Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Spengler sagt in einem sehr interessanten Interview mit der Süddeutschen Zeitung, Frauen seien in Sachen Karriere immer noch zu wenig ehrgeizig und müssten selbstbewusster werden. Und auch unser Frauen- und Männerbild müssten wir überdenken:
Spengler: Das Klischee hält sich hartnäckig, dass Frauen zu schwach oder zu zickig für Führungspositionen seien. Zudem wird oft behauptet, Frauen müssten ihre nicht vorhandene Männlichkeit durch übertriebene Härte kompensieren. Diese Stereotypen müssen wir aufgeben. Dazu müssen wir die männlichen Entscheider in diesem Thema ausbilden.
(…)
SZ: Frauen tun sich ab einer bestimmten Position schwer, spezielle Förderangebote anzunehmen, um nicht hilfsbedürftig zu erscheinen. Mit Recht?
Spengler: Das ist falscher Stolz am falschen Platz. Noch besser wäre es, wenn wir das ganze Mann-Frau-Denken aufgeben würden. Es ist doch bestürzend, dass im Handwörterbuch des Personalwesens unter dem Stichwort „Besondere Arbeitnehmergruppen“ immer noch Frauen genannt werden. Solange das in unseren Köpfen drin ist, erreichen wir nichts.

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