Vor ein paar Wochen haben wir hier auf den Fall des irakischen Mädchens Rand hingewiesen. Sie war im Mai von ihrem eigenen Vater ermordet worden, weil sie sich in einen britischen Soldaten verguckt hatte. Rands Mutter Leila hatte sich in einem – für irakische Verhältnisse – todesmutigen Akt von ihrem Mann scheiden lassen.
Die letzten Wochen hatte sie auf der Flucht verbracht und sich in diversen Frauenhäusern vor dem Mann, der ihre Tochter totgeschlagen und ihr den Arm gebrochen hatte, versteckt.
Gestern wollten zwei irakische Frauenrechtsaktivistin Leila zur Grenze Richtung Amman bringen. Auf dem Weg zum Auto wurde Leila mit drei Schüssen von Unbekannten ermordet, die beiden Aktivistinnen kamen mit schweren Schussverletzungen davon.
Die Situation der Frauen im Irak scheint sich immer mehr zu verschlimmern. Weder die Polizei noch weite Teile der irakischen Gesellschaft interessieren sich für die vielen Fälle sogenannter Ehrenmorde, die in den letzten Jahren passiert sind.
Die beiden Helferinnen müssen nun auch um ihr Leben fürchten und den Irak daher verlassen. Allerdings fehlt es ihrer Organisation an Geld. Die guten Frauen bei jezebel haben sich Kontaktdaten zu der NGO verschafft, wer helfen will, sollte ihnen einfach eine Mail schicken.

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