The female decade

von Barbara

Eindrücke von der DLD women, die heute und morgen in München stattfindet. DLD steht für “Digital Life Design”. Hinter der Veranstaltung steht Hubert Burda Media, Chairwoman ist Maria Furtwängler-Burda. Ziel der DLD women:

DLDwomen is about unique women and men who are role-models for women’s leadership, who have managed challenges, started (social) entrepreneurship and who have accomplished power in digital media, social networks and e-commerce

Auf dem Podium sprachen bekannte und interessante Frauen: Gerade waren da unter anderem Silvana Koch-Mehrin, FDP-Europa-Politikerin, Catherine Hakim von der London School of Economics, Christine Haderthauer, CSU-Sozialministerin und Patricia Riekel, Bunte-Chefredakteurin – und es werden noch mehr sprechen.

Zum Thema “Leadership in the female decade” meinte Jill Lee (Diversity Expert), dass sie nicht sagen könnte, ob Frauen oder Männer besser oder schlechter in Führungspositionen wären; sie könnte noch nicht mal einen typisch weiblichen oder typisch männlichen Stil beschreiben – es würde immer aufs Individuum ankommen. Beim selben Thema waren sich Dalia Marin (LMU München), Georg Graf Waldersee (Ernst & Young) und Silvana Koch-Mehrin einig, dass Quoten ein nötiges Vehikel wären, um Frauen den Weg in alle Bereiche, so auch die Spitze, zu ermöglichen.

Catherine Hakim hielt einen Vortrag über das “Erotic Capital”, über das Frauen mehr als Männer verfügen. Ihr Schlusswort: Eine Frau, die schön und intelligent ist, wäre blöd, nicht beides einzusetzen.

Dann gab es noch das Thema “Female Factor: Will to Power“. Nachdem Floriane de Saint-Pierre (Produzentin für Luxusgüter) kurz mal wieder die Stereotypen für Führungspersonal gezeigt hatte (Männer in dunklen Anzügen mit Krawatte), meinte Antonella Mei-Pochtler von der Boston Consulting Group, ein Grund, warum Frauen wenig in Führungspositionen vertreten wären, läge auch an dieser Frage: “Do they really want it”. Schnell ging es dann um die bekannten Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eleanor Tabi Haller-Jorden (Catalyst) erzählte dann noch von einem Interview, wo eine erfolgreiche Managerin von einem Reporter als Erstes gefragt wurde, wie sie ihren Beruf denn mit den Kindern vereinbare. Völlig baff fragte die Managerin zurück: “Keine Ahnung – wie machen Sie das denn?”

Eindrücke von der DLD women, die heute und morgen in München stattfindet. DLD steht für “Digital Life Design”. Hinter der Veranstaltung steht Hubert Burda Media, Chairwoman ist Maria Furtwängler-Burda.

Auf dem Podium sprachen bekannte und interessante Frauen: Unter anderem Silvana Koch-Mehrin, FDP-Europa-Politikerin, Catherine Hakim von der London School of Economics, Christine Haderthauer, CSU-Sozialministerin und Patricia Riekel, Bunte-Chefredakteurin.

Zum Thema “Leadership in the female decade” meinte Jill Lee (Diversity Expert), dass sie nicht sagen könnte, ob Frauen oder Männer besser oder schlechter in Führungspositionen wären; sie könnte noch nicht mal einen typisch weiblichen oder typisch männlichen Stil beschreiben – es würde immer aufs Individuum ankommen. Beim selben Thema waren sich Dalia Marin (LMU München), Georg Graf Waldersee (Ernst & Young) und Silvana Koch-Mehrin einig, dass Quoten ein nötiges Vehikel wären, um Frauen den Weg in alle Bereiche, so auch die Spitze, zu ermöglichen.

Catherine Hakim hielt einen Vortrag über das “Erotic Capital”, über das Frauen verfügen. Ihr Schlusswort: Eine Frau, die schön und intelligent ist, wäre blöd, nicht beides einzusetzen.

Dann gab es noch das Thema “Female Factor: Will to Power”. Nachdem Floriane de Saint-Pierre (Produzentin für Luxusgüter) kurz mal wieder die Stereotypen für Führungspersonal gezeigt hatte (Männer in dunklen Anzügen mit Krawatte), meinte Antonella Mei-Pochtler von der Boston Consulting Group, ein Grund, warum Frauen wenig in Führungspositionen vertreten wären, läge auch an dieser Frage: “Do they really want it”. Schnell ging es dann um die bekannten Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eleanor Tabi Haller-Jorden (Catalyst) erzählte dann noch von einem Interview, wo eine erfolgreiche Managerin von einem Reporter als Erstes gefragt wurde, wie sie ihren Beruf denn mit den Kindern vereinbare. Völlig baff fragte die Managerin zurück: “Keine Ahnung – wie machen Sie das denn?”


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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 10. Juni 2010 um 12:25 Uhr unter Frauenfakten, Gendertrouble, Kommerz, Kultur. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.



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7 Kommentare

  1. Interessant, danke, ich hatte mich schon gefragt, was #dldwomen eigentlich ist :)
    Wär schön, noch mehr darüber zu erfahren. Auch wenn das Thema sich oft schon anhört wie in der Repetierschleife,

    zum Beispiel hier: “… ein Grund, warum Frauen wenig in Führungspositionen vertreten wären, läge auch an dieser Frage: “Do they really want it”. Schnell ging es dann um die bekannten Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.” -

    Das ist imho genau der heikle Punkt – das ständige sofortige Diskutieren über das “Vereinbarkeitsproblem” dient aus meiner Sicht dazur, dass man sich vor der Auseinandersetzung mit dem “Do they really want it?” (und wenn nein, warum nicht?) drücken will. Auch Frauen ohne Kinder oder mit erwachsenen Kindern “wollen” nämlich oft nicht wirklich…

  2. Nadine sagt:

    Ich bin der Meinung, dass das Diskutieren des Vereinbarkeitsproblems nicht annähernd das beschreiben oder erklären kann, was Geschlechtsunterschiede innerhalb einer Organisation noch immer ausmacht: Strukturen, die auch nichts mit veralteten Rollenbildern zu tun haben.

  3. Nadine sagt:

    @Antje

    Ich finde Diskussion um Wollen nur dann sinnvoll, wenn beide Geschlechter mit einbezogen werden. Es gibt nämlich auch genügend Männer, die nicht bis ganz nach oben streben.

  4. @Nadine – ja, zum Glück. Aber unter’m Strich sind die Vorbehalte von Frauen größer bzw. mehr Frauen als Männer haben solche Vorbehalte. Von daher sehe ich sie hier schon in einer Vorreiterinnenrolle. Was das Einbeziehen beider Geschlechter in die Debatte natürlich nicht ausschließt.

  5. Barbara sagt:

    … das Gefühl mit der Repetierschleife hatte ich auch. Tja, und Mehr als eine Bestandsaufnahme habe ich nicht mitgenommen. Lösungen? Veränderungen? Nein. Doch: Silvana Koch-Mehrin ist für eine M/F-Quote. Das ist doch mal was.

  6. Lena sagt:

    Hier gibt es eine ausführliche Berichterstattung von allen Vorträgen der DLD Women in München. Sind echt super viele interessante Vorträge dabei. Viel Spaß! http://www.sounds-like-me.com/news/dldwomen/

  7. [...] (arghhh, die AZ taugt doch immer wieder für einen Schreikrampf), die sich für 750 € bei Burdas DLD Women über die neuesten Trends des digitalen Lebens informieren wollten. (Die Anregungen von Prof. [...]

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