Tu IHN unten rein

von Verena

Fragwürdiges Merchandising betreiben die Stuttgart-21-Befürworter, wie Dora Asemwald freundlicherweise in ihrem virtuellen Tagebuch kommentierte. Danke Dora!

Auf einem weißen T-SHirt, das die Stuttgart-21-Befürworter am Rande einer Demonstration verkauften, ist der Umriss einer knienden Frau zu erkennen, die eine Handbewegung macht, als würde sie sich einen wie auch immer gearteten Gegenstand einführen.

Vielleicht kann jemand Doras Fragen, ‚wen‘ und ob ‚hinten‘ oder ‚vorne‘ beantworten?




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 10:31 Uhr unter Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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29 Kommentare

  1. Vielen Dank dass ihr das Bild weiter verbreitet, auch wenn es einen zum Fremdschämen animiert. Die CDU bezeichnet sich ja als wertkonservativ. Welche Werte wollen die eigentlich konservieren? Sind wir nicht alle froh, dass eben jene Werte auf dem Müllplatz der Geschichte landen? Ich wünsche mir dass Werte wie Anstand und Respekt konserviert werden, das Umwelt konserviert wird. Ich glaub es ist super, konservativ zu sein. Kommt halt drauf an, was man konservieren will.

  2. defekt sagt:

    Kann man Fortschritt auch konservieren? :)

  3. dba sagt:

    @defekt: Ja sicher. Wenn man dann aber die Dose aufmacht, ist die Zeit mittlerweile fortgeschritten und der Fortschritt hat sich in einen Rückschritt verwandelt.

    Man könnte meinen, das passiert der CDU ständig :-(

  4. GwenDragon sagt:

    S21 soll ein Bu(m)sbahnhof werden?
    Oder wie darf ich das interpretieren? =:(

  5. Sigrid Klausmann sagt:

    Die Pro S 21 Leute diskreditieren sich mal wieder selbst. Da fehlt Stil, Kreativität, Klugheit, Anstand und der Respekt uns Frauen gegenüber. Aber das wird Folgen haben: selbsst meine über 80-jährigen Immer-CDU-Wähler-Eltern haben spät, aber nicht zu spät begriffen, dass sie im März das Kreuz woanders machen werden.

  6. Morjanne sagt:

    Wieder ein gescheiterter Versuch, mit „Höhö – Ficken!“ Stimmen zu angeln. Es ist doch traurig.

  7. Naja, diejenigen die auf Höhö-Ficken! (danke für den passenden Ausdruck!) stehen, gehen entweder eh nicht zur Wahl, da Katerausschlafen wegen betrunken erfolglos den Samstagabend lang was zum Höhöficken gesucht, oder wählen eh, was oben auf der Liste steht. Wegen der geilen Sprüche auf den Shirts.

  8. felica sagt:

    ich versteh den spruch irgendwie überhaupt nicht……ist wahrscheinlich ein gutes zeichen. was hat das denn mit einem bahnhof zu tun?

  9. Susi sagt:

    @felica
    Bei Stuttgart21 soll ein Kopfbahnhof für irre viel Kohle in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgewandelt werden. Also ist mit „unten“ unter die Erde gemeint. Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Shirt mehr als unterirdisch ist….

  10. m. sagt:

    felicia, der bahnhof in stuttgart soll doch jetzt unterirdisch verlaufen und sowas. daher „unten rein“. spricht für dich, dass du’s nicht geschnallt hast ;)

  11. Ich finde ja, man sollte diesen komischen Bahnhof in den Salzstock von Gorleben bauen…

  12. ellieule sagt:

    Iiiiiiiiiiiiiiiiiihhh – es hat mich geschüttelt, als ich dieses T-Shirt gesehen habe; umso mehr, als dass frau solche schleimigen „Beine breit-Sprüche“ im S21-Kontext eigentlich nicht erwartet hatte… Danke Dora für dein geistreiches Dagegenhalten.
    Und was bitte ist „HöHö-Ficken“ ???

  13. Morjanne sagt:

    :-)
    Macht sich schriftlich natürlich nicht so gut wie mündlich: Höhö (man denke sich an dieser Stelle einen Neandertaler mit Keule, der sich freut) – die haben Ficken gesagt…

    Den Effekt kann man besonders häufig unter Halbstarken, Betrunkenen oder einfach Arschlöchern beobachten, und wird wegen geringen Aufwandes mit viel Wirkung (z.B. nackte Frau) gern in der Werbung angewandt.

  14. Carsten sagt:

    Über Geschmack lässt sich sicherlich streiten – aber nun gleich von diskreditieren zu reden halte ich für übertrieben. Da fiele mit bei den Gegnern jede Menge mehr ein – alleine schon angefangen bei der Leugnung von Bürgerbeteiligung in der 15 Jahre lange Bauplanungsgeschichte.

  15. Jerome sagt:

    @Carsten

    Achja, die „Bürgerbeteiligung“ 1997.

    http://www.youtube.com/watch?v=dJnBCGeuhZQ

    Jaja.

    Zu dem unsäglichen Bahnhofs-Hemd möchte man sich lieer gar nicht äußern, denn wenn man nun anfängt, über die psychologischen Hintergründe davon nachzudenken… *grusel*

  16. DrNI sagt:

    Auf den ersten schnellen Blick hab ich den rechten Arm der als Silhouette dargestellten Frau als absichtlich übergroß dargestelltes männliches Geschlechtsteil interpretiert und war damit vollends verwirrt. „Normal“ betrachtet ist das ganze wie schon oben gesagt einfach nur ödes „Höhö-ficken!“ und damit mindestens irgendwie niveaulos.

  17. Regine Heidorn sagt:

    Deutsche Sprache wird hier jedenfalls schonmal auf dem eher unteren Bereich der Niveau- und Grammatik-Skala konserviert. Reintun – allein das Verb schon! Ich würde sagen, hier hat jemand wesentliche Elemente der Deutschen Leitkultur noch nicht richtig begriffen. Von großer Belesenheit zeugt das jedenfalls nicht … ganz abgesehen von der Unfähigkeit, sich adäquat zu artikulieren: in der Sache wird hier Nichts geäussert, aber das wäre von Merchandising ja eh zu viel erwartet. Ich erwarte nun die erste Spam-Welle pro S21 und stelle mir die Befürworter als Viagra-Verkäufer vor.

  18. Achdumeinegüte. Und der Apostroph ist auch noch falsch.

  19. Miriam sagt:

    @ Regine Heidorn:
    Schonmal was von Wir können alles. Außer Hochdeutsch gehört? Der Schwabe an sich tut alles mögliche tun… Das „reintun“ ist nun wirklich das einzige an dem ganzen Slogan, was ein bisschen witzig ist, weil selbstironisch.

  20. Regine Heidorn sagt:

    @Miriam Jetzt wo Du’s sagen tust :D Ist wahrscheinlich eine verschärfte Form von Getting things done.
    Das erinnert mich auch daran, daß in Berlin Busse herumfahren: Nett hier. Aber waren Sie schonmal in Baden-Württemberg? Im Bezug auf die Polizei-Einsätze zum 1. Mai und zu S21 kriegt das auch ein ganz neues Gschmäckle.

  21. DrNI sagt:

    @Miriam: Nur dass halt „rein“ kein schwäbisches Wort ist.

    Der andere doofe Slogan der Befürworter heißt übrigens „Oben ohne“, wie mir heute eine in Stuttgart wohnende Kollegin berichtet hat.

  22. é sagt:

    @ Regine:

    ich find ja „Deutsche Leitkultur“ um einiges problematischer, als „reintun“…

  23. palü sagt:

    wie muss man denn „oben ohne“ in diesem kontext verstehen? das klingt für mich eher nach brustamputation als nach höhö-ausziehen-ficken! naja, wenn es hilft, mit solchen assoziationen zu werben … ich weiß ja nicht.
    das t-shirt ist jedenfalls unter aller sau. warum ist eigentlich das „ihn“ in großbuchstaben gesetzt?

  24. Trabi sagt:

    @Verena: Ob hinten oder vorne sollte sich doch recht klar zu ersterem klären lassen – schließlich ist dies‘ Projekt vollends für’n Arsch.

  25. Alle Hintergründe und Pressestimmen zu diesem faszinierenden Kleidungsstück sowie die spannenden Ermittlungen über sein Schicksal findet ihr hier:

    http://tu-IHN-unten-rein.22web.net

    Auch über diese URLs zu erreichen:

    http://tiur.tk
    http://tu-IHN-unten-rein.tk
    http://tiur.us.to
    http://tu-IHN-unten-rein.us.to

  26. martin Anner sagt:

    Hallo dieses Bild bitte sofort löschen oder unkenntlich machen, die Person darauf möchte nicht erkannt erden und erwägt rechtliche schritte.

  27. Verena sagt:

    @Martin Anner – danke für den Hinweis. Hoffe, der Balken reicht…

  28. […] einen wichtigen Erfolgsfaktor im Marketing dar. Nachdem es um das Hochnot-peinliche „Tu’ IHN unten rein!“ T-Shirt ein kleines Skandälchen gab, von dem sich die Interessengemeinschaft „Bürger für Stuttgart […]

  29. […] einen wichtigen Erfolgsfaktor im Marketing dar. Nachdem es um das Hochnot-peinliche „Tu’ IHN unten rein!“ T-Shirt ein kleines Skandälchen gab, von dem sich die Interessengemeinschaft „Bürger für Stuttgart […]