TV-Debatte: „Frauen wäre das nicht passiert?“

von Katrin

Mittwoch, 18.03.2009, ab 22.15 Uhr bei Phoenix:

„Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise der Männer“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Kein Wunder, denn Führungspositionen sind fast ausschließlich in Männerhand. In Norwegen ist dies anders: In den  börsennotierten Unternehmen, insgesamt rund 500, müssen seit 2008 mindestens 40 Prozent der Aufsichtsräte weiblich sein. Ein Modell auch für Deutschland?

Könnten Frauen die Wirtschaft besser führen? Warum steigen so wenig Frauen auf?

Anke Plättner diskutiert in der PHOENIX Runde mit Johannes Singhammer (CSU, familienpolitischer Sprecher),  Irmingard Schewe-Gerigk (Bündis90/Die Grünen, familienpolitische Sprecherin),  Anke Domscheit (Microsoft) und  Beate Degen (Wirtschaftsjunioren Deutschlands).

Nachtrag:
Wer’s verpasst hat, kann die Sendung auch online anschauen.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 17. März 2009 um 9:39 Uhr unter Ökonomie, Terminkalender. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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19 Kommentare

  1. Matze sagt:

    1. Wenn mehr Frauen in den Führungspositionen wären, wär heute besseres Wetter.

    2. Idiotie, Inkompetenz und Kurzsichtigkeit kennen kein Geschlecht.

    3. Eines der Finanzinstrumente, die zur Krise geführt haben, wurde von einer Frau ausgetüftelt.

  2. Susanne sagt:

    Ich bin auch SEHR zwiegespalten, was die Behauptung angeht, die Finanzkrise wäre mit mehr Frauen an der Spitze so nicht passiert. Nach längerem Grübeln habe ich für mich dann zwei Überzeugungen gefunden:

    1. Wären Frauen schon so lange und so zahlreich wie Männer im öffentlichen, Wirtschafts- und politischen Leben vertreten, wären sie also genauso fest in die Strukturen eingebunden wie Männer das heute sind, dann wäre eine Krise mit Frauen ganz genauso passiert. Denn ich halte Frauen nicht für die grundsätzlich besseren Menschen, sondern denke, sie haben sich eben noch nicht alle Bereiche und damit auch die korrupten, trickreichen Bereiche noch nicht voll erobert.

    2. Da Frauen aber eben noch nicht in diesen Strukturen, in denen auch die vielen Machenschaften gedeihen konnten, integriert sind, sind sie jetzt gute Ansprechpartner für Unternehmen, die es anders machen wollen, die „aufräumen“ wollen. Das entspricht zwar dem klassischen „Trümmerfrauen“-Modell, aber genau deshalb funktioniert es ja: Deshalb werden Frauen plötzlich nach vorn gelassen, wenn etwas schief gelaufen ist (s. Angela Merkel).

  3. Matze sagt:

    Hey, ich bin auch nicht in diesen Strukturen integriert. Warum fragt mich keiner?

    Und was hat Angela Merkel aufgeräumt? Vielleicht die CDU, aber als Kanzlerin war sie jetzt auch nicht so die Offenbarung eines „weiblichen“ Führungsstils. Und nein, damit meine ich jetzt nicht ihre Frisur oder ihr Aussehen, sondern den Eindruck, dass sie wenig anders gemacht hat als ein Mann es gemacht hätte.

  4. Susanne sagt:

    @ Matze: Ob sie die Erwartungen ihrer Partei erfüllt hat oder nicht, ist ja noch mal eine ganz andere Frage. Das Prinzip der „Trümmerfrauen“ beschreibt nur die Tatsache, dass Frauen in Krisen (bei der CDU: Spendenaffäre) plötzlich nach vorn gelassen werden – sei es in Parteien oder in Unternehmen.

  5. Matze sagt:

    Okay, dann hast du das mit dem „funktionieren“ so gemeint, dass Frauen überhaupt an diese Positionen kommen, weniger, ob sie in diesen Positionen „funktionieren“. Hatte ich ein bisserl anders verstanden.

  6. @Susanne: Zustimmung.

    Es ist mir aber wichtig anzumerken, dass die Trümmerfrauen nicht deshalb nach vorne gelassen wurden, weil sie es anders machen wollten als die Männer, sondern einfach aus dem Grund, dass in Deutschland zu der Zeit nur wenige gesunde arbeitsfähige Männer verfügbar waren.

    Im Falle Angela Merkel bin ich mir auch nicht so ganz sicher, dass man einfach sagen kann, dass sie vorgelassen wurde, weil was schief gelaufen ist. Da hat bestimmt auch eine Rolle gespielt, dass sie als Ostdeutsche weniger vorbelastet gewesen ist als die alte Riege, die schon zu BRD-West-Zeiten in der CDU/CSU aktiv war und diesen ganzen Parteispendenskandal zu verantworten hatte.

    Was ich aber durchaus beobachte und was mich dann auch immer etwas ärgert, ist dass Männer oft die Ausübung einer bestimmten — meist dankbaren — Tätigkeit für sich beanspruchen und die nur dann an eine Frau abgeben, wenn es wirklich nicht anders geht. Autofahren ist so ein Beispiel. Oder beim Bohren bohrt der Mann und die Frau hält den Staubsauger. Und das führt dann wiederum dazu, dass sich viele Frauen, diese „männlichen“ Tätigkeiten nicht zutrauen.

  7. Susanne sagt:

    @ Johannes: Es geht nicht um die Trümmerfrauen nach dem Krieg. Es geht um ein Prinzip, deswegen auch die Anführungsstriche bei „Trümmerfrauen“, nachzulesen z.B. in Barbara Bierachs „Oben ohne“.

    @ Matze: Das „funktionieren“ bezog sich auf dieses Prinzip. Also, warum es immer wieder genau so passiert. Weil erwartet wird, dass eine Frau „unverdorben“ sei und deshalb Image und/oder Unternehmen retten könne.

  8. Cornelia sagt:

    Ich glaube schon, dass viele (aber nicht alle) Frauen anders führen möchten als Männer. Und zwar nicht, weil sie bessere Menschen sind oder biologisch anders ticken, sondern weil Frauen eine gewachsene andere Denk-, Empfindungs- und Handlungskultur entwickelt haben als viele Männer. Frauen wurde das Sorgen für das private und Allgemeinwohl seit Jahrhunderten auferlegt und darin sind viele Frauen Expertinnen und fühlen sich dem verpflichtet. Deswegen legen zum Beispiel überproportional mehr Frauen als Männer ihr Geld in ökologische und nachhaltige Projekte an, wofür sie vor kurzem im Wirtschaftsteil der Süddeutschen mit Häme übergossen wurden (von einer Frau). Aber genau wegen dieser weiblichen Kultur wollen etliche Frauen auch nicht in einem zynischen Konkurrenzmilieu mitmischen, wie es in vielen höheren Etagen zu finden ist. Es muss um mehr gehen als die bloße Anwesenheit von Frauen. Es muss um eine Bewegung zur Veränderung der Unternehmenskultur gehen. Menschenfreundliche verantwortungsbewußte Unternehmensziele. In Island haben drei Bankerinnen eine neue Bank gegründet, die in einem sieben-Punkte-Plan so etwas aufgestellt haben (leider finde ich den SZ-Artikel nicht mehr). Und eine menschenfreundliche innere Unternehmenskultur, die statt aufgeblasenem Gehabe soziale Beziehungen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und Sinn bei der Arbeit möglich macht. Deswegen ärgert es mich auch, wenn es immer wieder heißt, dass Firmen mit Frauen in den Führungsetagen mehr Rendite abwerfen. Genau die Gier nach kurzfristigen und höheren Renditen hat den ganzen Schlamassel ja verschärft.

  9. Marcel Zufferey sagt:

    Sagen wir es mal so: Frauen und Männern wäre das nicht passiert: Wären in den Beratergremien und Aufsichtsräten mehr Frauen vertreten, wäre es vieleicht anders gekommen. Der Leiter einer Aussendienstabteilung eines grossen Versicherungskonzerns im Bereich Hausrats- Lebens- und Kaskoversicherungen hatte seinen AussendienstmitarberiterInnen (Verkauf) immer eingebleut, dass sie beim Verkaufsgespräch darauf achten müssten, dass auch die Ehefrauen anwesend seien- die seien mehr auf Sicherheit bedacht, hat mir einmal ein guter Kollege erzählt, der dort gearbeitet hat. Ob Frauen Finanzangelegenheiten besser im Griff hätten, sei dahin gestellt: Auf jeden Fall sollte man die Synergien nicht unterschätzen, die frei werden, wenn in den Aufsichtsräten zur Hälfte Frauen vertreten wären. Ich spreche da von den Synergien, die ganz automatisch freigesetzt werden, wenn Frauen und Männer zusammen arbeiten. Das erklärt für mich auch, weshalb börsenkotierte Firmen in Norwegen seit Einführung der Quote auf Unternehmensleitebene plötzlich bessere Zahlen schreiben.

  10. Schnatterinchen sagt:

    Cornelia: „Es muss um mehr gehen als die bloße Anwesenheit von Frauen. Es muss um eine Bewegung zur Veränderung der Unternehmenskultur gehen. Menschenfreundliche verantwortungsbewußte Unternehmensziele. (…) Und eine menschenfreundliche innere Unternehmenskultur, die statt aufgeblasenem Gehabe soziale Beziehungen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und Sinn bei der Arbeit möglich macht.“

    Dann bitte aber mit der Konkurrenz vorher absprechen, dass die auch alle menschenfreundlich und unaufgeblasen sein sollen. Sonst steht man nämlich irgendwann mit seinen menschenfreundlichen Produkten und Dienstleistungen vor seinen menschenunfreundlichen Kunden, die einem nichts mehr abkaufen wollen. So einfach ist das.

    Das mag zynisch klingen, aber mir brechen hier seit Wochen die Aufträge weg, und weit und breit keine verantwortungsbewusste Quotenfrau, die das wieder heile macht. „Management by Duftkerze“ nehme ich Dir, Cornelia, erst ab, wenn das durch praktische Erfahrung und eigene Erfolge untermauert werden kann. Dann werde ich Dich umgehend als Beraterin engagieren.

    Im Übrigen ist dieses ganze Gesülze über Frauen, die das alles besser gemacht hätten, wenn man sie nur gelassen hätte, eine Beleidigung all derjenigen Frauen, die bereits im Geschehen drin s i n d und seit Jahren oder Jahrzehnten erfolgreich mitmischen. Wer hat die eigentlich „nach vorne gelassen“? Oder haben die sich am Ende sogar aus eigener Kraft nach vorne gekämpft?

  11. Marco sagt:

    Nebenbei: Wer war doch gleich Chief Risk Manager bei der Hypo Real Estate?

    Frauen waren in der Politik, die als Einzige entsprechende Spielregeln zur Abwendung der Finanzkrise hätte treffen können, ja nun gewiß nicht abwesend.

    Naja, die Kultur hat sich in den letzten Jahrhunderten offenbar nicht wesentlich geändert: Wenn eine schwer zu begreifende Katastrophe hereinbricht dann werden eben Frauenfiguren, vorzugsweise mit Heiligenschein und Baby auf dem Arm, angebetet..

  12. Cornelia sagt:

    Schnatterinchen: Tut mir leid, dass Dir Aufträge wegbrechen. Trotzdem ist es nötig, Visionen zu haben und sich etwas vorzunehmen. Und das eben nicht nur individuell, sondern als gesellschaftliche Meinungsbildung und Bewegung. Feminismus sollte auch menschenwürdigeres Leben bedeuten. Und ich finde es nicht menschenwürdig, wenn im Zusammenhang mit unserer männlich geprägten Wirtschaftskultur unsere natürlichen Lebensgrundlagen ruiniert werden wie auch inzwischen oft die Gesundheit der darin Beschäftigten und das Leben jenseits der Arbeit. Dafür brauche ich wohl keine Beispiele zu bringen. Das beleidigt keineswegs die Frauen, die wie Du im Geschehen drin sind und die es auf sich allein gestellt schwer haben. Es braucht ein gesellschaftliches Umdenken und das beginnt dort, wo Frauen – und auch Männer – ihr Begehren auf eine andere Art zu leben und zu arbeiten ernst nehmen. Nimm doch mal die Bioläden, wieso funktionieren die denn, obwohl sie teurer sind? Weil inzwischen der Wunsch und die Überzeugung, sich gesund und umweltverträglich zu ernähren so stark geworden ist. Das ist kein Gesülze. Ich glaube im übrigen auch nicht, dass Frauen nur dann in Führung kommen, wenn mann sie gerade zum Aufräumen braucht, auch wenn es das zweiffellos gibt.

  13. Marco sagt:

    Wenn 70% aller Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden (lt. besagter McKinsey-Studie „Women Matter“) dann kann wohl kaum von einer „männlich geprägten Wirtschaftskultur“ gesprochen werden. Jeder weiß (oder kann wissen, wenn er/sie will) wie z.B. die Kleidung bei H&M produziert wird. Wer kauft dort ein? Haben sich etwa bei H&M sozial- und umweltverträgliche Produkte durchsetzen können? (man hat das ja bei H&M tatsächlich versucht, und ist damit grandios gescheitert)

    „Männlich geprägte Wirtschaftskultur, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Gesundheit der darin Beschäftigten zerstört“ klingt für mich nach einer ziemlich einfachen Erklärung für die Dilemmata der Welt, mit einer solchen Erklärungsmustern üblicherweise eigenen pauschalen Schuldzuweisung an irgendwie kategorisierbare Bevölkerungsgruppen, sowie die übliche chiliastische Vision einer heilen Welt, wenn die „Bösen“ (oder der Satan) erst bezwungen sind.

  14. Schnatterinchen sagt:

    Cornelia: „Trotzdem ist es nötig, Visionen zu haben und sich etwas vorzunehmen. Und das eben nicht nur individuell, sondern als gesellschaftliche Meinungsbildung und Bewegung. (…) Es braucht ein gesellschaftliches Umdenken und das beginnt dort, wo Frauen – und auch Männer – ihr Begehren auf eine andere Art zu leben und zu arbeiten ernst nehmen.“

    Auf individueller Ebene und auf unsere Weltgegend bezogen steht das Visionen-haben und Sich-was-vornehmen Männern wie Frauen gleichermaßen offen. Auf D bezogen stehen Frauen sogar zusätzlich noch millionenschwere Förderprogramme offen, die ihnen helfen sollen, Entsprechendes in die Tat umzusetzen. Es gibt keine geschlechtsspezifischen Zulassungsbeschränkungen bei Patentanmeldungen und Firmengründungen. Frauen, die es bisher noch nicht tun, können heute damit anfangen, mit sinn- und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen die Welt zu verbessern.

    Auf gesellschaftlicher Ebene dürfen Bewegungen gerne ihre Visionen verfolgen, solange sie mein demokratisches Mitbestimmungsrecht dabei berücksichtigen.

    Cornelia: „Und ich finde es nicht menschenwürdig, wenn im Zusammenhang mit unserer männlich geprägten Wirtschaftskultur unsere natürlichen Lebensgrundlagen ruiniert werden wie auch inzwischen oft die Gesundheit der darin Beschäftigten und das Leben jenseits der Arbeit.“

    Und ich finde es nicht korrekt, dies in erster Linie den Männern anzulasten. It takes two to tango: Unsere Wirtschaftskultur wird von Männern und Frauen g e m e i n s a m geprägt (Marcos Erwähnung, dass 70% aller Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden, ist ein erdrückend gutes Argument in diesem Zusammenhang).

    Darüberhinaus ist das durchschnittliche Partnerwahlverhalten ein guter Indikator dafür, wie sehr Frauen und Männern g e m e i n s a m in die Gestaltung ihres Lebens und Arbeitens verstrickt sind: Würden Frauen mehrheitlich „herumlungernde“ und Bier trinkende Loser bevorzugen, wie z.B. die letztens hier besprochenen Mosuo-Frauen, hätten wir mit ziemlicher Sicherheit eine komplett andere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

    Cornelia: „Nimm doch mal die Bioläden, wieso funktionieren die denn, obwohl sie teurer sind? Weil inzwischen der Wunsch und die Überzeugung, sich gesund und umweltverträglich zu ernähren so stark geworden ist. Das ist kein Gesülze.“

    Mit Gesülze habe ich nicht die Tatsache gemeint, dass es einen Bedarf nach gesunden und umweltverträglichen Produkten gibt. Sondern das bezog sich auf Meinungsäußerungen, wonach Frauen qua Geschlecht als prädestiniert dafür gesehen werden, das Wirtschaftsleben zu verschönern, wenn Mann sie nur ließe. Auf diesem Diskussionniveau kann man vielleicht ein Bachblüten-Seminar an der Volkshochschule leiten, aber wenn es um die Analyse höchst komplexer Wirtschaftskrisen geht, überzeugt mich das nicht.

  15. Marco sagt:

    Auf gesellschaftlicher Ebene dürfen Bewegungen gerne ihre Visionen verfolgen, solange sie mein demokratisches Mitbestimmungsrecht dabei berücksichtigen.

    ..und solange dabei das Grundgesetz, insbesondere das Gleichbehandlungsgebot, beachtet wird.

    Und freilich darf ein kultureller Feminismus mit der ihm eigenen Geschlechterdichotomie vertreten werden, nur muss sich dann die entsprechende Kritik angehört werden.

  16. Blythe Masterz sagt:

    Die Frage ist doch, wie die norwegischen Unternehmen mit erfüllter Quote die Wirtschaftskrise insgesamt wegstecken. Stecken die Krise besser weg, als die „oben ohne“?

    Der Witz ist doch, dass „in guten Zeiten“ alle was dazu beigetragen haben wollen – in schlechten Zeiten wills keine(r) gewesen sein.

  17. Marco sagt:

    Das läßt sich nicht so einfach beurteilen, fürchte ich. Ein Unternehmen oder ein Land kann 1000x alles „richtig“ gemacht haben, es nützt nichts wenn international die Aufträge wegbrechen oder plötzlich niemand mehr Kapital bereitstellt.

  18. Hanna sagt:

    Zwar etwas spaet entdeckt, aber trotzdem interessant – die These der Fawcett Society zu diesem Thema:

    „The collapse of financial institutions has vividly demonstrated how power in our major corporate rests almost exclusively in the hands of white men. It is important not to descend into outmoded stereotypes about women and men which characterise men as testosterone driven and women as risk-averse. The stronger argument lies in the fact that the selection for these positions bypassed 52% of the population, clearly compromising their search for the very best talent. In addition, by engaging only one narrow demographic in decision making positions, they created a high risk of “group think” whereby people from the same background and world view were less likely to challenge one another.“

  19. access denied sagt:

    Tja
    Die Gesellschaft steht fassungslos vor den Trümmern ihres Scheins und da müssen eben auch alberne Erklärungsmodelle herhalten, damit man sich nicht den Tatsachen nicht stellen muss.
    Natürlich hätte es auch eine Krise mit mehr Frauen gegeben. Was soll denn eine Frau bitteschön anders machen? Die Überproduktion stoppen und damit den Laden an die Wand fahren? Nicht mehr Geld in gewinnversprechende Geschäfte investieren, um dann von den Aktionären auf’s Dach zu kriegen? Die Immobilienkrise, die abzusehen war, wäre auch mit Führungsfrauen eingetreten. Die Finanzblasen wären auch mit Frauen aufgebaut werden. Gegen Systematik ist man eben machtlos und helfen tut nur die umfassende Änderung. Merkel ist dafür nicht angetreten und seit ihrer Zeit als Umweltministerin ist doch deutlich geworden, dass sie eine komplette Versagerin ist.
    Diese Debatten, sie sind nichtmal mehr erschreckend, nur noch peinlich und zeigen, wie rückständig hierzulande noch diskutiert wird.
    Mehr Frauen in Führungspositionen? Auf jeden Fall
    Grundlegende Änderungen dadurch? wohl kaum.