Einträge mit dem Tag ‘Männergesundheit’


Männergesundheit und andere „Frauensachen“ – die Woche im Überblick

18. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft

Die US-Außenministerin Hillary Clinton wurde auf einem Bild, das in der jüdisch-orthodoxen Zeitung Di Tzeitung veröffentlicht wurde, einfach weg retuschiert. Die Erklärung laut taz: „[D]as Blatt aus Brooklyn druckt niemals Frauen ab, da ihre Abbildung die männliche Leserschaft sexuell zu verführen droht.“

Die Journalistin Pumza Fihlani wird demnächst heiraten und stößt als moderne Frau in Südafrika auf traditionelle Rollenbilder. Bei der BBC erzählt sie von ihrem Versuch, die inneren und äußeren Konflikte zu lösen.

Mit Quoten beschäftigt sich im Migazin Martin Hyun. Denn in den Führungsetagen geht es seit Jahren sowohl für Deutsche mit Migrationshintergrund, als auch für Frauen nicht voran.

Aus Karachi nach Berlin – die pakistanische Journalistin Hani Yousuf ist derzeit bei der Welt. Sie fragt sich, wo in Deutschland (etwa in der morgendlichen Redaktionskonferenz) eigentlich die Frauen seien und warum „westliche Frauen alle anderen Frauen nach ihren Standards“ beurteilen.

Über Vergewaltigung als Kriegstaktik sprach Barbara Unmüßig aus Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung im Deutschlandradio Kultur.

Endlich! Das Video zum re:publica 2011-Panel „Guck mal wer da spricht“ ist online:

re:publica XI: Guck mal, wer da spricht from Philip Steffan on Vimeo.

Gleich vier Tage am Stück ist eine saudische Hausfrau in Jeddah unfallfrei Auto gefahren. Und hat damit die Debatte um das Fahrverbot für saudische Frauen noch einmal angeheizt, berichtet das Time Magazine. Auf Facebook sind unter dem Titel “I will drive starting June 17” inzwischen 3.000 Frauen und Unterstützer versammelt.

Männergesundheit ist Frauensache! Zumindest in Österreich. Dort startete kürzlich die Kampagne „Ich schau auf meinen Mann“ target=“_blank“. Heteronormativ, sexistisch und ein Rollenbild, das an die 1950er erinnert, verpackt in ein schickes Design mit Schlüpfern. dieStandard.at vergibt gleich mal eine ihrer berühmten Zitronen für diesen Fehlversuch, Stereotype mit Stereotypen zu bekämpen.

Roseanne Barr, bekannt aus der gleichnamigen Sitcom der 1990er Jahre, schreibt in einem sehr persönlichen Text über ihre Rolle als feministische Ikone, über ihr Serien-Alter-Ego, die Fernsehbranche und den ganzen Rest.

Geht es nach dem Willen der Jugendorganisation von Südafrikas Regierungspartei, wird die Anti-Baby-Pille schon für Zwölfjährige ein Muss, berichtet die taz.

Die Ceiberweiber haben die unsägliche Debatte um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn noch mal zusammengefasst und kritisch kommentiert.

Zum Schluss noch der Hinweis auf unsere Terminliste für Mai, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen könnt.


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Wir lassen uns aufregen: Blogschau zum Wochenende

22. Januar 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 99 von 295 der Serie Die Blogschau


Die Honigsüße Welt fragt sich und ihre Leser_innen: „Woher kommt diese ‚Tradition‘, dass es für Frauen selbstverständlich ist zum Frauenarzt zu gehen, aber Männer gehen nicht zum Männerarzt?

Beim Mädchenblog spricht Blanca Dole vom feministischen Kollektiv der Uni-Frauen (so denke ich mir das zumindest mit meinem Urlaubsspanisch) über das Verbot der Notfallverhütung („Pille danach“) im April 2009 und dessen Folgen.

Und noch ein Blick über Deutschland und Europa hinaus: Bei L-Talk gibt es aus aktuellem Anlass – den Protesten und der Staatskrise in Tunesien – einen schon etwas älteren Text über die Situation von lesbischen Frauen im Land.

Die Denkwerkstatt berichtet über eine Veranstaltung mit Monika Hauser (Gynäkologin, Gründerin von Medica Mondiale, Trägerin des s.g. „Alternativen Nobelpreises“ 2008 und Kämpferin gegen sexualisierte Gewalt).

Ebenfalls beim Mädchenblog hat Leonie offenbar die Quotenintervention von Ursula von der Leyen (wir berichteten) vorausgeahnt und fragt schon mal „Warum eigentlich nicht gleich 50%?“

annalist verlinkt den Vortrag von Seda Gürses beim letztjährigen Kongress des Chaos Computer Clubs 27c3 über Privatsphäre, Datenschutz und Überwachung und legt ihn gerade Nicht-Informatiker_innen ans Herz (oder den Kopf).

Franziska Heine hat gelesen und gezählt, nämlich wie sich Frauen in der deutschen Blogosphäre selbst bezeichnen: Mädchen, Fräulein, Frau?

Bei words on a watch schreibt die Schriftstellerin Katharina Schultens über schlechte PR-Texte und gelangt auf kleinen Umwegen schließlich auch zum Auszählen – in diesem Fall der Repräsentation von Lyrikerinnen und Lyrikern.

Beim Feministischen Institut Hamburg gibt es eine ausführliche, persönliche und zugleich nüchtern-distanzierte Einzelfallstudie zum Umgang mit sexistischen Situationen: Was sage ich? Wie sage ich es? Wie reagiert er/sie und wie geht’s weiter?

Das Nuf könnte sich aufregen und tut es. Und zwar über einen Artikel im Nido (oder in der Nido anscheinend, sorry!), der das Schicksal von Mittelschichtsfamilien beklagt, die nach dem Kinderkriegen sparen müssen: „Man kann nicht mehr vier Mal in der Woche ausgehen, für den Jahresurlaub muss man sparen.“ Das Nuf rät: Jedes Kind nur ein Pony.

Eine elegante Überleitung zu einem kurzen Blick in die öffentlich-rechtliche Onlinewelt: rbb-Redakteurin Su Holder schrieb einen sogenannten „offenen“ – und bösen – Brief an die schwangere Kristina Schröder. Verletzung der Persönlichkeitsrechte fand ihr Arbeitgeber, der Sender Fritz, und nahm den Text von der Website.

Und zum Abschluss gibt’s noch einen Termin: Gestern starteten in Bielefeld bereits zum vierten Mal die „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie“. Organisiert werden sie vom AStA der Fachhochschule Bielefeld, dem AStA der Universität Bielefeld sowie dem Frauencafé Anaconda, der Fachschaft Gender Studies und dem Autonomen Schwulen Referat (SchwuR) an der Uni Bielefeld. Bis zum 28.01.2011 gibt es noch zahlreiche Veranstaltungen, das ausführliche Programm hier.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Depressionen für alle

9. November 2010 von Nicole

Der November ist der Monat der Schwermut und der trüben Gedanken, die Tage werden unweigerlich kürzer, das Licht seltener, die Menschen kränker. Nicht abwegig also, befindet Martin Reichert in der taz, dass ausgerechnet in diesen Tagen der erste Männergesundheitsbericht vorgestellt wurde, der u. a. auf die Vernachlässigung psychischer Erkrankungen bei Männern aufmerksam macht. Ein Thema, das durch den Freitod des Nationaltorhüters Robert Enke vor ziemlich genau einem Jahr – noch eine gelungene kalendarische Fügung – ins Blickfeld geriet, inklusive der im Fernsehen live übertragenen Trauerfeier im Stadion Hannover 96, die berührend und verstörend zugleich war.
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