The Little Book Of Big Visions

von Charlott
Dieser Text ist Teil 66 von 86 der Serie Die Feministische Bibliothek

Im Oktober erschien “The Little Book of Big Visions. How to be an Artist and Revolutionize the World”, zu deutsch etwa Das kleine Buch von großen Visionen. Wie Künstler_in sein und die Welt revolutionieren. Das von Sandrine Micossé-Aikins und Sharon Dodua Otoo herausgegebene Buch ist das erste in der neuen Reihe “Witnessed” bei edition assemblage. Ein Anteil des Buches wurde über so genanntes crowdfunding, also der Unterstützung potentieller Leser_innen, bei startnext.de finanziert. Dort beschrieb Sharon Dodua Otoo auch die Zielsetzung der Buchreihe:

In dieser Kollektion fiktionaler und nichtfiktionaler Arbeiten geben Autor_innen der afrikanischen Diaspora, die in Deutschland leben (oder gelebt haben) und in englisch-sprachigen Ländern lebten (oder leben) Zeugnis über die Erfahrung in Deutschland Schwarz zu sein. Somit wird englischsprachigen Leser_innen ein Einblick in die Lebensrealität dieser Schwarzen Autor_innen gewährt.

Wer_welche noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, oder selbst noch einen Wunsch offen hat: Ich möchte dieses Buch allen, die Englisch können, schwer ans Herz legen.

In einer Reihe von Texten schildern Schwarze Künstler_innen/ Autor_innen (ihre) Erfahrungen in Deutschland und bieten Hintergrundinformationen sowie Analysen. So beschreibt zum Beispiel Yvette Mutumba in dem ersten Artikel nach der Einleitung, welche Erwartungen an den Künstler El Loko herangetragen werden. Sie stellt fest:

People expected a Beuys inspired Afro-shamanism and had a fixed idea of how art by an artist of African descent should look.

(Meine Übersetzung: Menschen erwarteten einen von Beuys inspirierten Afro-Schamanismus und hatten feste Vorstellungen davon, wie Kunst von einem Künstler afrikanischer Herkunft aussehen sollte.)

Misa Dayson gibt einen Überblick über Rassismus-Diskussionen (oder eben gerade Nicht-Diskussionen) in Deutschland. Sie zeichnet die Entstehung verschiedener Diskurse nach und schreibt über die Möglichkeiten von Interventionen im Raum. Sharon Dodua Otoo widmet sich der Gründung von Bühnenwatch in diesem Jahr und bietet eine tiefe Analyse von der Repräsentation von weißsein auf deutschen Bühnen. – Und all dies findet sich allein in den ersten drei Texten! Weitere Beiträge stammen von Bibiana Arena, Asoka Esuruoso, Philipp Khabo Koepsell, Gyavira Lasana, Jamika Ajalon und Sonia Elizabeth Barrett. Sandrine Micossé-Aikins interviewt Bildhauer Stephen Lawson und Caille Millner spricht mit Schauspielerin und Filmemacherin Mo Asumang.

Wer_welche Lesungen mit einigen der Autor_innen organisieren möchte, kann sich an readings(at)limitedtoyou.com wenden.

Der zweite Band von Witnessed wird im Februar erscheinen.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 14. Dezember 2012 um 10:11 Uhr unter Inspiration, Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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