Einträge mit dem Tag ‘Werbekritik’


Wie LEGO vom Kinder- zum Jungenspielzeug wurde

10. Februar 2012 von Helga

Ein Mädchen mit roten Haaren und Jeanslatzhose hält ein buntes Legohaus in den Händen. Davor die Aufschrift: What it is is beautiful.Vor einiger Zeit erst wurde eine alte Legowerbung durch die Twitter- und Blogosphäre gereicht. Eine Werbung aus der „guten alten Zeit“, als Lego noch für Kinder war. Bis heute scheint es aber für Mädchen uninterssant geworden zu sein, denn kurz darauf verkündete Lego, endlich eine Produktserie für Mädchen aufgelegt zu haben.
Wer jetzt schlimmes ahnt – ja, es ist alles pink, die Figuren sehen mehr aus wie Barbies und der Bastel- und Baueffekt ist völlig in den Hintergrund getreten. Vor allem ist es nichts Neues, wie Anita Sarkeesian in Feminist Frequency anschau­lich darstellt, sondern reiht sich ein in mehrere gescheiterte Versuche, Lego zu „pinkifzieren“. (Beim Klick auf CC gibt es Untertitel, auch in Deutsch.)

Aber warum stehen Mädchen heute so wenig auf Lego? Zufall war es nicht. Dahinter stehen jahrelange Marketingkampagnen, die Lego ein eindeutiges Image als „Jungenspielzeug“ gaben: (weiterlesen …)


Facebook | |


Datenschutz-, Neid- und Rassismusdebatten – die Blogschau

12. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 133 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die ständig strahlende Woche konnte anscheinend nicht allzu viele Blogger_innen herauslocken, denn es war ganz schön was los in den Blogs.

Der Frage, was eigentlich queer bedeutet, ist Feministische Generationen nachgegangen. So, let’s have a baby würden gerne Eltern werden. Was als lesbisches Paar aber nicht einfach ist. Diskriminierung kommt dabei auch von der Bundesärztekammer.

An das Novemberpogrom 1938 erinnert sunday news mit einem Erlebnisbericht der Berlinerin Josepha von Koskull.

Das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Post-Privacy haben diese Woche Ninia LaGrande und Antje Schrupp beackert.

Noch aus dem Oktober aber eine beeindruckende Sammlung an sexistischen Werbungen hat feminism. rocks. zusammengestellt. Denn nackte Gitarren verkaufen sich am besten, wenn sie an nackten Frauen hängen. Oder?

Aus aktuellem Anlass: The Critical Witness hat Rassismusleugnungen und -verteidigungen gesammelt. Und verteilt nun Kekse! Rassistische Werbung und die Darstellung schwarzer Frauen als „exotisch“ hat menschenhandel heute aufgearbeitet.

Eine andere Debatte die dieser Tage durch die Blogosphäre schwappte: Neid und Missgunst. Klirrr hat sich Gedanken gemacht.

Aus der Sommerpause zurück ist das Piratenweib und stellt dank eines Kommentators gleich mal fest: Dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht jeden anspringen liegt nur daran, dass sie zu wenig Sex haben. Soso…

In die Debatte um das Betreuungsgeld bringt i heart digital life etwas Theorie und veröffentlicht etwas verspätet online ihre Magisterarbeit: „Die Konstruktion von Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im familienpolitischen Diskurs“. Außerdem gibt’s eine Folge „Der Computer kann alles“ zum Anhören, u.a. über den Schultrojaner.

Die Berlin Femme Mafia hat ein (englisch-sprachiges) Interview gegeben. Wer sich beeilt kann heute ab 14:30 in Berlin auch noch am Femmepowerment-Workshop teilnehmen.

MusicPlaylistView Profile

Bereits im März wurden die Kunstobjekte der Wiener Strickistinnen von KnitHerStory abgenommen und zerstört – entgegen allen Abmachungen. Ihre Forderungen nach Entschädigungen werden seitdem beharrlich ignoriert, so dass sie erneut eine Stellungnahme geschrieben haben.

Ihren Bewußtseinswandel von „ich weiß alles über Rassismus“ zu „erstmal den Betroffenen zuhören und ihre Aussagen annehmen“ hat Nadine auf Medienelite dokumentiert.

Ebenfalls wieder Thema war (leider natürlich) Sexismus. Feminismus, Politik und Alltag bloggte über die mühselige anti-sexistischen Arbeit in linken Gruppen. Ganz furchtbare Biologismen hat Paper Cuts in der Schule erlebt.

An ihre Kindheit als „Dreckstück“ hat sich engl@absurdum erinnert. Die denkwerkstatt ärgerte sich über die unreflektierte Berichterstattung zum „Frauenmangel in Asien“. Und im SozBlog schreibt im November Sabine Hark – begonnen hat sie mit einem Beitrag zur Frauenquote.

Nach dem Klick noch einige Termine:
(weiterlesen …)


Facebook | |


Sexismus, Strauß-Kahn und feministische Konzerte – Kurz Notiert

9. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 128 von 138 der Serie Kurz notiert

Slutwalk Toronto äußerte sich zu den aktuellen Kontroversen in der Slutwalk Bewegung: “Racism and Anti-Racism: Why they matter to SlutWalks“.

Ein schönes US-amerikanisches Fotoprojekt mit tollen Fotos von Feminist_innen hat @amymmmmmkay ins Leben gerufen: Feminist Photo Blog Project.

Ein sich ständig wiederholendes Motiv in der Werbung: Frauen, die irgendwie nicht ihren Mund treffen, wenn sie trinken.

Alice Schwarzer war in Paris und fand heraus: “Strauss-Kahn steht in dem massiven Verdacht, dass ein mafiöser Zuhälterring dem zweitmächtigsten Mann Frankreichs über Jahre Hotels, Gelage und Prostituierte bezahlt hat (…)”.

Lawsonry fragt: Kann ein Mann ein Feminist sein?

Großer Applaus für die Linksjugend: Die hatte sich ein Plakatmotiv mit dem Spruch „Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth“ ausgedacht. Mario Barth will jetzt klagen.

In The Nation findet ihr einen Artikel über die Zukunft des (Online)Feminismus.

Morgen, am 10. November um 20 Uhr findet ein Netzfeministischer Chat statt. Weitere Infos bekommt ihr beim Missy Magazine – auch, wie mensch sich im IRC Channel anmelden kann.

Die Chancen, dass die Anzeige einer Vergewaltigung auch zu einer Verurteilung führt, sind im letzten Jahrzehnt gesunken, so dieStandard.

Ein weiterer Beitrag zur feministischen Perspektive auf die Occupy-Bewegung kommt von Soraya Chemaly. (Wir hatten selbst einen feministischen Blick auf die Bewegung gewagt.)

Von Freiburg über Konstanz bis Bremen sind diese Woche an vielen Hochschulen die „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie“. Mit Vorträgen, Workshops und Ausstellungen. Vielleicht auch in Deiner Stadt?

Weitere Termine nach dem Klick

(weiterlesen …)


Facebook | |


Die Social-Media-Arschkarte

26. Oktober 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 54 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Besonders „originell“ wollte wohl Chapstick (das US-amerikanische Pendant zu Labello) sein. Ganz im Sinne des Social-Media-Hypes wirbt die Firma derzeit dafür, sich auf seiner Facebookseite „Gehör zu verschaffen“. Leider ist das Anzeigenmotiv so furchtbar (siehe unten), dass es von vielen Frauen Kritik hagelte.

Eine hellbeige Sofalandschaft, eine schlanke Frau in dunkelblauen Jeans beugt sich über die hintere Kante, so dass ihr Hintern mit gespreizten Beinen prominent gezeigt wird.

Social Media also nicht nur als billige Lobhudelei sondern echte Interaktion? Damit konnte die Firma augenscheinlich nicht umgehen und löschte kritische Kommentare, sichtbar blieben natürlich die anzüglich sexistischen. Dokumentiert wurden die Klogriffe, wie auch die kritischen Kommentare aber von einer neuen Facebookseite, die Chapstick die Arschkarte zeigt. So geht „sich Gehör verschaffen“.


Facebook | |


Feminism lesen und gucken: Die Blogschau

1. Oktober 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 127 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Zwzorza guckt TV und entdeckt einen Beitrag über die libanesische HipHopperin Malikah. Allerdings kommt auch das ZDF nicht an Stereotypen wie jung und sexy vorbei. Ist ja auch total einfallsreich.

Im Comic-Fieber: Ti_Leo rezensiert zwei Comicneulinge. Wonder Woman von Brian Azzarello und Catwoman von Judd Winick. Die eine ist top, die andere flop…

Afrika Wissen Schaft widmet der verstorbenen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai einen Nachruf. Mehr zu Maathai ist auch bei fembio nachzulesen.

Ein Fremdwörterbuch träumt vom eigenen Modeblog. Aber stattdessen äußert sie sich erstmal in einem Posting über Qualität und Quantität in der Mode, Konsumwahn und was statt dem neuesten Fummel wichtig sein kann.

Der Band “Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre ‘Muslime versus Schwule’”, herausgegeben von Koray Yilmaz-Günay, greift die seit dem 11. September 2011 verschärften Debatten in der BRD zum “Islam” auf. In der Rezension im Mädchenblog heißt es dazu:

Der Band […] führt das für die Debatte unentbehrliche Wissen prononciert zusammen. Er vereinigt Beiträge seit 2003, die neu abgedruckt wurden, und eigens für diesen Band verfasste. Es werden historische Traditionen herausgearbeitet, die im Kolonialismus wurzeln. Es kommen konkrete Erfahrungsberichte und quantitative Auswertungen vor. Und es wird vor allem nachgezeichnet, wie verstärkt seit 2001 – aber auch bereits zuvor – rassistische Entwicklungen in lesbischen und schwulen mehrheitsdeutschen Communities um sich griffen, wie CSDs mittlerweile zu „White Prides“ verkommen, bei denen man sich westlich der vermeintlichen eigenen Überlegenheit und der vermeintlichen Unzivilisiertheit „des Anderen“ versichert.

Noch mal Mädchenblog: Pia regt sich über die aktuelle Kindermodenkollektion von Lidl auf. Rehkitze als Motiv für das schüchterne, verletztliche Mädchen und Wolfmotive für den bösen, aggressiven Jungen. Da hol doch mal einer Rotkäppchen…


Und Mädchenblog zum Dritten: Die Werbekampagne eines kanadischen FriseurInnengeschäfts sorgt für Kritik: Zu sehen ist eine aufwendig, perfekt wirkende Frau mit einem blauen Auge, hinter der ein Mann in dominanter Pose steht.

Eine neue Entscheidung gibt es im Ranftle-Fall, in dem es um den Nachlass eines homosexuellen US-Amerikaners an seinen Ehemann geht. Queernews berichtet.

Hanhaiwen fordert zum Gedankensturm für den kommenden Ada-Lovelace-Day am 7. Oktober auf.

Die Lesbomatin ist vom BH-Zwang genervt und fragt augenzwinkernd, ob er gar die europäische Antwort auf die Burka ist.

Willkommen in der Blogsphäre: Kasimpasa International.

Nicht neu, aber trotzdem einen Klick wert: Berlin-Woman, das Online-Magazin für Berliner Stadtkultur mit einem “weiblichen” Blick.

Und einen Termin gibt es auch noch: Das Magazin Feigenblatt präsentiert am 2. Oktober das Warmup für das Porn-Film-Festival, das vom 26. bis 30. Oktober in Berlin stattfindet. Gezeigt wird – unter Anwesenheit der Regisseurin Jennifer Lyon Bell der Film “Skin. Like. Sun.”, sowie mit “Headshot” eine ältere Arbeit der Regisseurin.


Facebook | |


Zusammen bringen, was zusammen gehört?

27. September 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 53 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Die Firma Abrams Premium Stahl bietet, wie der Name schon vermuten lässt, anscheinend in erster Linie Stahl an: Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl, Edelstahl, Vergütungsstahl, Einsatzstahl… Offenbar gehören weder Dessous noch sexy Schuhwerk  noch eine Modelagentur noch fotografische oder sexuelle Dienstleistungen  zum Sortiment. Da frag ich mich natürlich mal wieder ganz naiv, warum fast jede Seite des Internetauftritts dieser Firma mit  schönen Frauen in Lingerie und lasziver Pose dekoriert ist und auch die Stahlberater-App für den Herrn nicht ohne entsprechendes Motiv auskommt… Antwort: Es geht Abrams darum, “dem technisch geradlinigen und kühlen Stahl im optischen Wechselspiel menschliche Wärme und sinnliche Anmut zu verleihen”.  Hihi, toll! (Mit diesem Anliegen ist die Firma Abrams nämlich groß in “Kunstprojekten” unterwegs und bringt alle zwei Monate ein Pin-Up als Wallpaper zum Download.)

das Bild zeigt die Startseite des Internetauftritts der Firma Abrams Premium Stahl. Rechts neben den Informationen zur Firma ist das Schwarzweiß-Foto einer nach konventionellen Begriffen schönen Frau in High Heels und Unterwäsche abgebildet.

Screenshot der Abrams-Website

Was höre ich da: Stahlbaukram sei eine Männerdomäne und “die” wollten das nunmal so? Ach so, sorry – na dann…

Danke an Katrin für den Hinweis.


Facebook | |


Pink, Schwarzer und noch mehr kurz Notiertes aus dem Gender-Farbkasten

22. September 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 122 von 138 der Serie Kurz notiert

Ein Jahr lang ließ sie all ihre (Körper-)Haare wachsen, schlief während ihrer Regel im Garten im Zelt und schwieg in der Kirche: Die christliche Bloggerin Rachel Held Evans lebte nach den Buchstaben der Bibel. Damit, so Slate, rüttelte die Verfechterin von Gleichberechtigung ein weiteres Mal die evangelikalen Kirchen auf.

Kurz kommentiert L-Mag die gerade erschienene Autobiographie von Alice Schwarzer samt des späten Coming-Outs. Eine längere Besprechung von “Lebenslauf” hat Chris Köver für DIE ZEIT geschrieben.

Französinnen, Dänninen und Russinnen – nur Deutsch_innen gibt es nicht. Das diskutierte vor geraumer Zeit die Runde von Frühstück bei Stephanie:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Eher kritisch beäugt der Freitag ein internationales Netzwerktreffen erfolgreicher Frauen zur Bucherscheinung von Kerstin Plehwes “Die Macht der Frauen”. Da wird sich über Begriffe wie “Patriarchat” gewundert und das locker übergeworfene Kopftuch kommentiert. Wirkt so, als müsste frau Frauen, die Geld haben und aus einem – vermutlich – neokonservativen Umfeld kommen, ihren Feminismus absprechen.

Kyriarchy und Privilege präsentieren eine Reihe von Privilegien-Listen, unter denen sich altbekannte wie “white privilege” und “male privilege”, aber auch weniger bekannte wie “heterosexual privilege” und “monogamous privilege” befinden.

Nicht nur Hijras, auch andere Transgender gibt es in Indien, die um ihre Idenität kämpfen, wie DNA-india berichtet.

Mit Khadra X. Ismail Yonis hat Somaliland hat seine erste Bügermeisterin. Unpo.org erkennt darin den Beweis wachsender Gleichberechtigung in dem afrikanischen Staat. Ein Argument, das hierzulande mit Verweis auf die Kanzlerin auch gerne herangezogen wird.

Dradio Wissen nimmt Bezug zu einer Studie, nach der Mädchen Pink mögen, weil sie so erzogen worden sind. Dazu gibt es auch eine schöne Passage im Buch von Natasha Walter, die erklärt, das es zu Beginn des 20. Jahrhunderts genau anders herum war: Blau für die Mädchen, rosa für die Jungs.

Schon von 2009 aber leider immer noch zutreffend:

Nach dem Klick die Termine (weiterlesen …)


Facebook | |


Frauen und Schuhe, äh, Technik

13. September 2011 von Anna-Sarah

In unserem Postfach fand sich kürzlich der Hinweis auf das österreichische Blog des Elektronikhandels Conrad. Unter der verheißungsvollen Überschrift “10 gute Gründe, warum Frauen bei Conrad einkaufen sollen” finden sich dort super Tipps für “alle Frauen dieser Welt” – die anscheinend vordringlich daran interessiert sind, mittels eigenartiger Techniken (“Einfach den hilflosen Blick aufsetzen, ihn um seine Meinung fragen”) Männer kennen zu lernen, wo sie gehen und stehen. Das “riesige Conrad Sortiment” wird deshalb auch erst an dritter Stelle angepriesen: nach dem “Flirtfaktor männliche Conrad Kunden” und dem “Flirtfaktor männliche Conrad Verkaufsberater”. Auch sonst wimmelt es in dem sicherlich mal wieder total witzig-augenzwinkernd gemeinten Artikel von Klischees, wie z.B. der Rat, im Zweifelsfall doch einfach Schuhe kaufen zu gehen… Besonders Spaß macht deshalb auch Grund Nr. 8:

Auch im 21. Jahrhundert ist es noch immer so, dass Frauen nicht ernst genommen werden – insbesondere auch im technischen Bereich. Anders bei Conrad: Hier sind technikaffine Kundinnen stets willkommen!

Kleiner Tipp: Wenn “weibliche Technik-Freaks bei Conrad erwünscht” sind, wäre es vielleicht ganz clever, ein bisschen sparsamer mit solchem Klischeequatsch zu hantieren und sich tatsächlich lieber auf “den technischen Bereich” zu konzentrieren… Im allerbesten Fall muss ich über diese Art der Werbung jedenfalls nicht schmunzeln, sondern einfach nur herzhaft gähnen. Ernst genommen werden fühlt sich irgendwie anders an.


Facebook | |


Schlimmer wohnen mit Kolonialrassismus

10. September 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 52 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Möbel Roller hatte letzte Woche mal wieder ganz entzückende Deko im Angebot: Die “Afrika-Lady”, eine Kunststofffigur “in verschiedenen Ausführungen”. So eine Schwarze Frau aus Plastik, die trägt, was “die Afrikanerin” halt angeblich so trägt (farbenfrohe Tracht am Leib und irgendwas anderes buntes auf dem Kopf), verleiht auch dem biedersten deutschen Wohnzimmer das richtige “exotische” Flair, oder wie?  Komisch, der Bedarf für Europa-Ladies auf dem Sideboard scheint begrenzt zu sein. Was die wohl mit sich herum tragen würde – Aktentasche? Alditüte?  Fail der Woche, Firma Roller!


Facebook | |


Immer wieder wehren gegen sexistische Werbung

9. September 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 51 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Kaum beginnt man die Woche mit dämlichen Prospekten, landen sie wieder in unserem Mädchenmannschaft-Postfach. Die Hinweise auf noch beschissenere Werbung. Ganz Berlin etwa scheint vollgepflastert mit dieser Reebok-Werbung. Zum neuen Paar Turnschuhe noch ein paar Upskirtfotos?

Eine weiße, blonde, schlanke Frau steht im hochfliegenden rosa Kleidchen in sexualisierter Pose auf der Straße, vor ihr kommen pinke und gelbe Gymnastikbälle aus der Straße.

Foto von Leser_in Anna

Noch tiefer fiel Skiny auf der Startseite. Als Unterwäschefirma sind Fotos von Menschen in Unterwäsche ja völlig ok, da muss man sich also etwas besonderes einfallen lassen, um sexistischen Mist zu produzieren. Etwa das Model an einem Bananenstück lutschen lassen. Heute ist schon wieder ein neues Motiv auf der Seite, diesmal ist die Frau ganz nackt?!

Eine blonde, schlanke, weiße Frau in Unterwäsche sitzt mit einer geschälten Banane im Mund am Tisch und versucht mit geschlossenen Augen ein Glas zu öffnen

Herausforderung: Mit geschlossenen Augen ein Glas öffnen und nicht die Banane abbeißen.

Einsenden könnt ihr derartige Prachtstücke auch immer an Sexistische Kackscheiße oder ihr könnt sie in der *istische Kackscheiße-Suppe teilen. Die trouble X anti-Sticker eignen sich als aktiver Hinweis im realen Leben (aber bitte keine Sachbeschädigung betreiben). Der Deutsche Werberat hat inzwischen auch ein Onlineformular (beim Österreichischen muss man sich leider registrieren) und manchmal bringt Beschweren was.


Facebook | |



Anzeige