Naomi Wolf über US-Faschismus

von Meredith

Auf AlterNet gibt es ein Interview mit Naomi Wolf zu sehen. Die feministische Autorin des Klassikers „The Beauty Myth“ hat ein neues Buch geschrieben, in dem sie die politischen Vorgänge in den USA als Vorbereitung für den faschistischen Staat beschreibt.

Anders als teilweise berichtet worden ist, vergleicht Wolf aber nicht Bush mit Hitler. Vielmehr glaubt sie, aus den Abläufen im Deutschland der 30er, Italien der 20er oder Stalins Soviet Union eine „Blaupause“ des Faschismus heraus zu lesen. So weit ist das nicht besonders revolutionär. Doch Wolf zerlegt den Vorgang in zehn Schritte und zeigt, dass einige von ihnen von der Bush-Regierung bereits eingeleitet worden sind.

Die Blaupause kann also in Teilen auch auf das, was seit Anfang des Jahrzehnts in den USA passiert, durchaus angewendet werden. Und da wird es gruselig. Mit Sicherheit sind einige von Wolfs Thesen etwas weit her geholt. Aber vielleicht muss man auch hin und wieder mal zu extreme Vergleiche ziehen, um danach klarer analysieren zu können.

Das Interview ist etwas lang und die Fragstellerin etwas anstrengend. Aber es lohnt sich auf jeden Fall anzusehen für alle, denen das Thema US-Politik Sorgen bereitet.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 2. Dezember 2007 um 19:12 Uhr unter Geschichte, Inspiration. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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