Zurück in die Zukunft und Gegenwart in Altersarmut – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 298 von 333 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das neue an.schläge-Magazin ist gerade erschienen und widmet sich im Hauptthema der Musikindustrie. So schreibt dort beispielsweise Caren Miesenberger über die feministische, brasilianische Musikerin MC Carol, die sich in ihren Songs mit Sexismus, dem Leben im Favela aber auch dominanter Geschichtsschreibung auseinandersetzt.

Der Polizist der 2012 wegen Fahrlässiger Tötung Oury Jallohs veruteilt wurde, soll nun auch die Prozesskosten übernehmen. Doch muss er diese nicht einmal allein stemmen. Oder überhaupt. Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt übernimmt stattdessen, berichtet neues deutschland.

Bei ZeitOnline schreibt Annett Gröschner über die Diskriminierung geschiedener Frauen, die in der DDR gelebt haben. Aufgrund bestimmter Rentenberechnungsansätzen leben viele von diesen heute in Altersarmut: „Das Problem war den Architekten des Einigungsvertrages bekannt, es ist ihnen nicht aus Versehen passiert. Im Gegenteil, man könnte ihnen nach Lage der Akten sogar Vorsätzlichkeit unterstellen, denn sie wurden noch vor Abschluss des Vertrages darauf hingewiesen.“

In der letzten Woche fand die Konferenz Dare the im_possible/ Wage das Un_Mögliche statt. Über ihre Diskussion zu möglichen generationsübergreifenden Bündnissen hat Magda Albrecht bereits hier geschrieben. Weitere Panel wurden auf einem Veranstaltungsblog dokumentiert. Dort schreibt zum Beispiel Hengameh Yaghoobifarah über Diversität und Repräsentation im Kulturbetrieb – und warum es nicht nur reicht ‚mehr Frauen‘ zu fordern.


englischsprachige Links

Egal ob eine jemals den Film gesehen hat, wenn man im Internet unterwegs ist, ist es kaum möglich nicht drauf hingewiesen zu werden: Heute ist der Tag an dem Marty McFly aus Back to the Future in der Zukunft ankommt. Ein lesenswerter Text von Jamil Smith bei New Republic, wenn auch schon aus dem Juli, widmet sich der Darstellung sexualisierter Übergriffe und race.

„My first reaction was, no way can I take that job, since I knew all about Homeland and its problems. But then I contacted many artists, just in case anyone wants or needs that job. Whoever I asked, the answer was always “no way!”. Then Caram Kapp and I, who have worked together on some graffiti projects and on the book Walls of Freedom met up with Heba Amin. She said “why not put our own messages in”?“, Muftah schreibt über die Graffiti-Künstler_innen, die in der Serie Homeland ganz unbemerkt (da offensichtlich keine andere Person am set arabisch lesen konnte) kritische Kommentare unterbrachten.

Einen tollen Podcast-Tipp gibt es außerdem:

Termin in Münster

25.10. in Münster: Salon fèministe Vol.X: Nadine Lantzsch liest aus „Queer_feminismus. Label&Lebensrealität“. (FB-Link)




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 21. Oktober 2015 um 13:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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Ein Kommentar

  1. Oskar sagt:

    Patriarchat erhält sich vor allem durch Abhängigkeit, von daher ist das Thema mit der Altersarmut tatsächlich ein sehr sehr bedeutendes.
    Wer in ökonomischer Abhängigkeit lebt dem fällt es schwer sich zu emanzipieren, einfach weil die Abhängigkeit ganz real und ganz materialistisch und ganz nach Marx besteht.
    Das Ganze wird aber auch schon bei den heute Arbeitenden gut sichtbar: gut ein Drittel der Deutschen kann sich schon heute auf Altersarmut freuen, da der Durchschnittslohn von Frauen im Schnitt niedriger liegt wird es auch vor allem Frauen treffen.
    Bei einem Drittel Gesamtarmut werden bei den Frauen wohl eher knapp die Hälfte betroffen sein
    Es gibt dazu im Übrigen auch diesen Artikel vom Spiegel (Ok nicht unbedingt ein radikal fortschrittliches Blatt)
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/gehaelter-im-vergleich-gehaltsatlas-ordnet-nach-bundeslaendern-und-geschlecht-a-1059285.html
    Relevant ist da die Lohnlücke zwischen Mann und Frau.
    während der Osten generell benachteiligt ist, ist zumindest die Lohnlücke da deutlich geringer
    mit knapp 20% im Westen allerdings sind es eher um die 30% wobei der „konservative Süden“ besonders negativ heraus sticht

    Haaaloooo?!? Gewerkschaften? wo seid ihr?