Was für ein Zusammenhang
von Barbara
Das Zusammenspiel von redaktionellen Inhalten und Google Anzeigen funktioniert an manchen Stellen auf erschreckende Weise, wie dieser Link zeigt: WIE DU MICH AUFREISST vs “Kinderbetreuungsangebot kann für Chancengleichheit für Frauen sorgen”. Danke an Lucie fürs Finden.
Facebook | | Tags: Internet, Werbekritik
Eintrag geschrieben: Freitag, 30. Januar 2009 um 11:17 Uhr unter Geschmacklosigkeiten aktuell, Gucken, Kommerz. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.







Hm. Da wäre wohl ein Scrennshot die bessere Wahl gewesen, im Augenblick gabs da nur Sparkassenwerbung zu sehen (und dafür hab ich extra mein AdblockPlus deaktiviert!).
ups. zu schnell getippt, sorry: »Screenshot« natürlich
Stimmt, wg. der Chancengleichheit hätte sich das Beratungsangebot definitiv auch an Frauen richten müssen… “Wie Du mich aufreißt – zum ersten Mal erklären Männer Karrierefrauen, wie man sie richtig anspricht.” ;)
@anxy
jetzt neu mit Screenshot.
Barbara,
abgesehen davon, daß das natürlich keine sinnvolle redaktionelle Zusammenstellung ist und weder der Focus noch die Anzeigenkunden etwas davon haben, daß die Click-through-Rate auf dieser Seite vermutlich richtig schlecht ist, was ist daran so furchtbar “erschreckend”, daß die Keywords “Frauen” und “Kinderbetreeung” und “Chancengleichheit” eine Dating-Anzeige anzeigen lassen? Ist “Aufreißen” einfach nur der falsche Begriff? Wäre Deine Reaktion bei einer Parship Anzeige “Sie hat den Traummann” gefunden, anders ausgefallen? Oder ist das einfach nur eine intuitive Reaktion darauf, daß hier eine feministische Frauenthematik “Chancengleichheit” mit einer vermeintlich anti-feministischen Frauenthematik – “Aufreißen” oder “Sex” – kontrastiert werden? Ich verstehe ernsthaft nicht so ganz, was hier das Problem ist, vielleicht kannst Du die Gründe für Deine eindeutige Reaktion ja etwas klarer erläutern, würde mich interessieren.
Ich habe ja den Verdacht, dass egal bei welchem Thema oder Artikel irgend eine Dating-Anzeige kommt, schließlich ist Partnerfindung eine Sache, über die man sich immer schon Gedanken gemacht hat und auch in Zukunft noch machen wird. “Sex sells” halt… geschmacklos ist es trotzdem. Allerdings halte ich von diesen ganzen Datingagenturen und -portale, die ihren (männlichen) Mitgliedern das Geld aus der Tasche ziehen und dafür wo es nur geht, Werbung schalten, ohnehin nichts. In diesem Artikel ist es schon tendenziell geschmacklos aber irgendwie noch im Rahmen. Würde sich der Artikel mit wirklich ernsten Themen befassen, würde es nur noch saurer aufstoßen.
Ich finde es eigentlich lustiger, dass dieser Artikel, der mit der Frage nach Chancengleichheit und Gehaltsunterschieden angeteasert wird in der Sparte Gesundheit zu finden ist (Kinder kriegen => Krankheit?), und dass im Januar 2009 jemand es für berichtenswert hält, dass verbesserte Kinderbetreuung die beruflichen Chancen von Müttern erhöhen. Darauf wäre ich jetzt nicht von alleine gekommen.
@ihdl: das ist in der Tat nur marginal besser mit der Kategorisierung als bei der New York Times. Da sind die Frauenthemen meist in Fashion & Style zu finden, auch wenn es etwa um Magersucht oder Bloggerinnen geht…
…kann man diese überschrift auch ohne fragezeichen formulieren?
Was begeistert mich als Mann an der Feministischen Theologie?
http://www.pkgodzik.de/feministische%20theologie.html
Als Pastor hat man vermutl. andere betreuerische Aufgaben als die Frau.