Wir essen nicht für zwei

von Barbara

Eine Frau in der Bäckerei. Möchte eine Quarktasche. Die Fachkraft hinter der Theke bietet ihr eine pizzagroße Quarkscheibe mit extra Zucker an und meint: “Sie essen ja für zwei.” Frau ist ziemlich schwanger. Will aber trotzdem lieber nur für eine Person essen und geht. Die Fachkraft hinter der Theke bleibt verstört zurück und muss sich fragen, ob das mit dem doppelt-essen nicht doch eine blöde Idee ist.

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7 Kommentare zu “Wir essen nicht für zwei”

  1. Greta schreibt:

    och bitte! Die arme Bäckersfrau! Ich frage mich, ob es nicht viel eher so ist, dass man heutzutage schwanger lieber nicht mehr für zwei isst, damit man bloß zwei Wochen nach der Geburt wieder schlank und rank und außerdem so aussieht, als hätte man NICHT gerade etwas richtig großes und anstrengendes geleistet, sondern war nur mal eben, ja: Brötchen holen?

  2. Schnatterinchen schreibt:

    Großartiger Kommentar, Greta!

  3. Susanne schreibt:

    Hm, mein Eindruck ist eher, dass vor allem die Frauen das “Ich muss ja jetzt für zwei essen” vor sich hertragen und wie die Bekloppten essen, die sonst extrem auf ihre Linie achten und wissen, dass die Schwangerschaft die einzige Zeit in ihrem Leben sein wird, in der sie keine Kalorien zählen müssen. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck, keine Ahnung wie verallgemeinbar das ist.

  4. Barbara schreibt:

    @ Greta In der Tat ist eine Schwangerschaft nicht unbedingt der Freibrief zum munteren Mehr-Essen-als-nötig. Denn egal, was die Figur macht - es gibt ja auch Kniegelenke, die sich freuen, wenn sie nur zehn Kilo mehr als 31 Kilo mehr für ein paar Wochen transportieren müssen. Und das hat nichts mit superslim me trotz Schwangerschaft zu tun.

  5. Greta schreibt:

    Es ging überhaupt nicht darum, für das Doppeltessen eine Lanze zu brechen. Ich will niemanden angehen, der -auch oder gerade in der Schwangerschaft- auf seine Ernährung achtet. Wie könnte ich mir das erlauben! Aber einer Verkäuferin, die es nur gut meint, gleich beleidigt einen reinzuwürgen, finde ich eben auch daneben. Und das ein gewisser Druck besteht, nach der Schwangerschaft möglichst schnell wieder “ganz die Alte zu sein”, ist doch mal nicht wegzudiskutieren.
    @ Susanne: na und, sollen sie doch. Wenn sie die Schwangerschaft tatsächlich als Kontrollpause wahrnehmen und vielleicht sogar genießen, wo ist das Problem?

  6. Susanne schreibt:

    Na ja, das Problem ist tatsächlich nicht IN der Schwangerschaft zu finden, sondern im Rest der Zeit. Sollen sie sich doch auch die restlichen 70 Jahre lang locker machen und gern essen. Meine Erfahrung ist eben, dass die, die sonst entspannt mit dem Essen umgehen, auch in der Schwangerschaft nicht großartig anders essen. Frauen, die sich ständig selbst kontrollieren, dagegen mal ordentlich zuschlagen. Aber wie gesagt, ich will nicht verallgemeinern, gibt sicher auch Kontrollfreaks, die in der Schwangerschaft wahnsinnig werden, weil sie ein paar Kilos zunehmen.

  7. Dr.ago schreibt:

    Trug diese Frau einen Fetus in sich oder Erwachsenen Menschen, wenn sie für “zwei” essen muß?

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