (Die coolen T-Shirts kann man übrigens hier kaufen.)

Über Feministing

We’re all feminists: Tegan & Sara

Monday, March 31st, 2008 von Barbara

(c) Zündfunk Im Interview mit dem Zündfunk des Bayerischen Rundfunks sprechen die kanadischen Zwillinge und Musikerinnen Tegan and Sara Quin über Frauen in der Musikszene und Feminismus. Sara erklärt ganz wunderbar, warum sie sich als Feministin auf der Bühne sieht:

“Schaut man sich die Definition von Feminismus an, wird klar, dass wir eigentlich alle Feministen sind. Auch die Männer – jeder ist ein Feminist. Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die wirklich meinen, dass Frauen weniger wert sind als Männer. Viele verstehen nur die Bedeutung von Feminismus falsch. Denn: Ich möchte das Recht haben, zu wählen, den Job machen, der mir gefällt. Und mich nachts sicher fühlen. Für diese Dinge steht der Feminismus. Deshalb sind die meisten Menschen Feministen. Sie wissen es bloß nicht.”

Das ganze Interview gibt es zum Nachhören im Zündfunk-Podcast.