Diese Woche war wieder richtig viel los:
Die erste und wie ich finde ganz famose Nachricht gibt es am heutigen Freitag in der taz zu lesen: „Im schwedischen Stockholm wird weltweit erstmals eine lesbische Pfarrerin zur Bischöfin gewählt.“ Leider melden sich natürlich auch sofort Stimmen, welche nun die Kirche in Gefahr wähnen. Dabei könnte dies eine Chance für die Kirche darstellen: Denn Modernisierung ihrer moralischen Grenzen stünde dringend an.
Auf Spiegel Online findet sich ein Artikel über ein Bordell in Stuttgart, der ein bisschen seifenopernhaft daherkommt, aber zu knallharten Fakten führt: Im Grunde hat das Bordell, alles, was man sich wünschen könnte – vor allem Stil und eine strahlend weiße Weste. Scheinbar. Denn nun ist der Besitzer in einen Menschenhandels-Prozess verzwickt.
Eine Kampagne gegen K.O.-Tropfen startet in Kiel: Im Interview mit sueddeutsche.de erklärt Ursula Schele, die Opfern bislang in einer telefonischen Beratung half, warum das dringend notwendig ist. Anscheinend nimmt der Missbrauch von GHB/GBL um Mädchen und Frauen gefügig zu machen immer mehr zu.
Pornos und Intim-OPs – keine gute Mischung. Die Bild.de berichtet, dass vermeintlich aufgrund des größeren Porno-Konsums immer mehr Frauen auf die Idee kämen, ihre Schamlippen seien zu groß. Die plastische Chirurgie bietet Abhilfe.
Twitter ist überall – alle Welt twittert. Doch es gibt Gender-Unterschiede im Zwitschern: Zum Beispiel haben Frauen im Durchschnitt 15% weniger „VerfolgerInnen“, als Männer. Zudem folgen Männer lieber anderen Männern, als Frauen. Gendertrouble im Web 2.0 – here we go. Mehr dazu lesen bei der Business Week.
Sie ist eine großartige Marketing-Figur und weiß sich (und ihren Babybauch) medienwirksam zu verkaufen: Nun steht Silvana Koch-Mehrin, Autorin von Schwestern. Streitschrift für einen neuen Feminismus in der öffentlichen Kritik. Sie soll zu wenig Zeit in ihre Arbeit als Parlamentarierin investieren, wie das ARD-Magazin Zapp, z.B. in diesem Youtube-Film, berichtet. Hajo Schumacher vom v.i.S.d.P.-Magazin nimmt hingehen Koch-Mehrin in Schutz: Sie habe in dieser Zeit eben zwei Kinder bekommen und sei einfach in Mutterschutz gewesen.

American Apparel ist in feministischen Kreisen schon länger wegen sexistischer Werbung in der Kritik. Zwar stimmen hier die Produktionsbedingungen der Kleidungsstücke, doch der Umgang mit dem weiblichen Geschlecht in den Werbebroschüren und auf der Homepage ist immer wieder äußerst grenzwertig. Einen offenen Brief an American Apparel hat BitchBuzz in ihrem Blog geschrieben. Anlass: Eine Porno-Strumpfhose (siehe Bild).
Miss-Wahlen sind einfach absurd. Trotzdem, oder gerade deswegen, zum Abschluss noch ein schöner Artikel vom Freitag, über die Wahl zur Miss World.

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