Einträge mit dem Tag ‘Lisa Ortgies’


Schröder vs. Ortgies

29. November 2010 von Barbara

In der Süddeutschen Zeitung gibt es heute eine Seite Interview mit zwei Frauen, die über Feminismus diskutieren: Am Debatten-Tisch sitzen und streiten Kristina Schröder und Lisa Ortgies. Inzwischen ist das Interview online erschienen. Eins als Vorgeschmack: Auf ihrer Website schreibt Kristina Schröder am 19. November 2010 über ihre öffentlichen Äußerungen zum Thema Feminismus (wir haben berichtet):

“Vielen Dank für Ihre Zustimmung!

In den vergangenen Tagen haben mich sehr viele E-Mails, Briefe, Facebook-Nachrichten und Anrufe zu meinem Interview im Spiegel vom 8. November 2010 erreicht, in dem es unter anderem um Feminismus ging. Dafür möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken! Es freut mich sehr, zu lesen, dass dieses Thema auf so großes Interesse stößt und viele mich in meinem Standpunkt unterstützen. Die überwältigende Mehrheit der Schreiben war zustimmend.”

Eine, die nicht zustimmt, ist Lisa Ortgies.


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Plädoyer für die emanzipierte Familie

7. Dezember 2009 von Susanne
Dieser Text ist Teil 37 von 60 der Serie Die Feministische Bibliothek

ortgies_heimspielWarum halten wir privat immer noch an einem überkommenen Lebensmodell fest, das nicht nur für Frauen direkt in Frust und Altersarmut führt, sondern auch Männer zum Ernährer-und-sonst-Zuschauer degradiert? Dieser Frage geht die Journalistin und Fernsehmoderatorin Lisa Ortgies in ihrem Buch “Heimspiel. Plädoyer für die emanzipierte Familie” nach.

Am auffälligsten an diesem Buch ist die Gliederung der Themen, die sie wählt: Väter, Haushalt, Mütter, Kinder. Richtig gelesen: Haushalt. Was soll man dazu schon schreiben?, fragt sich da vielleicht die Leserschaft, aber nach der Lektüre von Ortgies’ Haushaltskapitel ist klar: Unendlich viel. Denn der Haushalt ist Quell von Frustration, gescheiterten Emanzipations-Anstrengungen, er zementiert alte Rollen, ist ein Schutzschild vor anderweitigen Ambitionen und und und.

Das Wichtigste vielleicht gleich zuerst:

“Nach wie vor spricht man dem [...] Ideal der romantischen Liebe eine uneingeschränkte Macht über die Banalitäten des Alltags zu.”

Soll heißen: Verliebte, und das sind ja meistens diejenigen, die sich entschließen, ihre Leben zusammenzulegen, zu heiraten oder Kinder zu kriegen oder alles zusammen, genau die verschließen gern die Augen vor den Problemen, die der Alltag so mit sich bringt. Über den Alltag, vor allem den Haushalt redet man nicht. Das wäre der Liebe nicht angemessen. Oder so. Und deswegen erwischen die meisten Paare die entsprechenden Widrigkeiten dann eiskalt:

“[...] Experten kommen zu dem Schluss, dass die Frauen schon vor der Ehe mutmaßten, mehr Aufhaben übernehmen zu müssen, während die Männer umgekehrt damit rechnen, entlastet zu werden. Und genauso ergibt es sich dann auch – womit wir wieder bei der selffulfilling prophecy wären.”

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Lisa Ortgies wieder bei Frau TV

4. Januar 2009 von Susanne

Schnelle Meldung zum Sonntag: Lisa Ortgies moderiert ab Ende Februar wieder “Frau TV”. Bevor sie im letzten Jahr für kurze Zeit die Chefredaktion des feministischen Magazins Emma übernommen hatte, war sie schon zehn Jahre lang Moderatorin der WDR-Sendung gewesen.


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Lisa verlässt Emma

30. Mai 2008 von Susanne

Lisa Ortgies, die erst im Dezember letzten Jahres als neue Chefredakteurin bei Emma berufen wurde, verlässt Alice Schwarzers Zeitschrift wieder. Der Grund:

Beobachter vermuteten, die Chefredakteurin habe ihre Vorstellungen bei Emma nicht umsetzen können. Alice Schwarzer bestätigte die Information in einer Pressemitteilung. Die Worte der Emma-Redaktion sind deutlich: “Zu unserem Bedauern eignet sich die Kollegin nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin.”

Und dann steht da im Spiegel Online-Bericht noch ein ominöser Satz:

Alice Schwarzer war auf Anfrage von Spiegel Online zu keiner persönlichen Stellungnahme bereit. Dies sei “im Interesse” von Lisa Ortgies.


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Lisa Ortgies wird neue Emma-Chefin

7. Dezember 2007 von Susanne

Gestern Abend überraschte Alice Schwarzer die Zuschauer von Kerners Talkshow: Sie verkündete, im Frühjahr 2008 ihren Job als Chefredakteurin der feministischen Zeitschrift Emma abzugeben – an Lisa Ortgies. Die 41-Jährige moderierte bisher die Sendung “Frau TV” im WDR und war Kolumnistin bei Emma. Außerdem hat sie 2004 ein konsumkritisches Buch verfasst: “Warum Schuhe nicht lügen, und anderer Schwachsinn, den Frauen glauben sollen”.

Damit überlässt Alice Schwarzer nach 31 Jahren den Chefsessel einer anderen Frau. Es wird spannend, wie Lisa Ortgies Emma verändern wird und kann – denn Schwarzer bleibt weiterhin Herausgeberin und Verlegerin und will auch weiterhin für die Zeitschrift schreiben.

Nachtrag: Alice Schwarzer im Interview mit dem Spiegel – über das Ende ihrer Chefredakteurslaufbahn und den feministischen Journalismus in Deutschland.

(Foto über WDR)


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