Wer war… Sophie Scholl?

von Magda
Dieser Text ist Teil 9 von 50 der Serie Wer war eigentlich …

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 geboren und am 22. Februar 1943 ermordet. Sie kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Teil der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gegen den Nationalsozialismus.

Quelle: www.aworldtowin.net

Aufgewachsen mit vier Geschwistern trat die künstlerisch begabte Sophie mit zwölf Jahren anfangs noch euphorisch dem „Bund deutscher Mädel“ bei. Bald wendete sie sich jedoch von der Hitlerjugend ab, u.a. beeinflußt von ihrem Vater, der der Propaganda Hitlers kritisch gegenüber stand.

Im Juni 1942 nahm Scholl ihr Studium der Biologie und Philosophie in München auf und begann, sich auf Grund ihres gewachsenen politischen Interesses anfangs zum Unmut ihres Bruders Hans Scholl in der „Weißen Rose“ zu engagieren.

Kern der „Weißen Rose“ waren neben den Geschwistern Scholl noch drei weitere Münchner Studierende – Willi Graf, Christof Probst und Alexander Schmorell – und ihr Mentor und Professor Kurt Huber. Sie verteilten in den Jahren 1942/43 sechs Flugblätter und initiierten mehrere Aktionen gegen das NS-Regime. Die Flugblätter riefen zum Widerstand gegen die Politik Hitlers auf und forderten das Ende des Massenmordes.

Bei der Verteilung des sechsten Flugblatts wurden die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943 in der Münchner Universität beobachtet und verhaftet. Vier Tage später wurden beide zum Tode verurteilt und am gleichen Tag hingerichtet.

Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kann man Auszüge der Verhörprotokolle von Sophie Scholl nachlesen. Das Flugblatt #5 finder ihr hier.

Sophie Scholl wurde 22 Jahre alt.




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Eintrag geschrieben: Montag, 22. Februar 2010 um 8:00 Uhr unter Inspiration. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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4 Kommentare

  1. Verena sagt:

    Barbara Beuys, die auch über Barbara Modersohn-Becker ein sehr lesenswertes Buch geschrieben hat, hat auch über Sophie Scholl eine neue Biografie auf den Markt gebracht.

  2. Patrick sagt:

    Muss einfach mal gesagt werden: Danke für diese Reihe.

  3. Thomas sagt:

    Ich finde die Beiträge hier „Wer war…“ einfach hervorragend, um seinen Kenntnisstand erweitern zu können – auch im
    Hinblick auf das Thema „weibliche Vorbilder“, was mich als Vater entsprechend bewegt.

  4. Magda sagt:

    Vielen Dank @ Patrick & Thomas,

    es ist noch eine Menge geplant!

    Vorschläge gerne an: mannschaftspost(at)web.de