We’re all feminists: Tegan & Sara

von Barbara

(c) Zündfunk Im Interview mit dem Zündfunk des Bayerischen Rundfunks sprechen die kanadischen Zwillinge und Musikerinnen Tegan and Sara Quin über Frauen in der Musikszene und Feminismus. Sara erklärt ganz wunderbar, warum sie sich als Feministin auf der Bühne sieht:

“Schaut man sich die Definition von Feminismus an, wird klar, dass wir eigentlich alle Feministen sind. Auch die Männer – jeder ist ein Feminist. Ich glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die wirklich meinen, dass Frauen weniger wert sind als Männer. Viele verstehen nur die Bedeutung von Feminismus falsch. Denn: Ich möchte das Recht haben, zu wählen, den Job machen, der mir gefällt. Und mich nachts sicher fühlen. Für diese Dinge steht der Feminismus. Deshalb sind die meisten Menschen Feministen. Sie wissen es bloß nicht.”

Das ganze Interview gibt es zum Nachhören im Zündfunk-Podcast.

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9 Kommentare zu “We’re all feminists: Tegan & Sara”

  1. Nils schreibt:

    Ich denke schon, daß sie es wissen. Sie haben nur so Einiges an dem Überbau auszusetzen..

  2. felix schreibt:

    Schön gesagt von Tegan oder Sara!
    (muss mir das genze Interview noch anhören.)

    Ich sehe Feminismus auch primär als Idee oder Ideologie, welche GLEICHHEIT in Bezug auf Mann und Frau aus der Sicht der partiellen Benachteiligung von Frauen in unserer heutigen Gesellschaft vertritt, eben Emanzipation als Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit, der vor allem auf Ungleichheit beruht. Die Idee: “den Mann zu entrechten, weil das männliche Geschlecht in den letzten 2000 Jahren (und länger) ja nur scheiße gebaut hat, sehe ich NICHT als Feminismus an.

    @Nils:
    Was meinst du mit “Überbau” ?

  3. Nils schreibt:

    @felix:

    z.B. die Idee “den Mann zu entrechten, weil das männliche Geschlecht in den letzten 2000 Jahren (und länger) ja nur scheiße gebaut hat”

    Die Ideologie, mit der man die Geschlechterrollen analysiert und Wege zur Gleichheit findet (und mit der man Gleichheit überhaupt definiert)

  4. felix schreibt:

    Ist Gleichtheit nicht schon in sich definiert..?

    Das Geschlechterrollen analysiert werden müssen ist klar, denke ich, da Rollen ja gerade zugeschrieben werden und nicht an sich existieren.

    Für mich ist die von dir (Nils) unterstellte und von mir beispielhaft überzogene Idee kein Feminismus damit auch kein ÜBERBAU. Sondern falsch verstandene Überziehung zum Zweck der Aufmerksamkeitsgewinnung. (Die einzige Lesart, wie ich diese (Idealismus-) Richtung ernst nehmen kann, auch von dir). Wenn du das ernsthaft als den hier vertretenen Feminismus verstehst, dann kämpfts du gegen Windmühlen bzw. strawmen.

  5. Nils schreibt:

    @felix: Klar, nicht dein Feminismus. War ja nur ein Beispiel für Überbau.

    War natürlich überspitzt. von dir.

    Ich denke aber schon, daß es Feministen gibt, die alles Übel auf der Welt auf das “Patriarchat” zurückführen.

    Schwer zu sagen, ob das hier der Fall ist.

  6. Nils schreibt:

    P.S.: Das war natürlich auch überspitzt. Aber wenn Krieg “Männlich” sein soll, und nicht die Rolle, die Männer und Frauen den Männern zuschreiben..

  7. Nils schreibt:

    Felix, eine Frage: Wie würdest du eine Ideologie bewerten, die - offenbar ohne Kenntnis der Etymologie eines Wortes - eine Anspielung auf die Etymologie eines Wortes in der Werbung als “sexistisch” brandmarkt, und unbeirrbar daran Festhält, weil: sexistisch ist sexistisch weil es sexistisch ist?

  8. felix schreibt:

    Ideologien selbst spielen auf nichts an.
    Menschen, die mit Hilfe oder mit Bezug auf eine Ideologie bestimmte Behauptungen aufstellen und diese zirkulär Begründen, würde ich versuchen darauf aufmerksam zu machen, dass es sich dabei eben nur um eine Behauptung handelt, die ich ggf. nicht teile.
    Natürlich müsste ich meine Kritik dann begründen oder es bleibt halt bei einer Gegenbehauptung bzw. entgegengesetzten Meinungsäußerungen.

    Ich habe eine Vorstellung davon, was du meinst, aber die (Werbeplakat-?)Diskussion nicht verfolgt. Deswegen ist meine Antwort hier rein analytischer bzw. theoretischer Natur.

  9. Nils schreibt:

    @Felix: Passt schon.

    Meine ursprüngliche Aussage sollte einfach nur bedeuten: Ich kann auch Feminist sein, ohne den real existierenden Feminismus ganz toll zu finden.

    Das jetzt en Detail auszudiskutieren würde eine ziemlich ausufernde Grundsatzdiskussion ergeben, fürchte ich..

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