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	<title>Comments on: Wie umgehen mit Misandrie?</title>
	<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/</link>
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	<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 18:15:58 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>By: Anna</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4223</link>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 23:12:47 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4223</guid>
		<description>Diese Diskussion hat sich leider zum Trollfutter entwickelt, deswegen würde ich sie an dieser Stelle (erstmal) schließen.

Vielen Dank an alle, die toll diskutiert und viele gute Ideen und Gedanken beigetragen haben. Ich hoffe, wir können das entweder hier oder an anderer Stelle nochmal aufgreifen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Diskussion hat sich leider zum Trollfutter entwickelt, deswegen würde ich sie an dieser Stelle (erstmal) schließen.</p>
<p>Vielen Dank an alle, die toll diskutiert und viele gute Ideen und Gedanken beigetragen haben. Ich hoffe, wir können das entweder hier oder an anderer Stelle nochmal aufgreifen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4218</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 14:39:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4218</guid>
		<description>Ihr Lieben,

weil die Diskussion bis hierhin sehr fruchtbar und gut war, wie ich fand, habe ich mir mal erlaubt, die gesamte Konversation mit dem Troll, der hier vorbeigeschaut hat, zu entfernen - sonst weiß ja niemand mehr, worum es eigentlich ging. Und wir wollen ja auch, dass ihr es hier so schön wie möglich habt.

Und an euch die Bitte: Wenn ihr nicht auf Gespamme eingeht, ist es für uns leichter, einfach nur einzelne Kommentare rauszulöschen und nicht großartig rumeditieren zu müssen. Gebt uns einen Moment Zeit, das zu erledigen, weil wir ja nicht rund um die Uhr online sind.

Dankeschön und maximalen Spaß weiterhin!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben,</p>
<p>weil die Diskussion bis hierhin sehr fruchtbar und gut war, wie ich fand, habe ich mir mal erlaubt, die gesamte Konversation mit dem Troll, der hier vorbeigeschaut hat, zu entfernen - sonst weiß ja niemand mehr, worum es eigentlich ging. Und wir wollen ja auch, dass ihr es hier so schön wie möglich habt.</p>
<p>Und an euch die Bitte: Wenn ihr nicht auf Gespamme eingeht, ist es für uns leichter, einfach nur einzelne Kommentare rauszulöschen und nicht großartig rumeditieren zu müssen. Gebt uns einen Moment Zeit, das zu erledigen, weil wir ja nicht rund um die Uhr online sind.</p>
<p>Dankeschön und maximalen Spaß weiterhin!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Johannes</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4190</link>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 17:15:23 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4190</guid>
		<description>@Peter: Bei dem Otto-Werbespot fiel mir auch spontan der Conradkatalog als Szenario als Beispiel mit umgedrehten Geschlechtervorzeichen ein ;-)

Bei uns am Lehrstuhl wurde mal vor meiner Zeit (von einer Frau) eine "Chauviekasse" eingeführt. Wer eine frauenfeindliche Bemerkung macht, muss dort einzahlen. Als ich dann als an dem Institut war, mokierte sich eine Frau ja, dass Männer diesunddas nicht können, weil sie nicht in der Lage seien, mehrere Dinge auf einmal zu erledigen. Meine Reaktion: "Chauviekasse!" 

Das war was vollkommen Neues, dass man von einer Frau für einen sexistischen Spruch gegen Männer eine Chauviekassenzahlung verlangt. Von da ab wurden Frauen öfters mal des Chauvinismus überführt und just die Initiatorin der Chauviekasse wurde deren häufigster Einzahler. Dann wurde die Chauviekasse wieder abgeschafft.

Was ich damit sagen will: Misogynie gibt es in unserer Gesellschaft zwar immer noch und ich bedaure das sehr und bekämpfe sie auch, wo ich sie sehe, aber sie ist auf dem Rückmarsch. Die Misandrie hingegen scheint mir gerade einen Siegeszug anzutreten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Bei dem Otto-Werbespot fiel mir auch spontan der Conradkatalog als Szenario als Beispiel mit umgedrehten Geschlechtervorzeichen ein ;-)</p>
<p>Bei uns am Lehrstuhl wurde mal vor meiner Zeit (von einer Frau) eine &#8220;Chauviekasse&#8221; eingeführt. Wer eine frauenfeindliche Bemerkung macht, muss dort einzahlen. Als ich dann als an dem Institut war, mokierte sich eine Frau ja, dass Männer diesunddas nicht können, weil sie nicht in der Lage seien, mehrere Dinge auf einmal zu erledigen. Meine Reaktion: &#8220;Chauviekasse!&#8221; </p>
<p>Das war was vollkommen Neues, dass man von einer Frau für einen sexistischen Spruch gegen Männer eine Chauviekassenzahlung verlangt. Von da ab wurden Frauen öfters mal des Chauvinismus überführt und just die Initiatorin der Chauviekasse wurde deren häufigster Einzahler. Dann wurde die Chauviekasse wieder abgeschafft.</p>
<p>Was ich damit sagen will: Misogynie gibt es in unserer Gesellschaft zwar immer noch und ich bedaure das sehr und bekämpfe sie auch, wo ich sie sehe, aber sie ist auf dem Rückmarsch. Die Misandrie hingegen scheint mir gerade einen Siegeszug anzutreten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Peter</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4189</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 15:21:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4189</guid>
		<description>@ SoE

Natürlich distanziere ich mich genauso von Misogynie wie ich Misandrie verurteile. Es ist insofern die Kehrseite derselben Medaille als das bei beiden Phänomenen pauschal abwertende Zuordnungen getroffen werden.

Die Erscheinungsformen sind aber sicherlich andere. Ein Werbespot von Conrad Elektronik beispielsweise, in dem ein Mann seine Frau mit einem Conrad Katalog schlägt wäre absolut undenkbar und hätte mit Sicherheit ein Strafverfahren gegen die Werbeagentur wegen Volksverhetzung zur Folge. Und einen enormen Imageschaden für das Unternehmen selber.

Ich denke, Misogynie kommt erstens subtiler daher, nicht so vulgär brechhammermäßig wie das Gegenstück. (Das macht es aber nicht besser) Und es ist deutlich seltener.

Wobei ich da möglicherweise einäugig bin und mir misandrische Handlungen/Äusserungen im öffentlichen Raum mehr auffallen als misogyne.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ SoE</p>
<p>Natürlich distanziere ich mich genauso von Misogynie wie ich Misandrie verurteile. Es ist insofern die Kehrseite derselben Medaille als das bei beiden Phänomenen pauschal abwertende Zuordnungen getroffen werden.</p>
<p>Die Erscheinungsformen sind aber sicherlich andere. Ein Werbespot von Conrad Elektronik beispielsweise, in dem ein Mann seine Frau mit einem Conrad Katalog schlägt wäre absolut undenkbar und hätte mit Sicherheit ein Strafverfahren gegen die Werbeagentur wegen Volksverhetzung zur Folge. Und einen enormen Imageschaden für das Unternehmen selber.</p>
<p>Ich denke, Misogynie kommt erstens subtiler daher, nicht so vulgär brechhammermäßig wie das Gegenstück. (Das macht es aber nicht besser) Und es ist deutlich seltener.</p>
<p>Wobei ich da möglicherweise einäugig bin und mir misandrische Handlungen/Äusserungen im öffentlichen Raum mehr auffallen als misogyne.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4188</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 15:18:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4188</guid>
		<description>@ Judith: Ich meine einfach, dass sie normal, üblich, verbreitet sind. Dass sich da niemand drüber aufregt, weil es ja "sowieso alle machen". Und: "Ist ja nur augenzwinkernd gemeint". Das finde ich einfach nicht schön, meistens regt es mich sogar auf, weil es einfach so blöde ist. 

Leider wird man als Feministin ja schnell auch wieder als die humorlose Tante abgestempelt, wenn man sagt, dass man über diesen sexistischen Humor à la Mario Barth et al (da gibt es als Pendant auch drei so Tanten auf Sat.1 oder Pro 7, weiß aber nicht wie der Sch... heißt) einfach nicht lachen kann. Ich würde aber mal sagen: Mein Humor ist halt besser.

*Exkurs off*</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Judith: Ich meine einfach, dass sie normal, üblich, verbreitet sind. Dass sich da niemand drüber aufregt, weil es ja &#8220;sowieso alle machen&#8221;. Und: &#8220;Ist ja nur augenzwinkernd gemeint&#8221;. Das finde ich einfach nicht schön, meistens regt es mich sogar auf, weil es einfach so blöde ist. </p>
<p>Leider wird man als Feministin ja schnell auch wieder als die humorlose Tante abgestempelt, wenn man sagt, dass man über diesen sexistischen Humor à la Mario Barth et al (da gibt es als Pendant auch drei so Tanten auf Sat.1 oder Pro 7, weiß aber nicht wie der Sch&#8230; heißt) einfach nicht lachen kann. Ich würde aber mal sagen: Mein Humor ist halt besser.</p>
<p>*Exkurs off*</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Judith</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4187</link>
		<dc:creator>Judith</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:09:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4187</guid>
		<description>@susanne. find ich super was du schreibst! 
gerade dein letzter abschnitt über die "typen sind einfach zu doof, um.."-kommentare. mein eindruck ist auch, dass diese art von männerfeindlichen sprüchen in der regel eher von sehr angepassten als von sonderlich feministischen frauen kommt. hat ja auch etwas sehr system-erhaltendes, dieses "mein freund ist ein totaler vollidiot, aber kann er ja nix dafür, is ja ein mann" sagen - statt an der die beziehung zu ändern oder den freund zu wechseln.
das letzte mal, dass ich "männer sind doch alle scheiße" gehört hab, war von der freundin eines burschenschaftlers. ;) 
und in indien hat mal eine frau im zusammenhang mit einer massiven sexuellen belästigung zu mir gesagt: "men. they are all the same. if i had a gone i would just go out and shoot them all - one by one." 
aber eben indien - anderer kontext, wie in susannes historischen beispielen. so vereinfachend, gewaltverherrlichend, kontraproduktiv undundund... die aussage und die einstellung der frau auch wahr, in ihrem lebens-kontext nachvollziehbar..

ach ja, susanne: was meinst du mit common sense? steh ich auf der leitung?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@susanne. find ich super was du schreibst!<br />
gerade dein letzter abschnitt über die &#8220;typen sind einfach zu doof, um..&#8221;-kommentare. mein eindruck ist auch, dass diese art von männerfeindlichen sprüchen in der regel eher von sehr angepassten als von sonderlich feministischen frauen kommt. hat ja auch etwas sehr system-erhaltendes, dieses &#8220;mein freund ist ein totaler vollidiot, aber kann er ja nix dafür, is ja ein mann&#8221; sagen - statt an der die beziehung zu ändern oder den freund zu wechseln.<br />
das letzte mal, dass ich &#8220;männer sind doch alle scheiße&#8221; gehört hab, war von der freundin eines burschenschaftlers. ;)<br />
und in indien hat mal eine frau im zusammenhang mit einer massiven sexuellen belästigung zu mir gesagt: &#8220;men. they are all the same. if i had a gone i would just go out and shoot them all - one by one.&#8221;<br />
aber eben indien - anderer kontext, wie in susannes historischen beispielen. so vereinfachend, gewaltverherrlichend, kontraproduktiv undundund&#8230; die aussage und die einstellung der frau auch wahr, in ihrem lebens-kontext nachvollziehbar..</p>
<p>ach ja, susanne: was meinst du mit common sense? steh ich auf der leitung?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Matze</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4186</link>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:08:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4186</guid>
		<description>@Susanne: Danke, sehr schönes Statement!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Susanne: Danke, sehr schönes Statement!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4185</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:01:01 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4185</guid>
		<description>Susanne,

"Habe fast das Gefühl, dass der Feminismus da schon einige Schritte weiter ist."

Ich würde sagen, manche Feministen/innen sind da schon weiter. Aber eher nicht die Mehrheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Susanne,</p>
<p>&#8220;Habe fast das Gefühl, dass der Feminismus da schon einige Schritte weiter ist.&#8221;</p>
<p>Ich würde sagen, manche Feministen/innen sind da schon weiter. Aber eher nicht die Mehrheit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4183</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 13:41:58 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4183</guid>
		<description>Ich glaube, das Wichtigste gegen Misandrie ist doch momentan, dass junge Feministinnen sagen, dass sie ihren Feminismus und damit auch ihren Kampf gegen Misogynie nur gemeinsam mit den Männern führen können. Und diese Aussage ist, so denke ich jedenfalls, mittlerweile auch bei der breiten Masse angekommen. Was mich freut.

Das schließt für mich auch eine Kritik an männerhassenden Tendenzen in der Frauenbewegungen, die es immer mal wieder gab, ein. Einfach, weil ich ja klar mache, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.

Allerdings finde ich, was Männerhass-Tendenzen in der Geschichte des Feminismus angeht, einen differenzierten Blick ganz wichtig. Ich hab auch eine Weile gebraucht, mich in die Zeiten der ersten und zweiten Frauenbewegung hineinzuversetzen, aber wer das tut, findet auch viele nachvollziehbare Gründe, warum Frauen so wahnsinnig wütend auf Männer waren. Und das eben nicht im Sinne "auf jeden einzelnen Mann", sondern auf die "Männerwelt". Ich meine, vor hundert Jahren konnten Frauen noch nicht mal wählen, weil Männer sie für nicht willensbildungsfähig hielten. Das hätte mich auch ganz schön sauer gemacht, vermutlich sogar radikal. Und in der zweiten Welle war das Thema Beziehungen, Sexualität etc. wahnsinnig wichtig. Und das Sexualleben, das Frauen damals hatten, möchte ich nicht haben. Insofern kann ich die Wut nachvollziehen, auch wenn ich "Schwanz ab!"-Tendenzen trotzdem nicht rechtfertigen würde. (Hoffe, ich werde richtig verstanden, indem ich "nachvollziehen" und "rechtfertigen" trenne.)

Wie gesagt: Wichtig finde ich, heute gegen Männerhass einzutreten. Ich kann zum Beispiel überhaupt nichts damit anfangen, wenn ich Frauen sagen höre: "Typen sind einfach zu blöd, um ...", genauso wie ich nichts mit einem "Frauen sind einfach zu doof, um ..." anfangen kann. Dieses Herabwürdigen von Männern war ja leider eine Art Volkssport der "frechen" oder auch "starken" Frauen. Diese Kultur, die da entstanden ist, können wir uns ja heute im Comedy-Fernsehen immer noch kopfschüttelnd ansehen. Das finde ich das eigentlich Traurige: Dass Witze über das andere Geschlecht so krass &lt;em&gt;common sense&lt;/em&gt; zu sein scheinen. Habe fast das Gefühl, dass der Feminismus da schon einige Schritte weiter ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, das Wichtigste gegen Misandrie ist doch momentan, dass junge Feministinnen sagen, dass sie ihren Feminismus und damit auch ihren Kampf gegen Misogynie nur gemeinsam mit den Männern führen können. Und diese Aussage ist, so denke ich jedenfalls, mittlerweile auch bei der breiten Masse angekommen. Was mich freut.</p>
<p>Das schließt für mich auch eine Kritik an männerhassenden Tendenzen in der Frauenbewegungen, die es immer mal wieder gab, ein. Einfach, weil ich ja klar mache, dass ich damit überhaupt nichts anfangen kann.</p>
<p>Allerdings finde ich, was Männerhass-Tendenzen in der Geschichte des Feminismus angeht, einen differenzierten Blick ganz wichtig. Ich hab auch eine Weile gebraucht, mich in die Zeiten der ersten und zweiten Frauenbewegung hineinzuversetzen, aber wer das tut, findet auch viele nachvollziehbare Gründe, warum Frauen so wahnsinnig wütend auf Männer waren. Und das eben nicht im Sinne &#8220;auf jeden einzelnen Mann&#8221;, sondern auf die &#8220;Männerwelt&#8221;. Ich meine, vor hundert Jahren konnten Frauen noch nicht mal wählen, weil Männer sie für nicht willensbildungsfähig hielten. Das hätte mich auch ganz schön sauer gemacht, vermutlich sogar radikal. Und in der zweiten Welle war das Thema Beziehungen, Sexualität etc. wahnsinnig wichtig. Und das Sexualleben, das Frauen damals hatten, möchte ich nicht haben. Insofern kann ich die Wut nachvollziehen, auch wenn ich &#8220;Schwanz ab!&#8221;-Tendenzen trotzdem nicht rechtfertigen würde. (Hoffe, ich werde richtig verstanden, indem ich &#8220;nachvollziehen&#8221; und &#8220;rechtfertigen&#8221; trenne.)</p>
<p>Wie gesagt: Wichtig finde ich, heute gegen Männerhass einzutreten. Ich kann zum Beispiel überhaupt nichts damit anfangen, wenn ich Frauen sagen höre: &#8220;Typen sind einfach zu blöd, um &#8230;&#8221;, genauso wie ich nichts mit einem &#8220;Frauen sind einfach zu doof, um &#8230;&#8221; anfangen kann. Dieses Herabwürdigen von Männern war ja leider eine Art Volkssport der &#8220;frechen&#8221; oder auch &#8220;starken&#8221; Frauen. Diese Kultur, die da entstanden ist, können wir uns ja heute im Comedy-Fernsehen immer noch kopfschüttelnd ansehen. Das finde ich das eigentlich Traurige: Dass Witze über das andere Geschlecht so krass <em>common sense</em> zu sein scheinen. Habe fast das Gefühl, dass der Feminismus da schon einige Schritte weiter ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4182</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 13:28:42 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/wie-umgehen-mit-misandrie/#comment-4182</guid>
		<description>Die allermeisten Feministinnen *sagen* ja eigentlich immer, daß sie keine Männer hassen, sondern das System. Praktisch stellt sich das halt oft etwas anders da (ich empfinde daher auch einen Blogroll-Link zu Blogs wie IBTP als problematische inhaltliche Aussage), denn "das System" ist halt wie die "Matrix", unfassbar.

Fraglich ist aus meiner Sicht vor allem, ob und in wieweit die vom Feminismus ausgelöste negative Konnotierung von Männlichkeit als Diskursgrundlage füe Gleichberechtigung als Misandrie verstanden werden kann. Ich habe das am Ende der Diskussion zum Buch der Lebert Brüder mal ausgeführt -

http://maedchenmannschaft.net/wie-werde-ich-ein-richtiger-mann/

- und zitiere mich hier selbst:

"Zitat im Buch: 'Weißt Du, es ist ganz einfach. In der Gegenwart eines Mannes muss eine Frau vor allem ein Gefühl haben: Sie muß sich sicher fühlen. Das ist das Allerwichtigste. Und das kriegt ihr Jungs nicht mehr hin.'

Wie denn auch, möchte man fragen, nachdem die Autoren den lesenden Jungs die Lust aufs Mannsein seit 143 Seiten gehörig verdorben haben, Seiten auf denen eigentlich nichts, aber auch gar nichts an positiven Eigenschaften aufgezählt wurde, die nicht auch eine Frau haben könnte, an positiven Lebensentwürfen beschrieben wurde, die nicht auch eine Frau genauso leben könnte. Männlich? Da bleibt dann nicht viel außer eingedeutschter Anthropologie (Sicherheitslieferant. Der Deal mit einer Frau zur Verteidigung gegen andere Männer und die Widrigkeiten der Welt - “You and me baby, against the rest of the world”.) und einer Menge unschöner Dinge, die die Autoren wie folgt beschreiben:

Zitat im Buch: 'Es scheint fast so, als seien Themen, die mit Männlichkeit zu tun haben, zumindest der Definition von Männlichkeit, immer gefährliches Gebiet. Unter jedem Satz lauert eine Tretmine. Die eigene Lust als Maßstab (Vergewaltiger), nicht aud Beifall von Frauen achten (Macho), Genauigkeit in Technik (Pedant), etwas aushalten können (Gefühlskälte), Mut zum Risiko (Krieg).'

Klar, vor allem der letzte “Widerspruch” ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, aber mit dem Grundgedanken kann ich schon etwas anfangen - während es seit Jahren als entweder als sexistisch gilt überhaupt von weiblichen Eigenschaften zu reden oder aber bei vorläufiger Anerkenntnis von “essentieller” Weiblichkeit den positiven Beschreibungen ebendieser negative Auswüchse zumindest begrifflich entgegenzustellen (”Emotionalität - Hysterie”), war/ist Männlichkeit in der öffentlichen Diskussion zum Abschuß frei gegeben. So ist zumindest mein Eindruck. Wenn ostdeutsche Mütter ihre Babies umbringen und in Blumentöpfe stecken, gibt es eine öffentliche Diskussion über die individuellen psychologischen Nachwirkungen des Kommunismus, nicht über infantizidäre Tendenzen von Frauen als solchen. Wenn Männer sexuell gewalttätig werden findet dagegen viel häufiger eine geschlechtliche Verallgemeinerung statt. Zumindest in meiner Wahrnehmung.

Das wesentlichste, was ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist, daß das männliche Peripheralitätproblem wieder voll zuschlägt. Die männliche Rolle in Bezug auf Fortpflanzung ist minimal. Diese minimale Rolle scheint in scheinbar allen Kulturen eine Art Kompensationsmechanismus auszulösen - überall gibt es künstlich geschaffene Rollen und Rituale, die ausschließlich von Männern ausgeübt werden können um ihnen so eine gesellschaftliche Rolle zukommen zu lassen, die der von Frauen gleichkommt - in indigenen Gesellschaften drückt sich das zumeist in “magischen” Ritualen aus, die das Universum in Balance halten. Die einzige wirkliche Funktion, die diese Rituale für das Fortbestehen der Art haben, ist, daß sie Männer in die Gemeinschaft einbinden.

Wir haben die Welt entzaubert und niemand glaubt mehr, daß Männer das Didgeridoo blasen müssen, damit das Universum bestehen bleibt und es zusammenbricht, wenn eine Frau das Instrument anfasst. Und damit haben wir ein Problem, insbesondere in einer Welt, in der auch die körperlichen Eigenschaften des Mannes keine Vorteile mehr bieten.

Da liegt das wahre Problem, auf das auch das Buch eigentlich keine Antwort geben kann: Männer haben, im Gegensatz zu Frauen, nichts mehr, das nur sie für die Gesellschaft leisten können."

Ist das nicht letztlich irgendwie Misandrie?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die allermeisten Feministinnen *sagen* ja eigentlich immer, daß sie keine Männer hassen, sondern das System. Praktisch stellt sich das halt oft etwas anders da (ich empfinde daher auch einen Blogroll-Link zu Blogs wie IBTP als problematische inhaltliche Aussage), denn &#8220;das System&#8221; ist halt wie die &#8220;Matrix&#8221;, unfassbar.</p>
<p>Fraglich ist aus meiner Sicht vor allem, ob und in wieweit die vom Feminismus ausgelöste negative Konnotierung von Männlichkeit als Diskursgrundlage füe Gleichberechtigung als Misandrie verstanden werden kann. Ich habe das am Ende der Diskussion zum Buch der Lebert Brüder mal ausgeführt -</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wie-werde-ich-ein-richtiger-mann/" rel="nofollow">http://maedchenmannschaft.net/wie-werde-ich-ein-richtiger-mann/</a></p>
<p>- und zitiere mich hier selbst:</p>
<p>&#8220;Zitat im Buch: &#8216;Weißt Du, es ist ganz einfach. In der Gegenwart eines Mannes muss eine Frau vor allem ein Gefühl haben: Sie muß sich sicher fühlen. Das ist das Allerwichtigste. Und das kriegt ihr Jungs nicht mehr hin.&#8217;</p>
<p>Wie denn auch, möchte man fragen, nachdem die Autoren den lesenden Jungs die Lust aufs Mannsein seit 143 Seiten gehörig verdorben haben, Seiten auf denen eigentlich nichts, aber auch gar nichts an positiven Eigenschaften aufgezählt wurde, die nicht auch eine Frau haben könnte, an positiven Lebensentwürfen beschrieben wurde, die nicht auch eine Frau genauso leben könnte. Männlich? Da bleibt dann nicht viel außer eingedeutschter Anthropologie (Sicherheitslieferant. Der Deal mit einer Frau zur Verteidigung gegen andere Männer und die Widrigkeiten der Welt - “You and me baby, against the rest of the world”.) und einer Menge unschöner Dinge, die die Autoren wie folgt beschreiben:</p>
<p>Zitat im Buch: &#8216;Es scheint fast so, als seien Themen, die mit Männlichkeit zu tun haben, zumindest der Definition von Männlichkeit, immer gefährliches Gebiet. Unter jedem Satz lauert eine Tretmine. Die eigene Lust als Maßstab (Vergewaltiger), nicht aud Beifall von Frauen achten (Macho), Genauigkeit in Technik (Pedant), etwas aushalten können (Gefühlskälte), Mut zum Risiko (Krieg).&#8217;</p>
<p>Klar, vor allem der letzte “Widerspruch” ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, aber mit dem Grundgedanken kann ich schon etwas anfangen - während es seit Jahren als entweder als sexistisch gilt überhaupt von weiblichen Eigenschaften zu reden oder aber bei vorläufiger Anerkenntnis von “essentieller” Weiblichkeit den positiven Beschreibungen ebendieser negative Auswüchse zumindest begrifflich entgegenzustellen (”Emotionalität - Hysterie”), war/ist Männlichkeit in der öffentlichen Diskussion zum Abschuß frei gegeben. So ist zumindest mein Eindruck. Wenn ostdeutsche Mütter ihre Babies umbringen und in Blumentöpfe stecken, gibt es eine öffentliche Diskussion über die individuellen psychologischen Nachwirkungen des Kommunismus, nicht über infantizidäre Tendenzen von Frauen als solchen. Wenn Männer sexuell gewalttätig werden findet dagegen viel häufiger eine geschlechtliche Verallgemeinerung statt. Zumindest in meiner Wahrnehmung.</p>
<p>Das wesentlichste, was ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist, daß das männliche Peripheralitätproblem wieder voll zuschlägt. Die männliche Rolle in Bezug auf Fortpflanzung ist minimal. Diese minimale Rolle scheint in scheinbar allen Kulturen eine Art Kompensationsmechanismus auszulösen - überall gibt es künstlich geschaffene Rollen und Rituale, die ausschließlich von Männern ausgeübt werden können um ihnen so eine gesellschaftliche Rolle zukommen zu lassen, die der von Frauen gleichkommt - in indigenen Gesellschaften drückt sich das zumeist in “magischen” Ritualen aus, die das Universum in Balance halten. Die einzige wirkliche Funktion, die diese Rituale für das Fortbestehen der Art haben, ist, daß sie Männer in die Gemeinschaft einbinden.</p>
<p>Wir haben die Welt entzaubert und niemand glaubt mehr, daß Männer das Didgeridoo blasen müssen, damit das Universum bestehen bleibt und es zusammenbricht, wenn eine Frau das Instrument anfasst. Und damit haben wir ein Problem, insbesondere in einer Welt, in der auch die körperlichen Eigenschaften des Mannes keine Vorteile mehr bieten.</p>
<p>Da liegt das wahre Problem, auf das auch das Buch eigentlich keine Antwort geben kann: Männer haben, im Gegensatz zu Frauen, nichts mehr, das nur sie für die Gesellschaft leisten können.&#8221;</p>
<p>Ist das nicht letztlich irgendwie Misandrie?</p>
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