Zum Tod von Fatima Mernissi, behinderte Beauty-Bloggerinnen und feministische Archive – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 304 von 333 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die marrokanische, feministische Soziologin und Autorin Fatima Mernissi, die bekannt geworden war durch Bücher wie „Beyond the Veil“ und „The Veil and the Male Elite“, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Die NZZ veröffentlicht einen Nachruf und verweist auf das vielfältige Engagement Mernissis.

90 Prozent der antisemitisch motivierten Straftaten werden von Rechten begangen (und nicht etwa von „den Muslimen“). Ein lesenswertes Interview in der Süddeutsche mit Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung.

„Mach mit beim internationalen Mapping-Event “MapMyDay” und schaff Bewusstsein für Barrierefreiheit.“ – Mehr Informatinen zu diesem Event findet ihr auf MapMyDay.

Wie werden Frauen in den Medien sichtbarer? Felicia Mutterer und Maren Heltsche haben bei den #medialectures diskutiert. (YouTube-Link)

englischsprachige Links

Am Dienstag war World Aids Day. Aus diesem Anlass schrieb Jordan Taylor bei Mic.com darüber, dass nur ein Bruchteil der mit HIV infizierten Personen frühzeitig Zugang zu wichtigen Medikamenten haben und was getan werden müsste, damit sich dies ändert.

Autostraddle stellt einige feministische/ feminisisch relevante Archive, wie das Jewish Women Archive und das Pembroke Center’s Feminist Theory Archive, vor, zu welchen es online Zugriff gibt.

Bei The Cut fragt Rebecca Traister: „Why Do We Humanize White Guys Who Kill People?

Beim BBC sprechen fünf Beauty-Bloggerinnen über die Bedeutungen von Style und Make-Up im Kontext von Behinderungen, über ihre Ansätze und Themen, die sie fokussieren wollen. Eine der dort portraitierten Bloggerinnen schrieb zu dem auf ihrem eigenen Blog, Sarah in Wonderland, über das Fotoshooting mit Kylie Jenner, welches einen Rollstuhl als Requisite nutzt: „Apparently the images were to highlight the ‘limitations of fame.’ How on earth does a wheelchair represent limitations? A wheelchair is freedom for so many disabled people, for me. […] The fact that she commented on ‘limitations’ just shows how ill-informed she really is; we’re only limited because of the ableist society we live in and when well-known celebrities like Kylie Jenner are appropriating this view, it’s extremely harmful to many of the disabled community. We deal with a lot of limitations on a daily basis, from accessibility to discrimination – but a wheelchair is freedom. “

Die 72-jährige Schauspielerin Holland Taylor zum Thema Beziehungen: “I haven’t come out because I am out. I live out.”

Termine in Berlin und Essen

03.12. in Berlin: Präsentation der Anthologie „Winter Shorts“ mit Clementine Burnley, Bino Byansi Byakuleka, Yosime Flood, Noah Hofmann, Sharon Dodua Otoo, WoMANtís RANDom, Lewis Teschner und Tyrell Teschner. (FB-Link)

03.12. in Berlin: weiblich, männlich, fließend – Der literarische Salon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu Gast im LCB. Geschlechtervielfalt in der Literatur: Mit Aris Fioretos, Thomas Meinecke und Jayrôme C. Robinet. Moderation: Karen-Susan Fessel.

10.12. in Berlin
: Podium zu „Kunst: Kritik, Widerstand, Empowerment?!“ mit Sandrine Micossé-Aikins (Mind the Trap), Philipp Khabo Köpsell (Indaba) und Natasha A. Kelly (Moderation) (FB-Link)

12.12. in Essen: Ab 14 Uhr gibt es einen Body- und Fatshaming-Empowerment-Workshop mit Hengameh. (FB-Link)

15.12. in Berlin: Gespräch mit Jessica Jacoby, eine Mitgründerin des Schabbeskreis, einer „eine lesbisch-feministische[n] politische[n] Gruppe, die sich von 1984 bis 1989 aktiv für die Präsenz und Wahrnehmung jüdischer Frauen in der neuen Frauenbewegung und mit Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen auseinandersetzte“. (FB-Link)




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 3. Dezember 2015 um 10:04 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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3 Kommentare

  1. koi sagt:

    „we’re only limited because of the ableist society we live in“

    Das ist doch Pomoquatsch, der dümmsten Sorte. Die tut ja so, als gäbe es keine Leiblichkeit und als wäre alles durch Sprache erschaffen worden.
    Sie ist eingeschränkt, weil sie ihre Beine nicht nutzen kann. Die Gesellschaft hilft ihr dabei, diese Einschränkungen zum Teil zu überwinden – zum Beispiel eben durch die Produktion von Rollstühlen. Diese Gesellschaft ist zu kritisieren, insoweit sie in der Lage wäre, Behinderten bei der Überwindung der Behinderungen zu helfen, es aber aus bestimmten – zum Beispiel ökonomischen – nicht tut.

  2. Hannah C. sagt:

    Deine Argumentation ist falsch.
    Sie wird nicht davon behindert, dass ihre Beine funktionieren, wie sie funktionieren, sondern davon, dass sie funktionieren sollen/müssen, wie die der Mehrheit der Menschen bzw. dass sie sich auf eine bestimmte Art fortbewegen soll.
    „Die Gesellschaft“ hilft ihr nicht dabei weniger behindert zu sein – „die Gesellschaft“ hilft ihr dabei so (annähernd mobil) zu sein, wie sie sie gerne hätte bzw. wie sie sie gebrauchen kann – am Ende so mobil wie sie sie mobil werden lässt!
    Ein Rollstuhl ist kein „Behinderungwegmach-Gerät“ und eine Gesellschaft, die das glaubt oder glauben lassen will (, weil man ordentlich Geld machen kann mit Rollstühlen und anderen „Behinderungwegmach-geräten“) und sich dann gar nicht näher mit der eigentlichen Behinderung – nämlich sich selbst und seiner Sicht und Umgänge auf behinderte Menschen – befassen will, die ist zu kritisieren, weil sie ableistisch ist.

    You’re welcome.

  3. Jane sagt:

    Als Behinderte IST sie die Gesellschaft, genau wie du Koi. Und offensichtlich nimmt sie die Ursachen anders wahr als du. Warum sollte sie weniger recht haben?