Was war, wie’s wird

von Helga
Dieser Text ist Teil 11 von 358 der Serie Kurz notiert

Ein paar Themen blieben wieder liegen, hier nun der Schnelldurchlauf:

In Spanien werden am Samstag bis zu zwei Millionen auf der Straße erwartet um gegen das geplante Abtreibungsgesetz zu demonstrieren, berichtet dieStandard. Besonders stört sie, dass 16-Jährige nun nicht mehr ihren Eltern Bescheid geben müssten, falls Zapatero das Gesetz durchbekommt.

Auf Spiegel Online gab es ein Interview mit Triathletin Nicole Schnaß. Sie berichtet über die Folgen der Hormontherapie ihrer Geschlechtsumwandlung.

Ebenfalls auf Spiegel Online: US-Wissenschaftler sagen voraus, dass die Evolution Frauen kleiner, dicker und gesünder machen wird. Warum wir derzeit so unevolutionär am großen, dünnen Schönheitsideal hängen erklären sie leider nicht.

Deutsche Forscher finden übrigens auch ganz viele Sachen raus, z.B. dass Frauen mehr weinen als Männer; Jungen und Mädchen aber noch gleich viel. Näheres nicht auf Und-dafür-haben-die-ne-Studie-gebraucht.de, sondern bei derWelt.

Das manager magazin hat den Gehaltsreport 2009 veröffentlicht. Der zeigt wieder einmal, dass Frauen weniger Geld verdienen als Männer. In einigen Branchen ist der Unterschied geringer, typischerweise männerdominierten. Aufholen tun die Managerinnen auch nicht, im Gegenteil, die Schere wird größer. Wenig erstaunlich, dass sie häufiger als Männer mit ihrem Gehalt unzufrieden sind.

Jaja, Frauen sollen endlich Forscherinnen und Ingenieurinnen werden. Der „Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen“ weist passend auf den Helmholtz.Schülercampus hin. Die Helmholtz-Gesellschaft hat dort 15 Spiele online gestellt, in denen Jugendliche die beliebtesten Versuche aus Schülerlaboren virtuell durchführen können. Selber CSI spielen und genetische Fingerabdrücke vergleichen oder im Linearbeschleuniger neue Elemente herstellen kann man unter www.helmholtz-campus.de.

Terminhinweis an Münchener_innen: An der Ludwig-Maximilians-Universität startet die interdisziplinäre Ringvorlesung „Gendergraphien. Perspektiven der Geschlechterforschung auf Körper-Wissen-Praxen“. Wissenschaftler_innen berichten über verschiedene Verknüpfungen von Gender und Körper. Ab dem 26.10.2009 wöchentlich immer montags von 18-20 Uhr im Hörsaal HGB A 014.

Und zum Schluss: Sarah Haskins is back. Yay!




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Eintrag geschrieben: Freitag, 23. Oktober 2009 um 8:57 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. steve, the pirate sagt:

    Bzgl dem Spiegelartikel und der Frau der Zukunft:
    Von einer KLeinstadt in Amerika mit Daten seit 1948 auf die Entwicklung in den nächsten 500 Jahren schließen finde ich schon ein wenig gewagt.
    .. und das „kräftiger gebaut“ mit „dicker“ gleich gesetzt wird finde ich eher mißlungen.
    Auch der zusammenhang mit dem Bild oben ist weniger gut gemacht: Als ob eine Frau mit 1,63m, die breiter gebaut ist (sprich breiteres Becken, breitere Schultern) und ca. 68,5 kg wiegt so aussieht wie die stark übergewichtigen Damen auf dem Bild.

  2. Helga sagt:

    Die Studie ist leider immer noch nicht online verfügbar (auch wenn SpOn das schreibt). Nur weil kleine Frauen mehr Kinder bekommen, müssen die Nachkommen ja nicht auch klein sein… Fragen über Fragen.

  3. steve, the pirate sagt:

    @Helga: Ich kenne das aus einem Dorf hier in Oberbayern (ich muss nochmal nachschauen, wie das Dorf heißt), dort sind die Menschen im Durschnitt tatsächlich ein deutlich kleiner und zierlicher als in den anderen bayrischen Regionen. Jetzt konnte man daraus schließen, dass für diese Region kleinere Menschen einen evolutionären Vorteil haben. Die Wahrheit ist aber eine andere: Die Gegen war früher (sprich vor700 Jahren bis 100Jahren) sehr stark von Krankheiten betroffen (viele Pestfriedhöfe etc.) und das Leben dort war nicht so toll. Deswegen haben viele Frauen versucht in die umliegenden Gegen einzuheiraten bzw. die Männer arbeit in den umliegenden GEgenden zu finden. Da man zum Arbeiten große, kräftige Leute braucht wurden eben die großen, krätftigen Frauen geheiratet und die kräftigen Männner eingestellt. Zurück blieben die kleineren, zierlicheren….
    Es würde mich interessieren ob in dieser Studie beim Spiegel auch die Frauen berücksichtig wurden, die weggezogen sind…

  4. Cati Basmati sagt:

    Hallo, weil ich so gerne hier lese, habe ich Ihnen einen Award verliehen. Schönen Gruß, Cati Basmati

  5. V'kar sagt:

    Yay, Sarah Haskins! Batteriebetriebenen Unsinn gibts übrigens auch für Männer. Nassrasierer mit Batterie!
    Haha