Einträge mit dem Tag ‘Zwangsprostitution’


Mehr Zwang und Kontrolle statt Selbstbestimmung in der Sexarbeit – Union und SPD einigen sich auf Reform des Prostitutionsschutzgesetzes

4. Februar 2015 von Nadine

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und sogenannte „Zwangsprostitution“ sei durch das 2002 von der rot-grünen Regierung verabschiedete Prostitutionsschutzgesetz nicht eingedämmt, sondern befördert worden. So zumindest die Meinung der Regierungskoalition von Union und SPD. Bereits im vergangenen Sommer hatten sich die Parteien auf eine Novellierung des Gesetzes verständigt, das in seiner geplanten Änderung unter anderem eine Anmeldepflicht für Sexarbeiter_innen, eine Kondompflicht für Freier, eine Heraufsetzung des Mindestalters von 18 auf 21 für Sexarbeiter_innen und Zwangsuntersuchungen vorsah. Zum damaligen Zeitpunkt gab es bereits Kritik am Eckpunktepapier, z.B. vom Berufsverband Sexarbeit und dem Deutschen Juristinnenbund und vor kurzem einen Offenen Brief von Verbänden und Beratungsstellen an die Bundesregierung. Offensichtlich ohne großen Erfolg.

Gestern Abend haben sich Vertreter_innen der Koalitionen geeinigt. Die „angenehmen“ Ergebnisse zuerst: Es wird keine Zwangsuntersuchungen geben und das Mindestalter wird auch nicht heraufgesetzt. Trotzdem sind die Pläne mit Pferdefüßen versehen. Statt der verpflichtenden gesundheitlichen Untersuchungen, müssen sich Sexarbeiter_innen nun einmal jährlich zu einer gesundheitlichen Beratung melden. Und es gibt Sonderauflagen für unter 21-Jährige, die in der Sexarbeit beschäftigt sind. Sie müssen doppelt so häufig zu den Beratungen, die gleichzeitig Voraussetzung für die Anmeldung sind. Während sich jüngere jedes Jahr neu anmelden müssen, ist dies für über 21-Jährige alle zwei Jahre vorgesehen.

Betreiber_innen von Bordellen und Clubs, die kostenpflichtige sexuelle Dienstleistungen anbieten, benötigen in Zukunft nicht nur einen Gewerbeschein, sondern eine besondere Erlaubnis zum Betrieb. Damit soll nach Meinung der Regierung sichergestellt werden, dass an diesen Orten kein Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung stattfindet und sichere Arbeitsbedingungen vorherrschen. Selbstorganisationen, Aktivist_innen und Verbände kritisieren allerdings, dass noch völlig unklar ist, welche Arbeitschutzrichtlinien gelten sollen oder ob es einen Bestandsschutz für bestehende Wohnungsbordelle geben wird. Außerdem täten Menschenhändler alles dafür, einen legalen Eindruck zu erwecken, zur Prostitution gezwungene Menschen würden ordnungsgemäß angemeldet und führten Steuer ab, heißt es von Seiten der Verbände.

Weiterhin wird eine Kondompflicht für Freier eingeführt, die nicht mit Bußgeldandrohungen für Sexarbeiter_innen verbunden sind. Trotzdem ist unklar, wie Verstöße kontrolliert und sanktioniert werden. Die Bundesregierung will die Umsetzung des Gesetzes komplett in die Verantwortung der Länder übergeben.

Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linken, fand heute deutliche Worte:

„Unter dem Vorsatz, den Menschenhandel zu bekämpfen, hat die Koalition sich auf Kernpunkte eines Prostituiertenschutzgesetzes verständigt, das diverse Maßnahmen vorsieht, um den staatlichen Zugriff auf den Bereich sexueller Dienstleistungen auszuweiten. SexarbeiterInnen werden durch das Gesetz nicht etwa geschützt, sondern vielmehr entrechtet und in ein Schattendasein zurückgedrängt, in dem sie verstärkt Ausbeutung und Gewalt ausgeliefert sind. Die vorgesehenen Maßnahmen sind Ausdruck der fortdauernden Stigmatisierung von Prostituierten“

Fraglich bleibt, ob das Gesetzesvorhaben in seiner jetzigen Form überhaupt legal ist. In den Niederlanden scheiterte die Anmeldepflicht für Sexarbeiter_innen am Datenschutz. Auch der Deutsche Juristinnenbund äußerte Bedenken, ob die Pläne der Regierung überhaupt verfassungskonform seien (siehe Stellungnahme und Offener Brief oben).

In den Diskussionen um die Neuerung des „ProstSchG“ von 2002 hatten Sozialarbeiter_innen, Sexarbeiter_innen und Aktivist_innen immer wieder betont, dass Zwang und Kontrolle zu einer weiteren Verschärfung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen führt, die in der Sexarbeit tätig sind, egal ob freiwillig, legal oder per Zwang und/oder illegalisiert. Der Ausbau von und die finanzielle Ausstattung freiwilliger Angebote, Beratungsstellen, aufsuchender Sozialarbeit, Notunterkünfte und soziale wie rechtliche Absicherung von in der Sexarbeit tätigen, müssten im Vordergrund stehen.


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Mit „Frischfleisch“ gegen Frauenhandel?

23. Oktober 2012 von Anna-Sarah

Anmerkung: Es geht im Folgenden um ein Bild, das ich als ziemlich gewaltvoll, sexistisch und erniedrigend beurteile. Es ist zu sehen, wenn man die blau markierten Links in den ersten beiden Absätzen anklickt. Eine Beschreibung folgt im dritten Absatz.

Die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) hat letzte Woche eine Kampagne zur Verbesserung des Aufenthaltrechtes für Opfer von Zwangsprostitution gestartet. Gefordert wird, „dass Opfern von Zwangsprostitution ein unbefristeter Aufenthaltstitel erteilt wird, der unabhängig von ihrer Bereitschaft, vor Gericht auszusagen, gelten muss“. Zusätzlich soll Betroffenen eine geeignete Betreuung und Entschädigung garantiert werden. Mal abgesehen von (der bei weitem nicht erschöpfenden) Kritik, dass auch bei TDF Prostitution und Menschenhandel gerne in einem Atemzug diskutiert werden: so weit, so für sich genommen richtig – Abschiebung gehört abgeschafft, zumal wenn es um traumatisierte, stigmatisierte, von Gewalt betroffene Menschen geht. Frauen, denen Gewalt angetan wurde, gehören geschützt und unterstützt, ohne wenn und aber.

Flankiert wird die Aktion allerdings von einem Postkartenmotiv, derzeit auch das Titelbild der TDFFacebookseite, das mich vorsichtig formuliert schlucken lässt – wer keine Lust hat, es sich anzugucken, kann es sich in etwa folgendermaßen vorstellen:

Abgebildet ist eine handelsübliche SB-Fleischverpackung, so à la Styroporschale mit Frischhaltefolie drüber und aufgeklebtem Preisetikett, nur dass diese statt Hähnchenflügeln oder Koteletts zehn Frauen* (drei verschiedene Personen, mehrfach reproduziert) enthält, die unbekleidet und in Seitenlage zusammengekauert dort „verpackt“ sind; die Gesichter werden mit den Händen abgeschirmt und sind nicht zu erkennen, die Körperhaltung ist bei allen nahezu identisch. Die Botschaft dürfte klar sein. (mehr …)


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Horrorgeschichte ohne Happy End?

30. August 2012 von Helga

Triggerwarnung: Sie floh vor Übergriffen der Polizei aus Guatemala nach Dänemark – nur um auch dort sexualisierte Gewalt zu erleben. Nun soll Fernanda Milan am 17. September abgeschoben werden.

Denn Dänemark erkennt Verfolgung aufgrund der Geschlechtsidentität bis heute in Asylverfahren nicht an. Darüber­hinaus herrscht wenig Sensibilität im Umgang mit Trans­menschen in der Unter­bringung vor. Nach ihrer Flucht landete Milan im Zentrum Sandholm, wo sie in die Männer­unter­kunft gesteckt wurde. Normale Praxis des Dänischen Roten Kreuzes, wie Pink News berichtet.

In der Unterkunft wurde Milan massiv belästigt und mehrfach vergewaltigt, so dass sie schließlich floh. Alleine in einem unbekannten Land geriet sie in die Fänge von Menschenhandel und Zwangs­prostitution, bis sie schließlich durch eine Polizei­razzia wieder befreit wurde. Ihr Asylantrag wurde ein Jahr später abegelehnt, nächsten Monat soll sie nun abgeschoben werden. Die T-Lounge Society setzt sich seither dagegen ein. Letzte Woche gab es eine Demonstration, im Internet kann die Kampagne bei Facebook unterstützt werden und es gibt eine Online-Petition zum Mitzeichnen.

2006 forderte die Human Rights Watch Guatemala auf, die Übergriffe und Morde von Homo- und Bisexuellen, sowie Transmenschen zu beenden. 2005 waren min­destens 13 Transfrauen und Schwule getötet worden. Von der Polizei könnten sie eben­falls keine Hilfe, sondern nur weitere Gewalt erwarten. Ver­bessert hat sich die Situation seitdem nicht besonders, berichtet die Aids Alliance. Seit letztem Jahr wird in der EU auch die Ver­folgung auf­grund der Geschlechts­identität als Asyl­grund an­er­kannt; außer in Dänemark, Groß­britannien und Irland, die die Regelung nicht über­nommen haben.


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Nicht nur Opfer: Sexarbeiter_innen

25. Mai 2012 von Helga

Im April fand zum 12. Mal das Internationale Forum von AWID (Association for Women’s Rights in Development) statt. Auf dem Programm stand dabei auch der Umgang mit Sexarbeiter_innen durch die Frauenbewegung. So forderte die burmesische Aktivistin Kthi Win die Anerkennung von Sexarbeit als Arbeit und ein Ende der Opferrolle. Wie wichtig eine differenzierte Betrachtung von Sexarbeit ist, macht die Professorin Chi Mgbako in einem Beitrag deutlich, der nun bei menschenhandel heute erschienen ist. Sie listet eine Reihe an Organisationen auf, in denen Sexarbeiter_innen sich für ihre Rechte einsetzen.

Frauenrechtler_innen, die alle Menschen in der Prostitution als „Sklaven“ sehen und die keinen Unterschied machen, zwischen jenen, die in die Prostitution gezwungen wurden und jenen erwachsenen Sexarbeiter_innen, die diese Tätigkeit freiwillig und aufgrund eigener Entscheidung oder von Umständen ausüben, fordern meistens Anti-Menschenhandelspolitiken, die erwachsenen Sexarbeiter_innen schaden. Kthi hat persönlich die Folgen von Strategien, wie Bordell-Razzien, erlebt. Diese führen meistens zu wahllosen und willkürlichen Massenverhaftungen von Sexarbeiter_innen führen, in der Hoffnung darunter auch Opfer von Menschenhandel zu finden.

Statt Menschen zu helfen, kommt es so im schlimmsten Fall zu Gewalt, inklusive Vergewaltigungen, gegenüber Sexarbeiter_innen und ihren Familien. So hat Malaysia auf Druck der US-Regierung Sexarbeit weitestgehend unterbunden und die verbliebenen Sexarbeiter_innen arbeiten unter prekären und gefährlichen Bedingungen. Ausbeutung und Menschenhandel wurden dagegen nicht angegangen, der Schutz und die Betreuung von Menschenhandelsopfern nur minimal verbessert. Gerade Feminist_innen seien nun gefragt, so Mgbako:

Wir müssen Sexarbeiter_innen zuhören. Wenn die Frauenbewegung insistiert, weiterhin Menschenhandel mit Prostitution zu vermischen und zu verwechseln und alle Menschen in der Prostitution als Sklaven zu beschreiben, die nicht in der Lage sind in ihrem Namen zu sprechen, werden wir uns vor wichtigen Kritiken abschotten.


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„Girls going wild in red light district“ und der Fragezeicheneffekt

16. April 2012 von Nadia

Ein Video, das seit heute nachmittag auf Facebook die Runde macht, und in dem Tänzerinnen in einem Rotlichtviertel mit einer Performance auf sexuelle Ausbeutung aufmerksam machen. Vorweg: Ja, ich weiß, „gute Sache“, undsoweiter. Ich finde das Ganze dennoch diskussionswürdig, weil, Zweck hin oder her, vielleicht geht es hier doch mal wieder um [feine] Reproduktionen.

Im blauen Netzwerk postete ich das Filmchen einem ersten Impuls folgend mit diesen Anmäkelungen:

„1) Das neue Super-Gut-Find-Video auf Facebook. 2) Freu Dich. 3) Guck`s Dir genauer an und frag Dich, welcher männliche Künstler in Unterwäsche und bauchfrei in ´nem Fenster dancen würde, und alle würden das ganz spitze finden. 4) Dir fällt Peter André („Mysterious Girl“) ein. Wenn Du cool bist, vielleicht noch Mark Wahlberg. 5) Und jetzt guck das Video nochmal.“

Hier ist das Ding, und meine Frage: Wie seht Ihr diese Kampagne?


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Echte Kerle

29. April 2011 von Gastautor_in

Patrick Pricken kann sich schlecht einschränken. Darum bloggt er über Politik, Religion, Gesellschaft, Sexualität, kritisches Denken, Bücher, Filme und rezensiert nebenher noch Twilight und Biokrieg kapitelweise. Beeinflusst werden die Beiträge durch seine Vorliebe für Wissenschaft und Skepsis und seine ideologischen Wurzeln im Humanismus und Feminismus. Einen direkten Bezug zu letzterem gab es bei der Kampagne der DNA-Stiftung, deren Name sich von Demi Moore (D) und (N) Ashton Kutcher (A) ableitet. Die Stiftung hat Filme mit prominenten Kerlen gedreht, um auf Zwangsprostitution von Minderjährigen und Menschenhandel aufmerksam zu machen, und dazu ganz tief in die Stereotypenkiste gegriffen. Aber seht selbst:

Habt ihr am Ende auch gestutzt?

Das ist ein Film der DNA-Stiftung von Demi Moore und Ashton Kutcher, die sich mit einer ganzen Reihe solcher Videos gegen sexuelle Ausbeutung und den Handel von Minderjährigen einsetzen. Ein weiteres Beispiel:

Ich halte diese Filme für ziemlich misslungen.

Erstens ist der vermeintliche Humor viel zu weit von der Botschaft entfernt. »Echte Kerle kaufen keine Mädchen« kommt wie aus dem Nichts und ergibt auch im Nachhinein nicht wirklich Sinn. Hier ist das Konzept zu weit getrieben wurden.

Zweitens habe ich hier ein ähnliches Problem wie bei dem Old-Spice-Typen: es wird ein ganz bestimmter Stereotyp von Männlichkeit gefeiert, der Bier trinkt, das Bügeleisen für Sandwiches missbraucht und ansonsten nur hart und cool und unnahbar ist. Das ist ein schädlicher Stereotyp, der nichtsdestotrotz positiv besetzt ist. Hier werden keine Bilder ironisiert, sondern hier sollen Typen vor dem Bildschirm »Fuck Yeah« sagen, weil diese Männlichkeit erstrebenswert ist. Männer sollen so sein und Frauen sowas wollen. Anders als bei Old Spice finde ich es aber noch problematischer, diese Stereotypen mit Sexhandel zu verknüpfen.

Drittens ist das Thema von Prostitution leider nicht dasselbe wie Vergewaltigung. Bei Vergewaltigungen wird gerne den Überlebenden gesagt, sie sollten vorsichtiger sein. Dort habe ich begrüßt, wenn sich Kampagnen mal gegen die Täter richten. Bei Prostitution aber sind die Freier in meinen Augen ohnehin oft die Schuldigen. Hier wäre es vielleicht angebrachter, mal die systemischen Bedingungen zu beleuchten, wie man das ja auch mit Rape Culture (ansatzweise) tut. Vor allem stört mich, dass dieselbe Begründung eben auch bei Prostitution mit Erwachsenen verwendet wird, und dass Organisationen gegen Menschenhandel (vor allem in den USA) gerne jede Form von Prostitution über einen Kamm scheren und jeder Frau im Sexgewerbe nur eine Opferrolle zusprechen und kein Mitspracherecht. Darum finde ich »Real Men don’t Rape« angemessener als »Real Men don’t buy Girls« – zumal bei der ersteren Kampagne eben nicht die typischen Rollenklischees transportiert werden.

Gleichzeitig weiß ich aber, dass auch in der legalen Prostitution immer mehr junge Gesichter nachgefragt werden und entsprechend auch minderjährige oder gerade nicht mehr minderjährige Mädchen und Frauen ins Land geschleust werden, um den zahlenden Männern dienlich zu sein. Und gegen diese abgefuckte Situation muss man etwas tun. Ich bin theoretisch pro Prostitution, wenn es wirklich mehr oder weniger freie Entscheidungen sind, die in dieses Geschäft führen, aber in der Realität ist das leider lange nicht der Regelfall. Dadurch wird der Fehlschlag dieser sicher teuren Werbekampagne aber noch schmerzhafter.

(Dieser Text erschien ursprünglich auf p-pricken.de.)


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Burka- und Sexverbote: Die Woche im Rückblick

9. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 101 von 357 der Serie Kurz notiert

Laut jetzt.de plant Hessen, die Vollverschleierung im öffentlichen Dienst zu untersagen. Auslöser dafür ist eine Angestellte der Stadt Frankfurt, die mit Vollverschleierung im Bürgeramt arbeiten wollte, mittlerweile aufgrund der Restriktionen das Arbeitsverhältnis beendet hat.

Die pakistanische Schauspielerin Veena Malik kämpft unterdessen für das Recht muslimischer Frauen, die Kleidung zu tragen, die sie tragen wollen – ob Burka oder Jeans. Sie selbst wurde schon beschimpft, nachdem sie sich in Shorts öffentlich zeigte, so die Daily Mail.

Jessica Valenti, eine der Gründerinnen von feministing.com, verabschiedet sich von Feministing und wird sich in Zukunft um andere Projekte kümmern.

Auf ichschwoersdir findet ihr ein interessantes Video zum ökonomischen Ist-Zustand von Frauen weltweit.

Queer.de berichtet von einem menschenverachtenden Gerichtsurteil in Großbritannien, welches einem 41-Jährigen aufgrund eines „zu niedrigen“ Intelligenzquotienten Sex verbietet. Daraufhin musste er eine Beziehung zu einem anderen Mann beenden. Das Gericht erlaubte dem Verurteilten in zwei Zimmern seiner Sozialwohnung zu onanieren.

Das Bitch Magazine ließ uns in der vergangenen Woche unsere Vorstellungen über Porno und Körper überdenken und ermutigt, sich einen sogenannten Fat Porn anzusehen. Warum? Weil dicke Menschen selten mit den Attributen erotisch und sexy assoziiert werden.

Amira El Ahl beleuchtet für die Welt die Arbeit der ägyptischen Frauen während der Proteste gegen das Mubarak-Regime: „An den Zugängen zum Tahrir-Platz lässt sich die resolute Art der ägyptischen Frau wunderbar beobachten. Angst scheinen die Frauen hier nicht zu kennen. Hausfrauen, Studentinnen und Intellektuelle, Verschleierte und Unverschleierte stehen Wache und schrecken vor keiner Handgreiflichkeit und lautstarken Auseinandersetzung zurück, um für Ordnung und Sicherheit auf dem Platz zu sorgen.“

Auf prospect.org wird eine neue Initiative vorgestellt, die erstmalig Zahlen zusammenträgt, in welchem Umfang sich Transgender Diskriminierung ausgesetzt sehen.

Ebenfalls auf prospect.org stellt Autorin Ann Friedmann die Frage, warum wir rechtliche Abstufungen im Hinblick auf Vergewaltigungen nicht akzeptieren, die im Bereich von Abtreibungen hingegen schon.

Sonia Sotomayor, die erste Latina im US-amerikanischen Supreme Court (wir berichteten), sprach auf einer Veranstaltung in der University of Chicago über ihre Arbeit gegen Diskriminierung und ihre Rolle als Repräsentantin der sogenannten Triple Oppression von Race, Class und Gender.

News.at berichtet vom Fall einer 27-Jährigen aus Nigeria, die nach jahrelanger Zwangsprostitution in Österreich in ihr Heimatland abgeschoben wurde. Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß.

Geschlechtersegregation im Internet: „Der digitale Graben verläuft auch zwischen Männern und Frauen, viele Kommentarbereiche im Netz sind in Männerhand. Für Projekte zur Mitbestimmung ist das ein Problem“, konstatiert die ZEIT.

Das Satire-Magazin Extra 3 hat sich in die Niederungen des Frankfurter Bankenviertels begeben und Banker zur Frauenquote befragt.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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