Einträge mit dem Tag ‘Zwarte Piet’


Veranstaltungen gegen Rassismus, Psychiatriekritik und die Kopftuchfrage – Die Blogschau

29. November 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 267 von 295 der Serie Die Blogschau

Zunächst noch einmal wichtige Terminhinweise: Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. veranstaltet heute gleich zwei Solidartitätsveranstaltungen, zum einen gegen die rassistische Tradition des „Zwarte Piet“ von 13:45 Uhr und endet um 14:15 Uhr vor der Niederländischen Botschaft in Berlin und zum anderen von 15:30 – 16:30 Uhr auf dem Platz des 18. März direkt vorm Brandenburger Tor anlässlich der Entscheidung der Geschworenenjury im Fall von Michael Brown statt. Mehr Informationen gibt es beim ISD e.V.

anders deutsch berichtet von einer Gegendemonstration gegen eine Nazi-Demo in Berlin-Marzahn. Diese finden zur Zeit alle paar Tage in Berlin (und natürlich auch anderen Städten) statt. Die nächste in Marzahn zum Beispiel schon wieder am Montag, den 01.Dezember.

Bei der Zeit schrieb Robin Detje einen Text zu Feminimus, genauer gegen den Backlash gegen Lann Hornscheidt verfasst. Und weil er sich dort pro-feministisch inszenierte, wurde der Text auch gleich mal vielerorts gelobt und massig verlinkt. sanczny hat sich dem Artikel kritisch gewidmet.

Auf Das Ende des Sex gibt es einen „Überblick: Angriffe gegen Geschlechterforscher_innen und Sexualpädagog_innen und die Positionierungen von Fachgesellschaften„.

Bei fembooks gibt es als Antwort auf den Backlash eine Zusammenstellung von Büchern, „die aus Trans-Perspektive verfasst wurden oder sich kritisch, widerständig, empowernd, kreativ mit Lebensentwürfen, Erfahrungen, Sprache, Biografien … jenseits von Mann/Frau befassen.“

Zur Frage ob und wie die „Pille danach“ rezeptfrei in Deutschland wird, hat i heart digital life einiges zusammengetragen.

Die zweite Folge des Podcasts Steintofu ist erschienen und dreht sich um das Thema Depressionen, wobei Kritikpunkte am Konstrukt Depression, was Depressionen mit politischer Arbeit zu tun haben können und Umgangsweisen- und ansätze thematisiert.

Muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, sehen sich immer wieder und wieder und wieder mit der Frage nach dem „Warum?“ konfrontiert. betuelulusoy antwortete in einer Diskussionsrunde nach einer nach einem Podiumsgespräch einmal mit „Das geht Sie überhaupt gar nichts an!“ und schreibt über das wunderbare Gefühl nach diesem Ausspruch.

Bei Feminismus in Pott gibt es unter „Gut gemeint und trotzdem ätzend: Eine Veranstaltung zu Körpern in den Medien in Mülheim an der Ruhr“ eine Rückschau auf eine Veranstaltung, auf der auch Magda ihren Vortrag „Mein Fett ist politisch“ hielt – doch leider in keinem besonders diskriminierungsarmen Rahmen.

Und auch im November startete ein neues Blog in der deutschsprachigen queer_feministischen Blogosphäre: Auf nopsyko schreibt ein_e Psycholog_in mit eigener Psychiatrieerfahrung kritisch zu Psychiatrie und Psychiatrisierung.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Prekarisierung, § 23 und der Staat als gewalttätiger Akteur – kurz verlinkt

9. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 248 von 343 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Eine bemerkenswerte Berlinerin, Zeitzeugin, Aktivistin und Antifaschistin: Inge Lammel musste als Jüdin während des Zweiten Weltkriegs nach Bristol und sagt im Interview mit der Berliner Zeitung: „Man ist achtsam geworden. Und doch, es gibt immer Menschen, denen andere egal sind. Man sieht gerade, wie die Flüchtlinge behandelt werden.“

Anfang Juni hatte in Berlin ein Bündnis ein Plakat an einem Haus angebracht, welches an den NSU-Bombenanschlag 2004 in Köln erinnern sollte. Den Spruch „NSU: Staat & Nazis Hand in Hand.“ ließ die Polizei entfernen. (Wir schrieben darüber.) Am 10.Juni stellte die Berliner Staatsanwaltschaft das von der Polizei eingeleitete Strafverfahren wegen Verunglimpfung des Staates nun ein, berichtet MiGAZIN.

Eine weitere Gerichtsentscheidung kommt aus den Niederlanden: Dort wurde nun auch gerichtlich festgeschrieben, dass es sich beim „Zwarten Piet“ um eine rassistische Karikatur handelt. (Hinweis: Abbildung von Blackface)

Das Bündniss gegen Rassismus hat einen offenen Brief an die Berliner Senatsinnenverwaltung zum §23 des Aufenthaltsgesetz verfasst, der auch noch unterzeichnet werden kann.  Es wird u.a. gefordert, den politisch aktiven Geflüchteten aus Berlin gemäß § 23 AufenthG den dauerhaften Aufenthalt in Deutschland zu gewähren.

Women in Exile kritisieren den Bundestagsbeschluss zur deutschen Asylpolitik und fordern Protest, damit der Gesetzesentwurf im Bundesrat gekippt wird.

Bei der Deutschen Gesellschaft für Soziologie werden im Juli und August die Autorinnen Mona Motakef, Julia Teschlade und Christine Wimbauer über Prekarisierung bloggen.

Der Bundestreffen Solifonds der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), will Menschen eine Teilnahme ermöglichen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation sonst nicht kommen können. Auf ihrer Seite erklärt die ISD, wo der Zuschuss beantragt werden kann und wohin gespendet werden kann, um den Fonds zu unterstützen.

Das Webportal Mein Geschlecht ist online. Trans*, inter* und genderqueere Jugendliche finden dort bundesweite Anlaufstellen, können ihre Geschichte erzählen und voneinander lernen.

englischsprachige Beiträge

Sichtbarkeit – gerade auch im Internet – ist doch was tolles?! Shanley Kane zeigt auf, wie diese Annahme nicht für alle Menschen gilt, und wie oft Sichtbarkeit auch mit Gewalt einhergeht.

Fast zwei Drittel der ruandischen Parlamentarier_innen sind Frauen. Der Guardian schreibt über diesen Fakt und was das bedeutet.

Lauren Chief Elk zum International Violence Against Women Act  und Gewalt durch den Staat, denn in der weltweiten Diskussion um Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird häufig der Staat als gewalttätiger Akteur ausgeblendet.

„Yes, obesity is ok.  The rights to life, liberty and the pursuit of happiness are not size dependent, they are inalienable.  Fat people have the right to exist in fat bodies without shame, stigma, bullying or oppression.“ – Dances with Fat antwortet auf einen New York Times Artikel, der die Frage stellte, „Is Obesity OK?“.

Wenn über sexualisierte Gewalt in Euphemismen gesprochen wird, wem nützt das etwas? Ganz sicher nicht den Betroffenen, stellt Soraya Chemaly fest.

Luvvie schreibt bei TheGrio über die aktuelle Personalpolitik beim US-amerikanischen feministischen Blog Jezebel und darüber, was diese mit Respekt und Intersektionalität zu tun hat.

Die Schauspielerin Doon Mackichan erläutert im News Statesman ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber Stories, in denen Gewalt gegen Frauen zur Unterhaltung dient.

Termine in Berlin, Frankfurt a.M. und Göttingen:

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