Herman bald wieder im TV

von Susanne

Eva Herman könnte bald wieder als Moderatorin arbeiten, angeblich hat ihr ein großer Privatsender ein Angebot gemacht. Das wäre nicht weiter interessant, wenn nicht im Bericht zu ihrem Comeback folgender Satz auftauchen würde:

Auch ihr bald zwölfjähriger Sohn habe gemeint: „Mama, jetzt wird es aber Zeit, dass du mal wieder ins Fernsehen gehst“.

Interessant, dass Hermans Sohn emanzipierter zu sein scheint als seine Mutter. Im Gegensatz zu ihr denkt er ja anscheinend, dass Frauen auch berufstätig sein sollten. Oder er will einfach mal zu Hause seine Ruhe?




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2009 um 18:40 Uhr unter Medienkritik, Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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21 Kommentare

  1. Hm… in meinen Augen wird der 12-jährige Sohn als Entscheidungsträger dargestellt. Finde ich komisch (im Sinne von merkwürdig). Aber aus Hermans Perspektive legitimiert es wohl auch zunehmende Medienpräsenz wieder.

  2. Susanne sagt:

    Ich vermute sogar, er MUSS es öffentlich legitimieren. Weil sie ja bisher darauf bestanden hat, Kinder würden Schaden von der Berufstätigkeit ihrer Mutter nehmen.

  3. Lara sagt:

    Scheint eine AP-Info zu sein, finde die Info an vier Stellen im Netz in Copy-Paste-Form. Ob da den Bunte-Lesan tatsächlich eine Legitimierung untergeschoben werden sollte… naja… vielleicht habe ich ja ein falsches Vorurteil über die Zielgruppe dieses Magazins. Lustig ist es allemal :)

  4. Daniel Schulz sagt:

    Finde ich gut. Simplicissimae wie Eva Hermann belegen selbst für wirklich abgestumpfte Sesselpuper das die Befreiung beider Geschlechter noch nicht ganz zu ihrem Ende gekommen sein kann.

    Ins gleiche Schubfach gehört sicherlich ein Artikel im Handelsblatt, welchen mir meine aufmerksame Freundin heute zu lesen gab. Es geht um die Terror-Herrschaft der Gender-Studies:

    http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/feministinnen-erforschen-sich-selbst;1325097;0

    Es gibt eben Kollegen, die der Meinung sind, dass der Feminismus gerade eine mediale Hegemonie erlebt hat. Und nun werden sie absolut kritisch dagegen angehen. Denn diese Kritik kostet sie rein nichts, ist aber bei ältlichen Chefredakteuren und Ressortleitern sicherlich sehr beliebt.

    Irgendwie glaube ich, dass das mit der Wirtschaftskrise noch zunehmen wird. Ich sehe schon den Spiegel-Titel vor mir: Festung Familie. Deutschlands Frauen flüchten vor der kalten Wirklichkeit an den warmen Herd. Oder: Krise, Kind und Kegel – wie Managerinnen wieder zu Müttern werden

    Und: Autobahnen werden dank der Großen Koalition ja wieder gebaut. Wer sollte die Eröffnungsfeiern besser moderieren als Eva?

    Man, das wird toll.

  5. Susanne sagt:

    (@ Lara: Die Bunte schreibt auf ihrer Webseite „Das ganze Interview am Do“, deswegen denke ich, dass die ein paar Passagen aus dem Gespräch vorab an die Agenturen gegeben haben, damit alle darüber berichten und dann alle schön die Bunte kaufen.)

  6. greta sagt:

    Der Oberwitz zu Eva Herman war ja schon immer, dass sie dauernd Bücher geschrieben hat, wie schädlich es ist, als Mutter nicht zu Hause zu sein und deswegen so oft im Fernsehen oder irgendwelchen Talkshows rumgehangen hat, dass sie kaum besonders viel daheim gewesen sein kann. Vielleicht ist sie, nachdem sie beim Fernsehen gekündigt wurde, zum ersten mal wirklich viel mit ihrem Sohn zusammen gewesen. Und der kriegt jetzt den Heimkoller. „Eva ante Portas“ quasi… :-D

  7. access denied sagt:

    Haha, ich glaub schon, dass der seine Ruhe will

  8. Sonnenschein sagt:

    Kaum Zeilen wurden darüber gedruckt, dass Frau Herman „Frei“ gesprochen wurde.

    Wieso darf ein englischer Verleger uns die Schundzeitungen aus der Nazizeit (Faksimile) auflegen, und Frau Herman sollte tunlichst zu Hause bleiben?
    Also doch noch Diskriminierung.

  9. Erna sagt:

    @sonnenschein: DAS willst du tatsächlich vergleichen?
    du gehst also davon aus das frau herman in der form behandelt wird/wurde weil sie eine frau ist..?
    ich hab die zeitungen bisher nicht gesehen, weil ich nicht in deutschland lebe und gestehe auch jedem zu das veröffentlichen von den original-zeitungen kritisch zu sehen. aber soweit ich gehört und gesehen habe sind die zeitungen historisch aufgearbeitet und kommentiert.
    das ist, meiner meinung nach, nicht zu vergleichen mit den unreflektierten aussagen von eva herman.

  10. Sonnenschein sagt:

    @Erna: Die Zeitungen sind weder ausreichend historisch aufgearbeitet + kommentiert. Um die Schundzeitungen herum ist ein übergroßes Faltblatt gelegt mit den neuen „Erläuterungen“ der jeweiligen „Historiker.“
    Wenn Aufarbeitung/Information dann schon beginnend in den letzten Hauptschulklassen, us.w. und zwar richtig.
    Ich setzte hier keinen Vergleich an – nur – es muss das, mit mehrerlei Maß messen, meist immer zum Nachteil der Frauen, aufhören.

  11. Erna sagt:

    @sonnenschein:
    um aber zu belegen dass im fall eva herman tatsächlich mit zweierlei maß gemessen wird müsstest du einen vergleich anstellen. und dann am besten noch einen der eben nicht hinkt.
    feminismus in allen ehren aber immer diskriminierung zu schreien wenn eine frau in die kritik gerät ist, meiner meinung nach nicht angebracht.
    ich fand den umgang mit eva herman absolut angemessen. und mir ist es dabei völlig egal ob sie eine frau ist oder nicht.
    zu den zeitungen kann ich, wie gesagt nicht viel sagen da ich sie selbst nicht gesehen hab. natürlich ist aufklärung in schulen nötig und mit sicherheit effektiver als es solche zeitungen je sein könnten… aber das eine hat mit dem anderen nur wenig zu tun.

  12. Susanne sagt:

    @ sonnenschein: Ich kann mich da Erna nur anschließen. Eva Herman wusste als öffentliche Person, dass man über das, was man öffentlich sagt, auch vorher mal nachdenken könnte.

    Dass sie das offensichtlich nicht getan hat und dafür abgewatscht wurde, ist nicht ihrem Geschlecht zuzuschreiben. Sie hat da einfach als MENSCH versagt.

  13. Sonnenschein sagt:

    Ich kann auf beide Kommentare nur antworten: „Die schlimmste Feindin ist das eigene Geschlecht.“
    Wieso darf Frau Herman keine Fehler machen?

    Im Moment haben „aktive“ Typen den Kapitalismus an den Rand des Ruins gebracht, und die jeweiligen Regierungen springen ein – weil sonst ALLES zusammen brechen würde.
    O,la, la!
    Ich war neun Jahre in einem teuren Mädcheninternat. Lernte sehr viel über die Gemeinheiten meiner Mitzöglinnen.
    Ich „erlaubte“ mir auch immer, nicht mit den „Alpamädchen“ einer Ansicht zu sein.
    Ich muss keine Vergleiche anstellen. Ich finde ganz einfach, dass Frau Herman das Recht hat wieder öffentlich zu sein und zu arbeiten.

  14. Erna sagt:

    meine güte, soviele haltlose behauptungen in einem kommentar.
    nur weil man also die aussagen von frau herman nicht gutheißt und kritisiert ist man als jetzt ein nestbeschmutzer der keine fehler erlaubt.. frau herman sah ihre aussagen lange zeit selber nicht als fehler an und hat sie nur immer wieder bestätigt. hätte ein mann das getan, wäre ich für den selben umgang mit ihm.
    und natürlich „darf“ frau herman wieder arbeiten… es ist nur lustig da sie selbst gesagt hat das würde ihren kindern irgendwie schaden.

    was das jetzt mit der wirtschaftskrise zu tun hat weiß ich nicht und ich verstehe auch zuwenig von dem thema um jemanden zu beschuldigen…
    ich kenne auch gemeine frauen. und jetzt?
    wenn du sagst frau herman würde wegen ihres geschlechts diskriminiert, musst du natürlich gar nichts. du kannst alle deine meinungen einfach so in diskussionen streuen.. das steht dir absolut frei. möchtest du deine meinung allerding argumentativ unterbauen um dich mit anderen menschen auszutauschen wäre es sicher von vorteil vergleiche anzustellen oder beweise zu erbringen. dann erst fängt es an eine konstruktive diskussion zu werden..

  15. Lara sagt:

    Was hat Eva Herman mit dem Kapitalismus zu tun? Und wo genau wird mit zweierlei Maß gemessen?

  16. Judith sagt:

    hallo sonnenschein!

    heißt gleichberechtigung nciht männner u n d frauen ernst zu nehmen? wenn man sie toll findet was sie machen, für sie einzutreten und wenn man etwas weniger toll findet sie kritisieren zu dürfen? und zwar unabhängig vom geschlecht. und dass meine kritik an diesen, positiv wie negativ ernstgenommen wird unabhängig von meinem eigenen geschlecht?
    frauen, die kritikpunkte am verhalten oder den aussagen anderer frauen haben, in zusammenhang mit pubertären internatsintrigen zu bringen, kommt mir alles andere als gleichberechtigungsorientiert, frauenfreundlich oder gar feministisch vor.

  17. Mondfee sagt:

    >>>Ich kann auf beide Kommentare nur antworten: “Die schlimmste Feindin ist das eigene Geschlecht.”<<<
    Das paßt aber wunderbar auf Frau Herman selbst: will Frauen vorschreiben, daß sie zuhausebleiben sollen und Apfelkuchen backen, war damals mit ihrem Buch aber dauernd medial präsent- und das, obwohl sie ein Kind zuhause hatte! Wenn man schon soviel Unsinn predigt, sollte man sich zumindest selbst dran halten…

  18. Lara sagt:

    Vielleicht gibt es in den Kategorien der Frau Herman einfach zwei Typen von Frauen. Kennt jemand eigentlich ihre Bücher? Würde mich interessieren, was da so drin steht, konnte mich aber nie dazu durchringen, mir eins zu kaufen.

  19. Mondfee sagt:

    Hallo Lara,
    ich habe nur „Das Eva-Prinzip“ gelesen und werde sicher nicht nochmal Zeit mit einem Buch von Eva Herman vergeuden…;)
    Eine Rezension findest Du z.B. hier:

    Besonders „Thesen und Reaktionen“ ganz unten finde ich sehr interessant!:)

  20. Mondfee sagt:

    Ups, Entschuldigung wegen dem Link! Vielleicht könnte das eine von Euch reparieren?*args*

  21. Anna sagt:

    Mondfee, ich habs mal ein wenig schicker gemacht, aber funktioniert hat dein link auch.