Applaus für: Die Männer-taz

8. März 2010 von Katrin
Dieser Text ist Teil 12 von 22 der Serie Applaus für

Heute, anlässlich des internationalen Frauentags, hat die taz eine ganze Palette Artikel zum Thema Männer im Angebot:

- ein Artikel über einen Teil der Männerrechtsbewegung, die manchmal in fragwürdige Kreise hinein reicht: “Die Männer-Rechte”

- der Artikel “Özdemir ist Feminist” betrachtet kurz das Verhältnis prominenter Männer zur Gleichberechtigung.

- Frauen, die aus dem Ausland stammen, erzählen ihre Sicht auf hiesige Männer in “Der deutsche Mann kann sehr schüchtern sein”

Weitere interessante Artikel in der Sondertaz zum Thema Männer finden sich in der Printausgabe der taz. Unter anderem: “Der neue Mann, das scheue Reh”; “Darth Vader sitzt nicht in den Genen” und “Männer, keine Tiere”. Ein Artikel über eine Kita voller männlicher Erzieher und ob und wie manche grünen Väter ihre Kindersorge zu politischem Kapital machen können.

Viel guter und wie ich finde sauber recherchierter Diskussionsstoff – bei dem die Männerdebatte auch endlich einmal differenziert und von vielen Seiten betrachtet wird. Ist ja selten, heutzutage.

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2010%2F03%2F08%2Fa0059&cHash=5505f009b0Der

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Applaus für… eine Waage

11. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 11 von 22 der Serie Applaus für

Eine Waage?! Wie fies!! Und das im Januar nach all den Naschereien, Knödeln, dicken Bratensaucen… blablabla. Das Brigitte-Schlechte-Gewissen bitte sofort abstellen, denn:

YAY!

Weiße Personenwaage mit rosa Fellbezug und weißer Aufschrift YAY! In der Anzeige stehen nur Komplimente wie ADORABLE, FINE, PERFECT

Wenn ich mich auf eine Waage stelle, dann nur auf diese. Da checkt man morgens einfach, wie toll es um einen steht:

Du bist

- ein heißer Feger
- süß
- liebenswert
- bezaubernd
- hinreißend

(…)

Sorgt garantiert für gute Laune und gibt’s auch in “rosa Puschel”.

Ach ja, Sarah Haskins hatte letztes Jahr zum nachweihnachtlichen Januar-Abnehm-Wahn folgendes zu sagen:

(weiterlesen …)


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Applaus für… einen mutigen Zehnjährigen

23. November 2009 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 22 der Serie Applaus für

In den USA ist es in manchen Schulen morgendliches Ritual, den so genannten Pledge of Allegiance (Schwur zur Treue) aufzusagen, der wie folgt geht:

I pledge allegiance to the flag of the United States of America and to the republic for which it stands: one nation under God, indivisible, with liberty and justice for all.

(zu deutsch: “Ich schwöre Treue zur Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika und der Republik für diese sie steht: Eine Nation unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für alle.“)

Genau diesen letzten Satz findet der zehnjährige Will Phillips aus Arkansas scheinheilig: In einem Land, in dem Homosexuelle in den meisten Staaten keine Toleranz erwarten können – geschweige denn heiraten dürfen – kann man nicht von “Freiheit und Gerechtigkeit für alle” sprechen. So weigert sich der pfiffige kleine Junge jeden Morgen aufzustehen und den Spruch zu rezitieren bis man wirklich von Gerechtigkeit für alle sprechen kann und erntet dafür den Zorn seiner LehrerInnen und MitschülerInnen. Mit so viel Mut landet man dann auch auf CNN:


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Applaus für… Margot Käßmann

29. Oktober 2009 von Anna
Dieser Text ist Teil 9 von 22 der Serie Applaus für

Margot Käßmann ist Theologin, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers und seit gestern die neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Damit steht zum ersten mal eine Frau an der Spitze der 25 Millionen Protestant_innen in Deutschland. Käßmann wurde mit 132 von 141 Stimmen zur Ratsvorsitzenden gewählt und tritt die Nachfolge des Berliner Bischofs Wolfgang Huber an.

Margot Käßmann wurde 1958 geboren. Sie studierte unter anderem in Tübingen und Edinburgh und promovierte 1989 zum Thema „Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche“. Käßmann hat vier Töchter und machte 2007 Schlagzeilen, als sie sich nach 26 Jahren Ehe von ihrem Mann scheiden ließ. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Predigtpreis des Verlags für deutsche Wirtschaft und dem Bundesverdienstkreuz.

„Mann und Frau sind gleich geschaffen. Das ist nicht nur eine kulturelle Errungenschaft, das ist eine Glaubensüberzeugung, die wir haben. Die Menschenrechte der Frau sind für uns Teil unserer Glaubensüberzeugung“ (zitiert nach FemBio).

(©Foto Monika Lawrenz/ LVH, über evlka.de)


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Applaus für… City of Refuge – Stätte der Zuflucht für LGBT

21. September 2009 von Magda
Dieser Text ist Teil 8 von 22 der Serie Applaus für

Wenn man Kirchen und deren Dogmen sonst immer kritisch entgegentritt, macht folgende Nachricht auf colorlines.com doch sehr glücklich: In der Kleinstadt Lanham in Maryland, USA, predigt Pastor Kendal Brown in seiner Kirche City of Refuge die so genannte Lehre der Radical Inclusion (“Radikale Einbeziehung”), ein konfessionsübergreifender Ansatz, der all denjenigen Sicherheit und Ermutigung spenden soll, die von vielen religiösen Gemeinden ausgeschloßen und verachtet werden – und dies sind insbesondere Lesben, Schwule, Bisexuelle und/oder Transsexuelle (kurz LGBT).

Kirche "City of Refuge"

Auf der Homepage der Kirche heißt es:

It is The Fellowship’s goal to create a place where all may feel free to worship, serve, and grow spiritually – without regard to race, ethnicity, social class, age, gender/gender identity, or affectional orientation. We will create a safe place for all persons to flourish – especially women, same-gender-loving individuals and their allies, transgendered persons, persons in recovery, the recently incarcerated, the economically disenfranchised, and persons infected and affected by HIV/AIDS.

(zu deutsch: “Es ist das Ziel der Gemeinde, einen Ort zu kreiieren, in dem sich alle Menschen wohlfühlen können, um zu beten, Gott zu dienen und spirituell zu wachsen – ungeachtet ihrer Hautfarbe, Ethnizität, sozialen Klasse, Alter, Geschlecht / Geschlechtsidentität, oder sexuellen Orientierung. Wir werden einen sicheren Ort für alle Personen etablieren, damit sie aufblühen können – dies gilt insbesondere für Frauen, Homosexuelle und ihre UnterstützerInnen, Transgender Personen, Menschen in Genesung, die ehemals Inhaftierten, die ökonomisch Entrechteten, und HIV- oder AIDS-Infizierte.”)

Im Artikel werden auch mit stereotypen (und rassistischen) Vorurteilen aufgeräumt, afroamerikanische communities seien Homosexuellen gegenüber feindlicher eingestellt als etwa weiße US-AmerikanerInnen. Auf die Feststellung einer Kirchgängerin, dass Erstere ganz besonders starre Vorstellungen von Geschlechterrollen hätten, erklärt Cedric Harmon, zweiter Pastor in der Kirche, dass diese Intoleranz im Kontext struktureller Probleme in den afroamerikanischen communites betrachtet werden müsse.

“I do not believe that the African American community just inherently can’t deal with gay people or is exceptionally conservative. It’s that there are additional burdens, pathologies and challenges already and this issue is often couched as yet another threat (…) All of the gaps, or threats, are wider in communities of color. The healthcare gap. The technology gap. The education gap. When same-gender-loving persons are perceived as an additional threat, people do not know how to respond.”

(zu deutsch: “Ich glaube nicht, dass die afroamerikanischen communities einfach nichts mit Homosexuellen zu tun haben wollen oder ganz besonders konservativ sind. Es ist nur so, dass es zusätzliche Belastungen, Pathologien und Herausforderungen gibt und diese Angelegenheit häufig als noch eine zusätzliche Bedrohung angesehen wird. All diese Diskprepanzen und Bedrohungen sind bei AfroamerikanerInnen größer: Verglichen mit Weißen gibt es Unterschiede in der Versorgung von Gesundheit, Technologie und Ausbildung. Wenn Homosexuelle als Bedrohung wahrgenommen werden, wissen viele Menschen nicht, wie man darauf reagiert.”)

Eine Kirche wie die City of Refuge bietet jenen, die häufig in US-amerikanischen Kirchen als krank dargestellt und ausgestoßen werden, einen Zufluchtsort und betont Inklusion und Gerechtigkeit als Stärken der Kirche und nicht etwa Bestrafung und Ausschluß. Außerdem sieht sich die City of Refuge als so genannter safe space, ein sicherer Ort, in dem man vor Anfeindungen gewahrt ist und mit Menschen kommuniziert, die mitunter ähnliche Erlebnisse hatten.


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Applaus für… Lubna al-Hussein

10. September 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 7 von 22 der Serie Applaus für

Lubna al-Hussein ist Wirtschaftswissenschaftlerin, Journalistin und Uno-Sprecherin und trägt gerne Hosen – eine Straftat im Sudan. Jedes Jahr verstoßen 43.000 Frauen dagegen und werden zu Peitschenhieben plus Geldstrafe verurteilt. Von einer Justiz, “die im Regelfall aus zwei Männern bestehe, einem Polizisten – Kläger, Staatsanwalt und Zeuge in Personalunion – und einem Richter”. Doch al-Hussein hielt das Gesetz für veraltet und verzichetete sogar auf ihre Immunität, um einen beispiellosen Prozess zu führen. Der Fall erregte weltweite Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch ihren eigenen Einsatz:

Sie zelebrierte “ihren” Prozess. “Die Journalistin Lubna lädt Sie zu ihrer Auspeitschung ein”, war der Betreff einer ihrer zahlreichen E-Mails. Vor Gericht erschien sie in denselben weiten grünen Hosen, die sie vor den Kadi gebracht hatten. Für den letzten Prozesstag ließ sie gedruckte Einladungskarten aussenden, dementsprechend drängten sich Aktivisten und Diplomaten im Gerichtssaal.

Am Ende wurde al-Hussein zu einem Monat Gefängnis verurteilt, auf die alternative Geldstrafe verzichtete sie. Die umgerechnet 150 Euro hat nun eine regierungsnahe Journalistenvereinigung gezahlt, berichtet dieStandard.at. Ob das reicht, um das ramponierte Image der sudanesischen Regierung zu reparieren und ob das Kleidungsgesetz abgeschafft wird, bleibt fraglich.


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Applaus für … Gerechtigkeit nach 50 Jahren

24. August 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 6 von 22 der Serie Applaus für

Rena KanokogiSie hatte nichts Unrechtes getan, trotzdem nahm man Judoka Rena “Rusty” Kanokogi ihre Goldmedaille wieder ab. Sie war bei den New York State YMCA Judo-Meisterschaften für ein verletztes Teammitglied eingesprungen. Die Regeln schlossen Teilnehmerinnen nicht aus, getraut hatte sich bisher aber keine. Mit kurzen Haaren und getapeten Brüsten fiel sie zunächst nicht auf – bis sie den Kampf gewonnen und ihrem Team zum Sieg verholfen hatte.

She was pulled aside and forced to admit she was a woman or else her teammates would have been stripped of the title.
“It was very demeaning, painful,” she said.
“It was a horrible feeling – like I did something wrong by being a woman.”

Kanokogi wurde zur Kämpferin für gleiche Rechte und “Mutter des Frauenjudo”. Sie nahm eine Hypothek auf, um die ersten Judo-Weltmeisterschaften für Frauen 1980 zu finanzieren und war die treibende Kraft hinter der Zulassung als olympische Sportart 1988. Letzten Freitag verlieh ihr die New Yorker YMCA endlich ihre Goldmedaille.

Über Feministing.


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Applaus für… eine Heldin in Afghanistan

29. Juli 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 5 von 22 der Serie Applaus für

Die Unterdrückung der Frauen durch die Taliban war ein Argument, das Deutschland zur Teilnahme an der “Operation Enduring Freedom” in Afghanistan bewegte. Dass die Befreiung immer noch nicht bei den Frauen angekommen ist, zeigte zuletzt die Diskussion um ein Gesetz, dass den ehelichen Geschlechtsverkehr der Schiiten regeln sollte. (Das Gesetz wurde inzwischen geändert, enthält aber weiterhin strittige Passagen, so der Focus.)

Für gesunde Frauen und sichere Geburten kämpft jeden Tag Pashtoon Azfar, die Vorsitzende der Afghanischen Hebammen Vereinigung. Sie ist außerdem Vorsitzende des Afghanischen Instituts für Gesundheitswissenschaften und Beraterin von JHPIEGO, einer gemeinnützigen Organisation der Johns Hopkins Universität, die sich für kostengünstige und effektive Gesundheitsversorgung einsetzt. Im Porträt in der New York Times wird deutlich, wie schwer die letzten Jahrzehnte dem Land zugesetzt haben:

Ms. Azfar never actually saw a birth until she began studying midwifery at age 16[…] . She finished the rigorous three-year program at the top of her class in 1976. “It was a very well-respected profession in my country,” she said. But decades of war destroyed midwifery and much of health care, she said. Professionals fled the country, and many never went back.

Heute hat Afghanistan die zweit-höchste Sterberate weltweit bei Schwangerschaften und Geburten. Jedes Jahr sterben 26.000 Afghaninnen, weil sie unzureichende oder gar keine medizinische Betreuung bekommen. Nach dem Ende der Talibanherrschaft waren nur noch 537 Hebammen übrig – in einem Land mit 28 Millionen Einwohnern. Neben chronischem Personalmangel und unterfinanzierten Krankenhäusern gibt es ein weiteres Problem:

The deeper problems are cultural, rooted in the low status of women and the misperception that deaths in childbirth are inevitable — part of the natural order, women’s lot in life. During her talk in Washington Ms. Azfar quoted Dr. Mahmoud Fathalla, an Egyptian physician and advocate for women’s health: “Women are not dying of diseases we can’t treat. …They are dying because societies have yet to make the decision that their lives are worth saving.”

Seit Jahren arbeitet Azfar sieben Tage die Woche, auch zum Missfallen ihrer Familie, um Hebammen auszubilden und die Wertschätzung der Frauen zu erhöhen. Eine echte Heldin.

Artikel via Feministe.


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Applaus für… Berliner Väter

30. Oktober 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 4 von 22 der Serie Applaus für

Wie Der Tagesspiegel berichtet nehmen nirgendwo mehr Väter Elternzeit als in Berlin und zwar die meisten mehr als nur die leider oft üblichen zwei Monate:

„Jedes fünfte Berliner Neugeborene hat einen Vater, der Elterngeld bezieht“, sagt Svenja Pfahl vom sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut Sowitra. Sie arbeitet gerade im Auftrag des Senats am Berliner Familienbericht, der das Thema gründlicher beleuchten soll. Nach ihren Erkenntnissen nehmen sehr oft gut verdienende Akademiker Elternzeit. [...] Dass Berliner Väter bundesweit am häufigsten Auszeiten für ihre Kinder nehmen, bestätigte am Mittwoch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei der Vorstellung des Berichtes zum Elterngeld. Das liege vor allem an jungen Männern, die in unteren Führungspositionen in den „innovativen Industrien“ der Hauptstadt arbeiten und sich die Auszeit beruflich leisten können.

Ich persönlich denke, dass diese Entwicklung nicht nur an den „innovativen Industrien“ liegt, sondern auch an der sozialen Akzeptanz der Vätermonate, die mir in einer Stadt wie Berlin überdurchschnittlich hoch erscheint und mit jedem Elternzeitvater größer wird.

Außerdem, auch das berichtet Der Tagesspiegel, bilden sich immer mehr Infrastruktur und soziale Netzwerke für die Väter heraus, wie zum Beispiel ein wöchentlicher „Väterbrunch“. Es bleibt allerdings fraglich (aber auch zu hoffen!), ob sich diese Entwicklung auch außerhalb der hippen Eltern des Prenzlauer Bergs fortsetzen und verbreiten wird.

Trotzdem:
Weiter so, Berliner Väter!


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Applaus für… Monika Hauser, die Gründerin von medica mondiale

2. Oktober 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 3 von 22 der Serie Applaus für

Der Alternative Nobelpreis (oder Right Livelihood Award) geht in diesem Jahr an die Gynäkologin Monika Hauser, die 1993 mit der Gründung eines Gesundheitszentrums in Zenica, Bosnien den Grundstein für die ein Jahr später von ihr ins Leben gerufene Frauenrechtsorganisation medica mondiale gelegt hat.

medica mondiale unterstützt inzwischen weltweit Frauen in Krisenregionen, die von sexualisierter Kriegsgewalt betroffen sind. Diese Unterstützung reicht von medizinischem und psychologischem Beistand über rechtliche Beratung bis hin zur Hilfe bei der Schaffung nachhaltiger Strukturen. Dabei werden bevorzugt bereits vorhandene Frauenprojekte gefördert, bestehende Strukturen genutzt. medica mondiale arbeitet dafür z.B. mit Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen oder Juristinnen zusammen. Über die direkte Hilfe vor Ort hinaus leistet medica mondiale wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema sexualisierte Kriegsgewalt.

Monika Hauser ist 1996 der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes fern geblieben, um gegen die Abschiebung bosnischer Bürgerkriegsflüchtlingen durch die deutsche Bundesregierung zu protestieren. Zu der Verleihung des Alternativen Nobelpreises hingegen sagte sie zu Spiegel Online: „Der Preis hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, er hebt sich von den anderen Auszeichnungen, die ich erhalten habe, ab, weil er Menschen und Bewegungen ehrt, die Veränderungen bewirken – auch gegen den Mainstream.“

Der Alternative Nobelpreis wird an Personen und Organisationen vergeben, die sich für ein menschenwürdiges Leben einsetzen. In der Begründung heißt es: „Monika Hauser (Deutschland), Gynäkologin und Gründerin von medica mondiale, wird ausgezeichnet für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen“.

(Foto über Right Livelihood bzw. medica mondial)


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