Einträge mit dem Tag ‘Werbekritik’


Pink, Schwarzer und noch mehr kurz Notiertes aus dem Gender-Farbkasten

22. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 122 von 152 der Serie Kurz notiert

Ein Jahr lang ließ sie all ihre (Körper-)Haare wachsen, schlief während ihrer Regel im Garten im Zelt und schwieg in der Kirche: Die christliche Bloggerin Rachel Held Evans lebte nach den Buchstaben der Bibel. Damit, so Slate, rüttelte die Verfechterin von Gleichberechtigung ein weiteres Mal die evangelikalen Kirchen auf.

Kurz kommentiert L-Mag die gerade erschienene Autobiographie von Alice Schwarzer samt des späten Coming-Outs. Eine längere Besprechung von “Lebenslauf” hat Chris Köver für DIE ZEIT geschrieben.

Französinnen, Dänninen und Russinnen – nur Deutsch_innen gibt es nicht. Das diskutierte vor geraumer Zeit die Runde von Frühstück bei Stephanie:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Eher kritisch beäugt der Freitag ein internationales Netzwerktreffen erfolgreicher Frauen zur Bucherscheinung von Kerstin Plehwes “Die Macht der Frauen”. Da wird sich über Begriffe wie “Patriarchat” gewundert und das locker übergeworfene Kopftuch kommentiert. Wirkt so, als müsste frau Frauen, die Geld haben und aus einem – vermutlich – neokonservativen Umfeld kommen, ihren Feminismus absprechen.

Kyriarchy und Privilege präsentieren eine Reihe von Privilegien-Listen, unter denen sich altbekannte wie “white privilege” und “male privilege”, aber auch weniger bekannte wie “heterosexual privilege” und “monogamous privilege” befinden.

Nicht nur Hijras, auch andere Transgender gibt es in Indien, die um ihre Idenität kämpfen, wie DNA-india berichtet.

Mit Khadra X. Ismail Yonis hat Somaliland hat seine erste Bügermeisterin. Unpo.org erkennt darin den Beweis wachsender Gleichberechtigung in dem afrikanischen Staat. Ein Argument, das hierzulande mit Verweis auf die Kanzlerin auch gerne herangezogen wird.

Dradio Wissen nimmt Bezug zu einer Studie, nach der Mädchen Pink mögen, weil sie so erzogen worden sind. Dazu gibt es auch eine schöne Passage im Buch von Natasha Walter, die erklärt, das es zu Beginn des 20. Jahrhunderts genau anders herum war: Blau für die Mädchen, rosa für die Jungs.

Schon von 2009 aber leider immer noch zutreffend:

Nach dem Klick die Termine (weiterlesen …)


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Frauen und Schuhe, äh, Technik

13. September 2011 von Anna-Sarah

In unserem Postfach fand sich kürzlich der Hinweis auf das österreichische Blog des Elektronikhandels Conrad. Unter der verheißungsvollen Überschrift “10 gute Gründe, warum Frauen bei Conrad einkaufen sollen” finden sich dort super Tipps für “alle Frauen dieser Welt” – die anscheinend vordringlich daran interessiert sind, mittels eigenartiger Techniken (“Einfach den hilflosen Blick aufsetzen, ihn um seine Meinung fragen”) Männer kennen zu lernen, wo sie gehen und stehen. Das “riesige Conrad Sortiment” wird deshalb auch erst an dritter Stelle angepriesen: nach dem “Flirtfaktor männliche Conrad Kunden” und dem “Flirtfaktor männliche Conrad Verkaufsberater”. Auch sonst wimmelt es in dem sicherlich mal wieder total witzig-augenzwinkernd gemeinten Artikel von Klischees, wie z.B. der Rat, im Zweifelsfall doch einfach Schuhe kaufen zu gehen… Besonders Spaß macht deshalb auch Grund Nr. 8:

Auch im 21. Jahrhundert ist es noch immer so, dass Frauen nicht ernst genommen werden – insbesondere auch im technischen Bereich. Anders bei Conrad: Hier sind technikaffine Kundinnen stets willkommen!

Kleiner Tipp: Wenn “weibliche Technik-Freaks bei Conrad erwünscht” sind, wäre es vielleicht ganz clever, ein bisschen sparsamer mit solchem Klischeequatsch zu hantieren und sich tatsächlich lieber auf “den technischen Bereich” zu konzentrieren… Im allerbesten Fall muss ich über diese Art der Werbung jedenfalls nicht schmunzeln, sondern einfach nur herzhaft gähnen. Ernst genommen werden fühlt sich irgendwie anders an.


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Schlimmer wohnen mit Kolonialrassismus

10. September 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 52 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Möbel Roller hatte letzte Woche mal wieder ganz entzückende Deko im Angebot: Die “Afrika-Lady”, eine Kunststofffigur “in verschiedenen Ausführungen”. So eine Schwarze Frau aus Plastik, die trägt, was “die Afrikanerin” halt angeblich so trägt (farbenfrohe Tracht am Leib und irgendwas anderes buntes auf dem Kopf), verleiht auch dem biedersten deutschen Wohnzimmer das richtige “exotische” Flair, oder wie?  Komisch, der Bedarf für Europa-Ladies auf dem Sideboard scheint begrenzt zu sein. Was die wohl mit sich herum tragen würde – Aktentasche? Alditüte?  Fail der Woche, Firma Roller!


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Immer wieder wehren gegen sexistische Werbung

9. September 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 51 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Kaum beginnt man die Woche mit dämlichen Prospekten, landen sie wieder in unserem Mädchenmannschaft-Postfach. Die Hinweise auf noch beschissenere Werbung. Ganz Berlin etwa scheint vollgepflastert mit dieser Reebok-Werbung. Zum neuen Paar Turnschuhe noch ein paar Upskirtfotos?

Eine weiße, blonde, schlanke Frau steht im hochfliegenden rosa Kleidchen in sexualisierter Pose auf der Straße, vor ihr kommen pinke und gelbe Gymnastikbälle aus der Straße.

Foto von Leser_in Anna

Noch tiefer fiel Skiny auf der Startseite. Als Unterwäschefirma sind Fotos von Menschen in Unterwäsche ja völlig ok, da muss man sich also etwas besonderes einfallen lassen, um sexistischen Mist zu produzieren. Etwa das Model an einem Bananenstück lutschen lassen. Heute ist schon wieder ein neues Motiv auf der Seite, diesmal ist die Frau ganz nackt?!

Eine blonde, schlanke, weiße Frau in Unterwäsche sitzt mit einer geschälten Banane im Mund am Tisch und versucht mit geschlossenen Augen ein Glas zu öffnen

Herausforderung: Mit geschlossenen Augen ein Glas öffnen und nicht die Banane abbeißen.

Einsenden könnt ihr derartige Prachtstücke auch immer an Sexistische Kackscheiße oder ihr könnt sie in der *istische Kackscheiße-Suppe teilen. Die trouble X anti-Sticker eignen sich als aktiver Hinweis im realen Leben (aber bitte keine Sachbeschädigung betreiben). Der Deutsche Werberat hat inzwischen auch ein Onlineformular (beim Österreichischen muss man sich leider registrieren) und manchmal bringt Beschweren was.


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Wenn Werbeagenturen auch wirklich gar nichts mehr einfällt: Ameropa

5. September 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 50 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Gerade eben habe ich sie im Bahnhof gesehen. Die wahrscheinlich beschissenste Werbung seit langem. Auch dank der strategisch platzierten Jubiläumsbroschüre:

Zwei Ameropabroschüren. Links ein blaues Titelbild mit Kronkorken, der mit Schaum aus einer Flasche spritzt. Rechts ein Blick in ein Frauendekolltee, vor den Brüsten jeweils volle Bierkrüge.

Szene nachgestellt.

Ja, auf der rechten Broschüre steht tatsächlich „Bahnfahrt meist inklusive!“ Unter dem Motiv natürlich gar nicht auf den Frauenkörper bezogen.


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Slut Pride, Nivea und Geeks – kurz notiert

1. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 119 von 152 der Serie Kurz notiert

Frauen in Führungspositionen sind so ein Thema für sich. Das gilt nicht nur für die freie Wirtschaft sondern auch in der Forschung. Ein Team der Uni Potsdam untersucht nun männliche und weibliche Wissenschaftskarrieren, genaueres berichtet die Märkische Allgemeine.

“Wer krank ist, geht zum Arzt. Für Menschen ohne Aufenthaltsstatus und Krankenversicherung gilt diese einfache Rechnung nicht.” In Berlin hilft diesen Menschen Medibüro, dort vermitteln ehrenamtliche Mitarbeiter_innen den Illegalisierten medizinische Hilfe. Doch der Fortbestand des Projekts ist nicht sicher, die Finanzierung unklar. Die taz berichtet.

Anna Kow schreibt in der Jungle World über Slut Pride: “Die Gefahr, als Schlampe bezeichnet zu werden, trifft nicht alle Frauen gleichermaßen – es ist ein Privileg, beim Klang dieses Wortes nicht an unzählige Demütigungen erinnert zu werden.”

Seine ausführliche Auseinandersetzung mit homophoben Argumenten hat uns Nicolás geschickt:

 

“Terre des Femmes” wird 30 und anlässlich dieses Jubiläums findet im Oktober in Berlin ein Kongress mit dem Titel: “Mädchenrechte stärken – weltweit” statt. Weiter Infos zu Programm und Anmeldung gibts hier.

Nivea präsentiert sich in der Werbung ja gerne mit einer klebrig-süßen, heteronormativen Familienidylle. Aber die können auch anders. Rassistisch zum Beispiel. Wer mehr wissen will klickt hier (Text auf Englisch).

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Neue Väter ohne Zeit und männlichere Duschgele – kurz notiert

18. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 117 von 152 der Serie Kurz notiert

Vor inzwischen schon drei Jahren startete das Missy Magazine als Alternative zu den immer gleichen Diät/Sextipps/teure Urlaubsreisen-Frauenmagazinen. Und besteht im hart umkämpften Printsegment bis heute. Zeit für Chris Köver, im Interview mit der taz zurück zu blicken.

Ebenfalls in der taz: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird fünf. Die befürchtete Klagewelle blieb aus, versuchter Missbrauch beschränkt sich auf „eine rare, ausschließlich männliche Spezies, gern mit Jurastudium, die sich mit Vorliebe auf Dutzende Posten als ‚Sekretärin‘ bewirbt“. Altersdiskriminierung ist vermehrt in den Fokus gerückt, während Rassismus kaum verhandelt wurde.

Mehr Zeit mit ihrer Familie wünschen sich viele Väter – aber selbst wenn eine Teilzeitstelle möglich wäre, bleiben die meisten beim Vollzeitjob. Warum das so ist, weiß die Süddeutsche leider nicht. Nur bei der Elternzeit, die ebenfalls nur eine Minderheit nimmt, ist klar: Männer fürchten Karriereprobleme.

Kurt Cobain ist den meisten wohl nur als zu früh verstorbener Musiker im Gedächtnis geblieben. Sein Einsatz gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie sollte aber nicht vergessen werden – Socyberty’s Kat Broderick hat Beispiele und Anekdoten zusammengetragen.

Des „Imageproblems“ von Duschgel als weiblich hat sich nun Dove angenommen. Lederstiefel und -jacken sollen Männer nun überzeugen, dass auch sie ihre Haut beim Duschen nicht nur säubern, sondern auch hydratisieren müssen. Via Sociological Images.

Mal wieder neues vom Gender Pay Gap: Dass Frauen an den Unis aufholen macht laut Feministing mehr als Sinn. Denn für das gleiche Einkommen wie ein männlicher Bachelor brauchen Frauen einen Doktortitel.

Über Geld und Einkommen spricht auch Katja Kullmann – im Interview mit diestandard.at (oder in der neuen Missy-Ausgabe).

Zwei Veranstaltungstipps nach dem Klick (weiterlesen …)


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…alles was Mann gerne ist (isst?)

17. August 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 49 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Ich bin immer noch etwas verwirrt, ob Mann nun gerne Halberstädter oder tatsächlich Gelber Erbseneintopf ist. Aber das liegt bestimmt nur daran, dass ich eine Frau bin. Den Facepalm das Tages hat Paula gefunden:

Blaue Verpackung einer Dose Gelben Erbseneintopfs der Firma Halberstädter. Unter dem Firmenlogo steht: Alles was Mann gerne ist.

Foto via @puzzlestuecke

[Achtung, dieser Eintrag kann Spuren von Ironie enthalten.]


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Richtig rauchen 101

25. Juli 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 1 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Bild einer jungen hübschen Frau, die sich eine Zigarre vor den Mund hält

Lektion 1: Die Zigarre darf niemals in den Mund gesteckt werden, weil dann Rauch in den Hals kommt, was nervt und ungesund ist. Voller Mund sieht irgendwie auch nicht so gut aus. Sie sollte stattdessen mit dem einen Ende locker gegen die Lippe gehalten werden. Dabei kann ruhig muffelig, also, lasziv geguckt werden, damit möglichst viele Männer, die das sehen, denken: “Ah, Salsa, Zigarre, schwarzhaarige Frau: Toll, das hat wohl was mit Kuba zu tun und wird ganz heißblütig und feurig. Sicher ist auch ganz viel Lebensfreude im Spiel. Da muss ich hin! Eventuell gibt’s ja sogar einen Blowjob.”

Hm, das kann es doch eigentlich nicht wirklich sein, oder? Aber ich komme einfach nicht drauf: Was soll bloß dieses seltsame Bild, und auf wen wirkt es wohl einladend, und warum?


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Interviewpartner_innen gesucht – die Blogschau

23. Juli 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 118 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die ägyptische Bloggerin Eman Hashim schreibt über sexuelle Belästigung in ihrem Land. Das Goethe Institut bietet eine Übersetzung an.

Im Blog wasdagegen setzen sich die Betreiber_innen kritisch mit rassistischer und sexistischer Werbung auseinander.

“‘Was will eine Frau eigentlich’ gehört mit zu den dämlichsten [Fragen], die es gibt”, meint Paper Cuts.

Wegen des großen Interesses am ersten möglichen Hochzeitstermin für gleichgeschlechtliche Paare hat die New Yorker Stadtverwaltung kurzfristig eine Lotterie angekündigt, berichtet Queernews.at.

Mädchenblog: Anne sucht nach Interviewpartner_innen für ihre Diplomarbeit über Psychotherapie‐Erfahrungen von Queers und Transgendern.

Inge Jahn hat sich auf ihrem Blog Gedanken über Geld gemacht.

Deutsche Männer suchen nach gescheiterten Hetero-Beziehungen zu deutschen Frauen häufig ihr Liebesglück mit osteuropäischen oder asiatischen Frauen. Grund: Die deutsche Frau sei zu hartherzig und emanzipiert. Alles Banane, finden die Danger Bananas.


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