Pregnant but perfect

von Verena

Die französische Vogue zeigt in ihrer aktuellen Ausgabe eine Modestrecke, in der das Model ihren Schwangerschaftsbauch mit Zigaretten rauchen und Babys werfen kombiniert.

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Sowohl jezebel als auch feministe sind sich sicher, dass diese Fotos in der amerikanischen Vogue keine Chance gehabt hätten – so manche Mutter hätte sich auf ihren Mutterpass getreten gefühlt. Dass ein Verstoß gegen die mütterinszenierende Norm in Frankreich durchaus für Skandale sorgen kann, hat die Diskussion um Rachida Datis High-Speed-Mutterschutz gezeigt. Um so besser, dass es um die Vogue nun ruhig bleibt.

Aber mal davon abgesehen, dass es sich hier um Modefotografie, also um Kunst im weiteren Sinne handelt und diese nun mal dafür da ist, gesellschaftlichen Regeln zuwiderzulaufen, finde ich es gut, den Mutterkult ab und an mal vom Thron zu schubsen. Denn Mütter sind auch nur Menschen. Und Schwangere sowieso, die üben das Heiligsein ja gerade erst.

Es steht außer Frage, dass jegliche Art von Drogen in der Schwangerschaft dem Kind schaden und dass jede werdende Mutter sich ihrer Verantwortung bewusst sein sollte, welche Auswirkungen ihr Verhalten nun eben auch auf einen weiteren Menschen hat. Aber es bleibt ihre Entscheidung, ihr Verhalten, ihr Kind – Super-Nannys unerwünscht.

Feministe Userin Maggie beschreibt, wie in England eine schwangere Frau gebeten wurde, den Pub zu verlassen, weil sie ein zweites Bier trinken wollte. Und dann sagt sie noch etwas sehr wichtiges:

Women’s bodies, especially when it comes to reproduction, sex, health screening, menopause ecetera, ecetera are considered the property of the patriarchy, foaming at the mouth religious fanatics ecetera, ecetera. Because we have such tiny minds we couldn’t possibly hope to be trusted to know what’s good for us…

Eine Freundin von mir ist gerade ganz frisch schwanger. Prompt meint ihre Ärtztin, jetzt müsse sie aber ein bisschen zurücktreten und weniger arbeiten, reisen, feiern und sich statt dessen auf die neuen Aufgaben vorbereiten. Puh, denke ich, sie ist schwanger und nicht Patientin in einer Besserungsanstalt. Ab dem Moment, in dem das Ultraschallbild die embryonale Erdnuss zeigt, wird Frau gerne in die Unmündigkeit gedrängt. Entscheidungen über das eigene Verhalten treffen nun die anderen.

Und das ist erst der Anfang. Denn Mütter fallen genauso unter den aufgezwungenen Perfektionismus – die durch nichts zu erschütternde Mutterliebe inklusive. Kein Wunder, dass das schwangere Vogue-Model schon mal das Baby-Werfen übt. Dazu noch mal feministe, Userin umami:

And that one “tossing the baby aside” shot seems like a dark fantasy a lot of new mothers have, and I think it’s good to acknowledge that mothers have those feelings sometimes, rather than to promote the destructive myth that being a perfect mother is easy or even possible, and that women are naturally good at motherhood.

Die stets gut gelaunte Mama, die mit Geduld, Nachsicht und voller Liebe rund um die Uhr ihren Nachwuchs betüdelt, die mag ein Fall für die Brüder Grimm sein. Im Alltagsleben hat sie genauso ein Recht auf schlechte Laune, lautes Gebrüll und Nachlässigkeit wie jedes andere Individuum.

Und bitte, keine Schwangere und keine Mutter ist dafür da, als gutes Vorbild den Maßstab an ihr Geschlecht zu erfüllen. Denn Muttersein löst das Menschsein nicht ab. Und zum Menschsein gehören neben schlechter Laune und Ungeduld eben noch ein Haufen anderer Unzulänglichkeiten. Also Daumen hoch für den Tabubruch der Vogue, der das Aufregerpotential eines Knacks‘ hat.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 8. April 2009 um 12:53 Uhr unter Familien_politik. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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43 Kommentare

  1. Max sagt:

    Es steht außer Frage, dass jegliche Art von Drogen in der Schwangerschaft dem Kind schaden und dass jede werdende Mutter sich ihrer Verantwortung bewusst sein sollte, welche Auswirkungen ihr Verhalten nun eben auch auf einen weiteren Menschen hat. Aber es bleibt ihre Entscheidung, ihr Verhalten, ihr Kind – Super-Nannys unerwünscht.

    Den Absatz finde ich daneben! Natürlich bin ich gegen Mutterkult, und natürlich sind Mütter in meinen Augen auch Menschen, die sich frei verhalten sollen dürfen und nicht von irgendwelchen Zwängen beeinflusst gehören.

    Aber andererseits klingt aus dem zitierten Absatz, wie aus dem gesamten Text, doch eine gewisse Akzeptanz für jegliches Verhalten werdender Mütter. Es wird, jetzt mal zugespitzt ausgedrückt, ein „Freifahrtschein“ ausgestellt. Als werdende Mutter hat man aber unbestreitbar gewisse Verantwortung gegenüber dem ungeborenen Baby. Das gilt natürlich auch für die Väter.

    Es ist einfach nicht zu akzeptieren, wenn Frauen in der Schwangerschaft trinken, rauchen, oder sonstige, eindeutig dem ungeborenen Kind teilweise schwer schadenden Dinge tun. Ich akzeptiere ja auch nicht, wenn Eltern ihre Kinder schlagen, oder anderweitig misshandeln. Und ehrlich gesagt ist der Verzicht auf bestimmte Genussmittel nicht so schwer!

  2. ff sagt:

    also, ich finde es schlimm, wenn schwangere rauchen oder sich besaufen etc., aber genauso schlimm ist es wenn wildfremde sich herausnehmen, sie deswegen dumm anzumachen
    es ist wichtig, dass der arzt einer frau, die sich für ein kind entschieden hat und schwanger ist, auch aufklärt, dass z.b. diese drogen gefährlich sein können, doch ab da ist es doch ihre verantwortung
    welche schwangere, die dies aus freien stücken ist, würde etwas schlechtes für ihr kind wollen
    soweit es in ihrer macht steht, wird sie also ihr bestes für ihre und die gesundheit des kindes tun
    aber wie ihr sagt: nobody’s perfect
    frau kann und soll sich nicht in eine sterile triste kammer schließen bis das kind da ist
    das schadet genauso
    ich denke, sie sollte nicht viel ändern an ihrem leben, aber viell den konsum solcher substanzen einschränken
    aber wer kann das so einfach von heute auf morgen, wer kann also verlangen, dass eine frau das kann, die viell ohnehin mit einigem zu kämpfen hat, weil sie sich gerade in einer völlig neuen situation befindet
    ich persönlich rauche sowieso nicht und trinke wenig, also wäre es für mich kein problem, das weiterhin nicht zu tun, aber ich würde mich nicht auf eine spezielle diät setzen, nur, um fabrikähnich das produkt in meinem bauch zu versorgen
    z.b. bin ich vegetarierin und würde daran nichts ändern, auch wenn die leute auf mich einreden, wie ich damit dem kind schade
    was hilft es, wenn ich nach jeder mahlzeit kotze, weil ich mir fleisch aufzwinge…
    letztendlich geht es hauptsächklich darum, dass sich die frau wohlfühlt, sich nicht stresst, denn das wirkt sich genauso aus
    und sie soll ihr kind lieben, nicht es am liebsten in die ecke pfeffern wollen, weil es ihr leben einschränkt
    es genügt doch, auf ihren körper zu hören und zu tun wonach ihr ist
    was meint ihr?

  3. Hanna sagt:

    Also im Prinzip gebe ich Dir Recht, Verena, dass der „Heiligenstatus“ um die Mutter nervig und schaedlich fuer Frauen ist und auch, dass Frauen nicht zu Unmuendigen erklaert werden duerfen, sobald sie schwanger sind. Nur ist das eine ganz schwierige Gradwanderung, wenn es um Sachen wie Rauchen und Trinken waehrend der Schwangerschaft geht. Die Pub-Angestellten, die jene Englaenderin, die Du erwaehnst, aus dem Pub warfen, haben – wenn dieser Telegraph Artikel stimmt – nicht fair gehandelt. Aber generell finde ich es richtig, sich zu weigern einem anderen Menschen Alkohol zu verkaufen, wenn man der Meinung ist, dass dieser Mensch schaden davon tragen oder damit anrichten kann. Genauso, wie man eben einem sowieso schon voellig betrunkenen Menschen – auch wenn nicht schwanger – keinen weiteren Whiskey ausschenkt, oder davon abhaelt sich ins Auto zu setzen. Eigenverantwortung muss auch heissen, dass ich „Nein“ dazu sagen darf, einem anderen Menschen zu helfen etwas mit sich zu tun, dass ich fuer falsch halte.

    @ ff

    Nebenbei: Demnach, was ich in einer Ernaehrungswissenschaftenvorlesung in der Uni gelernt habe, ist es BS, dass man dem Ungeborenen mit einer vegitarischen Ernaehrung schade (solange diese Ausgewogen ist; das gleiche gilt aber auch fuer eine Ernaehrung, die Fleisch beinhaltet). Also kann man wohl durchaus weiter auf Fleisch verzichten, aber sollte eben darauf Achten, dass man unter keine Mangelernaehrung (vorallem Eisenmangel) leidet, gegebenenfalls entsprechend ausgleichen und den Arzt oder Ernaehrungsberater konsultieren!

  4. SoE sagt:

    Ich bin (wie einige Ärzte) immer noch skeptisch, ob es für das Baby besser ist, wenn die Mutter irgendwann mit schlechter Laune rumrennt, weil ihr keiner das Glas Wein gönnt. Außerdem klang der Artikel nicht nach Freihfahrtschein für jede dumme Aktion sondern nach „mehr Akzeptanz für Nicht-perfekt-sein“.

    Denn am Ende sagt keiner was zu Eltern, die neben ihrem Kind rauchen. Ich habe schon mal eine Mutter erlebt, die gegen den Wunsch ihrer Tochter statt mehr Gemüse Pommes und Schnitzel auf den Teller gehauen hat und keiner sagt was dagegen. Keiner sagt etwas, wenn Eltern die Fragen ignorieren und am besten noch anblaffen, dass die gefälligst mal die Klappe halten sollen.

    Aber die 9 Monate, die eine Frau schwanger ist, tatschen WIldfremde ihren Bauch an, kriegt sie böse Blicke wenn sie nur in eine Raucherbar hineingeht, erzählt ihr jeder, was die neueste Studie an Ernährungserkenntnissen gefunden hat.

    Der Doppelstandard ist an anderer Stelle auch toll zu erkennen: Für Schwangere stehen Leute im Bus auf, aber wehe eine Frau blockiert mit ihrem Kinderwagen den Weg…

  5. KingKong sagt:

    @ff Ich hoffe doch sehr dass du Vegetarier/Veganer sein nicht auf eine Stufe mit Rauchen/Bier trinken stellst.

    Ansonsten stimme ich Max zu. Ich würde nicht wegsehen wenn jemand sein Kind verprügelt, warum soll ich dann einer werdenden Mutter die Fluppe anzünden oder mit ihr anstoßen?
    Klar hätten die Leute in dem Pub mal nachfragen sollen, seh ich genauso.

    „Eigenverantwortung muss auch heissen, dass ich “Nein” dazu sagen darf, einem anderen Menschen zu helfen etwas mit sich zu tun, dass ich fuer falsch halte.“

    Ah, hanna den Satz werd ich mir notieren, das ist so gut formuliert das brauch ich sicher noch mal.

    So ganz hab ich auch nicht kapiert in wie weit der Mutterkult vom Thron geschubst wird wenn Modefotografen Topmodels mit Kippen ablichten. ???

  6. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn man Schwangere dazu ermahnt, ihrem Kind nicht durch Drogenkonsum zu schaden. Man kann sich nicht auf der einen Seite beklagen, dass Väter ihren Väterpflichten unzureichend nachkommen und bei Müttern sagen: ihr Kind, ihre Entscheidung. Das ist mit zweierlei Maß gemessen.

  7. KingKong sagt:

    schwangere Models natürlich, als Modefotostrecke, nicht das noch einer denkt ich könnte nicht lesen.

  8. Patricia sagt:

    Eine Arbeitskollegin konnte auch in der Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen aufhören. Aber ich ging davon aus, dass sie selbst bereits wusste, dass sie damit ihrem Kind schadet. Selbstverständlich habe ich sie deswegen nicht beschimpft. Ich habe gemerkt, wie sehr sie unter Druck stand. Ihr Sucht hat sie zum Rauchen gezwungen und es kann keine Rede von entspannter Selbstbestimmung sein.

  9. access denied sagt:

    aber wehe eine Frau blockiert mit ihrem Kinderwagen den Weg

    Arg
    Wenn die halt immer den Wagen so hinstellen, dass er reinragt, statt längs zur Wand
    Das nervt

  10. SoE sagt:

    1. Wollen die vielleicht sitzen und den Griff festhalten können, falls der Bus mal wieder mit Schmackes um die Kurve fährt. Der ausklappbare Sitz ist dann auch nicht unbedingt praktisch, dann ragt der Wagen wieder in die Tür…
    2. Standen da vor 2 Minuten vllt noch 2 Kinderwagen und es wäre noch ärgerlicher für 2 Haltestellen alles wieder umzuparken.
    3. Sind Fälle in denen Mütter extra etwas blockieren sehr, sehr selten, dummes Angeblaffe und fehlende Hilfe beim Einladen aber umso häufiger.

  11. access denied sagt:

    „1. Wollen die vielleicht sitzen und den Griff festhalten können, falls der Bus mal wieder mit Schmackes um die Kurve fährt. Der ausklappbare Sitz ist dann auch nicht unbedingt praktisch, dann ragt der Wagen wieder in die Tür…“

    Das geht aber nur, wenn man den Wagen längs zur Wand stellt.

  12. Gary sagt:

    @Patricia
    „Eine Arbeitskollegin konnte auch in der Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen aufhören. Aber ich ging davon aus, dass sie selbst bereits wusste, dass sie damit ihrem Kind schadet. Selbstverständlich habe ich sie deswegen nicht beschimpft. “

    Ich hätte sie beschimpft und zwar jedesmal, wenn sie geraucht hätte. Jedesmal

  13. Hanna sagt:

    Wenn der Kinderwagen im Weg steht, freundlich darauf hinweisen, wenn noetig helfen, und dann zurueck zum eigentlichen Thema finden, bitte. Danke.

  14. Hoha, aber der Hammer an dieser Fotostrecke sind doch nicht die Zigaretten, sondern die SCHUHE! Boots definitely NOT made for walking! Und das soll also die moderne, verruchte, unkonventionelle, von allen Klischees befreite Mutter/Frau/Gendermensch whatsoever sein? Mit dickem Bauch herumstaksend? PUH.

  15. Ariane sagt:

    @ Hanna und SoE
    Wenn der Kinderwagen im Weg steht, ist Ärger berechtigt. Frauen werden in der Hinsicht in öffentlichen Verkehrsmitteln bevorzugt behandelt, wenn sie mit Kleinkind unterwegs sind. Der Kinderwagen wird umsonst befördert, ein Fahrrad oder ein Hund dagegen nicht. Also kommt man Frauen mit Kinderwagen schon ziemlich entgegen.
    Natürlich bedürfen die Schwachen, in dem Fall Kleinkinder, eines besonderen Schutzes. Aber obwohl ich nichts gegen Kinder habe, erwische ich mit wiederholt, wie es mich aufregt, wenn gerade um vier Uhr nachmittags in den schon vollen Bus im Stadtzentrum noch drei Kinderwagen reinwollen. Leider gibt es die Mütter, die mit einem „Platz da“ reinstürmen und den der ihnen nicht sofort Platz macht, anschreien er hätte was gegen Kinder. Mehr Rücksicht wäre auch von Seiten von Müttern angebracht.

  16. Anna sagt:

    Abgesehen davon, dass ich Arianes Ansichten nicht teile in diesem Punkt, würde ich mir hier Formulierungen wie „Familien werden bevorzugt, weil der Kinderwagen kostenlos mitfährt“ oder von mir aus auch „Eltern werden bevorzugt, weil…“ wünschen.
    Ich persönlich sehe zb auf dem Weg zur Arbeit nämlich immer zwei Väter samt Kindern und Kinderwagen in „meinem“ Bus.

  17. Ariane sagt:

    Es ist ein althergebrachtes Vorrecht, Kinder samt Wagen umsonst befördern zu können. Dieses sollte man hinterfragen (ich meine und meinte nicht abschaffen). Würde man sich etwa auf den Konsens einigen, Kinder sind umsonst zu befördern, weil damit gegen die Schrumpfung der Bevölkerung gekämpft wird, könnte man ebenso argumentieren, wer sein Fahrrad mit der Benutzung von Bus und Bahn kombiniert, tut was für die Umwelt und ist ebenfalls bevorzugt zu behandeln (da er sonst vielleicht Auto fahren würde).

    Ich habe absichtlich Mütter gesagt. Es tut mir leid, das auf dieser Seite zu schreiben, aber Männer mit Kinderwagen sind in öffentlichen Verkehrsmitteln viel rücksichtsvoller als Frauen (nein, evtl. nicht geschlechterspezifisch. Vielleicht ist die Spezies Mann, die eben auch mit Kinderwagen unterwegs ist, generell rücksichtsvoller als die Restbevölkerung).

  18. Anna sagt:

    @Ariane: Naja, aber das eine ist, ob du dich explizit über die rücksichtslosen Mütter aufregst, oder die Transportbevorzugungen anprangerst. Letztes trifft ja auf beide Elternteile zu.

    Ich bin keine Mutter. Aber wenn ich mir vorstelle, schon seit Stunden mit Kinderwagen und diversen Einkäufen unterwegs zu sein, inklusive Scheitern und Rücksichtslosigkeiten von anderen an diversen (Roll-)treppen und Türen plus dass ich vielleicht schon zwei Busse habe fahren lassen müssen, weil sie wegen Feierabendverkehr mit mauligen Pendlern überfüllt waren, dann wäre ich persönlich auch nicht mehr die zauberhaft lächelnde Ausgeglichenheit in Person…

    Ja, mir sind auch schon Mütter ohne Rücksicht auf Verluste über die Füße gefahren. Aber das liegt dann an dieser einen Mutter, die sich nicht benehmen kann, und nicht an „den Müttern“. Genausowenig, wie alle Kinderlosen gleich „Kinderhasser“ sind, nur weil sie was gegen einen Kinderwagen in den Hacken und fremden Schokomündern am eigenen Hosenbein haben.

    Diese Frontenbildung hab ich noch nie verstanden und auch noch nie als irgendwie produktiv oder hilfreich begriffen.

  19. Ariane sagt:

    Die Bevorzugung beim Transport habe ich nicht angeprangert, sondern nur gesagt, man könne sie hinterfragen. Weshalb sind Kinderwagen zu bevorzugen, Hunde und Fahrräder aber nicht?

    Angeprangert habe ich, vielleich war ich zu pauschal, eben die Rücksichtslosen unter den Müttern. Leider kommt das immer wieder vor. Etwa wenn ich nach einem anstrengeden Arbeitstag mich im überfüllten Bus ans Fenster lehen und im Halbschlaf dastehe bis mir eine mit dem Kinderwagen ans Bein fährt und ich vor allen Fahrgästen niedergeschrieen werde, ich soll doch Platz machen. Auch wenn ich mit dem Fahrrad in den Regioexpress steige, bin ich manchmal fix und fertig. Aber ich versuche irgendwie unterzukommen, entschuldige mich, wenn ich jemanden unbeabsichtigt anremple und schreie sicher nicht durch den ganzen Wagen „Sie haben was gegen Radfahrer“.
    Natürlich, teilweise tragen auch die Verkehrsbetriebe schuld, weil sie zu wenig Fahrzeuge einsetzen, die dann so überfüllt sind.

  20. ff sagt:

    gott, ich würde vegetarische ernährung nicht mit drogenkonsum vergleichen, sonst würde ich es auch nicht machen,
    aber nur aus dieser perspektive habe ich erfahrung, wie es ist, wenn leute ständig ungefragt auf eienn einreden
    ob sie nun recht haben oder nicht, und natürlich haben sie recht damit, dass alkohol und zigaretten nicht gerade zuträglich sind, ist es doch einfach nervend ständig vollgelabert zu werden
    und es hat auch eher den gegenteiligen effekt, weil man quasi aus trotz weitermacht
    also, letztendlich muss jede werdende mutter selbst entscheiden, sie ist ja auch die einzige, die wirklich kontrollieren kann, ob sie die abstinenz einhält…

  21. Hanna sagt:

    Also nachdem ich mir diese Fotos nun noch mal auf diversen Blogs angeschaut habe (den Original Content finde ich nicht und mein Rechner will die Jezebel-Seite grade nicht laden), muss ich einen Interpretationseinwand bringen. Ist das wirklich ein Dekonstruieren des Bildes der perfekten (erwachsenen) Mutter? Oder ist das vllt eine Anspielung auf, ja gar eine Kritik an Schwangerschaft bei Minderjaehrigen? Das Model erscheint mir bewusst auf Jung gestylt, ihre Figur ist maedchenhaft (und nebenbei nicht sonderlich realistisch fuer eine schwangere Frau), Rauchen ist bei schwangeren Teenagern auch weiter verbreitet als bei schwangeren Erwachsenen und man koennte das Bild, auf dem das Model die Babypuppe wegwirft auch als Statement lesen, dass sie mit dem Baby ihre Kindheit wegwirft.

    Vllt ist das nun voellig ueberinterpretiert, aber auf jeden Fall laesst sich sehr viel mehr in die Bilder hereinlesen, als nur die Hinterfragung des den Muettern „aufgezwungenen Perfektionismus“. Mal abgesehen davon, dass weder Schuhe – wie Antje Schrupp schon erwaehnte -, noch Kleidung, noch Figur, Frisur, Schminke usw. das konventionelle Schoenheitsideal in Frage stellen.

  22. Neeva sagt:

    Den Vertretern der Denkrichtung „Es kann doch nicht so schwer sein auf ein paar Genussmittel zu verzichten“ möchte ich diesen wundervollen Artikel ans Herz legen.
    http://www.guardian.co.uk/society/2007/may/29/health.medicineandhealth

    Meine Lieblingsstelle:

    „A typical article about foetal alcohol spectrum disorder (FASD) will start like this: a case study will be presented, in which a child with the full range of symptoms is described. These include mental impairment, very low birthweight and subsequent growth restriction, and a distinctive phenotype (a small and misshapen head, widely spaced eyes, thin lips and a flat philtrum). …
    (Nobody is in any doubt that binge drinking is bad for foetal health. The question mark is over whether or not we should be abstaining completely.)…
    The piece, if it’s in a quality newspaper, will then rather sheepishly deliver the information that the original case study was the child of a serious alcoholic, drinking upwards of a bottle of vodka a day. In a tabloid, this will be passed over.“

    Es ist ja beileibe nicht so, dass es bei der Bevormundung von Schwangeren nur gegen das Rauchen und Trinken geht. Das wäre ja noch verständlich. Die Effekte starken Rauchens und Trinkens auf den Fötus sind bewiesen.
    – Weiter gehts mit Koffein – also kein Kaffee, Tee, Cola, Schokolade. Obwohl die in Schokolade enthaltenen Koffeinspuren NICHTS bewirken können, so gering sind sie.
    – Dann keinen rohen Schinken, Fleisch, Rohmilchkäse (Toxoplasmose)
    – Keinen Computer (Zumindest in den Augen der Zeitgenossen, die noch nicht begriffen haben, dass moderne Flachbildschirme nicht mehr so strahlen wie die Monitore in den 80ern.)
    – Auf bestimmte Küchenkräuter und Gewürze soll auch verzichtet werden.

    Und das sind jetzt nur die Einschränkungen, die ich nebenbei aufgeschnappt habe. Ich hatte noch nicht das zweifelhafte Vergnügen, mir von Hebamme oder Frauenarzt erklären zu lassen, was man in der Schwangerschaft beachten muss.

    Also Max und Gary, es geht nicht darum, dass Schwangere Trinkgelage veranstalten sollen, es geht um die – wissenschaftlich oft völlig haltlose – Bevormundung. Und um die völlig unnötige Panikmache.

  23. profin sagt:

    Ich finde es faszinierend, dass gerade die Männer in den Kommentaren schreiben, sie würden Schwangere auf so empfundenes „Fehlverhalten“ ansprechen.

    In dem Moment, in dem ich als schwanger in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde, haben andere Menschen wiederholt versucht, über meinen Körper zu verfügen.

    Das finde ich übegriffig, gender-spezifisch und unverschämt.

    Was ist mit der rauchenden, saufenden schwangeren Frau, die das Kind ablehnt?

  24. Ariane sagt:

    Eine rauchende, saufende Frau, die das Kind ablehnt wird die Schwangerschaft wohl kaum austragen.
    Nach meinem positiven Schwangerschaftstest dauerte es knapp 30 Sekunden bis ich mir die erste Zigarette angezündet habe. Weil ich die Schwangerschaft abgelehnt habe.
    Wenn ich mich mal entscheiden sollte, ein Kind zu bekommen, würde ich garantiert schon bei der Entscheidung, nicht erst nach dem positiven Test, mit dem Rauchen aufhören und auch andere Aktivitäten (Alkohol, durchwachte Nächte, Haarefärben, etc.) abstellen. Nicht weil es sonst jemand verlangt, sondern weil ich mich dem Kind gegenüber verantwortlich fühlen würde und alles unternehmen würde, um gesundheitliche Schäden bei ihm zu vermeiden.

  25. Neeva sagt:

    Profin, du schreibst mir aus der Seele.
    Es ist eine Sache, wenn Frauen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Es ist etwas ganz anderes, wenn teilweise wildfremde Leute diese Vorsichtsmaßnahmen überwachen wollen.
    Eine Schwangere ist eine Person, kein Behältnis für das werdende Kind.

  26. Miriam sagt:

    Neben Ernähungstipps sind auch andere Verhaltensregeln wie „Nicht Skifahren“ sehr beliebt. Bisher konnte mir noch niemand so richtig schlüssig erklären, was beim Skifahren so viel gefährlicher sein soll als beim Fahrradfahren…

    Aber ansonsten erlebe ich durchaus auch die gegenteiligen Reaktionen, wenn ich nicht mit Sekt anstossen möchte, wenn ich darauf bestehe, dass der Tiramisu nicht mit rohen Eiern zubereitet wird, dann heißt es, dass ich mich zu sehr anstelle.

    Beides finde ich einen Eingriff in meine freie Entscheidungsfähigkeit. Wenn ich eine Salmonelleninfektion nicht riskieren will, dann sollte das genauso meine Entscheidung sein, wie wenn ich in einem Miniskigebiet eine blaue Piste runterrutsche mit dickem Bauch…

  27. profin sagt:

    Danke für das
    „Behältnis für das schwangere Kind“.

    Von manchen Menschen wird eine schwangere Frau genau und nur so wahrgenommen.

  28. Neeva sagt:

    Miriam, klar gibt es Idioten in beide Richtungen. Der Punkt ist, es ist DEINE Entscheidung. Und es ist dein Recht nach Begründungen zu fragen.
    Aber was will man machen, ein paar Tausend Jahre, in denen Frauen das Mittel waren, um an Söhne zu kommen, hinterlassen halt ihre Spuren.
    Kennt jemand von euch die Darkover-Romane? Es gibt da eine Geschichte, in der die freie Amazone Kindra erzählt, wie sie zu der Entscheidung kam, ihre Familie zu verlassen.

  29. Neeva sagt:

    Also, „was will man machen“ – natürlich genau das, was die meisten Frauen hier schreiben. Sich informieren und abwägen und ALLE Übergriffe auf die eigene Entscheidungsfreiheit abwehren, selbst wenn es doch so gut gemeint ist.

  30. XYZ sagt:

    Ich glaube kaum, dass Männer häufiger schwangere Frauen bevormunden als Frauen, noch dass sie es aus anderen Gründen tun.

    Ich kenne viele (nicht schwangere) Frauen, die anscheinend einen ganz genauen Plan vom schwanger-sein haben und damit auch zu keiner Gelegenheit hinterm Berg halten…“Waaass du trinkst schwarzen Tee? Denkst du auch mal an dein Baby?!“

    Es ist halt eine Kombination aus gutem Willen und Schlaumeierei (Ich weiß es besser) und da nehmen sich Männer und Frauen rein gar nichts.

    Es geht halt um die erhöhte Verantwortung von Schwangeren. Denn viele begreifen das ungeborene Kind als Lebewesen, das es zu schützen gilt, weil es schwach und nicht allein lebensfähig ist und reagieren deshalb etwas schroff, wenn die Schwangere etwas tut, das in ihren Augen dem Kind schaden könnte.

    Und ich weise auch andere Leute darauf hin, dass sie mit ihrem Verhalten teilweise nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen gefährden. Ob das nun rauchen und trinken in der Schwangerschaft oder betrunken ins Auto steigen oder während des Fahrens SMS schreiben ist.

  31. […] Leute scheinbar immer noch glauben – und erst recht keine Krankheit. Nach einem anderen Artikel auf maedchenmannschaft.net/ habe ich hingegen gedacht, daß darüber doch ein wenig kontroverser diskutiert werden würde, als […]

  32. KingKong sagt:

    „Also Max und Gary, es geht nicht darum, dass Schwangere Trinkgelage veranstalten sollen, es geht um die – wissenschaftlich oft völlig haltlose – Bevormundung. Und um die völlig unnötige Panikmache.“

    Den meisten Leuten hier gings doch nicht ums Ski-fahren oder ums Tiramisu fressen.
    Es ging lediglich ums Rauchen und Saufen (nicht um ab und zumal).
    Sorry, aber wenn der Artikel sich mit dem Thema „ständig reden mir Leute rein was ich in der Schwangerschaft zu tun und zu lassen habe“ beschäftigen will find eich den Aufhänger, das Rauchen, beschissen gewählt.
    Ich weiß dass es nicht einfach ist mit dem Rauchen oder dem Trinken aufzuhören, trotzdem werd ich mich nicht Beifall klatschenden danebenstellen wenn eine Schwangere ebendies tut und sagen „Hurra, voll geil du ziehst das mit der freien Entscheidung voll durch“.

    „Ich finde es faszinierend, dass gerade die Männer in den Kommentaren schreiben, sie würden Schwangere auf so empfundenes “Fehlverhalten” ansprechen.“

    Wie geradedie Männer?
    Von den Nicknames ausgehend hab ich 2 gezählt.

  33. Miriam sagt:

    @ KingKong: Mal abgesehen davon, dass ich deine Wortwahl wenig respektvoll empfinde, ging es mir mit meinen Beispielen eben darum aufzuzeigen, dass Grenzüberschreitungen und Einmischung nicht nur in den drastischen Fällen ereignen, sondern eben auch bei so banalen Dingen wie Schwarztee trinken, rohe Eier essen usw.
    Du warst wahrscheinlich noch nie schwanger, denn dann wüsstest du, wie heftig diese Einmischung auch schon bei so Kleinigkeiten wie Schwarztee trinken ausfallen kann.

    @XYZ: Tust du das auch bei allen AutofahrerInnen, Einweg statt Mehrweg BenutzerInnen und andern UmweltverschmutzerInnen?

  34. Neeva sagt:

    Wie geradedie Männer?
    Von den Nicknames ausgehend hab ich 2 gezählt.

    Und die beiden haben sich mit Abstand am extremsten geäußert.

  35. Hanna sagt:

    Also das mit dem Hinweisen, finde ich so eine Sache. Wenn es die Situation tatsaechlich erfordert (man wird nach der Meinung gefragt, auf irgendeine Weise mit in die Verantwortung gezogen, oder ist dirket an der Situation beteiligt), dann finde ich schon, dass man seine Meinung FREUNDLICH sagen kann. Aber dann ist eben Schluss. Fremde anpoebeln, oder auch die Arbeitskollegin (wie es Gary schrieb, allerdings hielt ich das fuer Sarkasmus), finde ich, ist ueberhaupt nicht drin. Denn: Es ist letztendlich die Entscheidung der erwachsenen, muendigen, werdenden Mutter. Nur wenn sie mich in die Situation einbezieht (z.B. in dem sie von mir erwartet ihr Alkohol einzuschenken), dann habe ich das Recht diese Einbeziehung abzulehnen. Aber das betrifft eben nur mein Verhalten, das im direkten Bezug zu ihrem steht. Nicht mehr.

    Was diese Tiramisu-Diskussion angeht, da faellt mir auf, das fuer manche, die gerne mal besonders moralisch motzen, der Schutz des Ungeborenen und die persoenliche Bequemlichkeit enger zusammenhaengen, als sie sich eingestehen wollen. Wenn Frau mit dickem Bauch die Tiramisu isst bekommt sie eine Ruege, isst sie sie nicht und bittet um eine Alternative, werden die Augen verdreht. Und das geht meiner Meinung nach nicht. Wenn man ihr tatsaechlich helfen moechte, dann geht man eben auch die extra Meile mit ihr, und sitzt nicht groehlend auf der Tribuene, waehrend sie sich die Fuesse wund laeuft.

  36. drikkes sagt:

    Also, um hier mal die Äpfel von den Birnen zu trennen: So sehr mir die Person auch am Herzen liegen mag, wenn sie – hart gesagt – so blöd ist, besoffen Auto fahren zu wollen, dann halte ich sie letztendlich in erster Linie davon ab, weil sie damit andere (möglicherweise) unschuldige Verkehrsteilnehmer gefährden würde.
    Nun sollte man natürlich zwischen Mutter und Kind trennen können, aber die Verantwortung, von der hier so oft die Rede ist, die trägt/tragen die Mutter/Eltern (allein) – zumindest bis zur Geburt.
    Und auch danach haben sich die – vor allem: fremden – Mitmenschen auf die Zunge zu beißen, wenn die Gefährdung nicht gerade eklatant und/oder offensichtlich durch Unwissenheit verursacht ist. So vernünftig ein Hinweis des Standesbeamten („Sind Sie sicher, Frau Meyer-Müllikomski, daß das Kind Chantal-Aphrodite heißen soll?“) auch scheinen mag; er ist unangebracht.

  37. KingKong sagt:

    @miriam ich finde meine Wortwahl noch sehr respektvoll in Hinblick darauf dass es hier manche Leute darauf anlegen andere missverstehen zu wollen nur um Streit zu suchen.

    Ich hab schon kapiert worum es dir in deinem Beispiel ging, aber genau darum ging es mir eben nicht.

    Was die banalen Dinge angeht geh ich mit dir doch völlig konform.
    Ich sags jetzt bestimmt zum dritten Mal: Es ging ums rauchen und saufen.
    Und da finde ich es schon sehr ignorant zu sagen „Och, ist ihr Ding misch ich mich nicht ein.“
    Wieso geht eigentlich niemand auf das Beispiel mit dem verprüelten Kind ein?
    Ist das dann auch Selbstbestimmung?

    „Wie geradedie Männer?
    Von den Nicknames ausgehend hab ich 2 gezählt.

    Und die beiden haben sich mit Abstand am extremsten geäußert.“

    Seh ich nicht so.

  38. Miriam sagt:

    Wieso geht eigentlich niemand auf das Beispiel mit dem verprüelten Kind ein?

    Okay, dann tue ich dir mal den Gefallen… Ich finde, das ist doch gerade der Doppelstandard. Eine Schwangere, die ein Glas Bier oder Wein trinkt, wird heftigst angegangen, teilweise von Wildfremden, aber wenn der Nachbar das Kind misshandelt, wird weggeschaut.
    Du hast die Frage anders gestellt, ich weiß, aber wenn wir ehrlich sind, wird sich viel eher in solche Banalitäten wie „Schwarztee in der Schwangerschaft“ eingemischt als in „dem Kind im Bus eine runterhauen, weil es nicht sitzenbleiben will“.
    Drogenkonsum in der Schwangerschaft mit Kinder prügeln zu vergleichen ist das eine, vom moralischen Standpunkt her ist beides zu verurteilen, ohne Frage, aber ich würde da noch weitergehen und sogar sagen: Schwarztee trinken in der Schwangerschaft scheint ein schlimmeres Vergehen zu sein als dem Kind eine runterzuhauen, weil es nicht stillsitzt, und das ist ein Doppelstandard, den es zu bekämpfen gilt!

  39. SoE sagt:

    @KingKong: Es geht nicht ums Saufen. Das ein Saufgelage keine gute Idee ist, bestreitet keiner. Es geht um das Recht, einer Frau das 2. Bier abzusprechen, weil heute alle denken, dass schon kleine Mengen Alkohol schädlich seien (wobei die Forschung das nicht mal unterstützt). Und das einzige Beispiel mit Zigaretten war die Frau, die einfach nicht davon losgekommen ist. Und der noch zu sagen, wie dumm sie ist, ist wirklich der am wenigsten hilfreiche Ratschlag!

  40. Hanna sagt:

    Was das Trinken waehrend der Schwangerschaft angeht ist es nicht so straight forward mit den Beweisen und Gegenbeweisen aus der Forschung, so viel ich weiss. Die NHS schreibt beispielsweise:

    „If you are pregnant or planning to become pregnant, you should avoid alcohol completely in the first three months of pregnancy because there may be an increased risk of miscarriage. […] Experts are not certain how much alcohol it is safe to drink in pregnancy, but at the low level of one or two units once or twice a week there is no evidence of harm to the unborn baby. You should not get drunk or binge drink (drinking more than 7.5 units of alcohol on a single occasion) while you are pregnant because it could harm your baby. „

    Deshalb sagte ich ja, dass es nicht ok war die im obrigen Artikel erwaehnte Dame einfach aus dem Pub zu werfen, auch wenn sie mit einem Pint schon die 2 Units Grenze erreicht hatte. Aber wie gesagt, wenn ich im Pub arbeiten wuerde und ich mir nicht sicher waere, ob ich da nun etwas gefaehrliches mache, wenn ich einer schwangeren Frau Alkohol verkaufe, wuerde ich vllt sagen: ‚Ich kann das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Sry.‘ Die Frage ist, wo meine Mitverantwortung anfaengt, bzw. ihre Eigenverantwortung aufhoert. Ich finde das ein ganz schwieriges Thema. Ich will niemandem ungefragt ins Leben schwaetzen, aber ich will auch nicht mit einer „Mir-doch-scheiss-egal-ob-es-anderen-gut-geht“-Haltung durchs Leben gehen.

  41. KingKong sagt:

    @Miriam
    Dann sind wir doch einer Meinung :)

    @SoE
    Das es darum ging war mir schon klar, das seh ich genauso, den Cliffhanger dazu fand ich allerdings daneben und dass die Leute die sich an diesem störten gleich als Bevormunder und Reinquatscher dastanden.

  42. Katrin sagt:

    die Diskussion ist irgendwie *spießig*
    es ist ja Kunst, das darf man nicht vergessen. Und es soll einen ja aufregen, soll irritieren usw. usf. – so what? Muss man dann unbedingt die Diskussion anfangen mit „aber eine Schwangere sollte keine Drogen..“ – nö.
    I like die Bilder :)

  43. […] scheinbar immer noch glauben – und erst recht keine Krankheit. Nach einem anderen Artikel auf maedchenmannschaft.net/ habe ich hingegen gedacht, daß darüber doch ein wenig kontroverser diskutiert werden würde, als […]