Uganda: Homofeindliches Gesetz (vorerst) gekippt

von Magda

Passend zum heutigen Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie eine erfreuliche Nachricht: Wie dieStandard berichtet, ist das so genannte „Anti-Homosexualitätsgesetz“, welches im ugandischen Parlament vorlag und in der letzten Woche weltweit für Empörung sorgte, vom Tisch. Der Gesetzesentwurf sah harte Strafen bis hin zur Todesstrafe für lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Lebensweisen vor. Im Laufe der letzten Woche wurden über eineinhalb Millionen Unterschriften gesammelt, tausende Telefonate getätigt und verstärkt in den Medien darüber berichtet, so dass die Abgeordneten entschieden, das Gesetz letztendlich nicht mehr zu verhandeln.

Trotzdem ist der Gesetzesentwurf wohl leider nicht vollständig aus der Welt: Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass er in der nächsten Parlamentsperiode wieder vorgelegt werden könnte. Einige Abgeordnete sind jedoch optimistischer und zweifeln daran: Dafür sei die internationale Kritik zu stark.

Viele der Unterschriften hat All Out mit ihrer Kampagne gesammelt. All Out setzt sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* weltweit ein.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 17. Mai 2011 um 13:00 Uhr unter Gewalt, Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. […] Erwähnenswert ist auch der Erfolg der Avaaz-Plattform, welche vor wenigen Tagen vorerst die Umsetzung eines Gesetzes für die Todestrafe bei Homosexualität in Uganda stoppen konnte. Update: Die Mädchenmannschaft hat auch gerade darüber gebloggt. […]

  2. Yvonne sagt:

    Das BR-Jugendradio on3 hat sich mal zu Schwulen/Lesbenhass auf dem bayerischen Postkartenland umgehört.

    http://on3.de/element/10602/homophobie-auf-dem-land-schwulenhass-war-da-was#/element/10602/homophobie-auf-dem-land-schwulenhass-war-da-was