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	<title>Comments on: Was lässt sich täglich tun?</title>
	<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/</link>
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	<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 19:16:24 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>By: Mel</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-6095</link>
		<dc:creator>Mel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 16:11:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-6095</guid>
		<description>1. zu der Diskussion, ob dieses oder jenes Verhalten überhaupt als feministisch zu bezeichnen ist oder nicht:
(a) ich denke, dass solche Verhaltensregeln/-tipps einen Anker darstellen können für diejenigen, die es interessiert. Ein Anker kann dabei auch gleichbedeutend sein, sich von diesem Anker zu distanzieren. Im Grunde sind solche detaillierten Aussagen positiv zu bewerten, da man an ihnen seine eigene Einstellung/Vorstellung messen kann.
(b) die bisher genannten Tipps sind gegen das althergebrachte Frauenbild, seien aber nicht wirklich feministisch: Ja, und? Wenn man sich so verhält stubst man den Anderen an, sich Gedanken über dieses weibliche/männliche Individuum zu machen und nicht automatisierte Erwartungen orientiert an ihrem/seinem Geschlecht zu stellen.

Damit komme ich auch zu meinem täglichen "feministischem"(*zu diesem Begriff komme ich noch) Verhalten:
Ich kann es nicht leiden, wenn im Café/Restaurant an der Kasse der Geldschein meines Begleiters mehr Wert haben soll als meiner, obwohl da der gleiche Betrag draufsteht. Also mache ich die betreffenden Personen darauf aufmerksam.
Ich will selbst Kinder, aber wenn ich feststelle, dass man von Frauen partout erwartet Kinder zu bekommen, weise ich darauf hin, dass Frauen keine Gebärmaschinen sind, die automatisiert Kinder auswerfen, sondern es selbst entscheiden, "ob" sie Kinder haben wollen.
Wenn der Kommilitone empört "Wie sieht die den aus, so würd ich mich als Frau aber nicht auf dem Campus anziehen" sagt, antworten "Ja, und. Soll sie doch. Wär ja langweilig, wenn sie alle so grau herumliefen wie du oder wie die da."
Wenn ich an aufgeheizten Fussballdiskussionen keinen Gefallen finde und deswegen den Kommentar "Ach, du verstehst das als Frau nicht.", einfach antworte "Ja, stimmt. Ich spiele lieber Fussball als darüber zu reden."
Ansonsten in sämtlichen Situationen, in denen ich feststelle, dass er/sie in geschlechtskategorien denkt, einfach dazwischengretschen und zusehen, wie sich die Person versucht herauszuwinden. Das kann auch Spaß machen :).

Zum Begriff FeministIn, ob man sich so nennen sollte oder nicht:
Einerseits ärgert es mich, wie scheinbar kluge Menschen sich versuchen von dieser Bezeichnung loszusprechen, obwohl sie genau als solche/r zu bezeichnen wären "Ich, nee, ich bin kein/e FemistIn, die sind immer so....", um ja nicht als solche/r "abgestempelt" zu werden. Andererseits kann ich es nachvollziehen, weil man am Bsp der Frau dann halt "nur" eine Feministin ist und nicht in erster Linie als Vertreterin der Gruppe Frau betrachtet wird. Kommentare bezüglich sexistischem Verhalten werden dann als Feministengeleier ungeachtet.
Ich bin langsam an dem Standpunkt, dass ich auf "Ach, du bist bestimmt eine Feministin" antworten werde "Nein, ich merk nur, wenn jemand zu faul ist, sich seine eigenen Gedanken zu machen und einfach Vorgedachtes übernimmt."</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1. zu der Diskussion, ob dieses oder jenes Verhalten überhaupt als feministisch zu bezeichnen ist oder nicht:<br />
(a) ich denke, dass solche Verhaltensregeln/-tipps einen Anker darstellen können für diejenigen, die es interessiert. Ein Anker kann dabei auch gleichbedeutend sein, sich von diesem Anker zu distanzieren. Im Grunde sind solche detaillierten Aussagen positiv zu bewerten, da man an ihnen seine eigene Einstellung/Vorstellung messen kann.<br />
(b) die bisher genannten Tipps sind gegen das althergebrachte Frauenbild, seien aber nicht wirklich feministisch: Ja, und? Wenn man sich so verhält stubst man den Anderen an, sich Gedanken über dieses weibliche/männliche Individuum zu machen und nicht automatisierte Erwartungen orientiert an ihrem/seinem Geschlecht zu stellen.</p>
<p>Damit komme ich auch zu meinem täglichen &#8220;feministischem&#8221;(*zu diesem Begriff komme ich noch) Verhalten:<br />
Ich kann es nicht leiden, wenn im Café/Restaurant an der Kasse der Geldschein meines Begleiters mehr Wert haben soll als meiner, obwohl da der gleiche Betrag draufsteht. Also mache ich die betreffenden Personen darauf aufmerksam.<br />
Ich will selbst Kinder, aber wenn ich feststelle, dass man von Frauen partout erwartet Kinder zu bekommen, weise ich darauf hin, dass Frauen keine Gebärmaschinen sind, die automatisiert Kinder auswerfen, sondern es selbst entscheiden, &#8220;ob&#8221; sie Kinder haben wollen.<br />
Wenn der Kommilitone empört &#8220;Wie sieht die den aus, so würd ich mich als Frau aber nicht auf dem Campus anziehen&#8221; sagt, antworten &#8220;Ja, und. Soll sie doch. Wär ja langweilig, wenn sie alle so grau herumliefen wie du oder wie die da.&#8221;<br />
Wenn ich an aufgeheizten Fussballdiskussionen keinen Gefallen finde und deswegen den Kommentar &#8220;Ach, du verstehst das als Frau nicht.&#8221;, einfach antworte &#8220;Ja, stimmt. Ich spiele lieber Fussball als darüber zu reden.&#8221;<br />
Ansonsten in sämtlichen Situationen, in denen ich feststelle, dass er/sie in geschlechtskategorien denkt, einfach dazwischengretschen und zusehen, wie sich die Person versucht herauszuwinden. Das kann auch Spaß machen :).</p>
<p>Zum Begriff FeministIn, ob man sich so nennen sollte oder nicht:<br />
Einerseits ärgert es mich, wie scheinbar kluge Menschen sich versuchen von dieser Bezeichnung loszusprechen, obwohl sie genau als solche/r zu bezeichnen wären &#8220;Ich, nee, ich bin kein/e FemistIn, die sind immer so&#8230;.&#8221;, um ja nicht als solche/r &#8220;abgestempelt&#8221; zu werden. Andererseits kann ich es nachvollziehen, weil man am Bsp der Frau dann halt &#8220;nur&#8221; eine Feministin ist und nicht in erster Linie als Vertreterin der Gruppe Frau betrachtet wird. Kommentare bezüglich sexistischem Verhalten werden dann als Feministengeleier ungeachtet.<br />
Ich bin langsam an dem Standpunkt, dass ich auf &#8220;Ach, du bist bestimmt eine Feministin&#8221; antworten werde &#8220;Nein, ich merk nur, wenn jemand zu faul ist, sich seine eigenen Gedanken zu machen und einfach Vorgedachtes übernimmt.&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4988</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 10:40:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4988</guid>
		<description>Ha, Paula, dann ist das hier der richtige Thread:
http://maedchenmannschaft.net/hochstuhl-oder-lehrstuhl/

Natürlich auch für alle anderen, die eher nicht auf die Frage, was man im Alltag so machen kann, schreiben wollen, sondern die angebrochene Hochschuldiskussion weiterführen wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ha, Paula, dann ist das hier der richtige Thread:<br />
<a href="http://maedchenmannschaft.net/hochstuhl-oder-lehrstuhl/" rel="nofollow">http://maedchenmannschaft.net/hochstuhl-oder-lehrstuhl/</a></p>
<p>Natürlich auch für alle anderen, die eher nicht auf die Frage, was man im Alltag so machen kann, schreiben wollen, sondern die angebrochene Hochschuldiskussion weiterführen wollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Paula</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4984</link>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 23:21:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4984</guid>
		<description>Schade, dass ihr so ganz und gar von der ursprünglichen Fragestellung abgekommen seid. Ein Thread mit dem Thema "Gleichberechtigung in der Wissenschaft" wäre doch interessant. 
Jedenfalls habe ich mich sehr über die Anregungen von Rabenmutter, christina, Lini, lune etc. gefreut. Steht ja nicht Doktrin drüber. Die Strategie von vermeintlich "dummen" Fragen wie "Wirst Du denn ihren Namen annehmen?" finde ich phantastisch, die führen nämlich nicht nur zu dummen Gesichtern sondern im besten Fall stoßen sie auch ein Nachdenken bei meinem Gegenüber an.
Beim Thema Gläseraufmachenfahrradreparierenspüleinstallierenetc. geht es mir so: erstens schubst man damit auch Erwartungshaltungen um und zweitens fühle ich mich in so einer Situation hervorragend - ich habe etwas selbst geschafft, was man mir (und vielleicht auch ich mir) nicht zugetraut hätte und das gibt mir ein kleines, schönes Gefühl von Unabhängigkeit.
Also vielen Dank für die Ideen!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schade, dass ihr so ganz und gar von der ursprünglichen Fragestellung abgekommen seid. Ein Thread mit dem Thema &#8220;Gleichberechtigung in der Wissenschaft&#8221; wäre doch interessant.<br />
Jedenfalls habe ich mich sehr über die Anregungen von Rabenmutter, christina, Lini, lune etc. gefreut. Steht ja nicht Doktrin drüber. Die Strategie von vermeintlich &#8220;dummen&#8221; Fragen wie &#8220;Wirst Du denn ihren Namen annehmen?&#8221; finde ich phantastisch, die führen nämlich nicht nur zu dummen Gesichtern sondern im besten Fall stoßen sie auch ein Nachdenken bei meinem Gegenüber an.<br />
Beim Thema Gläseraufmachenfahrradreparierenspüleinstallierenetc. geht es mir so: erstens schubst man damit auch Erwartungshaltungen um und zweitens fühle ich mich in so einer Situation hervorragend - ich habe etwas selbst geschafft, was man mir (und vielleicht auch ich mir) nicht zugetraut hätte und das gibt mir ein kleines, schönes Gefühl von Unabhängigkeit.<br />
Also vielen Dank für die Ideen!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Nils</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4650</link>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 13:50:52 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4650</guid>
		<description>P.S.: Ob eine amerikanische Uni es sich leisten kann, einen Postdoc einzustellen der den ganzen tag nur Zeitung liest?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S.: Ob eine amerikanische Uni es sich leisten kann, einen Postdoc einzustellen der den ganzen tag nur Zeitung liest?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Nils</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4647</link>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 12:05:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4647</guid>
		<description>Aus der Studie:

&lt;blockquote&gt;At Run II Dzero, conference presentations are allocated by a panel of 6 to 8 people who are appointed by the upper administration of the experiment. The minutes of the meetings in which the conference resentation allocations are decided are not made public to the collaborators on the experiment. It is a system that may unfortunately be prone to potential cronyism and patronage; both in who gets appointed to the panel, and to whom the panel allocates conference presentations. 
&lt;/blockquote&gt;

Und solche Strukturen sind nach meiner Aufassung auch ein Einfallstor für geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung.

Sicher gibt es bereichsübergreifende Regeln für Dokumentationen. Aber ob die Häufigkeit, mit der ein Name dort auftaucht ein Maß für Leistung ist, wage ich zu bezweifeln. Dazu müssten ja die Tätigkeiten selbst vergleichbar sein.

&lt;blockquote&gt;As an aside, we note that 20% of the 24 males who produced &lt;b&gt;almost nothing&lt;/b&gt; nevertheless went on to faculty positions &lt;/blockquote&gt;

Entweder genießen die 4,8 males eine extreme und ganz offensichtliche Protektion, oder die von Sherry Towers aufgestellten Leistungskriterien sind Humbug.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Studie:</p>
<blockquote><p>At Run II Dzero, conference presentations are allocated by a panel of 6 to 8 people who are appointed by the upper administration of the experiment. The minutes of the meetings in which the conference resentation allocations are decided are not made public to the collaborators on the experiment. It is a system that may unfortunately be prone to potential cronyism and patronage; both in who gets appointed to the panel, and to whom the panel allocates conference presentations.
</p></blockquote>
<p>Und solche Strukturen sind nach meiner Aufassung auch ein Einfallstor für geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung.</p>
<p>Sicher gibt es bereichsübergreifende Regeln für Dokumentationen. Aber ob die Häufigkeit, mit der ein Name dort auftaucht ein Maß für Leistung ist, wage ich zu bezweifeln. Dazu müssten ja die Tätigkeiten selbst vergleichbar sein.</p>
<blockquote><p>As an aside, we note that 20% of the 24 males who produced <b>almost nothing</b> nevertheless went on to faculty positions </p></blockquote>
<p>Entweder genießen die 4,8 males eine extreme und ganz offensichtliche Protektion, oder die von Sherry Towers aufgestellten Leistungskriterien sind Humbug.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Miriam</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4646</link>
		<dc:creator>Miriam</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 08:18:01 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4646</guid>
		<description>Achso: Sie hat nicht die Anzahl der Publikationen als Indikator genommen, weil da nämlich immer alle draufstehen, wurde in dem Nature-Artikel auch erklärt. Stattdessen hat sie die "internal papers" gewählt, die werden zur internen Kommunikation und Dokumentation geschrieben und durchlaufen keinen review Prozess, da gibt es, egal für welches Fachgebiet, klare Regeln, was da reingehört.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Achso: Sie hat nicht die Anzahl der Publikationen als Indikator genommen, weil da nämlich immer alle draufstehen, wurde in dem Nature-Artikel auch erklärt. Stattdessen hat sie die &#8220;internal papers&#8221; gewählt, die werden zur internen Kommunikation und Dokumentation geschrieben und durchlaufen keinen review Prozess, da gibt es, egal für welches Fachgebiet, klare Regeln, was da reingehört.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Miriam</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4645</link>
		<dc:creator>Miriam</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 08:13:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4645</guid>
		<description>@Nils: Solche Experimente wie D0 haben keinen Chef im eigentlichen Sinne. Ist im aktuellen Spiegel in der Titelgeschichte sehr schön beschrieben. Da arbeiten mehrere hundert bis zu mehreren tausend PhysikerInnen, InformatikerInnen und IngenieurInnen zusammen, jeder einE ExpertIn auf seinem/ihrem Gebiet, das ist so komplex, dass die "spokesperson" keine Weisungsbefugnis hat. Außerdem dauern diese Experimente meist 10-20 Jahre, da gibt es mehr als eine "spokesperson" im Laufe der Zeit. Und diese entscheidet sicher nicht, wer von den 800 Leuten auf einer Konferenz vorträgt.
Sherry Towers ist nun im Statistik-Fachbereich an der Purdue University tätig, ich denke, sie ist durchaus in der Lage, solche Analysen durchzuführen und zu beurteilen, ob die Datenbasis ausreichend ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nils: Solche Experimente wie D0 haben keinen Chef im eigentlichen Sinne. Ist im aktuellen Spiegel in der Titelgeschichte sehr schön beschrieben. Da arbeiten mehrere hundert bis zu mehreren tausend PhysikerInnen, InformatikerInnen und IngenieurInnen zusammen, jeder einE ExpertIn auf seinem/ihrem Gebiet, das ist so komplex, dass die &#8220;spokesperson&#8221; keine Weisungsbefugnis hat. Außerdem dauern diese Experimente meist 10-20 Jahre, da gibt es mehr als eine &#8220;spokesperson&#8221; im Laufe der Zeit. Und diese entscheidet sicher nicht, wer von den 800 Leuten auf einer Konferenz vorträgt.<br />
Sherry Towers ist nun im Statistik-Fachbereich an der Purdue University tätig, ich denke, sie ist durchaus in der Lage, solche Analysen durchzuführen und zu beurteilen, ob die Datenbasis ausreichend ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Nils</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4642</link>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 22:50:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4642</guid>
		<description>Tatsächlich, sie verklagt die Stony Brook University..

Ich frage mich aber nach wie vor, ob man bei einem Sample von 48 Männern und 9 Frauen tatsächlich belastbare Zahlen darüber aufstellen kann, ob die 9 Frauen mehr so viel geleistet haben daß das Verhältnis männlicher zu weiblicher Karrieren 33% zu 66% betragen müßte.

Da alle aus verschiedenen Bereichen kommen, ist es fragwürdig ob man die Zahl der Publikationen als Leistungsindikator verwenden kann.

Das Argument mit dem individuellem Klima jedes Experimentes klingt plausibel. Es ist aber in dem Fall vielleicht noch entscheidender, wer jeweils Supervisor ist. Der wird ja auch entscheiden, wer auf Konferenzen präsentiert.

Solche Machtpositionen sollten eigentlich nicht sein, ich denke wenn da mehrere entscheiden dann wird jede Diskriminierung schwieriger.

Es ist, denke ich, eigentlich fast unmöglich Diskriminierung zu messen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tatsächlich, sie verklagt die Stony Brook University..</p>
<p>Ich frage mich aber nach wie vor, ob man bei einem Sample von 48 Männern und 9 Frauen tatsächlich belastbare Zahlen darüber aufstellen kann, ob die 9 Frauen mehr so viel geleistet haben daß das Verhältnis männlicher zu weiblicher Karrieren 33% zu 66% betragen müßte.</p>
<p>Da alle aus verschiedenen Bereichen kommen, ist es fragwürdig ob man die Zahl der Publikationen als Leistungsindikator verwenden kann.</p>
<p>Das Argument mit dem individuellem Klima jedes Experimentes klingt plausibel. Es ist aber in dem Fall vielleicht noch entscheidender, wer jeweils Supervisor ist. Der wird ja auch entscheiden, wer auf Konferenzen präsentiert.</p>
<p>Solche Machtpositionen sollten eigentlich nicht sein, ich denke wenn da mehrere entscheiden dann wird jede Diskriminierung schwieriger.</p>
<p>Es ist, denke ich, eigentlich fast unmöglich Diskriminierung zu messen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4641</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 22:06:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4641</guid>
		<description>Judith,

"jj, wenn du frauen kennen lernst “dürfen” sie sich auf D e i n e spielchen einlassen, die sie nicht gewinnen können?
oh boy."

Vorsicht mit Deiner empörten Verallgemeinerung - meine Aussage bezieht sich ganz klar auf einen Fall. Ich zitere - "Frauen, die sich mit “Hallo. Willst Du mir nicht einen Drink ausgeben?” vorstellen," - gilt nur, wenn Mädels, die ich nicht kenne, als erstes fragen, ob ich ihnen einen Drink ausgebe. Vielleicht kennst Du ja nur Frauen, die absolut ehrlich in jede Interaktion mit Männern gehen. Aber ich habe (überaus nette und intelligente) Freundinnen, die sich während ihres Studiums durchaus so so manchen Abend finanziert haben - die stehen auch vollkommen dazu. Sie setzen ihre Reize ein und bekommen was dafür. Manche Männer freuen sich über jede weibliche, wenn auch noch so strategische, Aufmerksamkeit und spielen dann gerne mit. Wenn eine Frau - wie in diesem Fall - ein Spielchen spielen will, spiele ich eben auch, wenn sie mich schon zum Mitspieler erkoren hat. Nur die Regeln sind dann eben nicht notwendigerweise ihre... finde ich nur fair. Spannenderweise kann sich übrigens über die Meta-Ebene der "Regeldiskussion" aus einer eigentlich für sie uninteressanten Interaktion eine interessante werden. Nicht nur Männer finden Herausforderungen spannend. Gerade die Frauen, die sich so die Abende finanzieren scheinen fasziniert zu sein, wenn sich jemand nicht so verhält, wie sie es für garantiert halten. Letztlich haben sie also was davon, wenn sie einmal nicht nach ihren Regeln spielen :). Und ich auch, ggf. ;)

Wenn sich einfach so ein Gespräch ergibt, gibt es auch keine Spielchen. tit for tat. Ist sicher auch eine Altersfrage. Die Uni schien zu Spielen da, seitdem hat sich das alles etwas verändert. Weniger Zeit, mehr Geld, mehr Interesse an einem authentischen Gespräch als einem Machtspielchen. Aber wahrscheinlich bedingt das eine das andere.

Lune,

"Den Putzplan habe ich gemacht weil er es ohne probieren wollte. “Das schaffen wir so”. Nur sah es dann so aus das ich abends noch durchgewischt habe und er eben nie…
Und bevor ich zur nörgelnden Frau werde die sich ungerecht behandelt fühlt: Einfach selber dafür Sorgen das alles seine Richtigkeit hat."

Und wessen Reinlichkeitsmassstab gilt dabei? Vielleicht wird er ja dabei zum nörgelnden Mann der sich ungerecht behandelt fühlt... ist auch nicht besser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Judith,</p>
<p>&#8220;jj, wenn du frauen kennen lernst “dürfen” sie sich auf D e i n e spielchen einlassen, die sie nicht gewinnen können?<br />
oh boy.&#8221;</p>
<p>Vorsicht mit Deiner empörten Verallgemeinerung - meine Aussage bezieht sich ganz klar auf einen Fall. Ich zitere - &#8220;Frauen, die sich mit “Hallo. Willst Du mir nicht einen Drink ausgeben?” vorstellen,&#8221; - gilt nur, wenn Mädels, die ich nicht kenne, als erstes fragen, ob ich ihnen einen Drink ausgebe. Vielleicht kennst Du ja nur Frauen, die absolut ehrlich in jede Interaktion mit Männern gehen. Aber ich habe (überaus nette und intelligente) Freundinnen, die sich während ihres Studiums durchaus so so manchen Abend finanziert haben - die stehen auch vollkommen dazu. Sie setzen ihre Reize ein und bekommen was dafür. Manche Männer freuen sich über jede weibliche, wenn auch noch so strategische, Aufmerksamkeit und spielen dann gerne mit. Wenn eine Frau - wie in diesem Fall - ein Spielchen spielen will, spiele ich eben auch, wenn sie mich schon zum Mitspieler erkoren hat. Nur die Regeln sind dann eben nicht notwendigerweise ihre&#8230; finde ich nur fair. Spannenderweise kann sich übrigens über die Meta-Ebene der &#8220;Regeldiskussion&#8221; aus einer eigentlich für sie uninteressanten Interaktion eine interessante werden. Nicht nur Männer finden Herausforderungen spannend. Gerade die Frauen, die sich so die Abende finanzieren scheinen fasziniert zu sein, wenn sich jemand nicht so verhält, wie sie es für garantiert halten. Letztlich haben sie also was davon, wenn sie einmal nicht nach ihren Regeln spielen :). Und ich auch, ggf. ;)</p>
<p>Wenn sich einfach so ein Gespräch ergibt, gibt es auch keine Spielchen. tit for tat. Ist sicher auch eine Altersfrage. Die Uni schien zu Spielen da, seitdem hat sich das alles etwas verändert. Weniger Zeit, mehr Geld, mehr Interesse an einem authentischen Gespräch als einem Machtspielchen. Aber wahrscheinlich bedingt das eine das andere.</p>
<p>Lune,</p>
<p>&#8220;Den Putzplan habe ich gemacht weil er es ohne probieren wollte. “Das schaffen wir so”. Nur sah es dann so aus das ich abends noch durchgewischt habe und er eben nie…<br />
Und bevor ich zur nörgelnden Frau werde die sich ungerecht behandelt fühlt: Einfach selber dafür Sorgen das alles seine Richtigkeit hat.&#8221;</p>
<p>Und wessen Reinlichkeitsmassstab gilt dabei? Vielleicht wird er ja dabei zum nörgelnden Mann der sich ungerecht behandelt fühlt&#8230; ist auch nicht besser.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Miriam</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4638</link>
		<dc:creator>Miriam</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 20:55:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://maedchenmannschaft.net/was-lasst-sich-taglich-tun/#comment-4638</guid>
		<description>Das Fermilab ist eine riesige Forschungseinrichtung, da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Labor an sich vorbildliche Familienförderungsprogramme  (für amerikanische Verhältnisse) hat. Das sagt aber noch lange nichts darüber aus, wie die Kultur in einem Experiment aussieht. Zumal in der D0-Kollaboration nicht nur dieses eine Labor involviert ist, sondern 82 Institute und Universitäten. Und an einer solchen teilnehmenden Uni (Stony Brook University) war Sherry Towers angestellt, als sie am D0-Experiment arbeitete. Und diese Uni und nicht das Fermilab verklagt sie...
"And Towers says gender discrimination ultimately forced her out of particle physics. She adds that in 2004 her former employer, a prominent northeastern public university, tried to terminate her contract after she complained that she wasn't given adequate maternity leave. She has since filed a lawsuit against the university."</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fermilab ist eine riesige Forschungseinrichtung, da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Labor an sich vorbildliche Familienförderungsprogramme  (für amerikanische Verhältnisse) hat. Das sagt aber noch lange nichts darüber aus, wie die Kultur in einem Experiment aussieht. Zumal in der D0-Kollaboration nicht nur dieses eine Labor involviert ist, sondern 82 Institute und Universitäten. Und an einer solchen teilnehmenden Uni (Stony Brook University) war Sherry Towers angestellt, als sie am D0-Experiment arbeitete. Und diese Uni und nicht das Fermilab verklagt sie&#8230;<br />
&#8220;And Towers says gender discrimination ultimately forced her out of particle physics. She adds that in 2004 her former employer, a prominent northeastern public university, tried to terminate her contract after she complained that she wasn&#8217;t given adequate maternity leave. She has since filed a lawsuit against the university.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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