Erwachsenwerden mit Stereotypen

von Susanne

Barbie ist ja eh nicht dafür bekannt, ein besonders ausgewogenes Frauenbild zu vermitteln. Aber jetzt hat Mattel mal wieder einen Tiefpunkt markiert, mit der Barbie Girl „Fashion Fever“.

Die Gute bringt Mädchen bei, was in Zukunft ihr liebstes Hobby sein wird: Shoppen. Und zwar: unlimited. Denn im Lieferumfang ist nicht nur eine Shopping Boutique, sondern auch eine pinke Kreditkarte, die kein Limit kennt. Im Filmchen blinken die Summen (pling, $200, pling $150, pling, $200) fröhlich auf. Schön, wenn Mädchen schon ganz früh lernen, dass ein Shoppingtag auch mal mehrere hundert Dollar kosten kann. Denn: Hey, was sollen denn Frauen sonst bitte den ganzen Tag tun?

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Eintrag geschrieben: Sonntag, 30. Dezember 2007 um 14:30 Uhr unter Medienkritik. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. alex sagt:

    Nicht nur Barbie, es gibt eine ganze Menge solcher ‚Spielzeuge‘, und ich rege mich immer wieder darüber auf, auch wenn ich keine Frau bin.

  2. onkleklausi sagt:

    Also ich würde sagen, dass sich über solche Produkte (inkl. Werbung dafür) jedes Elternteil aufregt. Die Kinder werden ja schon in jungen Jahren auf Shopping gedrillt, das ist ja das eigentliche Problem dieser Artikel. Kinder soll Geld ausgeben beigebracht werden. Diese Werbung hat für mich nur insofern was Frauenfeindliches, als das hier wieder das alte Klischee der Frau, die sich übers Shoppen definiert, ausgegraben wird. Dabei ist die Wahrheit doch eigentlich (aus meiner Erfahrung gesprochen) eine andere. Die Männder in meinem Bekanntenkreis sind die, die das Geld für teure Computer(-teile), Autos oder Fernseher zum Fenster rauswerfen.
    Mattell hat zwar mal eine Barbie im Rollstuhl rausgebracht um die Toleranz und den Umgang mit Behinderten zu fördern, aber das war es dann wohl an positiven Ansätzen im Unternehmen.